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	<title>Hans Kilian - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-23T22:54:14Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hans_Kilian&amp;diff=2777600&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: Tippfehler entfernt, Kleinkram</title>
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		<updated>2025-11-04T18:37:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;, Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|befasst sich mit dem Psychoanalytiker Hans Kilian. Zum Fotografen siehe [[Hannes Kilian]]; zu anderen Personen siehe [[Hanns Kilian]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:8306Kilian2best.jpg|mini|Hans Kilian an der [[Universität Kassel|Gesamthochschule Kassel]], Juni 1983.]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hans Kilian&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[25. April]] [[1921]] in [[Barmen]]; † [[30. März]] [[2008]] in [[München]]) war ein deutscher Mediziner, Psychoanalytiker und Professor für Sozialpsychologie und Angewandte Psychoanalyse.&amp;lt;ref&amp;gt;Lotte Köhler: &amp;#039;&amp;#039;Biografische Stationen Hans Kilians&amp;#039;&amp;#039;, in: Köhler/Reulecke/Straub (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kulturelle Evolution und Bewusstseinswandel&amp;#039;&amp;#039; (Gießen 2011, Seite 13)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Hans Kilian wurde als Sohn eines Journalisten und einer Klavierlehrerin geboren. Der Vater, damals politischer Redakteur bei der Essener Allgemeinen Zeitung, erhielt 1933 Berufsverbot, woraufhin die Familie verarmte. Kilian studierte Medizin, zunächst in [[Ludwig-Maximilians-Universität München|München]], wo er mit der Widerstandsgruppe [[Weiße Rose]] verbunden war; [[Christoph Probst]] war ein enger Freund. Kilian leistete Kriegsdienst bis 1945, bevor er schließlich sein Studium in [[Paris]] abschloss. Er ging nach Deutschland zurück und verdiente den Unterhalt für sich und seine Eltern als Autor von Rundfunksendungen im [[Bayerischer Rundfunk|Bayerischen Rundfunk]] unter [[Gerhard Szczesny]]. Noch 1969 und 1979 veranstaltete Kilian dort Sendereihen über sozialpsychologische Themen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1953 promovierte er an der psychosomatischen Poliklinik der Universität München, deren Leiter er 1960 wurde. 1970 wurde er an der [[Technische Universität Darmstadt|TU Darmstadt]] habilitiert, lehrte kurze Zeit an der [[Universität Göttingen]], ehe er von 1971 bis 1984 Ordinarius für Sozialpsychologie und Angewandte Psychoanalyse an der neu gegründeten [[Gesamthochschule Kassel]] war. Er setzte sich dort für die Etablierung der Psychoanalyse in verschiedenen Studiengängen ein, insbesondere in der Lehrerbildung, der [[Sozialpsychologie]] und [[Sozialarbeit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1979 wurde Kilian zum geschäftsführenden Direktor des von ihm mitbegründeten &amp;#039;&amp;#039;Wissenschaftlichen Zentrums für das Studium der Psychoanalyse, Psychotherapie und Psychosozialen Hygiene&amp;#039;&amp;#039; ernannt. Ziel dieses Zentrums war es, die psychische Entwicklung des Menschen im sozialen und kulturellen Kontext zu untersuchen. Dieses interdisziplinäre Anliegen sah sich jedoch angesichts des vorherrschenden akademischen Zeitgeists vor einige Schwierigkeiten gestellt, die mit dazu beitrugen, dass Kilian 1984 vorzeitig in den Ruhestand trat. Am 26. August 1961 gehörte Kilian zu den Gründungsmitgliedern der [[Humanistische Union|Humanistischen Union]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Psychogramm der Ereignisse&amp;#039;&amp;#039; veranstaltete Kilian an den Jahresenden 1972, 1973 und 1974 in Kooperation mit dem Dokumentarfilmer [[Bernd Dost]] psychoanalytisch orientierte Fernsehinterviews mit politischen Journalisten und anderen Prominenten, unter anderem mit [[Rainer Werner Fassbinder]], [[Uli Hoeneß]], [[Gerd Bucerius]], Bischof [[Kurt Scharf]], [[Peter Merseburger]] und [[Peter von Siemens (Manager, 1911)|Peter von Siemens]].&amp;lt;ref&amp;gt; [http://dostshop.de/shop/article_20/R%FCckblick-auf-ein-Jahr%3A-1973-und-1974.html DostFilme: Psychogramm der Ereignisse]&amp;lt;/ref&amp;gt; Zusammen mit Bernd Dost entstanden daneben 1973 die Filme &amp;#039;&amp;#039;Gesellschaftsspiel. Ein gruppendynamisches Experiment&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Eros und Politik&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hans Kilians Lebensgefährtin war die Psychoanalytikerin [[Lotte Köhler]], Stifterin des [[Hans-Kilian-Preis]]es und Initiatorin des [[Hans Kilian und Lotte Köhler Centrum]]s (KKC) an der Ruhr-Universität Bochum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk und Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Kilian arbeitete bis an sein Lebensende an seiner [[Interdisziplinarität|inter-]] und [[Transdisziplinarität|transdisziplinären]] Theorie der metakulturellen Humanisation und vernetzte dabei Begriffe und Modelle aus den [[Naturwissenschaft]]en mit Erkenntnissen aus den Sozial- und Kulturwissenschaften, insbesondere der [[Psychologie]] und [[Psychoanalyse]], der [[Soziologie]], [[Sozialanthropologie|Sozial-]] und [[Kulturanthropologie]] sowie den [[Geisteswissenschaft]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kilians „dialektische Anthropologie“ versteht sich als Bindeglied zwischen Psychoanalyse und kritischer Gesellschaftstheorie. Kilian macht die Grenzen einer historisch unbewussten Psychoanalyse deutlich, die die Struktur des bürgerlichen Individuums mit der Natur des Menschen gleichsetzt und auf diese Weise angesichts der kollektiven Identitätskrise der ausgehenden spätbürgerlichen Kultur scheitern muss. Der erste Teil dieses Ansatzes wurde veröffentlicht in dem Buch &amp;#039;&amp;#039;Das enteignete Bewußtsein (1971)&amp;#039;&amp;#039;. Der Autor stellt darin den „Mittelbau“ der unbewussten Strukturen menschlicher Selbststeuerung als einen zentralen Ort des historischen Wandels der Gegenwart dar.&amp;lt;ref&amp;gt; [http://www.zeit.de/1972/08/kritik-in-kuerze Christian Schultz-Gerstein: &amp;#039;&amp;#039;Das enteignete Bewußtsein&amp;#039;&amp;#039; (Rezension Die Zeit 08/1972)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten seiner späteren wissenschaftlichen Texte, darunter auch das von der &amp;#039;&amp;#039;Hanns-Martin-Schleyer-Stiftung&amp;#039;&amp;#039; finanzierte, 1985 fertiggestellte Buchmanuskript &amp;#039;&amp;#039;Wertbewusstsein und Geschichte. Versuch einer Ortsbestimmung der Gegenwart aus der Sicht einer historischen Evolutionstheorie&amp;#039;&amp;#039;, wurden bisher nicht veröffentlicht. Die Dokumentation der wissenschaftlichen Hinterlassenschaft Hans Kilians und die Herausgabe seiner Gesammelten Schriften erfolgt durch das Kilian-Köhler-Archiv im Hans Kilian und Lotte Köhler-Centrum (KKC).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 2011 bis 2019 verlieh die Köhler-Stiftung den &amp;#039;&amp;#039;[[Hans-Kilian-Preis]] für die Erforschung und Förderung der metakulturellen Humanisation&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
* Hans Kilian, Lotte Köhler (2013). &amp;#039;&amp;#039;Von der Selbsterhaltung zur Selbstachtung. Der geschichtlich bedingte Wandel psychoanalytischer Theorien und ihr Beitrag zum Verständnis historischer Entwicklungen&amp;#039;&amp;#039;. Gießen: Psychosozial-Verlag. ISBN  978-3-8379-2317-9&lt;br /&gt;
* Kilian, Hans (2017). &amp;#039;&amp;#039;Das enteignete Bewusstsein. Zur dialektischen Sozialpsychologie. Gesammelte Schriften, Bd. 2&amp;#039;&amp;#039;; hrsg. v. Jürgen Straub und Pradeep Chakkarath, mit einem Vorwort von Jürgen Straub und Pradeep Chakkarath. Gießen: Psychosozial-Verlag. (Originalausgabe: Luchterhand, Neuwied/Berlin 1971). ISBN 978-3-8379-2382-7&lt;br /&gt;
* Kilian, Hans (2015). &amp;#039;&amp;#039;Psychoanalyse, Psychohistorie und integrative Anthropologie. Gesammelte Schriften, Bd. 4&amp;#039;&amp;#039;; hrsg. v. Jürgen Straub und Jennifer Schellhöh. Gießen: Psychosozial-Verlag. ISBN 978-3-8379-2384-1&lt;br /&gt;
* Kilian, Hans (2020). &amp;#039;&amp;#039;Soziologische, sozialpsychologische und zeitdiagnostische Analysen. Gesammelte Schriften, Bd. 5&amp;#039;&amp;#039;; hrsg. und mit einer Einleitung von Jürgen Straub und Sandra Plontke. Gießen: Psychosozial-Verlag. ISBN 978-3-8379-2385-8&lt;br /&gt;
* Kilian, Hans (in Vorbereitung). &amp;#039;&amp;#039;Texte zu Medizin, Biologie und Psychosomatik. Gesammelte Schriften, Bd. 6&amp;#039;&amp;#039;; hrsg. und mit einer Einleitung von Pradeep Chakkarath und Jürgen Straub. Gießen: Psychosozial-Verlag.&lt;br /&gt;
* Kilian, Hans (2020). &amp;#039;&amp;#039;Politische Psychologie und politische Bildung. Gesammelte Schriften, Bd. 7&amp;#039;&amp;#039;; hrsg. von Jürgen Straub, Sandra Plontke und Bjarne Goldkuhle, mit einer Einleitung von Jürgen Straub, Bjarne Goldkuhle und Sandra Plontke. Gießen: Psychosozial-Verlag. ISBN 978-3-8379-2387-2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Lotte Köhler, Jürgen Reulecke, Jürgen Straub (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kulturelle Evolution und Bewusstseinswandel / Die Erkenntnisschranken des reduktionistischen Menschenkenntnis. Hans Kilians historische Psychologie und integrative Anthropologie&amp;#039;&amp;#039;. Psychosozial, Gießen 2011, ISBN 978-3-8379-2167-0 (mit Originaltexten Hans Kilians sowie der Videoaufzeichnung einer Rede Kilians als DVD).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|13011104X}}&lt;br /&gt;
* [http://www.hans-kilian-preis.de/ Website zum Hans-Kilian-Preis]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=13011104X|LCCN=n/2013/8081|VIAF=50325257}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Kilian, Hans}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Psychoanalytiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sozialpsychologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (München)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1921]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2008]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kilian, Hans&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Psychoanalytiker und Sozialpsychologe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=25. April 1921&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Barmen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=30. März 2008&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[München]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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