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	<title>Hans Knöll - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2026-04-19T21:16:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hans Knöll&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[7. Januar]] [[1913]] in [[Wiesbaden]]; † [[26. Juni]] [[1978]] in [[Stralsund]]) war ein deutscher [[Arzt]] und [[Mikrobiologie|Mikrobiologe]]. Er begründete das [[Zentralinstitut für Mikrobiologie und experimentelle Therapie]] der [[Akademie der Wissenschaften der DDR]], das er bis 1976 leitete. Darüber hinaus war er ab 1950 Professor für Bakteriologie an der [[Friedrich-Schiller-Universität Jena|Universität Jena]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Hans Knöll wurde 1913 in [[Wiesbaden]] geboren und studierte von 1931 bis 1935 [[Studium der Medizin|Medizin]] in [[Frankfurt am Main]]. Zum 1. Mai 1932 trat er der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] bei (Mitgliedsnummer 1.261.786),&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/21320665&amp;lt;/ref&amp;gt; von 1932 bis 1935 gehörte er darüber hinaus der [[Sturmabteilung|SA]] an.&amp;lt;ref&amp;gt;{{WWW-DDR|id=hans-knoell|lemma=Knöll, Hans|autor=[[Jochen Richter (Wissenschaftshistoriker)|Jochen Richter]]|band=1|idNum=1777}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab 1935 war er zunächst wissenschaftlicher Mitarbeiter am Paul-Ehrlich-Institut für Experimentelle Therapie in Frankfurt am Main und beschäftigte sich auch mit der Filtration von Bakterien. Für die im [[Schott AG|Jenaer Glaswerk Schott &amp;amp; Gen.]] neuentwickelten Filter ganz aus Glas erarbeitete er 1937 ein akkurates Prüfverfahren. Daraufhin folgte das Angebot, ein bakteriologisches Labor im [[Jena]]er Glaswerk aufzubauen, womit er im November 1938 begann.&amp;lt;ref name =&amp;quot;antibiotica&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier galt sein Interesse unter anderem dem neuen [[Antibiotikum|antibiotischen]] Wirkstoff &amp;#039;&amp;#039;[[Penicillin]]&amp;#039;&amp;#039;, den ein britisches Forscherteam 1939 isolieren konnte. Nach einigen Versuchen gelang es, diesen Wirkstoff aus Kulturen von &amp;#039;&amp;#039;[[Penicillium notatum]]&amp;#039;&amp;#039; zu gewinnen und in Jena 1942 im Labor-Maßstab herzustellen; die erste Anwendung – als Wundpulver bei einer eiternden Handverletzung – am Menschen erfolgte noch im gleichen Jahr. Die erste [[Penicillin#Industrielle Produktion|großtechnische Penicillin-Produktion]] auf dem europäischen Festland allerdings begann erst später, mit Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]]. Das bakteriologische Labor von Schott war auf 15 Mitarbeiter erweitert 1944 zum Institut für Mikrobiologie (Schott-Zeiss-Institut) geworden. Dieses lag nun nach dem Juli 1945 in der sowjetischen Besatzungszone, und die neue Militärverwaltung befahl die rasche Ausweitung der Penicillin-Produktion. Die ausgebaute Fermentationsabteilung wurde 1947 &amp;#039;&amp;#039;Jenapharm&amp;#039;&amp;#039; genannt und wuchs auf über 800 Mitarbeiter.&amp;lt;ref name =&amp;quot;antibiotica&amp;quot;&amp;gt;H. Bocker, W. Knorre: &amp;#039;&amp;#039;Antibiotica Research in Jena from Penicillin and Nourseothricin to Interferon.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;History of Modern Biotechnology II. Advances in Biochemical Engineering/Biotechnology.&amp;#039;&amp;#039; Band 70. Springer, Berlin/Heidelberg, 2000, ISBN 3-540-44965-5, S.&amp;amp;nbsp;35f, ([https://link.springer.com/chapter/10.1007%2F3-540-44965-5_2 online]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1950 entstand daraus das volkseigene Pharmaunternehmen [[VEB Jenapharm]], dessen erster Direktor Hans Knöll wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1949 wurde Hans Knöll Dozent und ein Jahr später Professor für Bakteriologie an der [[Friedrich-Schiller-Universität Jena]]. Vier Jahre später nahm das von ihm initiierte und geleitete „Institut für Mikrobiologie und Experimentelle Therapie“ (IMET) den Forschungsbetrieb auf, das 1956 durch die [[Akademie der Wissenschaften der DDR|Deutsche Akademie der Wissenschaften zu Berlin]] übernommen wurde und 1970 in [[Zentralinstitut für Mikrobiologie und experimentelle Therapie]] (ZIMET) umbenannt wurde. Der Institutsstandort auf dem [[Beutenberg Campus|Beutenberg]] in [[Jena]] entwickelte sich zum größten biowissenschaftlichen Forschungszentrum der DDR.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hans Knöll starb 1978 in [[Stralsund]] an den Folgen eines auf der [[Fährinsel]] erlittenen Herzinfarkts. Sein Nachfolger als Direktor des ZIMET wurde 1976 [[Udo Taubeneck]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen und Gedenken ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hans Knöll war ab 1955 ordentliches Mitglied der Deutschen Akademie der Wissenschaften zu Berlin und gehörte ab 1972 der [[Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina|Leopoldina]] an. Darüber hinaus erhielt er in den Jahren 1949 und 1952 den [[Nationalpreis der DDR]] sowie 1978 den [[Vaterländischer Verdienstorden|Vaterländischen Verdienstorden]] in Silber.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Berliner Zeitung]], 25./26. Februar 1978, S. 4&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit 1992 trägt eines der nach der [[Deutsche Wiedervereinigung|deutschen Wiedervereinigung]] aus dem ZIMET hervorgegangenen Institute seinen Namen, zunächst als „Hans-Knöll-Institut für Naturstoff-Forschung“ (HKI), seit 2005 als „[[Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie]] - Hans-Knöll-Institut“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{WWW-DDR|id=hans-knoell|lemma=Knöll, Hans|autor=[[Jochen Richter (Wissenschaftshistoriker)|Jochen Richter]]|band=1|idNum=1777}}&lt;br /&gt;
* {{WH-BAW-1992|name=Knöll, Hans|id=1419|seite=188|endseite=189}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|130382167}}&lt;br /&gt;
* [https://www.leibniz-hki.de Internetseiten des Hans-Knöll-Institutes]&lt;br /&gt;
* [http://www.fli-leibniz.de Internetseiten des Fritz-Lipmann-Institutes]&lt;br /&gt;
* [http://www.jenapharm.de Internetseiten der Jenapharm GmbH &amp;amp; Co. KG]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=130382167|VIAF=25710167}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Knoll, Hans}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mikrobiologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Friedrich-Schiller-Universität Jena)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Akademie der Wissenschaften der DDR]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Leopoldina (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Nationalpreises der DDR I. Klasse für Wissenschaft und Technik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Vaterländischen Verdienstordens in Silber]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SA-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1913]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1978]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Knöll, Hans&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher [[Arzt]] und [[Mikrobiologe]]&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=7. Januar 1913&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Wiesbaden]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=26. Juni 1978&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Stralsund]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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