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	<title>Hans Lachmann-Mosse - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T20:07:47Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Hardenacke: /* Literatur */ + wikilink</title>
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		<updated>2025-06-09T16:28:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; + wikilink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hans Lachmann-Mosse&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, geb. als &amp;#039;&amp;#039;Hans Lachmann&amp;#039;&amp;#039; (* [[9. August]] [[1885]] in [[Berlin]]; † [[18. April]] [[1944]] in [[Oakland (Kalifornien)|Oakland]]), war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Verleger]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie und Engagement ==&lt;br /&gt;
Hans Lachmann war der einzige Sohn des Messingfabrikbesitzers Georg Lachmann. Der Reifeprüfung am humanistischen Gymnasium in [[Bad Freienwalde (Oder)|Freienwalde]] folgten mehrere Semester Jura in [[Freiburg im Breisgau|Freiburg]] und Berlin. Aus nicht bekannten Gründen brach er das Studium ab und wechselte ins [[Bankensystem|Bankwesen]]. 1910 trat Lachmann als buchhalterischer Mitarbeiter in die Geschäftsleitung der [[Rudolf Mosse|Rudolf Mosse OHG]] ein. 1911 heiratete er Felicia Mosse (1888–1972), das einzige (Adoptiv-)Kind des Firmeninhabers, und nahm den Namen Lachmann-Mosse an. Das Ehepaar bezog eine große Villa in der &amp;#039;&amp;#039;Maaßenstraße&amp;#039;&amp;#039; (heute Karl-Heinrich-Ulrichs-Straße) in [[Berlin-Tiergarten]]. Gemeinsam hatten sie eine Tochter, die Psychiaterin [[Hilde Mosse|Hilde L. Mosse]] (1912–1982), und zwei Söhne, Rudolf Lachmann-Mosse (1913–1958) und den Historiker [[George L. Mosse]] (1918–1999). Hans Lachmann-Mosse nahm als Soldat am [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hans Lachmann-Mosse war ein großer Musik- und Kunstliebhaber, Berliner [[Mäzen]], Vorstandsmitglied der [[Berliner Philharmoniker]], Fördermitglied des [[Schule Schloss Salem|Schloss Salem e. V.]], Mitglied der [[Gesellschaft der Freunde]] sowie unter anderem Vorsitzender der [[Jüdische Reformgemeinde zu Berlin|Jüdischen Reformgemeinde Berlin]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Georg Lachmann Mosse 2000&amp;quot;&amp;gt;Georg Lachmann Mosse: &amp;#039;&amp;#039;Confronting History - A Memoir.&amp;#039;&amp;#039; Madison: University of Wisconsin Press, 2000, S. 44.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unternehmungen und Werdegang ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 102-00182, Berlin, Zeitungshaus Mosse.jpg|mini|hochkant|Das [[Mossehaus]] (1923) im Berliner Zeitungsviertel]]&lt;br /&gt;
Als Rudolf Mosse am 8. September 1920 verstarb, hinterließ er seinem Schwiegersohn den größten deutschen Pressekonzern. Mit der verlegerischen Leitung übernahm Lachmann-Mosse ein millionenschweres und schuldenfreies Unternehmen. Im Zuge der [[Deutsche Inflation 1914 bis 1923|Hyperinflation 1922/23]] verlor der Konzern einen großen Teil seines [[Umlaufvermögen]]s, konnte aber seinen Immobilienbesitz im In- und Ausland retten. Das Privatvermögen der Familie hatte Lachmann-Mosse rechtzeitig bei einer [[Basel|Basler]] Bank des [[Schweizerischer Bankverein|SBV]] in [[Schweizer Franken]] angelegt.&amp;lt;ref&amp;gt;Elisabeth Kraus: &amp;#039;&amp;#039;Die Familie Mosse: deutsch-jüdisches Bürgertum im 19. und 20. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; C.H.Beck, 1999. S. 470 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der Inflationserfahrungen erwarb er ab 1926 mittels Eigen- und Fremdkapital eine hohe Anzahl von Grundstücken sowie Immobilien. Als großes Projekt ist exemplarisch das mit amerikanischen [[Anleihe]]n im Wert von 1,5 Millionen [[US-Dollar]] finanzierte [[WOGA-Komplex am Lehniner Platz|WOGA-Ensemble am Lehniner Platz]] zu nennen. Darin befand sich unter anderem das [[Kabarett der Komiker]], dessen Eigentümerin ab 1928 Felicia Mosse war.&amp;lt;ref&amp;gt;Arnt Cobbers: &amp;#039;&amp;#039;Erich Mendelsohn – Der analytische Visionär.&amp;#039;&amp;#039; Köln 2007, S. 49 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Parallel erweiterte er mit hohen Summen die Kunstsammlung im [[Mosse-Palais (1885)|Mosse-Palais]], investierte in Musikverlage, gründete im Ausland weitere [[Annoncen-Expedition]]en und kaufte eine Vielzahl von Zeitungen auf. Sowohl die [[Dresdner Bank]], als Hausbank der Rudolf Mosse OHG, gewährte Kredite in Millionenhöhe als auch die [[Deutsche Bank]], die [[Darmstädter und Nationalbank|Danat-Bank]] und Schweizer Banken. Speziell der Erwerb weiterer [[Druckerzeugnis|Printmedien]] erwies sich als unternehmerische Fehlentscheidung, weil er damit seinen bisherigen [[Publikation]]en eigene Konkurrenz verschaffte.&amp;lt;ref&amp;gt;Kraus, S. 500.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als erster Gläubiger gab im November 1927 die Deutsche Bank ihre [[Mehrheitsbeteiligung]] an der Rudolf Mosse OHG ab. Zu dieser Zeit waren bereits alle Immobilien im In- und Ausland mit Hypotheken belastet. Die Hausbank des Verlags wies ab Januar 1928 auf eine bevorstehende [[Zahlungsunfähigkeit]] hin, was jedoch von der Geschäftsleitung ignoriert wurde. Im Frühjahr 1928 hätte ein geordnetes [[Insolvenzrecht (Deutschland)|Insolvenzverfahren]] zumindest Teile des Konzerns retten können, mit Beginn der [[Weltwirtschaftskrise|Weltwirtschaftskrise 1929]] war dies nicht mehr möglich. Alle ausländischen Banken zogen nun ihr Geld aus Deutschland ab und bestanden auf umgehende Rückzahlung der Kredite. [[de jure/de facto|De jure]] wurde bis in den Herbst 1932 der [[Insolvenzverschleppung|Konkurs verschleppt]]. Hierfür trug Lachmann-Mosse die Verantwortung, aber insbesondere für das &amp;#039;&amp;#039;[[Berliner Tageblatt]]&amp;#039;&amp;#039;, das Flaggschiff des Verlags, der Chefredakteur [[Theodor Wolff]], der zur Hälfte Mitbestimmungsrechte und -pflichten besaß.&amp;lt;ref&amp;gt;Kraus, S. 366 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 13. September 1932 erfolgte die Eröffnung des Konkursverfahrens. Rund 8000 [[Gläubiger]] meldeten ihre Ansprüche an.&amp;lt;ref&amp;gt;Elisabeth Kraus, S. 513&amp;lt;/ref&amp;gt; Anfang März 1933 entließ Lachmann-Mosse den langjährigen Mitarbeiter Wolff. Die Kündigung erfolgte nicht auf Veranlassung der neuen Machthaber, Lachmann-Mosse zog damit den Schlussstrich unter eine Auseinandersetzung, die er mit Theodor Wolff seit 1928 geführt hatte. Hintergrund: Bereits ab 1926 konnten mit dem &amp;#039;&amp;#039;Berliner Tageblatt&amp;#039;&amp;#039; nur noch Verluste erwirtschaftet werden. Aufgrund der fallenden [[Auflage (Publikation)|Auflage]] forderte der Firmeninhaber wiederholt Korrekturen, die Wolff nicht umsetzte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Georg Lachmann Mosse 2000&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lachmann-Mosse floh am 1. April 1933 nach Paris und logierte mehrere Monate im [[Hotel Le Bristol (Paris)|Hotel Le Bristol]]. Seine Frau zog mit den Kindern in die Schweiz. Von Paris aus veranlasste er die Umwandlung des Konzerns in eine [[Stiftung]] zum 15. April 1933. Am gleichen Tag stellte die Rudolf Mosse OHG sämtliche Zahlungen ein. Bezüglich des Zwecks der Stiftung teilte er den leitenden Angestellten schriftlich mit:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Ich will von nix profitieren. Alle Früchte, die der Baum noch trägt, sollen den hungernden Kriegsopfern (Erster Weltkrieg) gehören.“&amp;lt;ref&amp;gt;Kraus, S. 719.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die noch anwesenden Führungskräfte des Verlags gaben sich mit dieser „vaterländischen Erklärung der neu gegründeten Stiftung nicht zufrieden“.&amp;lt;ref&amp;gt;Margret Boveri: &amp;#039;&amp;#039;Wir lügen alle.&amp;#039;&amp;#039; Walter Olten Verlag, 1965, S. 219.&amp;lt;/ref&amp;gt; Weil keiner die [[Prokura]] übernehmen wollte, forderten sie von Lachmann-Mosse konkrete Nachfolgeregelungen. Am 12. Juli 1933 stellte auch die Stiftung alle Zahlungen ein.&amp;lt;ref&amp;gt;Kraus, S. 501 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zum [[Insolvenzverwalter]] wurde nun [[Max Winkler (Politiker, 1875)|Max Winkler]] bestimmt, der als Krisenmanager und [[graue Eminenz]] der deutschen Presse den [[Nationalsozialisten]] ebenso bereitwillig wie früheren Kabinetten zu Diensten stand.&amp;lt;ref&amp;gt;Norbert Frei, Johannes Schmitz: &amp;#039;&amp;#039;Journalismus im Dritten Reich.&amp;#039;&amp;#039; C.H.Beck, 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus Prestigegründen strebten [[Joseph Goebbels]] und [[Hermann Göring]] zumindest die Erhaltung des &amp;#039;&amp;#039;Berliner Tageblattes&amp;#039;&amp;#039; an. In Paris erreichte Lachmann-Mosse ein von Göring ausgehendes Angebot, die Zeitung als Geschäftsleiter weiterzuführen. Dafür wurde ihm sogar eine [[Geltungsjude#Ehrenarier|„Ehrenarierschaft“]] in Aussicht gestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Jost Hermand]]: &amp;#039;&amp;#039;Kultur in finsteren Zeiten: Nazifaschismus, Innere Emigration, Exil.&amp;#039;&amp;#039; Böhlau Verlag, 2010. S. 152.&amp;lt;/ref&amp;gt; Lachmann-Mosse lehnte das Angebot ab und kehrte nie wieder nach Deutschland zurück. Ferner besaß das Unternehmen im Ausland noch Zeitungen und Annoncen-Expeditionen, die von dem Konkurs nicht betroffen waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1939 ließ er sich scheiden und heiratete Karola Strauch, mit der er 1939 in die [[USA]] auswanderte. In [[Berkeley]] erwarb der nach wie vor sehr wohlhabende Lachmann-Mosse ein großes Anwesen an der [[Bucht von San Francisco]] und wurde auch in Kalifornien als großzügiger Kunstmäzen bekannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kraus, S. 519.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hans Lachmann-Mosse verstarb am 18. April 1944.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Reichshandbuch der deutschen Gesellschaft, Das Handbuch der Persönlichkeiten in Wort und Bild&amp;#039;&amp;#039;. Schriftleitung [[Robert Volz (Schriftsteller)|Robert Volz]], Vorwort Ferdinand Tönnies. Band 2 (L–Z), Deutscher Wirtschaftsverlag, Berlin 1931, S. 1056.&lt;br /&gt;
* [[Peter de Mendelssohn]]: &amp;#039;&amp;#039;Zeitungsstadt Berlin. Menschen und Mächte in der Geschichte der deutschen Presse.&amp;#039;&amp;#039; Ullstein, 1982.&lt;br /&gt;
* Elisabeth Kraus: &amp;#039;&amp;#039;Die Familie Mosse: deutsch-jüdisches Bürgertum im 19. und 20. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; C.H.Beck, 1999.&lt;br /&gt;
* [[George L. Mosse|Georg L. Mosse]]: &amp;#039;&amp;#039;Confronting History – A Memoir.&amp;#039;&amp;#039; Madison: University of Wisconsin Press, 2000.&lt;br /&gt;
* [[Dan Diner]]: &amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädie jüdischer Geschichte und Kultur.&amp;#039;&amp;#039; Band 1. Springer-Verlag, 2016.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Lachmann-Mosse, Hans&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Werner Röder]], [[Herbert A. Strauss]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch der deutschsprachigen Emigration nach 1933. Band 1: Politik, Wirtschaft, Öffentliches Leben&amp;#039;&amp;#039;. München: Saur 1980, S. 407f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.cjh.org/nhprc/MosseFamily.html Seite mit Biografie] (englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=133544486|LCCN=n/86/27915|VIAF=50419165}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:LachmannMosse, Hans}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verleger (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Berliner Tageblatt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1885]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1944]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mosse|Lachmann, Hans]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Emigrant in den Vereinigten Staaten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Lachmann-Mosse, Hans&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Lachmann, Hans&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Verleger des Berliner Tageblatt&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=9. August 1885&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=18. April 1944&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Oakland (Kalifornien)|Oakland]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hardenacke</name></author>
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