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	<title>Hans Martin Ritter - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T05:21:29Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hans_Martin_Ritter&amp;diff=1595970&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Erbsloeh: /* Leben */ + wl</title>
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		<updated>2025-01-15T22:54:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben: &lt;/span&gt; + wl&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:HansMartinRitter.jpg|mini|hochkant|Hans Martin Ritter in [[Robert Musil]]s &amp;#039;&amp;#039;Verstimmungsbilder&amp;#039;&amp;#039;, 1992]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hans Martin Ritter&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[4. Juli]] [[1936]] in [[Schaumburg (Rinteln)|Schaumburg]], heute ein Ortsteil von [[Rinteln]]) ist ein deutscher [[Hochschullehrer]]. Er gehört zu den Begründern der [[Theaterpädagogik]] in Deutschland. Er ist zugleich [[Sprechwissenschaft]]ler und einer der maßgeblichen Vertreter für das [[Gestik|Gestische Sprechen]] in der Schauspielpädagogik. Daneben trat und tritt er als Bühnensprecher und -sänger sowie als [[Schauspieler|Soloschauspieler]] mit [[Szenisches Verstehen|Szenischen]] [[Monolog]]en auf und ist als [[Pianist]], [[Liedbegleiter]] und [[Regisseur]] tätig. Er lebt in [[Berlin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Als Sohn [[Heinz Ritter-Schaumburg|Heinz Ritters]] verlebte Hans Martin Ritter seine Kindheit mit drei Schwestern in dem privaten, an der [[Waldorfpädagogik]] ausgerichteten [[Heimerziehung|Kinderheim]] seines Vaters auf dem Lande. Bei Viktoria Brosig-Tobias erhielt er frühzeitig Klavierunterricht. Nach dem Besuch des Gymnasiums in [[Hameln]] studierte er in Berlin [[Schulmusik (Studienfach)|Schulmusik]] und [[Sprecherziehung]] sowie [[Germanistik]] und [[Theaterwissenschaft]] an der [[Universität der Künste Berlin|Hochschule für Musik]] und der [[Freie Universität Berlin|Freien Universität Berlin]]. Weiterhin studierte er [[Klavier|Soloklavier]] bei Rudolph Schmidt und [[Monique de la Bruchollerie]] sowie [[Rezitation]] und Bühnenpraxis bei Otto Warlich und Stimmbildung und Gesang bei Doris Winkler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach kurzzeitiger Lehrtätigkeit an Berliner Gymnasien ging er 1970 als [[Akademischer Rat]] für Sprecherziehung und [[Schultheater]] an die [[Universität Duisburg-Essen|Universität Duisburg]], 1973 als [[Professur|Professor]] an die [[Freie Universität Berlin|Pädagogische Hochschule Berlin]], 1980 an das Institut für Spiel- und Theaterpädagogik der [[Universität der Künste Berlin|Hochschule der Künste Berlin]], dessen Direktor er lange – alternierend mit [[Hans-Wolfgang Nickel]] – war. Von 1990 bis 2001 war er in der Schauspielausbildung an der [[Hochschule für Musik und Theater Hannover]] und neben Lehraufträgen an deutschen und österreichischen Hochschulen über zehn Jahre lang in der Aus- und Fortbildung von Fernsehmoderatoren für die [[ARD]] und das [[ZDF]] tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schauspielerin [[Ilse Ritter]] ist seine Schwester.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirken (Forschung) ==&lt;br /&gt;
Im Forschungsbereich Theaterpädagogik führte Hans Martin Ritter von 1973 bis 1982 eine Versuchsreihe zum [[Bertolt Brecht|Brecht’schen Modell]] des Lehrstücks durch. Ziel der Untersuchung war es, das [[Lehrstück (Theater)|Lehrstück]] zu einer theatralen Form politisch-ästhetischer Erziehung und – unter dem Begriff Theater als Lernform – zu einer fächerübergreifenden Projektmethode für die Schule zu entwickeln. Ausgehend von dieser Versuchsreihe, war er Mitinitiator des bundesweiten Modellversuchsprogramms Künstler und Schüler 1976–1980, wissenschaftlicher Leiter der gemeinsamen Vorphase aller Modellversuche und aller beteiligten Schauspieler sowie Leiter des Berliner Modellversuchs. Im Vordergrund standen hier die Erweiterung des schauspielerischen Berufsfelds durch Theaterarbeit mit Schülern und Jugendlichen im Rahmen und außerhalb des Unterrichts – vor allem an Gesamt-, Real- und Hauptschulen in Berlin, unterschiedliche Modelle theatraler Projektformen und die Kooperation zwischen Theater und Schule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Wechsel in die Schauspielausbildung (1990) verlagerten sich die Schwerpunkte hin zu Fragen des Gestischen Sprechens in der szenischen Arbeit, der körperorientierten Arbeit mit der Stimme, der musikalischen Arbeit und einer an [[Konstantin Sergejewitsch Stanislawski|Konstantin Stanislawski]], [[Michael Tschechow]], Bertolt Brecht und [[Antonin Artaud]] orientierten theoretischen Durchdringung des Ausbildungsfeldes [[Schauspiel]]. Die eigene künstlerische Praxis und deren theoretische Reflexion waren für Hans Martin Ritter wesentlicher Teil dieses Forschungszusammenhanges um die Beziehung zwischen Wort und szenischer Situation. Den Impulsen des Theaterpädagogischen Kongresses 1973 in Berlin folgend, galt ihm dabei die Schauspielausbildung generell als ein herausgehobener, gesonderter Teilbereich der Theaterpädagogik und ihrer Fragestellungen zum Lernen durch Theater und durch die schauspielerische Arbeit.&amp;lt;ref&amp;gt;Marianne Streisand u.&amp;amp;nbsp;a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Generationen im Gespräch. Archäologie der Theaterpädagogik, I und II&amp;#039;&amp;#039;. Schibri, Berlin 2005 und 2007, ISBN 3-937895-22-1&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Künstlerische Praxis ==&lt;br /&gt;
Nach Anfängen als Solopianist und Konzert- und Oratorientenor trat Hans Martin Ritter vor allem als Bühnensprecher und Bühnensänger mit literarischen und literarisch-musikalischen Programmen, als Ensembleschauspieler (u.&amp;amp;nbsp;a. in der Rolle des Goethe in [[Martin Walser]]s Stück &amp;#039;&amp;#039;In Goethes Hand&amp;#039;&amp;#039;) und als Solist mit szenischen Monologen auf, u.&amp;amp;nbsp;a. mit [[Franz Kafka]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Bau&amp;#039;&amp;#039; (1984), dem &amp;#039;&amp;#039;[[Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge|Malte Laurids Brigge]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Rainer Maria Rilke|Rilke]] (1987), den &amp;#039;&amp;#039;[[Ernst August Friedrich Klingemann|Nachtwachen des Bonaventura]]&amp;#039;&amp;#039; (1994), einer &amp;#039;&amp;#039;[[Heinrich Heine|Heine-Performance]]&amp;#039;&amp;#039; (1997) und [[Robert Musil]]s Erzählung &amp;#039;&amp;#039;Die Amsel&amp;#039;&amp;#039; (2004), darüber hinaus als Sprecher in Werken der [[Neue Musik|Neuen Musik]] – u.&amp;amp;nbsp;a. mit [[Bernd Alois Zimmermann|Zimmermanns]] &amp;#039;&amp;#039;Ekklesiastische Aktion&amp;#039;&amp;#039;, [[Arnold Schönberg|Schoenbergs]] &amp;#039;&amp;#039;Ode an Napoleon&amp;#039;&amp;#039; mit verschiedenen Instrumental-Ensembles, u.&amp;amp;nbsp;a. dem [[Vogler-Quartett]] sowie in Melodramen (mit Gottfried Eberle und [[Luiza Borac]], Klavier) und mit experimentellem Jazz (mit [[Walter Norris]], Klavier). Einige Jahre trat er als Pianist mit Monika von Hattingberg (Querflöte) auf, in jüngerer Zeit als Liedbegleiter und Regisseur in musikalischen [[Monodrama|Monodramen]] mit Patricia Freres (Sopran).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
Die Publikationen Hans Martin Ritters zeigen der beruflichen Vita entsprechend zwei Schwerpunkte: Zum einen die wesentlich durch die Brecht’sche Theatertheorie geprägten theaterpädagogischen Publikationen zum Lehrstückmodell und zur Lernform Theater und zum anderen die dem Gestischen Sprechen auf der Bühne, dem Wort und der Musik im szenischen Zusammenhang und die den Grenzüberschreitungen in den Künsten gewidmeten Arbeiten. Neben zahlreichen Aufsätzen erschienen von ihm u.&amp;amp;nbsp;a. folgende Buchpublikationen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ausgangspunkt: Brecht – Versuche zum Lehrstück.&amp;#039;&amp;#039; Recklinghausen 1980&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das gestische Prinzip bei Bertolt Brecht.&amp;#039;&amp;#039; Prometh, Köln 1986, ISBN 3-922009-84-0&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Handeln und Betrachten. Beiträge zu einer Theorie der Spiel- und Theaterpädagogik&amp;#039;&amp;#039; (Hrsg. gemeinsam mit Thomas von Fragstein), Theaterpädagogik 6, Hochschule der Künste Berlin, Berlin 1987, {{ISSN|0175-5889}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Dem Wort auf der Spur.&amp;#039;&amp;#039; Prometh, Köln 1989, ISBN 3-922009-96-4&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Spiel- und Theaterpädagogik: Ein Modell.&amp;#039;&amp;#039; HdK-Materialien 90/1, Hochschule der Künste Berlin (Hrsg.), Berlin 1990, ISBN 3-924206-90-2&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Sprechen als Kunst. Positionen und Prozesse ästhetischer Kommunikation.&amp;#039;&amp;#039; (Hrsg. gemeinsam mit Thomas von Fragstein), Sprache und Sprechen Bd. 22, Scriptor, Frankfurt am Main 1990, ISBN 3-589-21002-8&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wort und Wirklichkeit auf der Bühne.&amp;#039;&amp;#039; LIT, Münster 1997, 2. Auflage 2003, 3. Auflage 2014, ISBN 3-8258-3128-0&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Sprechen auf der Bühne.&amp;#039;&amp;#039; Henschel, Berlin 1999, Neuauflage 2009, ISBN 978-3-89487-323-3&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Schauspieler und die Musik.&amp;#039;&amp;#039; Henschel, Berlin 2001, ISBN 3-89487-403-1&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Entwicklungen und Perspektiven der Spiel- und Theaterpädagogik&amp;#039;&amp;#039; (Hrsg. gemeinsam mit Ulrike Hentschel). Schibri, Berlin 2003, ISBN 3-933978-83-1&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Theater-Sprache-Musik. Grenzgänge zwischen Kunst und Wissenschaft&amp;#039;&amp;#039;. Schibri, Berlin 2009, ISBN 978-3-86863-028-2&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Winterreise. Wilhelm Müller entdeckt das lyrische Monodram.&amp;#039;&amp;#039; LIT, Berlin 2014, ISBN 978-3-643-12636-8&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Nachspielzeit. Aufsätze zu theaterästhetischen und theaterpädagogischen Fragen und zu Fragen der Sprechkunst 2009–2019&amp;#039;&amp;#039;. Schibri, Berlin 2020, ISBN 978-3-86863-220-0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezensionen ==&lt;br /&gt;
* Ulrike Hentschel zu: &amp;#039;&amp;#039;Sprechen auf der Bühne&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Korrespondenzen&amp;#039;&amp;#039;, Zeitschrift für Theaterpädagogik, Heft 35/36, Schibri, Berlin 2000, {{ISSN|0941-2107}}&lt;br /&gt;
* [[Roland Matthies]] zu: &amp;#039;&amp;#039;Sprechen auf der Bühne&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;sprechen&amp;#039;&amp;#039;, Zeitschrift für Sprechwissenschaft – Sprechpädagogik – Sprechtherapie – Sprechkunst, I/1999, Bayerischer Verlag für Sprechwissenschaft, Regensburg 1999, {{ISSN|0724-1798}}&lt;br /&gt;
* Rainer O. Brinkmann zu: &amp;#039;&amp;#039;Der Schauspieler und die Musik&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für Theaterpädagogik&amp;#039;&amp;#039;, Heft 42, Schibri, Berlin 2002, {{ISSN|0941-2107}}&lt;br /&gt;
* [[Hellmut Geissner|Hellmut K. Geißner]] zu: &amp;#039;&amp;#039;ZwischenRäume: Theater-Sprache-Musik. Grenzgänge zwischen Kunst und Wissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; In: DGSS@ktuell 1/2010, {{ISSN|2191-5032}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|116571632}}&lt;br /&gt;
* [http://hansmartinritter.de/ Hans Martin Ritter] – Porträt im Netz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116571632|LCCN=n/79/85136|VIAF=219043272}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Ritter, Hans Martin}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Pädagogische Hochschule Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität der Künste Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (HMTM Hannover)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sprechwissenschaftler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sachliteratur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Filmschauspieler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theaterregisseur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pianist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1936]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Ritter, Hans Martin&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Theater- und Schauspielpädagoge&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=4. Juli 1936&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Rinteln]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Erbsloeh</name></author>
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