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	<title>Hans Saphoy - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hans_Saphoy&amp;diff=1475224&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie.</title>
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		<updated>2026-01-30T13:13:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Steinmetzzeichen Saphoy Hans.JPG|miniatur|hochkant|[[Steinmetzzeichen]] von Hans Saphoy]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Salem Panorama.jpg|miniatur|Münster und Schloss Salem]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Überlinger Münster 2.jpg|miniatur|[[Überlinger Münster]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hans Saphoy von Salmansweiler&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (eigentlich &amp;#039;&amp;#039;Johann II. Saphoy&amp;#039;&amp;#039;; * in [[Salem (Baden)|Salem]]; † [[8. November]] [[1578]] in [[Wien]]) war ein [[Steinbildhauer|Steinmetzmeister]], [[Festung]]s- und [[Dombaumeister]] der [[Renaissance]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Saphoy war ein universell geschulter Meister, der im [[profan]]en und im [[Heilig|sakralen]] Bereich versiert war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Hans Saphoy entstammte einer seit dem 14. Jahrhundert nachweisbaren, mit den [[Parler (Familie)|Parlern]] verwandtschaftlich verbundenen Baumeisterfamilie, deren bedeutendstes Mitglied der [[Kölner Dombaumeister]] [[Meister Michael (Dombaumeister)|Michael von Savoyen]] war. Ein anderer Baumeister aus der Familie war ein [[Hans von Savoyen|Meister Hans Safoy]], der im späten 15. Jahrhundert am Bau des Klosters Salem wirkte. Hans Saphoy war Untertan der [[Schwaben|schwäbischen]] [[Reichsabtei Salem]], in der die Familie ihr Erbbegräbnis hatte. Seine Berufung nach Wien ist mit den [[vorderösterreich]]ischen Besitzungen des Hauses [[Habsburg]] in Verbindung zu bringen. Er errichtete 1552 die Befestigungsbauten der [[Stadtbefestigung|Kärntner-Bastei]] in Wien, war 1555 als [[Gutachter|Begutachter]] beim Bau des [[St. Nikolaus (Überlingen)|Münsters]] und der Befestigungsanlagen in [[Überlingen]] tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dombaumeister von St. Stephan in Wien ==&lt;br /&gt;
Von 1556 bis 1578 war er Dombaumeister von [[Stephansdom|St. Stephan]] in Wien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Instruktion zum Kauf von Marmorsteinen 1556 und als Baumeister zu St. Stephan erhielt er das Recht, &amp;#039;&amp;#039;das er ainen oder zwen gesellen auf seinen aigen Unkosten halten mag, die im in der Stainhuttn aus [[Marmor|Merblstain]] Epitaphia machen&amp;#039;&amp;#039;. Über die Ankäufe von Marmor (bis in das 16. Jahrhundert ausschließlich der [[Adneter Marmor|rote Marmor]] von [[Adnet]] bei [[Hallein]]) gibt es keine Belege. &lt;br /&gt;
[[Datei:Saphoysche Haube.jpg|miniatur|Saphoysche Haube]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1556 ist auch ein Caspar Saphoy als leitender Meister in der Dombauhütte bezeugt. &lt;br /&gt;
Meister Hans Saphoy erneuerte die [[Gewölbe]]. In seiner Ära musste der Plan, den Adlerturm (Nordturm) zu vollenden, endgültig fallengelassen werden, nachdem Wien eine protestantische Stadt geworden war. Saphoy löste dieses architektonische Problem mit Einfühlungsvermögen, indem er auf den Turmunterbau ein [[Oktogon (Architektur)|oktogonales]] Glockengeschoss in Formen der [[Nachgotik]] setzte, abgeschlossen von einer geschweiften Kuppel, der sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Saphoyschen Haube&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1558 war für den Dombaumeister die Obrigkeit Bischof [[Anton Brus von Müglitz]]. 1563 folgte Administrator [[Urban Sagstetter]], Bischof von [[Diözese Gurk|Gurk]], der um einen Ausgleich mit den [[Protestanten]] bemüht war und 1568 resignierte. Saphoys letzter Bischof war [[Johann Caspar Neubeck]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Renaissancegrabmal Rafael Podmanickýs in Považská Bystrica ===&lt;br /&gt;
Die [[Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik|tschechische Akademie]] identifizierte 2005 diese Steinskulptur aus dem Jahre 1559 in [[Považská Bystrica]] als Arbeit von Hans Saphoy.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stallburg der Wiener Hofburg === &lt;br /&gt;
In der Stallburg, dem Renaissancepalast um einen quadratischen Arkadenhof, erfolgte im Auftrage von Kaiser [[Ferdinand I. (HRR)|Ferdinand I.]] von 1558 bis 1562 der Umbau der [[Hofburg|Hofstallungen]] unter der Leitung Hans Saphoy, Dombaumeister zu St. Stephan, mit den Steinmetzen und Bildhauern Antonius und [[Pietro Solari]] und [[Antonius Gardesoni]] aus dem kaiserlichen Steinbruch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In erster Ehe heiratete er Regina Eggsteiner, Tochter des [[Bürgermeister]]s von [[Eggenburg]]. Eine zweite Ehe schloss er 1563 mit Ursula Eberlin. Diese erhielt zwei Jahre nach seinem Tod für ihre fünf Kinder &amp;amp;nbsp;[[Gulden|fl]] [[Gnadengeld]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kaiserlicher Baumeister ===&lt;br /&gt;
Am 14. Juli 1569 wurde er an Stelle [[Benedikt Kölbl]]s zum kaiserlichen Baumeister der niederösterreichischen Lande mit einer jährlichen Besoldung von 200&amp;amp;nbsp;fl ernannt. [[Römisch-deutscher Kaiser|Kaiser]] [[Maximilian II. (HRR)|Maximilian II.]] verlangte 1570 die Entlassung seines Baumeisters aus der [[Leibeigenschaft]] der Reichsabtei Salem.&lt;br /&gt;
[[Datei:Palais Niederösterreich1.JPG|miniatur|Renaissanceportal, 1571]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Niederösterreichisches Landhaus ===&lt;br /&gt;
Saphoy leitete in den Jahren 1567 bis 1578 die Bauarbeiten. Das von den Niederösterreichischen Ständen 1513 angekaufte [[Palais Niederösterreich|Liechtenstein’sche Haus]] wurde umgestaltet und durch Zubauten und Aufstockungen erweitert. Die Stände kauften Mitte des 16. Jahrhunderts die erforderlichen Steine selbst ein: für eine kunstvolle Tür, den Aufgang in das Verordnetenzimmer, Burgschleinitzer Stein, also [[Zogelsdorfer Stein]] etc. Laut Rechnung hatte Saphoy die Steine für die Stiege zur Verordnetenstube als &amp;#039;&amp;#039;stiegenstaffel von [[Kaiserstein (Gestein)|hartem stain]] vom [[Leithagebirge|Leyterberg]]&amp;#039;&amp;#039;, also von hartem [[Kaisersteinbruch]]er Stein bezogen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Saphoy entstand der Kernteil des Palastes, mit Vorhalle und großem Saal, der Verordnetenstube. Er wölbte die Stuben und setzte die malerischen Pfeilerlauben der Stiegenaufgänge vor die schlichten Fassaden des Hofes. Von ihm stammen die großen [[Portal (Architektur)|Marmorportale]] und die weite Kassettenwölbung des 1710 barock ausgemalten Saales. Die verschiedenen [[Kapitell]]e des großen Marmorportales in der Verordnetenstube zeigen in der Variation der Formen wie weit sich Saphoy von den klassischen Vorbildern der italienischen Renaissance entfernt hatte. Der Umfang dieses Auftrages kann aus den Gesamtkosten von 5.553 [[Gulden]] ermessen werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der weiße kristalline Marmor von [[Strechau (Gemeinde Rottenmann)|Strechau]] in der [[Steiermark]] wurde der Überlieferung nach für die Tür- und [[Gewände|Fenstergewände]] des neuen Landhauses 1569 bestellt. Hans Saphoy reiste zweimal nach Strechau, um das Brechen und den Transport der Stücke einzuleiten. Da sich jedoch an noch erhaltenen Marmorteilen nur Material aus Adnet befindet, ist die Lieferung wohl wegen [[Steintransport|Transportschwierigkeiten]] nicht zustande gekommen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Alois Kieslinger]]: &amp;#039;&amp;#039;Einkäufe von Marmor im 16. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Restauratorenblätter&amp;#039;&amp;#039;. Band 3. 1979, S. 26–107&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er kaufte 1569 das Haus 1; Wipplingerstraße 10 (Stoß im Himmel 1, „Zum goldenen Esel“), das er seinen Kindern Sebastian (nachmals Wassermautbeschauer in Stein/Donau) und Anna Maria, verehelichte Jäger, hinterließ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der kaiserliche Baumeister der NÖ-Lande arbeitete von 1569 bis 1578 mit [[Pietro Ferrabosco]] in der Hofburg und am Arsenal, 1571 bei Ausbesserungen am [[Schloss Ebenfurth]], 1575 in [[Steyr]], wo er die durch das Hochwasser von 1572 entstandenen Schäden an der Stadtmauer und an den Häusern besichtigte, und in [[Wolfpassing]], hier plante er für Heinrich von [[Hardegg (Adelsgeschlecht)|Hardegg]] ein Herrenhaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Burg Weitra ===&lt;br /&gt;
Ab 1508 wurde [[Weitra]] mehrfach verpfändet. Obwohl Hans Saphoy die ärgsten Mängel der alten Burg beseitigt hatte, entsprach sie nicht mehr den Vorstellungen eines herrschaftlichen Sitzes. 1582 schenkte Kaiser [[Rudolf II. (HRR)|Rudolf II.]] Burg und Stadt seinem Oberst[[kämmerer]] [[Wolf Rumpf|Wolf Siegmund Rumpf Freiherr von Wielroß]] (Wullroß). 1584 legte der kaiserliche [[Architekt]] Pietro Ferrabosco Pläne für die Umwandlung der Burg in ein zeitgemäßes Schloss vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familienepitaph in der Klosterkirche zu Salem ==&lt;br /&gt;
Von Wien aus stiftete er 1570 für die Klosterkirche in Salem ein [[Epitaph]] für seine dort bestatteten Vorfahren, den Mitgliedern der [[Savoyen]]-Salem-[[Sippe]]. Durch das Haus Habsburg ist die Ansiedlung der ersten Savoyen-Meister um 1330 in Salem erfolgt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 8. November 1578 starb Hans Saphoy und wurde im Mittelschiff des Stephansdoms bestattet.&amp;lt;ref&amp;gt;Renate Kohn: &amp;#039;&amp;#039;Wiener Inschriftensammler vom 17. bis zum beginnenden 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Forschungen und Beiträge zur Wiener Stadtgeschichte&amp;#039;&amp;#039;, Bd.&amp;amp;nbsp;32). Franz Deuticke, Wien 1997, S.&amp;amp;nbsp;129, Nr.&amp;amp;nbsp;447.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.oeaw.ac.at/imafo/forschung/editionsunternehmen-quellenforschungmir/deutsche-inschriften-wien/mitarbeiterinnen/renate-kohn Akademie der Wissenschaften Renate Kohn]&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine Grabplatte ist verschollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Alois Kieslinger: &amp;#039;&amp;#039;Die Steine von St. Stephan&amp;#039;&amp;#039;. Herold 1949.&lt;br /&gt;
* [[Harry Kühnel]]: &amp;#039;&amp;#039;Forschungsergebnisse zur Geschichte der Wiener Hofburg im 16. Jahrhundert I.+ II.&amp;#039;&amp;#039; In: Mitteilungen der Kommission für Burgenforschung Nr. 6+9, 1956/1957.&lt;br /&gt;
* Reclam-Kunstführer Österreich: &amp;#039;&amp;#039;Baudenkmäler Wien&amp;#039;&amp;#039;. 1961.&lt;br /&gt;
* [[Ludwig Baldass|Baldass]], Feuchtmüller, [[Wilhelm Mrazek|Mrazek]]: &amp;#039;&amp;#039;Renaissance in Österreich&amp;#039;&amp;#039;. Wien 1966.&lt;br /&gt;
* [[Rupert Feuchtmüller]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Wiener Stephansdom&amp;#039;&amp;#039;. Dom-Verlag, Wien 1978.&lt;br /&gt;
* [[Franz Loidl]], Martin Krexner: &amp;#039;&amp;#039;Wiens Bischöfe und Erzbischöfe&amp;#039;&amp;#039;. Wien 1983, ISBN 3-85268-080-8.&lt;br /&gt;
* [[Felix Czeike]]: &amp;#039;&amp;#039;Historisches Lexikon Wien&amp;#039;&amp;#039;. Band 5. Wien 1995, ISBN 3-218-00547-7.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Österreich-Lexikon]]&amp;#039;&amp;#039;. 2 Bände. Verlagsgemeinschaft Österreich-Lexikon 1995, ISBN 3-95004-380-2.&lt;br /&gt;
* [[Helmuth Furch]]: &amp;#039;&amp;#039;Historisches Lexikon Kaisersteinbruch&amp;#039;&amp;#039;. 2 Bände. Museums- und Kulturverein, Kaisersteinbruch 2002–2004. ISBN 978-3-9504555-8-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Folgenleiste|VORGÄNGER=[[Michel Fröschl]]|NACHFOLGER=[[Peter Krug (Baumeister)|Peter Krug]]|AMT=[[Liste der Wiener Dombaumeister|Wiener Dombaumeister]]|ZEIT=1556–1578}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=141433086|VIAF=122248169}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Saphoy, Hans}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bildhauer der Renaissance]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dombaumeister im Stephansdom]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wiener Steinmetzbruderschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Habsburgermonarchie vor 1804)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Salem, Baden)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 15. oder 16. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1578]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Saphoy, Hans&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Saphoy, Johann II.; Saphoy von Salmansweiler, Hans&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsch-österreichischer Steinmetzmeister der Renaissance und Dombaumeister zu St. Stephan in Wien&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=15. Jahrhundert oder 16. Jahrhundert&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Salem (Baden)|Salem]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=8. November 1578&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
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