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	<title>Hans Kapfinger - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T09:06:58Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hans_Kapfinger&amp;diff=474618&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Apokatastasis1: /* Literatur */ Wie die Verlegerfamilien Kapfinger und Diekmann bei der Passauer Neuen Presse zusammenkamen: Süddeutsche Zeitung, Nr. 29, 5. Februar 2026, Seite 21.</title>
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		<updated>2026-02-21T17:05:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; Wie die Verlegerfamilien Kapfinger und Diekmann bei der Passauer Neuen Presse zusammenkamen: Süddeutsche Zeitung, Nr. 29, 5. Februar 2026, Seite 21.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Johannes Evangelist Kapfinger&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[27. Dezember]] [[1902]] in [[Adldorf]] bei [[Landau an der Isar]]; † [[28. Juli]] [[1985]] in [[Passau]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Zeitung]]sverleger. Er gründete 1946 die Tageszeitung &amp;#039;&amp;#039;[[Passauer Neue Presse]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sohn eines Postschaffners besuchte das [[Gymnasium Leopoldinum (Passau)|Gymnasium Leopoldinum]] in Passau sowie das Gymnasium im [[Abtei Schweiklberg|Kloster Schweiklberg]] und studierte Philosophie, Rechtswissenschaften und Volkswirtschaft in [[München]]. 1927 wurde er mit einer Arbeit über den politischen Katholizismus zum Dr. phil. [[Promotion (Doktor)|promoviert]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach arbeitete er als [[Redakteur]] beim &amp;#039;&amp;#039;[[Straubinger Tagblatt]]&amp;#039;&amp;#039;. Anfangs positionierte er sich dort noch als lautstarker Unterstützer der [[Bayerische Volkspartei|BVP]], glich diese Linie nach der Machtübernahme aber schnell an die neuen Verhältnisse an und begrüßte beispielsweise die Verfolgung von Kommunisten und Juden durch die Nazis.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Michael Hellstern |Titel=Meinungsmacher mit dunkler Vergangenheit. Die Heimatpresse in Bayern von 1945 bis 1962 am Beispiel der Passauer Neuen Presse und der Mittelbayerischen Zeitung |Verlag=Pustet |Ort=Regensburg |Datum=2025-03 |ISBN=9783791735566 |Seiten=74 f.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Trotz dieses Umschwenkens wurde der als politisch unzuverlässig geltende Kapfinger im Mai 1933 festgenommen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Er kam – wohl auf Initiative einflussreicher Freunde – nach kürzester Zeit wieder frei.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Michael Hellstern |Titel=Meinungsmacher mit dunkler Vergangenheit. Die Heimatpresse in Bayern von 1945 bis 1962 am Beispiel der Passauer Neuen Presse und der Mittelbayerischen Zeitung |Verlag=Pustet |Ort=Regensburg |Datum=2025-03 |ISBN=9783791735566 |Seiten=76}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Während der [[Zeit des Nationalsozialismus]] war er Vertriebs-, Anzeigen- und Werbeleiter in [[Coburg]], [[Bamberg]], [[Lichtenfels (Oberfranken)|Lichtenfels]], [[Leipzig]] und [[Berlin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab Juli 1945 arbeitete er für die &amp;#039;&amp;#039;[[Berliner Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;. Noch im selben Jahr kehrte er nach Bayern zurück. 1946 erhielt er in Passau von den amerikanischen Besatzern die Lizenz für eine Tageszeitung, da er als NS-Verfolgter eingestuft wurde. Angeblich gehörte er einer Widerstandsgruppe „Aktion Riemenschneider“ an, was später allerdings bezweifelt wurde. Am 5. Februar 1946 erschien die erste Ausgabe der von ihm herausgegebenen &amp;#039;&amp;#039;[[Passauer Neue Presse|Passauer Neuen Presse]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zweifelhaft erscheint Kapfingers Rolle im Dritten Reich. Er soll Grundstücke jüdischer Eigentümer, die im Rahmen der „[[Arisierung]]“ beschlagnahmt worden waren, unter Marktwert erworben haben. Laut einem rechtskräftigen Urteil des Amtsgerichts München ist es erweislich wahr, dass Kapfinger sich als „Angehöriger eines bevorzugten Personenkreises an beschlagnahmtem jüdischen Besitz bereichert“ habe.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Der Spiegel 11/1962&amp;quot;&amp;gt;{{Der Spiegel|ID=45139324|Titel=Der Spezi (siehe Titelbild)|Autor=|Jahr=1962|Nr=11|Seiten=26|Datum=1962-03-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In einem anderen Urteil hat das Landgericht Passau die von dem damaligen [[SPD]]-Bundestagsabgeordneten und späteren Bundeskanzler [[Helmut Schmidt]] aufgestellten Behauptungen, „daß Kapfinger sich damals [nach dem Einmarsch der Russen] aus den Häusern ehemaliger Nationalsozialisten wertvolle Möbel, Teppiche und sonstige Einrichtungsgegenstände in sein Haus tragen ließ“, als erwiesen bestätigt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Der Spiegel 11/1962&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kapfingers kämpferisches Eintreten für konservativ-katholische Werte rief den Widerspruch liberaler Kreise hervor. Der Verleger galt in Bayern lange Jahre als Prototyp des klerikalen Konservativen. Er unterstützte in seinen Zeitungsartikeln die Politik von Bundeskanzler [[Konrad Adenauer]]. 1960 trat er als Chefredakteur zurück, blieb aber weiterhin Herausgeber. 1961 wurde ihm eine Verstrickung in die [[Fibag-Affäre]] nachgesagt. 1961/62 gab er in München das Nachrichtenmagazin &amp;#039;&amp;#039;Aktuell&amp;#039;&amp;#039; heraus. Dies war als Konkurrenz zum Nachrichtenmagazin &amp;#039;&amp;#039;[[Der Spiegel]]&amp;#039;&amp;#039; gedacht, der auf dessen Titelseite der Ausgabe 11 vom 14. März 1962 Kapfinger abbildete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kapfinger, der als Freund von [[Franz Josef Strauß]] galt, kritisierte ab 1969 in zahlreichen Zeitungsartikeln vehement die Politik der [[Sozialliberale Koalition|sozialliberalen Bundesregierung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war seit 1928 mit Maria Schuberth verheiratet und wurde Vater seines Sohnes Heinz. Im Alter von 80 Jahren heiratete er Edith Berger. Nach dem Tod von Hans Kapfinger übernahmen sein Sohn Heinz Kapfinger, seine Frau Edith Berger-Kapfinger und deren Tochter, Angelika Diekmann, die Leitung der &amp;#039;&amp;#039;Passauer Neuen Presse&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Gegnerschaft sieht anders aus&amp;quot;. Vor 80 Jahren erhielt Hans Kapfinger eine Lizenz für die Passauer Neue Presse, weil die Amerikaner ihn für einen Nazi-Gegner hielten. Ein Historiker hat dies als Lüge enttarnt&amp;#039;&amp;#039;. [[Süddeutsche Zeitung]], Nr. 29, 5. Februar 2026, Seite 21.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Zeitung erscheint heute in der &amp;#039;&amp;#039;Verlagsgruppe Passau (VGP)&amp;#039;&amp;#039;, die mittlerweile der Familie des ehemaligen Zahnarztes und heutigen Verlegers [[Axel Diekmann]] gehört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Passau sind die Dr.-Hans-Kapfinger-Straße und das Studentenwohnheim Kapfinger-Wohnheim nach ihm benannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stiftungsgründung ==&lt;br /&gt;
1967 gründete Kapfinger die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dr. Hans Kapfinger-Stiftung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, heute &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stiftung der Passauer Neuen Presse&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder kurz &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;PNP Stiftung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, als [[rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts]]. Als Stiftungszweck werden in der Satzung unter anderem die Fortführung der &amp;#039;&amp;#039;Passauer Neuen Presse&amp;#039;&amp;#039;, die Unterstützung ihrer alten, ehemaligen Angehörigen und die Förderung des journalistischen Nachwuchses im Verbreitungsgebiet der &amp;#039;&amp;#039;Passauer Neuen Presse&amp;#039;&amp;#039; genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.pnp-stiftung.de/projekte/ |titel=Die Stiftung der Passauer Neuen Presse |werk=Stiftungshilfe seit über 50 Jahren! –  |hrsg= |datum= |abruf=2019-09-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stasi-Kontakte ==&lt;br /&gt;
Die [[Ministerium für Staatssicherheit|Stasi]] arbeitete im [[Bundestagswahl 1961|Bundestagswahlkampf 1961]] in der Bundesrepublik gegen den Aufstieg [[Willy Brandt]]s und munitionierte zu diesem Zweck politisch Rechte. Schlüsselfiguren dabei waren Kapfinger und der Publizist [[Hans Frederik]], die beide Kontakte zur Stasi hatten. Stasi-Chef [[Markus Wolf]] thematisierte die Kontakte Kapfingers in seinen Memoiren.&amp;lt;ref&amp;gt;Daniela Münkel (2013): &amp;#039;&amp;#039;Kampagnen, Spione, geheime Kanäle: Die Stasi und Willy Brandt.&amp;#039;&amp;#039; ([https://web.archive.org/web/20131216191126/http://www.bstu.bund.de/DE/Wissen/Publikationen/Publikationen/E_muenkel_stasi_und_brandt.pdf?__blob=publicationFile S. 19])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Ehrenbürger von Passau|Ehrenbürger der Stadt Passau]] (1971)&lt;br /&gt;
* [[Liste der Ehrenbürger von Freyung|Ehrenbürger der Stadt Freyung]] (1971)&lt;br /&gt;
* [[Bürgermedaille der Stadt Passau]] (1977)&lt;br /&gt;
* [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Großes Verdienstkreuz]] der Bundesrepublik Deutschland (1978)&lt;br /&gt;
* Großes Verdienstkreuz mit Stern der Bundesrepublik Deutschland (1981)&lt;br /&gt;
* [[Bayerischer Verdienstorden]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Erich Kuby]]: &amp;#039;&amp;#039;Im Fibag-Wahn oder sein Freund, der Herr Minister.&amp;#039;&amp;#039; Rowohlt, Reinbek 1962&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Dr. Hans Kapfinger und seine Zeit. Ein Lebensbild des Gründers, Verlegers und Herausgebers der „Passauer Neuen Presse“.&amp;#039;&amp;#039; Passau 1984&lt;br /&gt;
* Astrid Freudenstein: &amp;#039;&amp;#039;Ein Provokateur aus Überzeugung. Die Verlegerfamilie Kapfinger-Diekmann und die „Passauer Neue Presse“.&amp;#039;&amp;#039; In: Karl Jörg Wohlhüter (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Tradition verpflichtet.&amp;#039;&amp;#039; Regensburg 1999, S. 114–122.&lt;br /&gt;
* {{Der Spiegel|ID=32576647|Titel=Hans und Franz |Autor= |Jahr=1961 |Nr=23 |Seiten= |Kommentar=Kapfingers Rolle in der Fibag-Affäre}}&lt;br /&gt;
* {{Der Spiegel|ID=45139324|Titel=Der Spezi (siehe Titelbild)|Autor=|Jahr=1962|Nr=11|Seiten=|Kommentar=Kapfingers „Triolen“-Prozess und seine Rolle in der NS-Zeit wie auch unmittelbar nach Ende des Krieges in Berlin, u.a. als Denunziant an den NKWD}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.joseffelder.de/biographie/Kapfinger_Hans.pdf Biografie] (PDF)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118955004|VIAF=45101517}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kapfinger, Hans}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Herausgeber]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes mit Stern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Bayerischen Verdienstordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger von Passau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger von Freyung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stifter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1902]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1985]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kapfinger, Hans&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Kapfinger, Johannes&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Zeitungsverleger&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=27. Dezember 1902&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Adldorf]] bei [[Landau an der Isar]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=28. Juli 1985&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Passau]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zeitungsverleger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Publizist]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Apokatastasis1</name></author>
	</entry>
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