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	<title>Hans Nockemann - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Grubenhagener am 26. Februar 2026 um 15:10 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hans Nockemann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[16. November]] [[1903]] in [[Aachen]]; † [[19. Dezember]] [[1941]] vor [[Moskau]]) war ein deutscher Jurist und [[Schutzstaffel|SS-Führer]]. Er bekleidete den Rang eines [[SS-Standartenführer|SS-Standartenführers]] und Obersts der Polizei und war als [[Inspekteur der Sicherheitspolizei und des SD]] in [[Düsseldorf]], [[Befehlshaber der Sicherheitspolizei und des SD]] in den [[Die Niederlande unter deutscher Besatzung (1940–1945)|besetzten Niederlanden]] sowie Leiter des Amtes II (Organisation, Verwaltung und Recht) des [[Reichssicherheitshauptamt]]es tätig. Ab Juni 1941 war er in der [[Waffen-SS]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Herkunft und Studium ===&lt;br /&gt;
Hans Nockemann wurde am 16. November 1903 in [[Aachen]] als Sohn eines Kaufmanns geboren. Noch im letzten Jahr des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] leistete er im Alter von 15 Jahren für zehn Wochen Dienst als Jungmann in der Etappe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Abitur studierte Nockemann [[Rechtswissenschaft|Rechts-]] und [[Staatswissenschaften]] in [[Universität Bonn|Bonn]] und [[Universität München|München]] und wurde 1929 mit einer als „voll befriedigend“ bewerteten [[Dissertation]] über das [[Kohlenwirtschaftsgesetz]] zum [[Dr. jur.]] [[Promotion (Doktor)|promoviert]]. Während seines Studiums trat er 1922 der [[Burschenschaft Alemannia Bonn]] bei.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Willy Nolte]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Burschenschafter-Stammrolle. Verzeichnis der Mitglieder der Deutschen Burschenschaft nach dem Stande vom Sommer-Semester 1934.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1934, S. 353.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Detmar Philippi: &amp;#039;&amp;#039;Alemannenalbum 1969 Zum 125 Stiftungsfest der Burschenschaft Alemannia zu Bonn.&amp;#039;&amp;#039; 1969, S. 72.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Herbst 1923 beteiligte er sich am Kampf gegen die [[Rheinische Republik|rheinischen Separatisten]] in Aachen, wurde durch belgische [[Ruhrbesetzung|Besatzungstruppen]] festgenommen und nach einigen Hafttagen nach Bonn abgeschoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Oktober 1931 begann Nockemann seine Tätigkeit beim [[Amtsgericht Aachen]]. Zum 1. Mai 1932 trat er der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] bei ([[Liste der NSDAP-Mitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 1.107.551),&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/30750970&amp;lt;/ref&amp;gt; obwohl zum damaligen Zeitpunkt die Mitgliedschaft von preußischen Beamten in [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]] und NSDAP als Dienstvergehen verboten war. Im Mai 1932 wurde er auch Mitglied der [[Sturmabteilung|SA]]. Um mehr Zeit für seine Parteiarbeit zu haben, schied er allerdings im November 1932 wieder aus der SA aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem Bericht des „[[Bund Nationalsozialistischer Deutscher Juristen|Bundes Nationalsozialistischer Juristen]]“, Bezirk [[Köln]], vom 22. September 1933 an den Preußischen Innenminister, sei Dr. Nockemann in Aachen &amp;#039;&amp;#039;„einer der allerersten Beamten gewesen, die sich der nationalsozialistischen Bewegung nicht nur angeschlossen, sondern auch dauernd und energisch in ihr mitgearbeitet haben. Stets ist er in aller Öffentlichkeit und auch gegenüber seinen Behördenchefs als Nationalsozialist aufgetreten.“&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Infolge seiner Tätigkeit als Rechtsberater der Aachener NSDAP-Kreisleitung gehörte er zu den jungen [[Assessor]]en, denen nach der nationalsozialistischen [[Machtübernahme]] alle Positionen in [[Verwaltung]] und [[Rechtspflege|Justiz]] offenstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Leiter der Staatspolizeistellen in Aachen, Köln und Düsseldorf ===&lt;br /&gt;
Einem Antrag Nockemanns vom Februar 1933 auf Übernahme in die preußische innere Verwaltung wurde aufgrund lobender Empfehlungen vom Innenminister entsprochen. In einer Stellungnahme vom 11. April 1933 an den Reichskommissar für das Preußische Ministerium des Innern sprach der [[Duisburg]]er Oberbürgermeister und Reichspräsidentschaftskandidat von 1925, [[Karl Jarres]], von einem &amp;#039;&amp;#039;„vortrefflichen Juristen“,&amp;#039;&amp;#039; der &amp;#039;&amp;#039;„gerade unter den heutigen politischen Verhältnissen besonders geeignet sei.“&amp;#039;&amp;#039; Ähnlich fiel auch das [[Leumundszeugnis]] des Aachener Oberbürgermeisters [[Wilhelm Rombach]] aus. Nockemann wurde daher probeweise als [[Justitiar]] eingestellt und zum 10. Mai 1933 dem Regierungspräsidenten in Aachen zugewiesen. Am 1. November 1933 wurde er als [[Regierungsassessor]] übernommen, nachdem er als politischer Sachbearbeiter und Pressedezernent sowie als Leiter der Staatspolizeistelle tätig war. Die Beförderung zum [[Regierungsrat (Deutschland)|Regierungsrat]] erfolgte allerdings erst im Juni 1934. Dass seine Förderer und Vorgesetzten aus ihrer Sicht mit Nockemann keinen Fehlgriff taten, bestätigte sich durch das Engagement, mit dem dieser seinen Aufgaben nachkam. In einem von Nockemann unterzeichneten Lagebericht für den August 1934 der Staatspolizeidienststelle Aachen vom 4. September 1934 heißt es:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;„Der Unterzeichnete hat gelegentlich einer kurzen Urlaubsreise feststellen müssen, [[Bäder-Antisemitismus|daß sich in den verschiedensten deutschen Seebädern, insbesondere aber auf Helgoland, das Judentum wieder in unangenehmster Weise breitmacht]], darüber hinaus aber auch andere Kreise in einer die [[Volksgemeinschaft]] aufs Empfindlichste gefährdende Weise auftreten, die nur den einen zweifelhaften Vorzug haben, daß sie über Geld verfügen.“&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die weltanschauliche Verbundenheit und die Beflissenheit Nockemanns fielen selbst der Spitze des [[Geheime Staatspolizei|Geheimen Staatspolizeiamtes]] (Gestapa) in [[Berlin]] auf. Der stellvertretende Leiter des Gestapa, [[Werner Best]], teilte dem Reichs- und Preußischen Innenminister in einem Schreiben vom 4. Februar 1935 mit, dass Dr. Nockemann endgültig die Leitung der Staatspolizeistelle Aachen übernehmen solle. Aber schon zwei Monate später verließ Nockemann Aachen und übernahm die Leitung der Staatspolizeistelle [[Köln]]. Sein Nachfolger in Aachen wurde [[Heinrich Seetzen]]. Im Herbst des gleichen Jahres wurde Nockemann als Leiter der Gestapo nach [[Koblenz]] versetzt. Verbunden hiermit war die Beförderung zum [[Oberregierungsrat]] am 1. Oktober 1936, abweichend von der regulären Mindestwartezeit von drei Jahren. 1939 wurde Nockemann [[Inspekteur der Sicherheitspolizei und des SD]] (IdS) in [[Düsseldorf]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Befehlshaber der Sicherheitspolizei und des SD Niederlande ===&lt;br /&gt;
Mit Beginn des Westfeldzuges im Mai 1940 wurde Nockemann, inzwischen [[SS-Sturmbannführer]] (SS-Nummer 264.225), durch Runderlaß [[Heinrich Himmler]]s vom 24. Mai 1940 zum [[Befehlshaber der Sicherheitspolizei und des SD]] (BdS) für die besetzten [[Niederlande]] bestellt. Zum [[Sicherheitsdienst des Reichsführers SS|SD]]-Kommando Nockemanns gehörten auch [[Karl Gengenbach]] als Führer des SD, [[Bruno Müller (SS-Mitglied)|Bruno Müller]] (in [[Polen]] Führer des Einsatzkommandos 2 der [[Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des SD|Einsatzgruppe I]]), Arno Arlt (*&amp;amp;nbsp;1910) als Leiter der I und II sowie Erich von Reden, der spätere Referent für Währung, Banken und Versicherungen im Referat III C 4 des [[Reichssicherheitshauptamt|RSHA]]. Im Juni 1940 leitete Nockemann eine [[Razzia]] und Durchsuchung von holländischen Verlagen für deutschsprachige [[Exilliteratur|Emigrantenliteratur]] in [[Amsterdam]]. Ein Großteil der Publikationen deutscher [[Emigration|Emigranten]] der Verlage [[Querido Verlag|Querido]] und [[Allert de Lange Verlag|Allert de Lange]] wurde beschlagnahmt. Im ersteren Verlag veröffentlichten unter anderem [[Heinrich Mann]], [[Klaus Mann]], [[Jakob Wassermann]], [[Lion Feuchtwanger]], [[Anna Seghers]], [[Arnold Zweig]] und [[Alfred Döblin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Im Reichssicherheitshauptamt ===&lt;br /&gt;
Ende Juni 1940 wurde Nockemann durch [[Wilhelm Harster]] als BdS abgelöst und übernahm im September 1940 nach einer kurzen erneuten Zwischenstation als IdS in [[Düsseldorf]] als Leiter die Amtsgruppe II (Organisation, Verwaltung und Recht) des [[Reichssicherheitshauptamt|RSHA]]. Außerdem vertrat er den öfter abwesenden Amtsleiter I (Personal) [[Bruno Streckenbach]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nockemanns Frau Edith, geboren 1911, studierte [[Deutsche Sprache|Deutsch]], [[Kunstgeschichte]], Zeitungs- und Theaterwissenschaften in [[Kiel]], [[München]], [[Berlin]], [[Hamburg]] sowie [[Kopenhagen]] und promovierte 1936 mit einer [[Dissertation]] über die [[Holzschnitt]]e des 15. Jahrhunderts. Sie verzichtete auf eine Karriere als Kunsthistorikerin und arbeitete 1938 beim Frauenamt der [[Deutsche Arbeitsfront|Deutschen Arbeitsfront]] in [[Aachen]]. Die Ehe blieb kinderlos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== In der Waffen-SS ===&lt;br /&gt;
Für die [[Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des SD]] im [[Deutsch-Sowjetischer Krieg|Krieg gegen die Sowjetunion]] war Nockemann ursprünglich als Führer der Einsatzgruppe A vorgesehen, die aber dann von [[Walter Stahlecker]] übernommen wurde, da Nockemann Anfang Juni 1941 bei einem Autounfall schwer verletzt wurde. Seine Frau sowie sein Fahrer kamen dabei ums Leben. Nockemann wurde schließlich zur 2. SS-Panzerdivision „[[SS-Verfügungsdivision|Das Reich]]“ eingezogen und starb am 19. Dezember 1941 in einem [[Lazarett]] an den Folgen der Verwundung, die er in der [[Schlacht um Moskau]] durch einen Granatsplitter erlitt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Michael Wildt: &amp;#039;&amp;#039;Generation des Unbedingten. Das Führungskorps des Reichssicherheitshauptamtes.&amp;#039;&amp;#039; Hamburger Edition HIS Verlagsgesellschaft, Hamburg 2002, ISBN 3-930908-75-1.&lt;br /&gt;
* Helge Dvorak: &amp;#039;&amp;#039;[[Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft]].&amp;#039;&amp;#039; Band I: &amp;#039;&amp;#039;Politiker.&amp;#039;&amp;#039; Teilband 9: &amp;#039;&amp;#039;Nachträge.&amp;#039;&amp;#039; Koblenz 2021, S. 123–124. ([https://www.burschenschaftsgeschichte.de/pdf/biographisches-lexikon-deutsche-burschenschaft-dvorak-kaupp-politiker-nachtrag.pdf Online-PDF])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|L. de Jong - Het Koninkrijk der Nederlanden in de Tweede Wereldoorlog 1939-1945}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|125598580}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=125598580|VIAF=30504206}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Nockemann, Hans}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Reichssicherheitshauptamt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SD-Personal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestapo-Personal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SA-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Angehöriger der Waffen-SS]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung der Niederlande 1940–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Aachen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist (Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist in der Polizeiverwaltung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burschenschafter (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Amtsgericht Aachen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1903]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1941]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Nockemann, Hans&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Jurist und SS-Führer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=16. November 1903&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Aachen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=19. Dezember 1941&lt;br /&gt;
|STERBEORT=vor [[Moskau]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Grubenhagener</name></author>
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