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	<title>Hans Hirschfeld - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hans_Hirschfeld&amp;diff=2291585&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Feurio! am 29. Dezember 2025 um 10:00 Uhr</title>
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		<updated>2025-12-29T10:00:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|befasst sich mit dem Mediziner Hans Hirschfeld. Zum Journalisten siehe [[Hans Emil Hirschfeld]]; zum Diplomaten siehe [[Hans-Richard Hirschfeld]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Stolperstein Hans Hirschfeld, korrigiert.jpg|mini|Stolperstein in Berlin]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hans Hirschfeld&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[20. März]] [[1873]] in [[Berlin]]; † [[26. August]] [[1944]] in [[Terezín|Theresienstadt]]) war ein deutscher [[Hämatologe]] und Herausgeber der ersten Auflage des „Handbuchs der Allgemeinen Hämatologie“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Hirschfeld stammte aus einer Berliner Kaufmannsfamilie. Nach dem Besuch des [[Lessing-Gymnasium (Berlin)|Lessinggymnasiums]] studierte er von 1891 bis 1897 Medizin an der [[Humboldt-Universität zu Berlin|Friedrich-Wilhelm-Universität]], promovierte am dortigen Pathologischen Institut und begann seine Assistenzzeit am [[Krankenhaus Moabit]] in Berlin. Ab 1910 übernahm er die Patientenbetreuung am  Krebsinstitut der Berliner [[Charité]]. 1919 habilitierte Hirschfeld mit einer Arbeit über die [[perniziöse Anämie]] und erhielt 1922 die Ernennung zum Professor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Inkrafttreten des [[Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums|Berufsbeamtengesetzes]] im April 1933 wurde er im Mai 1933 mit sofortiger Wirkung beurlaubt. Er verlor seine Lehrbefugnis und im September 1938 auch seine Bestallung als Arzt. Die Nationalsozialisten deportierten das jüdische Ehepaar Hirschfeld am 30. Oktober 1942 in das [[Ghetto Theresienstadt|KZ Theresienstadt]], wo Hans Hirschfeld am 26. August 1944 starb. Den beiden Töchtern gelang rechtzeitig die Emigration.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk ==&lt;br /&gt;
Hirschfelds Interesse galt schon früh den Bluterkrankungen. Seine ca. 160 Publikationen beschäftigten sich mit histologischen und hämatologischen Fragestellungen, besonders intensiv mit der Pathologie der [[Milz]]. Ein weiterer Schwerpunkt war, gemeinsam mit [[Artur Pappenheim]], die mikroskopische Differenzierung von Blutzellen. Frühzeitig engagierte er sich in der 1908 gegründeten Berliner Hämatologischen Gesellschaft, Vorgängerin der  [[Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie|Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie]] (DGHO). Hans Hirschfeld war einer der international renommierten Hämatologen seiner Zeit. Ein wesentliches Verdienst war 1932 die erste Herausgabe des vierbändigen „Handbuch der allgemeinen Hämatologie“, gemeinsam mit [[Anton Hittmair]]. Ebenfalls war er Herausgeber mehrerer hämatologischer Fachzeitschriften u. a. der „Folia haematologica“. Als Mitarbeiter und Spezialist für Blutkrankheiten war er auch am &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der gesamten Therapie&amp;#039;&amp;#039; beteiligt.&amp;lt;ref&amp;gt;Walter Marle (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der gesamten Therapie mit diagnostischen Hinweisen.&amp;#039;&amp;#039; 2 Bände, 4., umgearbeitete Auflage. Urban &amp;amp; Schwarzenberg, Berlin/Wien 1935 (&amp;#039;&amp;#039;Verzeichnis der Mitarbeiter&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachwirken und Rezeption ==&lt;br /&gt;
Das von Hirschfeld und Hittmair begründete „Handbuch der allgemeinen Hämatologie“ blieb bis in die 1970er Jahre ein unverzichtbares Standardwerk im deutschen Sprachraum. Die von Hirschfeld maßgeblich geprägte Zeitschrift „Folia haematologica“ wurde bis 1990 bei der Leipziger Akademischen Verlagsgesellschaft weitergeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;US National Library of Medicine: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.ncbi.nlm.nih.gov/nlmcatalog/374615 Folia haematologica (Leipzig, Germany : 1928).]&amp;#039;&amp;#039; Abgerufen am 15. Juli 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt; Von 1956 bis 1964 vertrieb die Akademische Verlagsgesellschaft in Frankfurt am Main eine konkurrierende Zeitschrift unter dem Namen „Folia haematologica. Neue Folge.“&amp;lt;ref&amp;gt;US National Library of Medicine: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.ncbi.nlm.nih.gov/nlmcatalog/140243 Folia haematologica. Internationales Magazin für Blutforschung.]&amp;#039;&amp;#039; Abgerufen am 15. Juli 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt; Entgegen akademischen Gepflogenheiten verschwiegen nach dem Kriege [[Ludwig Heilmeyer]] und [[Viktor Schilling]] als Herausgeber des Lehrbuchs respektive der Zeitschriften in der DDR und der Bundesrepublik Hirschfeld als historischen Herausgeber und eigneten sich so Hirschfelds geistiges Eigentum an.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfram Fischer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Exodus von Wissenschaften aus Berlin&amp;#039;&amp;#039;. de Gruyter, Berlin 1994, ISBN 3-11-013945-6, S. 565 [https://books.google.de/books?id=wR1jDcJJHPEC&amp;amp;hl=de (Digitalisat)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie: {{Webarchiv|url=https://www.dgho.de/informationen/presse/pressearchiv/2011/stolperstein-fuer-den-berliner-arzt-prof.-hans-hirschfeld/?searchterm=hirschfeld |wayback=20160513023649 |text=&amp;#039;&amp;#039;16. März 2011 : Stolperstein für den Berliner Arzt Prof. Hans Hirschfeld.&amp;#039;&amp;#039;}} Abgerufen am 15. Juli 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Hans-Hirschfeld-Kreisel (Ulm) I.jpg|mini|Hans-Hirschfeld-Kreisel, [[Ulm]]]]&lt;br /&gt;
Während Hirschfeld und seine Leistungen nahezu vergessen wurden, erlangten Heilmeyer und Schilling akademische Würden und Ämter an den Universitäten [[Albert-Ludwigs-Universität Freiburg|Freiburg]] und [[Universität Rostock|Rostock]]. Erst 2011 wurde Hirschfelds Name wieder gewürdigt: in der [[Berlin-Charlottenburg|Charlottenburger]] Droysenstraße in Berlin wurde ein [[Stolpersteine|Stolperstein]] zu seinem Gedenken verlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die DGHO bezeichnete ihn als zweifellos bekanntesten deutschen Hämatologen und Krebsforscher der dreißiger Jahre. Den zweiten Teil des Buches &amp;#039;&amp;#039;1937-2012. Die Geschichte der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie im Spiegel ihrer Ehrenmitglieder&amp;#039;&amp;#039; widmete die DGHO der Erinnerung an ihn.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Voswinckel&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Peter Voswinckel]] |Titel=1937-2012. Die Geschichte der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie im Spiegel ihrer Ehrenmitglieder |Herausgeber=DGHO Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie e. V. |Auflage=2. durchgesehene und ergänzte |Ort=Berlin |Jahr=2020 |ISBN=978-3-00-039487-4 |Seiten=45 |JahrEA=2012}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang Oktober 2021 wurde auf dem Campus der [[Universität Ulm]], dessen Gründungsrektor Heilmeyer war, ein Platz nach Hans Hirschfeld benannt und eine Gedenkstele errichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;Universität Ulm: &amp;#039;&amp;#039;{{Webarchiv|url=https://web-pharmtox.medizin.uni-ulm.de/hans-hirschfeld-platz/ |wayback=20211007082003 |text=Öffentliche feierliche Eröffnung des Hans-Hirschfeld-Platzes auf dem Campus der Universität Ulm. |archiv-bot=2025-06-17 05:32:56 InternetArchiveBot }}&amp;#039;&amp;#039; Abgerufen am 7. Oktober 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* mit Willy Alexander: &amp;#039;&amp;#039;Ein bisher noch nicht beobachteter Befund bei einem Fall von akuter (myeloider?) Leukämie.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Berliner Klinische Wochenschrift]].&amp;#039;&amp;#039; Bd. 39, 1902, S. 231–235 ([https://www.onkopedia.com/de/wissensdatenbank/wissensdatenbank/biographien/hirschfeld-hans/Hirschfeld1902.pdf PDF]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Über atypische Myeloidwucherung.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Folia Haematologica.&amp;#039;&amp;#039; 2, 1905, S. 665–670 ([https://www.onkopedia.com/wissensdatenbank/wissensdatenbank/biographien/hirschfeld-hans/Hirschfeld1905.pdf PDF]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Über Leukanämie.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Folia Haematologica.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 3, 1906, S. 332–339 ([https://www.onkopedia.com/wissensdatenbank/wissensdatenbank/biographien/hirschfeld-hans/Hirschfeld1906.pdf PDF]).&lt;br /&gt;
* mit [[Abraham Buschke]]: &amp;#039;&amp;#039;Über Leucosarcomatosis cutis.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Folia Haematologica.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 12, 1911, S. 73–98 ([https://www.onkopedia.com/wissensdatenbank/wissensdatenbank/biographien/hirschfeld-hans/Buschke1911.pdf PDF]).&lt;br /&gt;
* mit August Weinert: &amp;#039;&amp;#039;Klinische und experimentelle Untersuchungen über den Einfluss der Milz auf die erythroplastische Tätigkeit des Knochenmarks.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Berliner Klinische Wochenschrift.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 61, 1914, S. 1026–1028 ([https://www.onkopedia.com/wissensdatenbank/wissensdatenbank/biographien/hirschfeld-hans/Hirschfeld1914.pdf PDF]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Paul Chevallier (Mediziner)|Paul Chevallier]]: &amp;#039;&amp;#039;Le professeur Hans Hirschfeld.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Sang.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 3, 1929, S. 51–52.&lt;br /&gt;
* [[Anton Hittmair]]: &amp;#039;&amp;#039;In memoriam Dr. Hans Hirschfeld.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Blood.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 3, 1948, S. 821 ([https://www.onkopedia.com/de/wissensdatenbank/wissensdatenbank/biographien/hirschfeld-hans/Hittmair1948.pdf PDF]).&lt;br /&gt;
* [[Peter Voswinckel]]: &amp;#039;&amp;#039;In memoriam Hans Hirschfeld (1873–1944).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Folia Haematologica.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 114, 1987, S. 707–736 ([https://www.onkopedia.com/de/wissensdatenbank/wissensdatenbank/biographien/hirschfeld-hans/Voswinckel1987.pdf PDF]).&lt;br /&gt;
* Peter Voswinckel: &amp;#039;&amp;#039;1937–2012 – Die Geschichte der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie im Spiegel ihrer Ehrenmitglieder. „Verweigerte Ehre“. Dokumentation zu Hans Hirschfeld.&amp;#039;&amp;#039; DGHO, Berlin 2012, ISBN 978-3-00-039487-4. [[doi:10.4126/FRL01-006424707]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Hans Hirschfeld (1873-1944)|Hans Hirschfeld}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|142075019|NAME=Hans Hirschfeld}}&lt;br /&gt;
* [https://www.dgho.de/informationen/presse/pressearchiv/2011/stolperstein-fuer-den-berliner-arzt-prof.-hans-hirschfeld/?searchterm=hirschfeld &amp;#039;&amp;#039;16. März 2011 : Stolperstein für den Berliner Arzt Prof. Hans Hirschfeld.&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* [https://gedenkort.charite.de/menschen/hans_hirschfeld/ Hans Hirschfeld – Biografie (GeDenkOrt.Charité – Wissenschaft in Verantwortung)] (Über den Cousin und seine Hilfe für [[Georg Eppenstein]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=142075019|LCCN=no/2011/89664|VIAF=5299387}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Hirschfeld, Hans}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hämatologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Todesopfer im Ghetto Theresienstadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer des Holocaust]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person, für die in Berlin-Charlottenburg ein Stolperstein verlegt wurde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1873]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1944]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Hirschfeld, Hans&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Hämatologe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=20. März 1873&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=26. August 1944&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Terezín|Theresienstadt]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Feurio!</name></author>
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