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	<title>Hans Reichelt - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hans_Reichelt&amp;diff=164084&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Maxwhollymoralground: /* Leben */</title>
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		<updated>2025-08-06T09:14:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|befasst sich mit dem Politiker Hans Reichelt. Zum Indogermanisten siehe [[Johann Reichelt]]; zu anderen Personen siehe [[Hans Reichel]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-86336-0001, Werneuchen, Bauernforum mit Hans Reichelt.jpg|mini|Hans Reichelt auf dem Bauernforum 1961]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hans Reichelt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[30. März]] [[1925]] in [[Proskau]], [[Landkreis Oppeln]], [[Provinz Oberschlesien|Oberschlesien]]; † [[14. Januar]] [[2025]] in [[Berlin]]) war ein deutscher [[Politiker]] der [[Demokratische Bauernpartei Deutschlands|Demokratischen Bauernpartei Deutschlands]] (DBD), einer [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]]-[[Blockpartei]]. Er war 1953 sowie 1955 bis 1963 [[Ministerium für Land-, Forst- und Nahrungsgüterwirtschaft|Minister für Land- und Forstwirtschaft]], von 1972 bis Januar 1990 [[Ministerium für Umweltschutz und Wasserwirtschaft der DDR|Minister für Umweltschutz und Wasserwirtschaft]] sowie Stellvertretender Vorsitzender des [[Ministerrat der Deutschen Demokratischen Republik|Ministerrates der DDR]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{WWW-DDR|id=hans-reichelt|lemma=Hans Reichelt|autor=Siegfried Kuntsche|band=1|idNum=2790}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Hans Reichelt besuchte die Oberschule in [[Opole|Oppeln]]. Er war Mitglied der [[Hitlerjugend]] und des [[Reichsarbeitsdienst]]es. Am 30. Dezember 1942 beantragte er die Aufnahme in die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] und wurde zum 20. April 1943 aufgenommen ([[Liste von NSDAP-Parteimitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 9.454.165).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/34090633&amp;lt;/ref&amp;gt; Er war [[Soldat]] der deutschen [[Wehrmacht]] (zuletzt im Rang eines [[Leutnant]]s) und bis 1949 in sowjetischer [[Kriegsgefangene des Zweiten Weltkrieges|Kriegsgefangenschaft]], wo er eine [[Antifa-Schule]] besuchte.&amp;lt;ref&amp;gt;Olaf Kappelt: &amp;#039;&amp;#039;Braunbuch DDR. Nazis in der DDR&amp;#039;&amp;#039; Berlin historica, 2009, S. 482–483, ISBN 978-3-939929-12-3.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Rückkehr nach Deutschland wurde er Mitglied der [[Demokratische Bauernpartei Deutschlands|Demokratischen Bauernpartei Deutschlands]] (DBD) und hatte verschiedene Funktionen (seit 1955 Präsident) im Parteivorstand. Seit 1950 war er Abgeordneter der [[Volkskammer]]. 1953 war er als Nachfolger von [[Wilhelm Schröder (Politiker, 1913)|Wilhelm Schröder]] kurzzeitig Minister für Land- und Forstwirtschaft, wurde nach dem Besuch der Zentralschule für Agrarpolitik des ZK der SED in [[Schwerin]] am 29. Oktober 1953 von Ministerpräsident [[Otto Grotewohl]] zum Staatssekretär im Ministerium für Land- und Forstwirtschaft ernannt&amp;lt;ref&amp;gt;Protokoll der 142. Sitzung der Regierung der DDR vom 29. Oktober 1953 - Bundesarchiv DC 20-I/3/204.&amp;lt;/ref&amp;gt; und war von 1955 bis 1963 als Nachfolger von [[Paul Scholz (Politiker, 1902)|Paul Scholz]] erneut Minister für Landwirtschaft, Erfassung und Forstwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1963 bis 1964 absolvierte er ein Hochschulstudium, 1971 wurde er an der [[Hochschule für Ökonomie Berlin]] mit der Arbeit &amp;#039;&amp;#039;Die Rolle und Stellung des [[Melioration]]swesens bei der Intensivierung der landwirtschaftlichen Produktion und der gesellschaftlichen Entwicklung der sozialistischen Landwirtschaft und einige Grundprobleme der weiteren Anwendung des ökonomischen Systems des Sozialismus im Zeitraum bis 1980&amp;#039;&amp;#039; promoviert. Er war 1963 bis 1972 erst Stellvertretender Vorsitzender des Landwirtschaftsrates, dann Stellvertretender Minister in dessen Nachfolgeorgan, dem neu gegründeten Ministerium für Land-, Forst- und Nahrungsgüterwirtschaft. In dieser Funktion war er dem Umweltaktivisten [[Carlo Jordan]] zufolge an „umweltpolitisch verhängnisvollen Entscheidungen“ im Bereich der Zwangskollektivierung, landwirtschaftlichen Industrialisierung und Melioration beteiligt.&amp;lt;ref&amp;gt;Carlo Jordan: &amp;#039;&amp;#039;Umweltzerstörung und Umweltpolitik in der DDR&amp;#039;&amp;#039;, Enquete-Kommission Aufarbeitung von Geschichte und Folgen der SED-Diktatur in Deutschland, hrsg. vom Deutschen Bundestag, 12. Wahlperiode, Bd. II/3, S. 1785.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-1988-0710-008, Berlin, Gespräch Reichelt, Töpfer, Bräutigam.jpg|mini|Reichelt (rechts) im Gespräch mit Bundesumweltminister [[Klaus Töpfer]] (links) und dem Ständigen Vertreter der Bundesrepublik in der DDR [[Hans Otto Bräutigam]], 1988]]&lt;br /&gt;
Im März 1972 übernahm Reichelt die Nachfolger des verstorbenen [[Werner Titel]] als Minister für Umweltschutz und Wasserwirtschaft und Stellvertretender Vorsitzender des Ministerrates für die DBD an. Das Ministerium beteiligte sich an der Verschleierung von Umweltproblemen in der DDR, der Minister spielte in der SED-Führung keine Rolle. Briefe von Reichelt an [[Günter Mittag]], der für Wirtschaftspolitik zuständige ZK-Sekretär, fand man nach dem Ende der DDR ungeöffnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Joachim Radkau: &amp;#039;&amp;#039;Die Ära der Ökologie. Eine Weltgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; München, Beck, 2011, S. 523. &amp;lt;/ref&amp;gt; Seit 1982 war Reichelt Stellvertretender Vorsitzender der DBD.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von November 1989 bis Januar 1990 war er Minister des umbenannten Ministeriums für Naturschutz, Umweltschutz und Wasserwirtschaft (MNUW). Im Januar 1990 trat er als Minister zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;Frankfurter Allgemeine Zeitung: &amp;#039;&amp;#039;Reichelt nach Kritik zurückgetreten&amp;#039;&amp;#039;, 11. Januar 1990, S. 3.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bereits im Dezember 1989 trat er vom Vorstand der DBD zurück und beteiligte sich nicht mehr an der Fusion der DBD mit der [[Christlich Demokratische Union Deutschlands|CDU]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1994 bis 2003 war er Vorsitzender des Vereins [[Gesellschaft zur Rechtlichen und Humanitären Unterstützung]], einer Lobbyorganisation ehemaliger DDR-Funktionäre. Reichelt klagte gegen eine Rentenkürzung für seine Zeit als Minister. 2010 entschied das [[Bundesverfassungsgericht]], dass die Kürzung rechtmäßig sei, da davon ausgegangen werden könne, dass eine kleine Gruppe hoher DDR-Funktionäre nicht nur wegen ihrer Arbeitsleistung, sondern auch wegen ihrer „Regimetreue“ honoriert wurde. Die Rentenkürzung rechtfertigte sich „aus dem gesetzgeberischen Anliegen, ein rentenrechtliches Fortwirken eines Systems der Selbstprivilegierung zu verhindern“.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Christian Rath]]: [https://www.mz.de/deutschland-und-welt/politik/ddr-erbe-minister-ziehen-den-kurzeren-2261754 &amp;#039;&amp;#039;DDR-Erbe: Minister ziehen den Kürzeren.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Mitteldeutsche Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, 28. Juli 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reichelt lebte zuletzt in [[Schöneiche bei Berlin]]. Er starb im Januar 2025, etwa zweieinhalb Monate vor seinem 100. Geburtstag.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tagesschau.de/inland/regional/berlin/rbb-frueherer-ddr-minister-hans-reichelt-in-berlin-gestorben-100.html &amp;#039;&amp;#039;Früherer DDR-Minister Hans Reichelt in Berlin gestorben&amp;#039;&amp;#039;], tagesschau.de vom 15. Januar 2025, abgerufen am 15. Januar 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.berliner-zeitung.de/news/ddr-umweltminister-hans-reichelt-stirbt-in-berlin-li.2289213 |titel=DDR-Umweltminister: Hans Reichelt ist tot |werk=[[Berliner Zeitung]] |datum=2025-01-14 |abruf=2025-01-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Landwirtschaft in der ehemaligen DDR. Probleme, Erkenntnisse, Entwicklungen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Berichte über Landwirtschaft. Zeitschrift für Agrarpolitik und Landwirtschaft.&amp;#039;&amp;#039; 70. 1992, {{ISSN|0005-9080}}, S. 117–136.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Blockflöten, oder was? Zur Geschichte der DBD 1948–1990.&amp;#039;&amp;#039; Edition Ost, Berlin 1997, ISBN 3-929161-83-4.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die deutschen Kriegsheimkehrer. Was hat die DDR für sie getan?&amp;#039;&amp;#039; Edition Ost, Berlin 2007, ISBN 978-3-360-01099-5.&lt;br /&gt;
*  &amp;#039;&amp;#039;Umweltpolitik in der DDR. Eine Dokumentation&amp;#039;&amp;#039;. Edition Ost, Berlin 2024, ISBN 978-3-360-02819-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Tobias Huff: &amp;#039;&amp;#039;Natur und Industrie im Sozialismus. Eine Umweltgeschichte der DDR&amp;#039;&amp;#039;. Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 2015, ISBN 978-3-647-31717-5.&lt;br /&gt;
* Christian Möller: &amp;#039;&amp;#039;Umwelt und Herrschaft in der DDR. Politik, Protest und die Grenzen der Partizipation in der Diktatur&amp;#039;&amp;#039;, Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 2020, ISBN 978-3-525-31096-0.&lt;br /&gt;
* {{WWW-DDR|id=hans-reichelt|lemma=Hans Reichelt|autor=[[Siegfried Kuntsche]]|band=1|idNum=2790}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|133451542}}&lt;br /&gt;
* [https://invenio.bundesarchiv.de/invenio/direktlink/76cf900d-1533-4ec3-8a92-a156561dbee9/ Nachlass Bundesarchiv N 2562]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock|Navigationsleiste Minister für Land-, Forst- und Nahrungsgüterwirtschaft der DDR|Navigationsleiste Minister für Umweltschutz und Wasserwirtschaft der DDR}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=133451542|LCCN=n/85/75866|VIAF=67656184}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Reichelt, Hans}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirtschaftsminister (DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Umweltminister (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abgeordneter der Volkskammer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DBD-Funktionär]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Kriegsgefangener der Sowjetunion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Vaterländischen Verdienstordens (Ehrenspange)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Bürger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Preuße]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1925]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2025]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Reichelt, Hans&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (DBD), MdV, Stellvertretender Vorsitzender des Ministerrates und Minister für Land- und Forstwirtschaft der DDR&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=30. März 1925&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Proskau]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=14. Januar 2025&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Maxwhollymoralground</name></author>
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