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	<title>Hans Perathoner - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T21:54:05Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hans_Perathoner&amp;diff=706130&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Dieringer63: Link auf Erich Egg; Titel immer kursiv; Kleinkram</title>
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		<updated>2024-08-20T19:55:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Link auf Erich Egg; Titel immer kursiv; Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Leineweberdenkmal-Bielefeld.JPG|miniatur|hochkant=1.5|Leineweberdenkmal in Bielefeld]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hans Perathoner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[21. November]] [[1872]] in [[St. Peter (Lajen)|St. Peter]], [[Österreich-Ungarn]]; † [[28. Juli]] [[1946]] in [[Berlin]]) war ein Tiroler [[Bildhauer]] und [[Malerei|Maler]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Hans Perathoner wurde als Sohn einer [[Südtirol]]er Bergbauern-Familie in [[Gröden]] geboren. Es ist anzunehmen, dass sein Wunsch nach einer künstlerischen Karriere im familiären Bereich umstritten war, wenngleich das Grödner Tal für seine Holzschnitzerei-Betriebe bekannt war und ist. Perathoner schaffte es, beim damals als bester Bildhauer der Region geltenden [[Franz Tavella]] eine Ausbildung machen zu dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Talent stellte Perathoner mit einer Madonnen-Schnitzerei unter Beweis, für die er 1893 in [[Innsbruck]] mit einer goldenen Medaille ausgezeichnet wurde. 1897, mit 25 Jahren, verließ er seine Heimat und ging an die [[Akademie der Bildenden Künste München]]. Das dortige Professorenkollegium verlieh ihm 1903 für seine künstlerischen Leistungen die höchste akademische Auszeichnung, die &amp;#039;&amp;#039;große silberne Medaille&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bi Leineweberdenkmal.jpg|miniatur|hochkant|Detail des Leinweberdenkmals in Bielefeld]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Friedhof Hedw Sonnenschein.jpg|miniatur|hochkant|Grabdenkmal [[Carl Sonnenschein]], 1935, [[Liesenstraße (Berlin)#Alter Domfriedhof der St.-Hedwigsgemeinde|Alter Domfriedhof der St.-Hedwigsgemeinde]], Berlin]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als mittlerweile anerkannter Künstler zog Perathoner aus dem katholischen [[München]] ins protestantische [[Bielefeld]], wo er als Leiter der [[Bildhauerei|Bildhauerklasse]] und Lehrer für [[Aktmalerei]] an der dort neu gegründeten [[Handwerker- und Kunstgewerbeschule Bielefeld|Handwerker- und Kunstgewerbeschule]] unterrichtete, darunter Schüler wie [[Erich Lossie]] und [[Emil Steffann]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Manfred Sundermann |Titel=Das naheliegende Einfache, Emil Steffann und die Baukunst 1921 - 1968 |Verlag=BoD |Ort=Norderstedt |Datum=2021 |ISBN=978-3-752-68846-7 |Seiten=12 - 13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In Bielefeld schuf Perathoner 1909 den [[Leineweberdenkmal|Leineweberbrunnen]], heute ein Wahrzeichen der Stadt. Für die Skulptur stand [[Leineweber]] Heinrich Heienbrok aus [[Jöllenbeck]] Modell, der dafür drei Monate lang täglich von Jöllenbeck nach Bielefeld zog. Weitere Werke Perathoners in Bielefeld sind die Fassade am damaligen Bezirkskommando des Offizierskorps (Turnerstraße 49), das Relief an der Friedhofskapelle auf dem Sennefriedhof und die Grabstätte des Bielefelder Nähmaschinenfabrikanten [[Hugo Hengstenberg]] auf dem Johannisfriedhof. Darüber hinaus erschuf Perathoner für die 1930 errichtete Bielefelder [[Rudolf-Oetker-Halle]] eine Bronzebüste von Musikdirektor Wilhelm Lamping.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Gewerbeschule lernte er die Lehrerin Johanna Schneider kennen, die er am 26. April 1910 in Trier heiratete. Aus der Ehe gingen zwei Töchter hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine mit [[Expressionismus|expressionistischen]] Anklängen gestalteten Werke, besonders wenn es um religiöse Motive ging, stießen in Bielefeld bei vielen Bürgern auf Ablehnung. Vermutlich auch deshalb folgte er 1914 dem Direktor der Kunstgewerbeschule, [[Wilhelm Thiele (Architekt)|Wilhelm Thiele]], an die [[Kunstgewerbe- und Handwerkerschule (Berlin)|Kunstgewerbeschule Charlottenburg]], wo nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] [[Philipp Harth]], später bekannt durch seine Tierplastiken, und [[Emil Steffann]] zu Perathoners Schülern gehörten. Weitere Schüler Perathoners waren [[Jenny Mucchi-Wiegmann]] (Genni Mucchi), [[Berthold Müller-Oerlinghausen]], [[Friedrich Press]], Willy Schirmer, Elsa Eisgruber und Edelgarde vom Berge und Herrendorff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort in [[Berlin]] integrierte sich Perathoner in die katholische Gemeinde und freundete sich mit dem im Arbeitermilieu engagierten Priester [[Carl Sonnenschein]] an.&lt;br /&gt;
Für den Kriegsgedächtnisraum des [[Rathaus Charlottenburg|Charlottenburger Rathauses]] schuf Perathoner 1921/22 [[Allegorie]]n der acht Tugenden in getöntem Gips, die heute verloren sind. Außerdem malte er verstärkt besonders Porträts. Doch auch in Berlin hatte Perathoner mit dem Kunstverständnis vor allem der Berliner Kirchgänger zu kämpfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine 1930 aus einem Eichenstamm geschlagene und vier Meter hohe Christusfigur, die Jesus expressiv verzeichnet und wie einen sich vor Qualen windenden Gnom darstellt, wurde am 3. August 1930 in der Kirche [[St. Martin (Berlin-Kaulsdorf)|St. Martin]] in [[Berlin-Kaulsdorf|Kaulsdorf]] aufgestellt. Doch nach heftigen Protesten – man sprach von [[Blasphemie|Gotteslästerung]] – wurde sie am 1. September 1931 auf Geheiß von Bischof [[Christian Schreiber (Bischof)|Christian Schreiber]] wieder abgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Klaus Gaffron |url=http://www.flanieren-in-berlin.de/bezirke/marzahnhellersdorf/der-gluecklose-bildhauer.html |titel=Der glücklose Bildhauer |werk=Flanieren in Berlin |hrsg= |datum=30. Januar 2017 |abruf=20.02.2020 |sprache=deutsch}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Perathoner konnte diese Enttäuschung und Demütigung bis an sein Lebensende nur schwer verkraften. Seine Christus-Figur hing dann von 1964 bis 1986 in einer evangelischen Kirche in [[Berlin-Pankow|Pankow]] und ist seit Ostern 2000 in der [[Kirche von der Verklärung des Herrn]] in [[Berlin-Marzahn|Marzahn]] zu sehen. Auch an dem neuen Standort löst die Figur Diskussionen bei den Kirchgängern und Künstlern aus.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.eckesieben.de/khb/i_khb_archiv2001.htm |titel=Künstlerhaus Berlin 2001 |werk=eckesieben.de |kommentar=mit Erwähnung der Diskussionsveranstaltung &amp;#039;&amp;#039;Zwischen Ärgernis und Torheit - das Perathoner Kreuz&amp;#039;&amp;#039;, veranstaltet am 24. März 2001 in der Kirche &amp;#039;&amp;#039;Von der Verklärung des Herrn&amp;#039;&amp;#039; unter der Leitung der Künstlerin Dr. [[Christine Goetz]], Berlin |zugriff=2017-12-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Hans Perathoner wurden auf der Ausstellung &amp;#039;&amp;#039;300 Jahre Grödner Holzschnitzkunst&amp;#039;&amp;#039; im Sommer 1951 in Gröden drei Plastiken und einige Fotos größerer Arbeiten gezeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hans Perathoner verstarb 1946 im Alter von 73 Jahren und wurde auf dem Berliner [[Liesenstraße (Berlin)#Alter Domfriedhof der St.-Hedwigsgemeinde|St.-Hedwigs-Friedhof]] bestattet, in der Nähe des Grabes seines Freundes Carl Sonnenschein, für dessen Grabstätte er 1935 ein Holzkreuz mit expressionistischem Bronze-[[Kruzifix]] geschaffen hatte.&lt;br /&gt;
[[Datei:Josef Grossrubatscher Hans Perathoner Anton Vinatzer Hans Mahlknecht 1897.jpg|mini|links|Hans Perathoner, im Selbstporträt, Zweiter von links mit Freunden aus Gröden.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Junge Gemälde des Hans Perathoner 1897.jpg|Porträt eines Jungen des Hans Perathoner 1997.&lt;br /&gt;
Defregger Madonna Kopie des Hans Perathoner.jpg|Muttergottes mit Kind des Franz Defregger, Kopie des Hans Perathoner 1993.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bibliographie ==&lt;br /&gt;
* Hugo Dassner: &amp;#039;&amp;#039;Salome, ihre Gestalt in Geschichte und Kunst. Dichtung – Bildende Kunst – Musik&amp;#039;&amp;#039;. Hugo Schmidt Verlag, München 1912, S. 365, 370, 393, 395.&lt;br /&gt;
* Oscar Gehrig: &amp;#039;&amp;#039;Hans Perathoner zu seinem 50. Geburtstag am 21. November 1922&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die christliche Kunst]].&amp;#039;&amp;#039; 19. Jg., Verlag F. Bruckmann AG München, 1922/23, S. 29–35, 7 Abb.&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Rudolf Moroder Rudolfine |url=https://web.archive.org/web/20160304172447/http://lusenberg.com/pontives/hprudolfine/hprudolfine.htm |titel=Hans Perathoner, ein Bildhauer auf der Suche nach der Wahrheit |werk=[[Der Schlern]], 70.&amp;amp;nbsp;Jg., 1996, Heft&amp;amp;nbsp;7, S.&amp;amp;nbsp;387 |zugriff=2019-10-25}}&lt;br /&gt;
* Rudolf Moroder Rudolfine: &amp;#039;&amp;#039;Prof. Hans Perathoner (1872-1946)&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Calender de Gherdeina 1997.&amp;#039;&amp;#039; Union di Ladins de Gherdeina. St. Ulrich in Gröden, S. 98–113 (ladinisch).&lt;br /&gt;
* {{ÖBL|7|411|412|Perathoner Johann|[[Erich Egg]]}}&lt;br /&gt;
* Ulrich Schmidt: &amp;#039;&amp;#039;Hans Perathoner und die Einführung der Moderne in Bielefeld&amp;#039;&amp;#039;. KunstSinn, Bielefeld 2022, ISBN 978-3-939264-44-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://web.archive.org/web/20160314094353/http://www.lusenberg.com/pontives/pontives.html Weitere Werke und Literatur über Hans Perathoner]&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Gerhard Renda |url=https://www.stadtarchiv-bielefeld.de/Portals/0/PDFs/LgB%20digital/JBHV/85JBHV1998-99.pdf |titel=Der Leineweberbrunnen in Bielefeld – Zur Genese eines Wahrzeichens |werk=85. Jahresbericht des Historischen Vereins für die Grafschaft Ravensberg, 1998-99, S.&amp;amp;nbsp;219–238 [https://www.stadtarchiv-bielefeld.de/Best%C3%A4nde/Landesgeschichtliche-Bibliothek/LgB-digital/JBHVR Stadtarchiv Bielefeld] |abruf=2022-08-12}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle|autor=Bernd J. Wagner|url=https://historischer-rueckklick-bielefeld.com/2009/07/01/01072009/|titel=16. Juli 1909: Der Leineweberbrunnen wird eingeweiht|werk=Historischer „RückKlick“|hrsg=Stadtarchiv Bielefeld |datum=2009|zugriff=2019-08-05}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Förderverein Projekt Wäschefabrik e.&amp;amp;nbsp;V. Bielefeld&lt;br /&gt;
|url=http://textielefeld.museum-waeschefabrik.de/Objektliste/10_Leineweberbrunnen/Leineweber.html|titel=Leineweberbrunnen und Legge|werk=Webprojekt &amp;#039;&amp;#039;Textielefeld&amp;#039;&amp;#039;|zugriff=2019-08-06}}&lt;br /&gt;
* Kirchengemeinde Berlin-Marzahn: [https://www.kirche-marzahn.de/kirchenrundgang/ Geschichte der umstrittenen Christus-Figur] Abgerufen am 5. November 2020&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1042529000|VIAF=305265491}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Perathoner, Hans}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bildhauer (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Porträtmaler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Bielefeld)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Künstler (Bielefeld)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität der Künste Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gröden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ladiner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische Person (Südliches Tirol)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Cisleithanien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1872]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1946]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Perathoner, Hans&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichisch-deutscher Bildhauer und Maler&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=21. November 1872&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[St. Peter (Lajen)|St. Peter]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=28. Juli 1946&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dieringer63</name></author>
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