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	<title>Hans Reif - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den deutschen FDP-Politiker. Für den österreichischen SPÖ-Politiker Hans Reif siehe [[Johann Reif]].}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hans Reif&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[19. Januar]] [[1899]] in [[Leipzig]]; † [[11. November]] [[1984]] in [[West-Berlin]]) war ein deutscher Politiker ([[Freie Demokratische Partei|FDP]]). Er war Mitglied der [[Berliner Stadtverordnetenversammlung#Nachkriegszeit|Berliner Stadtverordnetenversammlung]], des [[Parlamentarischer Rat|Parlamentarischen Rats]], des [[Deutscher Bundestag|Deutschen Bundestags]] und des [[Abgeordnetenhaus von Berlin|Abgeordnetenhauses von Berlin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Beruf ==&lt;br /&gt;
Hans Reifs Vater [[Josef Reif (Verbandsfunktionär)|Josef Reif]] war Gründer des &amp;#039;&amp;#039;Gewerkschaftsbundes der Angestellten&amp;#039;&amp;#039;. Reif studierte an der [[Universität Leipzig]] [[Nationalökonomie]], öffentliches Recht und [[Philosophie]]. 1922 promovierte er zum Dr. rer. pol., wurde 1923 wissenschaftlicher Mitarbeiter des &amp;#039;&amp;#039;Gewerkschaftsbundes der Angestellten&amp;#039;&amp;#039; und ein Jahr später Geschäftsführer des &amp;#039;&amp;#039;Reichsausschusses für Handel, Industrie und Gewerbe&amp;#039;&amp;#039; beim Hauptvorstand der [[Deutsche Demokratische Partei|DDP]]. Zugleich war er wissenschaftlicher Mitarbeiter des liberalen [[Hansabund|Hansabundes]]. 1933 bis 1943 war er als  Wirtschaftsberater und Geschäftsführer einer Fachgruppe der Großhandelsorganisation tätig.&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibISBN|9783000207037 |Titel=Reif, Hans, Prof. Dr. |Fundstelle=R |Seiten=987 |KBytes=328}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1935 heiratete er Margarete Dührkop.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:2016-08-31 Grab-Hans-Reif.jpg|mini|Grabstätte]]&lt;br /&gt;
Reif siedelte 1945 von Leipzig in einen der [[Westsektor|westlichen Sektoren]] [[Berlin]]s über. Von 1953 an hatte er einen Lehrstuhl für Europapolitik an der [[Deutsche Hochschule für Politik|Deutschen Hochschule für Politik]], dem späteren [[Otto-Suhr-Institut]] der [[Freie Universität Berlin|Freien Universität Berlin]] inne. Er ist auf dem [[Friedhof Zehlendorf]] bestattet in einem [[Ehrengrab]] des [[Liste der Ehrengräber des Landes Berlin|Landes Berlin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
Reif gehörte seit 1922 der DDP an und war Vorsitzender der Leipziger Gruppe des &amp;#039;&amp;#039;Demokratischen Studentenverbandes&amp;#039;&amp;#039;. Während der [[Weimarer Republik]] arbeitete er verschiedenen liberalen Politikern zu, darunter dem Publizisten [[Gustav Stolper]] und dem [[Köln]]er [[Reichstag (Weimarer Republik)|Reichstagsabgeordneten]] [[Hermann Fischer (Bankier)|Hermann Fischer]]. Schwerpunkt seiner Arbeit war die Wirtschafts- und Sozialpolitik. Im [[Drittes Reich|Dritten Reich]] gab er eine wirtschaftspolitische Geheimkorrespondenz (&amp;#039;&amp;#039;Industriedienst&amp;#039;&amp;#039;) heraus, hatte Verbindung zum Widerstandskreis um [[Carl Friedrich Goerdeler]] und [[Wilhelm Leuschner]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1945 gründete er die [[Liberal-Demokratische Partei Deutschlands|LDPD]] in Leipzig mit. Nach seinem Wechsel nach Berlin wurde er 1946 Mitglied der dortigen [[LDP]], deren [[West-Berlin]]er Teil sich der FDP anschloss. 1958 und 1959 war er Berliner FDP-Vorsitzender. Ab 1964 war Reif Vizepräsident (seit 1971 Patron) der Deutschen Gruppe der [[Liberale Internationale|Liberalen Internationale]], deren Mitbegründer er 1954 war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reif war Mitglied in der &amp;#039;&amp;#039;[[Internationale Liga für Menschenrechte (Berlin)|Internationalen Liga für Menschenrechte]]&amp;#039;&amp;#039;, der &amp;#039;&amp;#039;Deutschen Weltwirtschaftlichen Gesellschaft&amp;#039;&amp;#039;, der &amp;#039;&amp;#039;Deutsch-Englischen Gesellschaft&amp;#039;&amp;#039;, der &amp;#039;&amp;#039;Gesellschaft der Freunde der Hebräischen Universität Jerusalem&amp;#039;&amp;#039;, des &amp;#039;&amp;#039;[[Kuratorium unteilbares Deutschland|Kuratoriums Unteilbares Deutschland]]&amp;#039;&amp;#039; und des &amp;#039;&amp;#039;[[Königsteiner Kreis|Königsteiner Kreises]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1959 bis zu seinem Tod war Reif Mitglied des Kuratoriums der [[Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit|Friedrich-Naumann-Stiftung]]. Im [[Archiv des Liberalismus]] der Stiftung in [[Gummersbach]] werden sein Nachlass und seine Bibliothek aufbewahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgeordneter ==&lt;br /&gt;
Von 1946 bis zum 17. September 1951 war Reif Mitglied der [[Berliner Stadtverordnetenversammlung#Nachkriegszeit|Berliner Stadtverordnetenversammlung]] [[Groß-Berlin]]s bzw. des [[Abgeordnetenhaus von Berlin|Abgeordnetenhauses]] [[West-Berlin]]s. 1948 und 1949 war er Berliner Abgeordneter im [[Parlamentarischer Rat|Parlamentarischen Rat]] und gehörte dort dem Ausschuss zur Regelung der Zuständigkeiten zwischen Bund und Ländern an. Er gehörte dem [[Deutscher Bundestag|Deutschen Bundestag]] seit dessen erster Wahl [[Bundestagswahl 1949|1949]] bis 1957 als aus Berlin delegierter Abgeordneter an. Seit 1951 war er Mitglied der [[Beratende Versammlung des Europarates|Beratenden Versammlung]] des [[Europarat]]es in [[Straßburg]]. Von 1963 bis 1971 war er Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin und dessen Vizepräsident.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem plötzlichen Tod des [[Bundestagspräsident]]en [[Hermann Ehlers]] 1954 sorgte Reif für eine bislang einmalige Situation im Bundestag. Gegen den offiziellen [[Christlich Demokratische Union Deutschlands|CDU]]/[[Christlich-Soziale Union in Bayern|CSU]]-Kandidaten [[Eugen Gerstenmaier]], der vielen Abgeordneten auch der Regierungskoalition zu „kirchennah“ war, schlug Reif am 16. November 1954 den Berliner CDU-Abgeordneten [[Ernst Lemmer]], mit dem er in der Weimarer Republik in der DDP zusammengearbeitet hatte, vor. Lemmer verlor erst im dritten Wahlgang mit lediglich 14 Stimmen Unterschied (Gerstenmaier: 204, Lemmer: 190, Enthaltungen: 15). Es war das einzige Mal in der Bundestagsgeschichte, dass zwei Fraktionskollegen gegeneinander um das Amt des Bundestagspräsidenten konkurrierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
Reif wurde am 20. Oktober 1971 die Ehrenbürgerwürde von Berlin verliehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die individualistische Wirtschaft als Wegbereiter des nationalen, sozialen und kulturellen Aufstiegs.&amp;#039;&amp;#039; Hannewahr, Berlin 1931.&lt;br /&gt;
* Gerhard Leibholz, Hans Reif: &amp;#039;&amp;#039;Verfassungsrechtliche Stellung und innere Ordnung der Parteien.&amp;#039;&amp;#039; Mohr, Tübingen 1951.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Politik und Moral.&amp;#039;&amp;#039; Colloquium-Verlag, Berlin 1957.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Parlament im Demokratischen Staat.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für Politik.&amp;#039;&amp;#039; 1959, Heft 3, S. 205–217.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Europa ohne Dogma.&amp;#039;&amp;#039; Das Freie Wort, Bonn 1962.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Europäische Integration.&amp;#039;&amp;#039; Westdeutscher Verlag, Köln 1962.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die geistigen Grundlagen&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Renaissance des Liberalismus.&amp;#039;&amp;#039; In: Wolfram Dorn (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des deutschen Liberalismus.&amp;#039;&amp;#039; Westdeutscher Verlag, 1966.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Liberalismus.&amp;#039;&amp;#039; In: Ernst Fraenkel, Karl-Dietrich Bracher: &amp;#039;&amp;#039;Fischer Lexikon Staat und Politik.&amp;#039;&amp;#039; Fischer Taschenbuch, Frankfurt am Main 1978, ISBN 3-596-40002-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|9783980330343|Seite=216}}&lt;br /&gt;
* {{NDB|21|326|327|Reif, Hans|Erhard H. M. Lange|11881642X}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Hans Reif: Erinnerungen und Zeugnisse zu seinem 80. Geburtstag am 19. Januar 1979.&amp;#039;&amp;#039; Friedrich-Naumann-Stiftung, Bonn 1979.&lt;br /&gt;
* [[Ella Barowsky]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Hans Reif: Liberalismus aus kritischer Vernunft. Vermächtnis eines freiheitlichen Demokraten und Europäers.&amp;#039;&amp;#039; Nomos, Baden-Baden 1986, ISBN 3-7890-1298-X.&lt;br /&gt;
* Arthur Schlegelmilch: &amp;#039;&amp;#039;Hans Reif und die Berliner Liberalen 1945–1958.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch zur Liberalismus-Forschung.&amp;#039;&amp;#039; Band 9, 1997, S. 123–147.&lt;br /&gt;
* Anne Günther/Katharina Jochim: &amp;#039;&amp;#039;Das Amt des Bundespräsidenten und die Frage des Oberbefehls aus der Perspektive eines langjährigen Freundes – [[Theodor Heuss]] an Hans Reif am 16.03.1954.&amp;#039;&amp;#039; In: Ines Soldwisch/[[Jürgen Frölich (Historiker)|Jürgen Frölich]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Theodor Heuss im Original – ausgewählte Dokumente in der Analyse.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Dr. Kovač, Hamburg 2013, ISBN 978-3-8300-7023-8, S. 113–134.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|11881642X}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Landesvorsitzende der FDP Berlin}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=11881642X|LCCN=n/86/120587|VIAF=45098769}}&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Reif, Hans}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Parlamentarischen Rates]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Berliner Bundestagsabgeordneter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Stadtverordnetenversammlung (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Parlamentarischen Versammlung des Europarats für Deutschland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Freie Universität Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Deutsche Hochschule für Politik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politikwissenschaftler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:LDPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:FDP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Goerdeler-Kreis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:ILMR-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger von Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bestattet in einem Ehrengrab des Landes Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1899]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1984]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Königsteiner Kreises]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied im Kuratorium der Friedrich-Naumann-Stiftung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Archiv des Liberalismus)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Reif, Hans&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (FDP), MdA&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=19. Januar 1899&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Leipzig]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=11. November 1984&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[West-Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;OTFW</name></author>
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