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	<title>Hans Kroll - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Mirmok12 am 19. April 2026 um 12:02 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-92106-0014, Hans Kroll.jpg|miniatur|hochkant|Hans Kroll (1962)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hans Kroll&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[18. Mai]] [[1898]] in [[Piekary Śląskie|Deutsch Piekar]], [[Oberschlesien]]; † [[8. August]] [[1967]] in [[Starnberg]], [[Bayern]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Diplomat]] und [[Botschafter]] in [[Belgrad]], [[Tokio]] und [[Moskau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Hans Kroll, Sohn eines Lehrers, studierte [[Nationalökonomie]], Geschichte und Sprachen in [[Breslau]], [[Greifswald]] und [[Jena]]. Bereits als Student engagierte er sich mit Reden und Artikeln im oberschlesischen Volkstumskampf.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Hans Kroll&amp;#039;&amp;#039; (false: Groll). In: &amp;#039;&amp;#039;Unser Oberschlesien&amp;#039;&amp;#039;, 6. Februar 1998&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach seinem Studium und seiner [[Promotion (Doktor)|Promotion]] 1920 in den diplomatischen Dienst ein. Er war eingesetzt bei der Gesandtschaft in [[Lissabon]], der Botschaft in [[Madrid]] und in den Generalkonsulaten in [[Odessa]], [[Chicago]] und [[San Francisco]]. Von 1929 bis 1936 arbeitete er im [[Auswärtiges Amt|Auswärtigen Amt]] im Sonderreferat Wirtschaft unter der Leitung von [[Karl Ritter (Diplomat)|Karl Ritter]]. 1934/35 reiste er für mehrere Monate mit einer deutschen Wirtschaftsdelegation durch [[Südamerika]]. Kroll war von 1936 bis 1943 in der [[Türkei]] tätig, zuletzt als Erster Botschaftsrat, ab 1939 unter dem Botschafter [[Franz von Papen]]. Während seiner Zugehörigkeit zur deutschen Botschaft in Ankara stellte der 1937 einen Antrag auf Mitgliedschaft in der [[NSDAP]]. Dieser wurde jedoch von der Gauleitung der [[NSDAP/AO|Auslandsorganisation der NSDAP]] abgelehnt mit dem Verweis, dass er das Wirken der NS-Partei in seinem damaligen Zuständigkeitsbereich als sehr kritisch und fragwürdig betrachtete. Anschließend leitete er bis zum Kriegsende das Generalkonsulat in [[Barcelona]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1945 arbeitete Kroll für den nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten [[Karl Arnold (Politiker)|Karl Arnold]], für den Außenpolitischen Ausschuss der [[Christlich Demokratische Union Deutschlands|CDU]] der [[Britische Besatzungszone|Britischen Besatzungszone]] und für die Presse. 1950 trat er ins Bundesministerium für Wirtschaft ein, wurde erster bundesdeutscher Gesandter bei den [[COCOM]]-Ausschüssen in Paris und leitete dann die Gruppe West-Ost.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1953 bis 1955 war Kroll deutscher Botschafter in [[Belgrad]], [[Jugoslawien]], und hatte dort die Gelegenheit, die durch den Tod [[Josef Stalin|Stalins]] verursachten politischen Auswirkungen zu beobachten. Von 1955 bis 1958 war Kroll erster deutscher Botschafter in [[Tokio]], [[Japan]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-92106-0015, Hans Kroll und Konrad Adenauer.jpg|mini|Hans Kroll (links) 1961 im Gespräch mit Bundeskanzler Konrad Adenauer]]&lt;br /&gt;
Von 1958 bis 1962, zur Zeit der sogenannten [[Berlin-Krise|Zweiten Berlin-Krise]] und des Mauerbaues der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] im Jahre 1961 war Kroll Botschafter in [[Moskau]]. Dabei war sein Ziel stets die Verbesserung der bilateralen Beziehungen. Zu diesem Zweck lud er sich beispielsweise am 9. November 1961 selbst zu einem Gespräch bei Partei- und Regierungschef [[Nikita Chruschtschow]] ein, das in der internationalen Presse starke Aufregung verursachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Februar 1962 entstand eine Affäre um Hans Kroll, der neue ostpolitische Überlegungen [[Konrad Adenauer]]s, die auf dem sogenannten [[Globke-Plan]] beruhten, gegenüber Pressevertretern ausplauderte. Im September 1962 wurde er von seinem Posten abberufen und arbeitete die wenigen Monate bis zu seiner Pensionierung im Mai 1963 als Berater der Bundesregierung für Ostfragen im Auswärtigen Amt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kroll war Mitglied der katholischen Studentenverbindungen [[KDStV Winfridia (Breslau) Münster]] (seit 1918) und [[KDStV Sugambria (Jena) Göttingen]] im [[Cartellverband der katholischen deutschen Studentenverbindungen|CV]]&amp;lt;ref&amp;gt;Cartellverband der Katholischen Deutschen Studentenverbindungen: &amp;#039;&amp;#039;Gesamtverzeichnis des CV 1961 - Die Verbindungen des CV mit ihren Ehrenmitgliedern, Alten Herren und Studierenden&amp;#039;&amp;#039; - München 1961, S. 513.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
sowie Mitglied der [[Christlich Demokratische Union Deutschlands|CDU]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kroll-Affäre ==&lt;br /&gt;
Hans Kroll war als Botschafter der Bundesrepublik Mittler und geschätzter Vertrauter von Adenauer und Chruschtschow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kroll wurde vorgeworfen, in einem Gespräch mit Chruschtschow am 9. November 1961 ohne Auftrag Adenauers eigene Vorstellungen zur Lösung des Deutschland-Problems entwickelt zu haben – Vorstellungen, die der offiziellen Politik der Bundesrepublik zuwiderliefen. Trotzdem schickte ihn der Kanzler, nachdem er ihn umgehend zur Berichterstattung nach Bonn einberufen hatte, zurück nach Moskau. Adenauer wusste es wohl zu schätzen, in der sowjetischen Hauptstadt einen Vertreter zu wissen, der sich eines guten Kontaktes zu Chruschtschow erfreute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 17. Februar 1962 kam ein neuer Paukenschlag: Der Bonner Korrespondent der &amp;#039;&amp;#039;[[Die Welt|Welt]]&amp;#039;&amp;#039;, [[Georg Schröder (Journalist)|Georg Schröder]], schrieb in einem Leitartikel: „Die Zahl derer in Bonn ist nicht klein, die wissen, dass es einen vielgenannten Beamten gibt, der den deutschsowjetischen Ausgleich, koste es, was es wolle, propagiert.“ Er konnte sich dabei auf ein Gespräch Krolls mit Journalisten am 13. Februar berufen, in dem der Botschafter neue ostpolitische Überlegungen des Kanzlers und seiner beiden Vertrauten [[Hans Globke]] und [[Heinrich Krone]] ausgeplaudert hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen Kanzleramt und Auswärtigem Amt kam es in den folgenden Tagen zu intensiven Diskussionen, in denen man sich schließlich darauf einigte, Kroll nach einigen Monaten –&amp;amp;nbsp;schließlich dann im September 1962&amp;amp;nbsp;– aus Moskau abzuberufen. Auf diese Entscheidung hatte, trotz gegenteiliger Gerüchte, die amerikanische Regierung keinen Einfluss. Forciert wurde die Affäre jedoch durch die Springer-Zeitungen &amp;#039;&amp;#039;Welt&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Bild.&amp;#039;&amp;#039; Letztere titelte am 1. März 1962: „Schickt Kroll sofort in die Wüste!“&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Kroll: &amp;#039;&amp;#039;Lebenserinnerungen eines Botschafters.&amp;#039;&amp;#039; Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln/Berlin 1967, [https://www.zvab.com/Lebenserinnerungen-Botschafters-Vorwort-Hans-Kroll-Personenregister/22829895226/bd Bucheinband].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Hans Kroll. Lebenserinnerungen eines Botschafters&amp;#039;&amp;#039; Kiepenheuer &amp;amp; Witsch; Köln, Berlin, 1967.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Mémoires d’un ambassadeur.&amp;#039;&amp;#039; Fayard, Paris 1968&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Botschafter in Belgrad, Tokio und Moskau: 1953–1962&amp;#039;&amp;#039; Deutscher Taschenbuch-Verlag, München 1969.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Konrad Fuchs (Historiker)|Konrad Fuchs]]: &amp;#039;&amp;#039;Hans Kroll. Schlesische Lebensbilder.&amp;#039;&amp;#039; Wissenschaftlicher Informationsdienst WID.&lt;br /&gt;
* Maria Keipert (Red.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch des deutschen Auswärtigen Dienstes 1871–1945.&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben vom Auswärtigen Amt, Historischer Dienst. Band 2: Gerhard Keiper, Martin Kröger: &amp;#039;&amp;#039;G–K.&amp;#039;&amp;#039; Schöningh, Paderborn u.&amp;amp;nbsp;a. 2005, ISBN 3-506-71841-X.&lt;br /&gt;
* [[Hans Gresmann]]: [https://www.zeit.de/1962/10/die-posse-am-rhein/komplettansicht &amp;#039;&amp;#039;Die Posse am Rhein – Affäre Kroll: Es bleibt die Wahl zwischen zwei Übeln.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]]&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 10/1962&lt;br /&gt;
* Kordula Kühlem: &amp;#039;&amp;#039;Hans Kroll (1898–1967). Eine diplomatische Karriere im 20. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; Droste, Düsseldorf 2008, ISBN 978-3-7700-1904-5 (&amp;#039;&amp;#039;Forschungen und Quellen zur Zeitgeschichte&amp;#039;&amp;#039; 53), (Zugleich: Bonn, Univ., Diss., 2006).&lt;br /&gt;
* Hans Schwalbe, Heinrich Seemann (Hrsg.) Deutsche Botschafter in Japan, Deutsche Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ostasiens, Tokyo 1974, S. 125.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|119368455}}&lt;br /&gt;
* [http://library.fes.de/gmh/main/pdf-files/gmh/1962/1962-05-Deutsche-Politik.pdf &amp;#039;&amp;#039;Die Intrige gegen Botschafter Kroll.&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 59 kB) In: [[Friedrich-Ebert-Stiftung]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Politik&amp;#039;&amp;#039;, S.&amp;amp;nbsp;301 f.&lt;br /&gt;
* [https://www.konrad-adenauer.de/personen/seite/hans-kroll/ &amp;#039;&amp;#039;Hans Kroll.&amp;#039;&amp;#039;] In: [[Konrad-Adenauer-Stiftung]]&lt;br /&gt;
* {{OstdtBio|kroll-hans|Kroll, Hans}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personenleiste&lt;br /&gt;
|  VORGÄNGER= [[Heinrich Graf von Hardenberg]]&lt;br /&gt;
|        AMT= [[Liste der deutschen Botschafter in Serbien|Deutscher Botschafter in Belgrad]] &lt;br /&gt;
|       ZEIT= 1953–1954&lt;br /&gt;
| NACHFOLGER= [[Karl Georg Pfleiderer]]&lt;br /&gt;
| VORGÄNGER2= [[Wilhelm Haas (Diplomat, 1896)|Wilhelm Haas]]&lt;br /&gt;
|       AMT2= [[Liste der deutschen Botschafter in Russland|Deutscher Botschafter in Moskau]]&lt;br /&gt;
|      ZEIT2= 1958–1962&lt;br /&gt;
|NACHFOLGER2= [[Horst Groepper]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Deutsche Botschafter in Japan}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119368455|LCCN=no/2008/29674|NDL=00446383|VIAF=113715348}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kroll, Hans}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Botschafter in der Sowjetunion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Botschafter in Japan]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Botschafter in Jugoslawien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der deutschen Außenpolitik 1933–1945]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zeuge in den Nürnberger Prozessen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:CDU-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter im CV]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes mit Stern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1898]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1967]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kroll, Hans&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Diplomat und Botschafter in Belgrad, Tokio und Moskau&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=18. Mai 1898&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Piekary Śląskie|Deutsch Piekar]] (heute: Piekary Śląskie), [[Oberschlesien]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=8. August 1967&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Starnberg]], [[Bayern]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mirmok12</name></author>
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