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	<title>Hans Laternser - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2026-01-05T19:44:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hans Laternser&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[3. August]] [[1908]] in [[Thionville|Diedenhofen]]; † [[21. Juli]] [[1969]] in [[Frankfurt am Main]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dirks S. 186&amp;quot;&amp;gt;Christian Dirks: &amp;#039;&amp;#039;Selekteure als Lebensretter. Die Verteidigungsstrategie des Rechtsanwalts Dr. Hans Laternser.&amp;#039;&amp;#039; In: Irmtrud Wojak (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;„Gerichtstag halten wir über uns selbst…“. Geschichte und Wirkung des ersten Frankfurter Auschwitz-Prozesses.&amp;#039;&amp;#039; 2001, S. 186.&amp;lt;/ref&amp;gt;) war ein deutscher [[Jurist]]. Laternser wurde als Strafverteidiger in [[NS-Prozesse]]n und [[Kriegsverbrecherprozess]]en bekannt. Eine zentrale Rolle nahm er in den [[Auschwitzprozesse|Auschwitz-Prozessen]] der [[1960er]] Jahre ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Ausbildung und Zeit des Nationalsozialismus ===&lt;br /&gt;
Hans Laternser studierte [[Rechtswissenschaft|Rechtswissenschaften]] an den Universitäten von [[Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main|Frankfurt]], [[Philipps-Universität Marburg|Marburg]] und [[Humboldt-Universität zu Berlin|Berlin]].&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Final report to the Secretary of the Army on Nuernberg war crimes trials under Control Council Law&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 10. United States Government Printing Office, Washington DC 1950, S. 324.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Referendariat am Oberlandesgericht Köln&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dirks S. 164&amp;quot;&amp;gt;Christian Dirks: &amp;#039;&amp;#039;Selekteure als Lebensretter. Die Verteidigungsstrategie des Rechtsanwalts Dr. Hans Laternser.&amp;#039;&amp;#039; In: Irmtrud Wojak (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;„Gerichtstag halten wir über uns selbst…“. Geschichte und Wirkung des ersten Frankfurter Auschwitz-Prozesses.&amp;#039;&amp;#039; 2001, S. 164.&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde er 1932 in Marburg mit einem zivilrechtlichen Thema promoviert.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Laternser: &amp;#039;&amp;#039;Die Vermutungen des § 1362 BGB und ihre Tragweite&amp;#039;&amp;#039;. Langendreer, Bochum 1932. (Dissertationsschrift)&amp;lt;/ref&amp;gt; Er war seit 1934 in eigener Kanzlei, die sich auf Steuerrecht spezialisiert hatte, in Wiesbaden anwaltlich tätig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dirks S. 164&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] war Laternser ab 1939 in Frankreich, der Sowjetunion und dem Balkan eingesetzt. Zuletzt war er Fliegerausbilder im Range eines Oberleutnants des [[15. Luftwaffen-Felddivision|Luftwaffen-Jäger-Regiments 29]]. Anfang Mai 1945 geriet Laternser in amerikanische Kriegsgefangenschaft, in der er sich bis Ende Juni desselben Jahres befand.&amp;lt;ref name=dirks/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach 1945 ===&lt;br /&gt;
==== Zulassung als Rechtsanwalt ====&lt;br /&gt;
Da keine Mitgliedschaft in der NSDAP belegt wurde, erhielt er als einer der ersten Anwälte nach Ende des Zweiten Weltkrieges eine Zulassung – unter alliierter Jurisdiktion war die Nichtmitgliedschaft ein entscheidendes Kriterium, um eine Zulassung als Rechtsanwalt zu erhalten.&amp;lt;ref name=dirks&amp;gt;Christian Dirks: &amp;#039;&amp;#039;Selekteure als Lebensretter. Die Verteidigungsstrategie des Rechtsanwalts Dr. Hans Laternser.&amp;#039;&amp;#039; In: Irmtrud Wojak (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;„Gerichtstag halten wir über uns selbst…“. Geschichte und Wirkung des ersten Frankfurter Auschwitz-Prozesses.&amp;#039;&amp;#039; S. 165.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Frage nach der tatsächlichen Parteimitgliedschaft Laternsers ist jedoch umstritten. Dass er sich in einem [[Entnazifizierung]]sverfahren verantworten musste, verdeutlicht, dass die [[Spruchkammerverfahren|Spruchkammer]] eine NSDAP-Mitgliedschaft vermutete.&amp;lt;ref name=&amp;quot;krösche&amp;quot;&amp;gt;Heike Krösche: &amp;#039;&amp;#039;Im Zweifel für den Angeklagten? Verteidigungslinien und -motive im OKW-Prozess am Beispiel Hans Laternsers.&amp;#039;&amp;#039; In: Kim Christian Priemel, Alexa Stiller (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;NMT: Die Nürnberger Militärtribunale zwischen Geschichte, Gerechtigkeit und Rechtschöpfung.&amp;#039;&amp;#039; Hamburger Edition, Hamburg 2013, ISBN 978-3-86854-260-8, S. 611.&amp;lt;/ref&amp;gt; Vor der Spruch- und Berufungskammer Wiesbaden sagte Laternser hingegen aus, dass er „durch absichtliche Passivität in Bezug auf die zur Aufnahme erforderlichen weiteren Formalitäten meine Aufnahme in die NSDAP bewusst verhindert [habe].“&amp;lt;ref&amp;gt;zitiert nach Christian Dirks: &amp;#039;&amp;#039;Selekteure als Lebensretter. Die Verteidigungsstrategie des Rechtsanwalts Dr. Hans Laternser&amp;#039;&amp;#039;, S. 186, Fußnote 8.&amp;lt;/ref&amp;gt; Laternser hatte 1933 einen Aufnahmeantrag gestellt, jedoch das erforderliche Passfoto trotz mehrfacher Aufforderung nicht eingereicht, und erhielt daher nie ein Parteibuch oder -abzeichen. Während der NS-Zeit konnte er somit auf den gestellten Antrag verweisen, nach dem Untergang des Regimes hingegen auf seine Nichtmitgliedschaft.&amp;lt;ref name=dirks/&amp;gt; Im Entnazifizierungsverfahren wurde er aufgrund der Aussage [[Otto John]]s – des ersten Präsidenten des Bundesamtes für Verfassungsschutz –, er habe eine überzeugende Einstellung gegen den Nationalsozialismus gehabt, der Gruppe V (Entlastete) zugeordnet. Gleichwohl wurde er während der Nürnberger Militärtribunale von der US-amerikanischen Anklagebehörde doch als ehemaliges Parteimitglied geführt.&amp;lt;ref name=krösche/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laternser wurde nach der Zulassung umgehend einer der wichtigsten Anwälte der Verteidigung bei Kriegsverbrecherprozessen. Er verstand sich als politisch engagierter Anwalt und hatte enge Verbindungen zur politischen Rechten. So war er eng mit dem [[Rechtsextremismus|rechtsextremen]] Verleger [[Gerhard Frey (Politiker)|Gerhard Frey]] befreundet, dessen Anwalt er zudem war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Erste Prozesse ====&lt;br /&gt;
Gegenstand des ersten Prozesses nach Ende des NS-Regimes, in dem Laternser als Verteidiger auftrat, waren Verbrechen im Rahmen des [[Krankenmorde in der Zeit des Nationalsozialismus|„Euthanasie“-Programms]]. Laternser vertrat dabei im [[Hadamar-Prozess]] in Wiesbaden vor einem amerikanischen Militärgericht zwei Anstaltsmitarbeiter der [[Tötungsanstalt Hadamar]]. In den Jahren 1945–1948 vertrat er in Frankfurt am Main Ärzte und Angehörige des Pflegepersonals der Anstalt [[Vitos Rheingau#Tötungen, Krankenmorde in der Zeit des Nationalsozialismus|Eichberg]], des [[Kalmenhof#Der Kalmenhof im Nationalsozialismus|Kalmenhofs]] und der Anstalt in Hadamar. In diesen ersten Prozessen stand vor allem die Frage der Rechtmäßigkeit des [[Aktion T4#Beginn und Organisation der „Aktion T4“|„Euthanasie“-Befehls]] Hitlers im Raum. Laternser argumentierte insbesondere mit dem [[Befehlsnotstand]], inneren Konflikten der Angeklagten und damit, dass bereits der Wille Hitlers Gesetzeskraft hatte, da eine Staatsführung im Besitz tatsächlicher Macht beliebig Recht setzen könne&amp;lt;ref&amp;gt;Dirks, Christian: &amp;#039;&amp;#039;Selekteure als Lebensretter. Die Verteidigungsstrategie des Rechtsanwalts Dr. Hans Laternser&amp;#039;&amp;#039;, in: Wojak, Irmtrud (Hg.) 2001: „Gerichtstag halten wir über uns selbst…“ Geschichte und Wirkung des ersten Frankfurter Auschwitz-Prozesses, S. 165 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; – eine Argumentation, die in ähnlicher Form u.&amp;amp;nbsp;a. von [[Carl Schmitt]] vertreten wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nürnberger Prozesse ====&lt;br /&gt;
Die Karriere Laternsers wurde wesentlich beeinflusst durch seine Rolle bei dem [[Internationaler Militärgerichtshof|Internationalen Militärgerichtshof]] von Nürnberg, vor dem  der [[Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher|Nürnberger Hauptkriegsverbrecherprozess]] (20. November 1945 bis 1. Oktober 1946) stattfand. Bei diesem verteidigte er den Generalstab und das [[Oberkommando der Wehrmacht]] gegen das Anliegen der Anklage, diese Personengruppen als [[Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher#Verbrecherische Organisationen|verbrecherische Organisationen]] einzustufen. Er baute die Verteidigung auf drei Säulen auf: erstens das grundsätzliche Anzweifeln der Jurisdiktionsbefugnis und damit der Völkerrechtskonformität der Gerichtshöfe, zweitens den Vorwurf, die Rechtsprechung der Alliierten verstoße gegen den völkerrechtlichen Gleichheitsgrundsatz und drittens die Anführung des [[Nulla poena sine lege|Gesetzlichkeitsprinzips]]. Weitere Argumente, deren sich Laternser bediente, waren der Befehlsnotstand und der Versuch, die Verantwortung auf Adolf Hitler und die SS abzuschieben. Zudem versuchte er, die Armee von Kriegsverbrechen freizusprechen („[[saubere Wehrmacht]]“).&amp;lt;ref&amp;gt;Dirks, Christian: &amp;#039;&amp;#039;Selekteure als Lebensretter. Die Verteidigungsstrategie des Rechtsanwalts Dr. Hans Laternser&amp;#039;&amp;#039;, in: Wojak, Irmtrud (Hg.) 2001: „Gerichtstag halten wir über uns selbst…“ Geschichte und Wirkung des ersten Frankfurter Auschwitz-Prozesses, S. 168 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Mitte 1946 bis 1947 verteidigte er [[Max Ilgner]] im [[I.G.-Farben-Prozess]], bevor er das Mandat wegen Arbeitsüberlastung niederlegte.&amp;lt;ref&amp;gt;Dirks, Christian: &amp;#039;&amp;#039;Selekteure als Lebensretter. Die Verteidigungsstrategie des Rechtsanwalts Dr. Hans Laternser&amp;#039;&amp;#039;, in: Wojak, Irmtrud (Hg.) 2001: „Gerichtstag halten wir über uns selbst…“ Geschichte und Wirkung des ersten Frankfurter Auschwitz-Prozesses, S. 167 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei seinem Auftreten im Wiesbadener Prozess fiel er dem stellvertretenden Hauptankläger des Militärgerichtshofes, [[Robert Kempner]], auf. Dieser schlug den damals 38-jährigen Laternser kurzfristig als Verteidiger für den [[Prozess Oberkommando der Wehrmacht]] vor. Vergütet wurde die Stelle mit 3.500 Mark für den ersten und 1.750 Mark für einen zweiten Mandanten sowie Zigaretten, Essensbons und Alkoholika.&lt;br /&gt;
Der amerikanische Hauptankläger [[Telford Taylor]] bezeichnete Laternser als „außergewöhnlich fähigen und energischen“ Anwalt.&amp;lt;ref&amp;gt;Dirks, Christian: &amp;#039;&amp;#039;Selekteure als Lebensretter. Die Verteidigungsstrategie des Rechtsanwalts Dr. Hans Laternser&amp;#039;&amp;#039;, in: Wojak, Irmtrud (Hg.) 2001: „Gerichtstag halten wir über uns selbst…“ Geschichte und Wirkung des ersten Frankfurter Auschwitz-Prozesses, S. 168.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Auschwitz-Prozess ====&lt;br /&gt;
Laternser übernahm während des [[Auschwitzprozesse#Erster Auschwitzprozess (1963 bis 1965)|1. Auschwitzprozesses]] 1963 bis 1965 die Verteidigung von fünf ehemaligen SS-Männern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dirks S. 170&amp;quot;&amp;gt;Dirks, Christian: &amp;#039;&amp;#039;Selekteure als Lebensretter. Die Verteidigungsstrategie des Rechtsanwalts Dr. Hans Laternser&amp;#039;&amp;#039;, in: Wojak, Irmtrud (Hg.) 2001: „Gerichtstag halten wir über uns selbst…“ Geschichte und Wirkung des ersten Frankfurter Auschwitz-Prozesses, S. 170.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es handelte sich um die Angeklagten [[Pery Broad]], [[Victor Capesius]], [[Klaus Dylewski]], [[Willy Frank (Zahnmediziner)|Willy Frank]] und [[Willi Schatz (Zahnmediziner)|Willi Schatz]], die wegen Selektionen an der Rampe des Konzentrationslagers Auschwitz angeklagt waren. Laternser trat dabei als „Gegenspieler“ des Ost-Berliner Anwalts [[Friedrich Karl Kaul|Friedrich Kaul]] auf, der als [[Nebenklage|Nebenkläger]] am Verfahren teilnahm.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Dietrich Strothmann]]: [https://www.zeit.de/1964/19/das-tribunal-der-advokaten &amp;#039;&amp;#039;Das Tribunal der Advokaten&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]]&amp;#039;&amp;#039;, Nr.  19/1964.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Strategie Laternsers bestand zum einen darin, eine Vielzahl von Anträgen, Dienstaufsichtsbeschwerden und Verfahrensrügen zu stellen. Zum anderen behauptete er, dass alle aus den Ostblockstaaten erschienenen Zeugen Kommunisten waren, die Aussagen abgesprochen und daher unbedeutend seien, wenngleich für den Beweis vermeintlicher Widersprüche die Vernehmungsprotokolle durch Laternser durchaus genutzt wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Dirks, Christian: &amp;#039;&amp;#039;Selekteure als Lebensretter. Die Verteidigungsstrategie des Rechtsanwalts Dr. Hans Laternser&amp;#039;&amp;#039;, in: Wojak, Irmtrud (Hg.) 2001: „Gerichtstag halten wir über uns selbst…“ Geschichte und Wirkung des ersten Frankfurter Auschwitz-Prozesses, S. 171 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Weitere Prozesse ====&lt;br /&gt;
Nach den Prozessen in Nürnberg wurde der bewährte Verteidiger in weiteren Prozessen aktiv. So verteidigte er unter anderem [[Albert Kesselring]] in Venedig, [[Erich von Manstein]], [[Otto Wagener]] in Rom, [[Hasso von Manteuffel]] und [[Friedrich Wilhelm Heinz]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dirks S. 170&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Weiteres Wirken ====&lt;br /&gt;
Nach dem Ende der Nürnberger Prozesse schloss er sich dem [[Heidelberger Juristenkreis]] an. Ab 1955 unterhielt er mit [[Fritz Steinacker]] als Partner die Kanzlei &amp;#039;&amp;#039;Dr. Laternser &amp;amp; Steinacker&amp;#039;&amp;#039; in Wiesbaden, ab 1969 in Frankfurt am Main.&amp;lt;ref&amp;gt;Nach der Angabe von Fritz Steinacker: http://www.steinackerkoll.de/anwalte/fritz-steinacker&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Krumey-Hunsche-Prozess]] verteidigte Laternser 1965 [[Otto Hunsche]] und erreichte in erster Instanz einen Freispruch.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Axel Eggebrecht]]:  [https://www.zeit.de/1965/07/geringfuegig-am-mord-beteiligt &amp;#039;&amp;#039;Geringfügig am Mord beteiligt&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]]&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 7/1965.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 1968 übernahm er vom Juristen [[Ernst Achenbach]] die Verteidigung des ehemaligen Diplomaten [[Horst Wagner (Diplomat)|Horst Wagner]]. Den Prozess führte dann aber allein sein Kanzleipartner [[Fritz Steinacker]], denn während der Einarbeitung in die 20 Aktenbände und 20.000 Dokumente starb Hans Laternser am 21. Juli 1969 an Herzversagen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dirks S. 186&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die andere Seite im Auschwitz-Prozess 1963/1965.&amp;#039;&amp;#039; Seewald, Stuttgart-Degerloch 1966.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Verteidigung deutscher Soldaten. Plädoyers vor alliierten Gerichten.&amp;#039;&amp;#039; Bohnemeier, Bonn 1950.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Karl Ritter von Klimesch (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Köpfe der Politik, Wirtschaft, Kunst und Wissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; Band 2. Naumann, Augsburg 1953. S. 649.&lt;br /&gt;
* [[Devin O. Pendas]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Auschwitz-Prozess: Völkermord vor Gericht.&amp;#039;&amp;#039; Siedler Verlag, Berlin 2013, ISBN 978-3-8275-0007-6.&lt;br /&gt;
* Hubert Seliger: &amp;#039;&amp;#039;Politische Anwälte? Die Verteidiger der Nürnberger Prozesse.&amp;#039;&amp;#039; Nomos, Baden-Baden 2016, ISBN 978-3-8487-2360-7, S. 545.&lt;br /&gt;
* Heike Krösche: &amp;#039;&amp;#039;Im Zweifel für den Angeklagten? Verteidigungslinien und -motive im OKW-Prozess am Beispiel Hans Laternser&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Kim Christian Priemel]]; Alexa Stiller (Hrsg.): NMT. Die Nürnberger Militärtribunale zwischen Geschichte, Gerechtigkeit und Rechtschöpfung. Hamburg 2013, S. 605–629.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|116010304}}&lt;br /&gt;
* [https://invenio.bundesarchiv.de/invenio/direktlink/cc377652-32d3-4c7e-9a57-829c56f24cdc/ Nachlass BArch N 431]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116010304|LCCN=no/2004/117115|VIAF=64747036}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Laternser, Hans}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsanwalt (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strafverteidiger in den Nürnberger Prozessen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1908]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1969]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Laternser, Hans&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Jurist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=3. August 1908&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Thionville|Diedenhofen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=21. Juli 1969&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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