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	<title>Hans Henschke - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-22T08:51:42Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hans_Henschke&amp;diff=2553656&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Ichigonokonoha am 2. Februar 2026 um 19:41 Uhr</title>
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		<updated>2026-02-02T19:41:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hans Walter Karl Henschke&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[22. Mai]] [[1908]] in [[Angermünde]]; † [[12. Juni]] [[1987]] in [[Hannover]]&amp;lt;ref&amp;gt;Sterberegister des Standesamtes Hannover Nr. 3878/1987.&amp;lt;/ref&amp;gt;) war ein deutscher Jurist und Oberregierungsrat, [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]]-Beamter und [[Schutzstaffel|SS]]-Führer, der zur [[Zeit des Nationalsozialismus]] die Staatspolizeileitstellen Kiel und [[Staatspolizeileitstelle Düsseldorf|Düsseldorf]] leitete. Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] war er stellvertretender [[Befehlshaber der Sicherheitspolizei und des SD]] in [[Paris]] und als Angehöriger des Sonderkommandos 1b der [[Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des SD|Einsatzgruppe A]] in der [[Sowjetunion]] am [[Holocaust]] beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Frühe Jahre ==&lt;br /&gt;
Henschke, dessen Vater Postinspektor war, absolvierte nach dem Schulbesuch ein Studium der [[Rechtswissenschaft]] an den Universitäten [[Humboldt-Universität zu Berlin|Berlin]] und [[Albertus-Universität Königsberg|Königsberg]]. Nachdem er das erste juristische Staatsexamen bestanden hatte, war er Assessor am Amtsgericht [[Gorzów Wielkopolski|Landsberg an der Warthe]] und trat nach dem zweiten juristischen Staatsexamen in den Polizeidienst bei der Gestapo ein. Anschließend war er bei den Dienststellen der Gestapo in [[Münster]], [[Berlin]], [[Dessau]] sowie [[Königsberg (Preußen)|Königsberg]] tätig und wurde Stellvertreter des Leiters der Staatspolizeileitstelle Königsberg.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Paul103&amp;quot;&amp;gt;Gerhard Paul: &amp;#039;&amp;#039;Staatlicher Terror und gesellschaftliche Verrohung. Die Gestapo in Schleswig-Holstein.&amp;#039;&amp;#039; Hamburg 1996, S. 103.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Politisch betätigte sich Henschke bereits in den 1920er Jahren u.&amp;amp;nbsp;a. beim &amp;#039;&amp;#039;Wehrbund Ostmark&amp;#039;&amp;#039;. Er trat zum 1. September 1931 der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] ([[Liste der NSDAP-Mitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 616.820)&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/14920495&amp;lt;/ref&amp;gt; und 1932 der [[Sturmabteilung|SA]] bei.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Paul103&amp;quot;/&amp;gt; Von der SA wechselte er später zur [[Schutzstaffel|SS]] (SS-Nummer 290.907), in der er im Juni 1943 bis zum [[SS-Obersturmbannführer|Obersturmbannführer]] aufstieg.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.dws-xip.pl/reich/biografie/numery/numer290.html Hans Henschke] auf http://www.dws-xip.pl&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zweiter Weltkrieg ==&lt;br /&gt;
Während des [[Unternehmen Barbarossa|Angriffs auf die Sowjetunion]] gehörte Henschke dem Sonderkommando 1b der [[Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des SD#Einsatzgruppe A|Einsatzgruppe A]] an, das an dem [[Holocaust|Judenmord]] in der besetzten [[Sowjetunion]] beteiligt war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Paul103&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem 8. September 1941 leitete Henschke die Staatspolizeistelle Kiel, wo er ab Dezember 1941 die [[Deportation von Juden aus Deutschland|Deportation]] von [[Juden]] aus [[Kiel]] mit vorbereitete.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Paul103&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab Oktober 1943 war Henschke als [[Kommandeur der Sicherheitspolizei und des SD]] (KdS) unter dem [[Befehlshaber der Sicherheitspolizei und des SD]] (BdS) [[Helmut Knochen]] in [[Paris]] eingesetzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Paul103&amp;quot;/&amp;gt; Henschke wurde Knochens Stellvertreter&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brunner94&amp;quot;&amp;gt;Bernhard Brunner: &amp;#039;&amp;#039;Der Frankreich-Komplex. Die nationalsozialistischen Verbrechen in Frankreich und die Justiz der Bundesrepublik Deutschland&amp;#039;&amp;#039;. Göttingen 2004, S. 94.&amp;lt;/ref&amp;gt; und folgte in dieser Funktion [[Kurt Lischka]] nach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Oktober 1944 wurde Henschke zur [[Staatspolizeileitstelle Düsseldorf]] versetzt, deren Leiter er bis zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Paul103&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Holger Berschel: &amp;#039;&amp;#039;Bürokratie und Terror  : das Judenreferat der Gestapo Düsseldorf 1935 - 1945&amp;#039;&amp;#039;. Essen  : Klartext, 2001, ISBN 3-89861-001-2, S. 90f&amp;lt;/ref&amp;gt;  Während der [[Ardennenoffensive]] führte Henschke ein Kommando z.&amp;amp;nbsp;b.&amp;amp;nbsp;V.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brunner94&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachkriegszeit und Prozess ==&lt;br /&gt;
Nach Kriegsende tauchte Henschke mit einem Falschnamen unter.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brunner94&amp;quot;/&amp;gt; Sein Aufenthaltsort wurde aber am 1. Juni 1948 von Angehörigen der britischen Field Security in [[Plön]] ermittelt und Henschke verhaftet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Paul231&amp;quot;&amp;gt;Gerhard Paul: &amp;#039;&amp;#039;Staatlicher Terror und gesellschaftliche Verrohung. Die Gestapo in Schleswig-Holstein.&amp;#039;&amp;#039; Hamburg 1996, S. 231.&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch ein britisches [[Militärgericht]] wurde Henschke am 20. Oktober 1948 zu zwölf Jahren Haft verurteilt aufgrund seiner Teilnahme an Tötungen „[[alliierte]]r Staatsangehöriger gegen Kriegsende in der Nähe des Essener [[Grugapark|Gruga-Parks]]“.&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Paul: &amp;#039;&amp;#039;Staatlicher Terror und gesellschaftliche Verrohung. Die Gestapo in Schleswig-Holstein.&amp;#039;&amp;#039; Hamburg 1996, S. 242.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 23. September 1955 wurde Henschke aus dem [[Justizvollzugsanstalt Werl|Kriegsverbrechergefängnis Werl]] entlassen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee246&amp;quot;&amp;gt;Ernst Klee: &amp;#039;&amp;#039;Das Personenlexikon zum Dritten Reich&amp;#039;&amp;#039;. Frankfurt am Main 2007, S. 246.&amp;lt;/ref&amp;gt; Da die [[Entnazifizierung]]sverfahren 1952 eingestellt wurden, musste sich Henschke einem Verfahren nicht stellen.&amp;lt;ref&amp;gt;Bernhard Brunner: &amp;#039;&amp;#039;Der Frankreich-Komplex. Die nationalsozialistischen Verbrechen in Frankreich und die Justiz der Bundesrepublik Deutschland&amp;#039;&amp;#039;. Göttingen 2004, S. 182.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Henschke war von 1956 bis zu seinem Ruhestand 1974 bei dem Versicherungskonzern Herbert E. Hofer in [[Mülheim an der Ruhr]] tätig.&amp;lt;ref&amp;gt;Bernhard Brunner: &amp;#039;&amp;#039;Der Frankreich-Komplex. Die nationalsozialistischen Verbrechen in Frankreich und die Justiz der Bundesrepublik Deutschland&amp;#039;&amp;#039;. Göttingen 2004, S. 165.&amp;lt;/ref&amp;gt; In den frühen 1960er Jahren wurden gegen Henschke Ermittlungen aufgenommen, aufgrund seiner Beteiligung an der Deportation der Kieler Juden. Dieses Ermittlungsverfahren wurde eingestellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Paul231&amp;quot;/&amp;gt; Im September 1986 erhob die [[Staatsanwaltschaft Hannover]] Anklage gegen Henschke wegen [[Beihilfe (Strafrecht Deutschlands)|Beihilfe]] zum [[Mord (Deutschland)|Mord]] in 10.000 Fällen. Die Anklage basierte auf Henschkes Tätigkeit als stellvertretender BdS und KdS Paris. Durch Henschkes Tod im Jahr 1987 kam es jedoch nicht mehr zum Prozess.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brunner364&amp;quot;&amp;gt;Bernhard Brunner: &amp;#039;&amp;#039;Der Frankreich-Komplex. Die nationalsozialistischen Verbrechen in Frankreich und die Justiz der Bundesrepublik Deutschland&amp;#039;&amp;#039;. Göttingen 2004, S. 165, S. 364.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Bernhard Brunner: &amp;#039;&amp;#039;Der Frankreich-Komplex. Die nationalsozialistischen Verbrechen in Frankreich und die Justiz der Bundesrepublik Deutschland&amp;#039;&amp;#039;. Wallstein, Göttingen 2004, ISBN 3-89244-693-8.&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|9783596160488}}&lt;br /&gt;
* [[Gerhard Paul (Historiker)|Gerhard Paul]]: &amp;#039;&amp;#039;Staatlicher Terror und gesellschaftliche Verrohung. Die Gestapo in Schleswig-Holstein.&amp;#039;&amp;#039; Unter Mitarbeit von Erich Koch. Ergebnisse, Hamburg 1996, ISBN 3-87916-037-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GNDfehlt=ja|GNDCheck=2023-11-05}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Henschke, Hans}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des SD]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Frankreichs 1940–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist (Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist in der Polizeiverwaltung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verurteilte Person in den Curiohaus-Prozessen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestapo-Personal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SD-Personal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SA-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1908]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1987]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Henschke, Hans&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Henschke, Hans Walter Karl (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Jurist und Oberregierungsrat, Gestapo-Beamter und SS-Führer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=22. Mai 1908&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Angermünde]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=12. Juni 1987&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Hannover]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ichigonokonoha</name></author>
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