<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Hans_Helwig</id>
	<title>Hans Helwig - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Hans_Helwig"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hans_Helwig&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-31T14:16:32Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hans_Helwig&amp;diff=1115532&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Mike Krüger: Abschnittslink korr.</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hans_Helwig&amp;diff=1115532&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-03-17T06:55:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Abschnittslink korr.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Hans Helwig Landesarchiv Baden-Wuerttemberg Generallandesarchiv Karlsruhe (231 Nr. 2937 (1019)) Bild 1 (4-1384794-1).jpg|mini|Hans Helwig (um 1933)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hans Helwig&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[25. September]] [[1881]] in [[Hemsbach]]; † [[24. August]] [[1952]] ebenda) war Reichstagsabgeordneter der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]], [[SS-Brigadeführer]] und [[KZ-Kommandant|Lagerkommandant]] der [[Konzentrationslager]] [[KZ Ankenbuck|Ankenbuck]], [[KZ Lichtenburg|Lichtenburg]] und [[KZ Sachsenhausen|Sachsenhausen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Helwig war der Sohn eines Försters und das Jüngste von 14 Geschwistern. Nach dem Besuch der Volksschule absolvierte er von 1896 bis 1900 eine Maurerlehre, zugleich besuchte er die Baugewerbeschule in [[Heppenheim]]. 1901 trat er als Freiwilliger in das Badische Pionier-Bataillon in [[Kehl]] ein. Am [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] nahm Helwig von 1914 bis 1918 teil und wurde mit dem [[Eisernes Kreuz|Eisernen Kreuz]] II. Klasse ausgezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits 1914 hatte er kurzzeitig in [[Karlsruhe]] den Vorbereitungsdienst für [[Gerichtsvollzieher (Deutschland)|Gerichtsvollzieher]] absolviert, ab dem 1. April 1919 setzte er den Vorbereitungsdienst fort. Ab Juli 1919 war er in verschiedenen Funktionen im Justizwesen tätig: So als Gerichtsvollzieher-Anwärter und Kanzleigehilfe bei den [[Amtsgericht]]en in [[Amtsgericht Mannheim|Mannheim]] und [[Amtsgericht Karlsruhe|Karlsruhe]], als Kanzleiassistent beim Badischen Ministerium der Justiz und beim [[Notar#Notare im Landesdienst in Baden-Württemberg (bis 2017)|Notariat]] in [[Weinheim]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frühe politische Betätigung ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;|Helwigs SS-Ränge&amp;lt;ref&amp;gt;Lilla, &amp;#039;&amp;#039;Statisten&amp;#039;&amp;#039;, S. 225f.&amp;lt;/ref&amp;gt; !! Ernennung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[SS-Anwärter]]||align=&amp;quot;right&amp;quot; | 28. Mai 1929&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| SS-Truppführer||align=&amp;quot;right&amp;quot; | 24. Oktober 1929&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| SS-Sturmführer||align=&amp;quot;right&amp;quot; | 10. April 1930&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| SS-Sturmbannführer||align=&amp;quot;right&amp;quot; | 30. November 1930&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| SS-Standartenführer||align=&amp;quot;right&amp;quot; | 13. Juli 1931&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| SS-Oberführer||align=&amp;quot;right&amp;quot; | 12. September 1937&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| SS-Brigadeführer||align=&amp;quot;right&amp;quot; | 5. Juni 1944&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
1921 wurde Helwig Mitglied im nationalistischen und antisemitischen [[Deutschvölkischer Schutz- und Trutzbund|Deutschvölkischem Schutz- und Trutzbund]]; noch vor November 1923 trat er der [[Sturmabteilung|SA]] in Weinheim bei.&amp;lt;ref&amp;gt;Beitritt zur SA: 1921 nach Tuchel, &amp;#039;&amp;#039;Konzentrationslager&amp;#039;&amp;#039;, S. 376; 1923 nach Lilla, &amp;#039;&amp;#039;Statisten&amp;#039;&amp;#039;, S. 225; vor November 1923 nach Segev, &amp;#039;&amp;#039;Soldaten&amp;#039;&amp;#039;, S. 156.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach Helwigs eigenen Angaben wurde er wegen seiner Mitgliedschaft im Trutzbund an das Notariat in Weinheim strafversetzt, wegen seiner Sympathie für den [[Hitlerputsch]] sei er im Dezember 1923 vom Badischen Justizministerium auf unbestimmte Zeit beurlaubt worden. Den Zugewinn an Freizeit nutzte Helwig in der Weinheimer SA: Dort wurde er 1925 Scharführer und 1929 Truppführer; für die NSDAP zog er im November 1926 in den [[Hemsbach#Gemeinderat|Hemsbacher Gemeinderat]] ein. Mehrfach war er an [[Straßenschlacht|Straßenkämpfen]] mit politischen Gegnern oder der Polizei beteiligt, dabei zog er sich eine erhebliche Kopfverletzung zu. Offiziell trat er der NSDAP zum 28. Januar 1927 bei ([[Liste von NSDAP-Parteimitgliedsnummern|Mitgliedsnummer 55.875]]).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/14711487&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 28. Mai 1929 trat er auf dem NSDAP-Parteitag von der SA zur [[Schutzstaffel|SS]] (SS-Nummer 1.725) über. Ab dem 30. November 1930 führte Helwig die SS im Land Baden. Die dortige [[SS-Standarte|32. SS-Standarte]] bestand zu dieser Zeit aus drei Sturmbannen, die ihren Sitz in Heidelberg, Karlsruhe und Lahr hatten.&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst Otto Bräunche: &amp;#039;&amp;#039;Die Entwicklung der NSDAP in Baden bis 1932/33.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins.&amp;#039;&amp;#039; 125. Band (NF 86. Band) 1977, S. 331–375. Hier S. 351.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Übertritt zur SS war offenbar von parteiinternen Konflikten motiviert. Zu Helwigs Gegnern innerhalb der NSDAP gehörte der badische Gauleiter [[Robert Wagner (Gauleiter)|Robert Wagner]], der über Helwig äußerte, er sei „seiner Aufgabe nicht gewachsen“ und „völlig verantwortungslos“.&amp;lt;ref&amp;gt;Schreiben Wagners in der Personalakte Helwigs im [[Berlin Document Center]] (BDC), zitiert nach Segev, &amp;#039;&amp;#039;Soldaten&amp;#039;&amp;#039;, S. 157.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Kandidatur Helwigs bei der [[Reichstagswahl Juli 1932|Reichstagswahl im Juli 1932]] konnte Wagner nicht verhindern, da Helwig auf Vermittlung [[Heinrich Himmler|Himmlers]] von [[Adolf Hitler|Hitler]] persönlich unterstützt wurde. Als einer von sieben badischen NSDAP-Abgeordneten zog Helwig in den [[Reichstag (Weimarer Republik)|Reichstag]] ein. Als die NSDAP bei der Neuwahl des Reichstages im [[Reichstagswahl November 1932|November 1932]] Stimmen einbüßte, verlor Helwig sein Mandat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zeit des Nationalsozialismus ===&lt;br /&gt;
Nach der „[[Machtergreifung]]“ der Nationalsozialisten war Helwig 1933 vorübergehend Mitglied des [[Landtag der Republik Baden|Badischen Landtages]], im November 1933, März 1936 und April 1938 wurde er erfolglos für den Reichstag vorgeschlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Oktober 1933 bis zur Auflösung im März 1934 leitete Helwig das „[[Schutzhaft (Nationalsozialismus)|Schutzhaftlager]]“ in [[KZ Ankenbuck|Ankenbuck]]. Dieses frühe Konzentrationslager mit durchschnittlich 80 bis 100 Häftlingen, vorwiegend Mitglieder der SPD und KPD, lag auf der [[Baar (Landschaft)|Baar]] bei [[Bad Dürrheim]]. Im September 1934 in den badischen Staatsdienst übernommen, arbeitete Helwig als Inspektor im [[Justizvollzugsanstalt Bruchsal|Bezirksgefängnis Bruchsal]]. Nach Helwigs eigenen Angaben brach er im März 1935 durch den Dienst im Gefängnis seelisch zusammen und wurde auf eigenen Wunsch in den Ruhestand versetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Schreiben Helwigs in seiner Personalakte im BDC, zitiert bei Segev, &amp;#039;&amp;#039;Soldaten&amp;#039;&amp;#039;, S. 158.&amp;lt;/ref&amp;gt; Helwigs geringe Rente führte zu finanziellen Problemen und seinem Wunsch, erneut eine Tätigkeit aufzunehmen. Der [[Organisationsstruktur der SS#SS-Oberabschnitt|SS-Oberabschnitt Südwest]] versuchte über ein Jahr erfolglos, für Helwig „eine annehmbare und seinen Verdiensten entsprechende würdige Stelle zu schaffen“;&amp;lt;ref&amp;gt;Schreiben des SS-Oberabschnitts Südwest, zitiert bei Segev, &amp;#039;&amp;#039;Soldaten&amp;#039;&amp;#039;, S. 158f.&amp;lt;/ref&amp;gt; dies sei schon deshalb erforderlich, da Helwig Träger des [[Goldenes Parteiabzeichen der NSDAP|Goldenen Parteiabzeichens]] sei. Die angeschriebenen Dienststellen hätten „bislang sich auch nur zu Versprechungen der Mitarbeit aufschwingen können“. Vorgeschlagen wurde eine Verwendung Helwigs innerhalb der Polizei „als Materialverwalter, Lagerführer oder irgend etwas anderes […], an einer Stelle, die seinen Fähigkeiten entspricht und die er dementsprechend ausfüllen kann.“ Eine Verwendungsmöglichkeit als SS-Führer, also innerhalb des eigenen Zuständigkeitsbereiches, hielt der Oberabschnitt für nicht möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. November 1936 wurde Helwig probeweise mit der Wahrnehmung der Geschäfte des Kommandanten des [[KZ Lichtenburg]] beauftragt. Als [[Inspektion der Konzentrationslager|Inspekteur der Konzentrationslager]] hatte [[Theodor Eicke]] es noch im August 1936 abgelehnt, Helwig in einem Konzentrationslager zu beschäftigen. Im KZ Lichtenburg überließ Helwig die Lagerführung seinem als brutal und willkürlich geltenden [[Schutzhaftlagerführer]] [[Egon Zill]].&amp;lt;ref&amp;gt;Diese Einschätzung bei Tuchel, &amp;#039;&amp;#039;Konzentrationslager&amp;#039;&amp;#039;, S. 172.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach der Auflösung des KZ Lichtenburg als Lager für Männer im Sommer 1937 wurde Helwig am 1. August 1937 als Lagerkommandant in das &amp;#039;&amp;#039;KZ Sachsenhausen&amp;#039;&amp;#039; versetzt. Unter den Häftlingen in Sachsenhausen hatte Helwig den Spitznamen „Gänsegeneral“.&amp;lt;ref&amp;gt;Chronik Sachsenhausen im Anhang zu: Rudolf Wunderlich, [[Joachim S. Hohmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Konzentrationslager Sachsenhausen bei Oranienburg 1939 bis 1944. Die Aufzeichnungen des KZ-Häftlings Rudolf Wunderlich.&amp;#039;&amp;#039; Lang, Frankfurt am Main 1997, ISBN 3-631-32212-7, S. 103 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Antrag von Theodor Eicke wurde Helwig am 1. August 1938 in den Ruhestand versetzt. Der Kommandant von Sachsenhausen sei, so Eicke, „geistig und auch körperlich fast völlig verbraucht […]. Das längere Verbleiben des SS-Oberführers Helwig im Amt wird aller Voraussicht nach schwere politische Fehler und eine weitere Verschlechterung der Disziplin unter den Häftlingen im Gefolge haben.“&amp;lt;ref&amp;gt;zitiert nach Segev, &amp;#039;&amp;#039;Soldaten&amp;#039;&amp;#039;, S. 160.&amp;lt;/ref&amp;gt; Helwig wehrte sich gegen seine Entlassung: „Ich bin ruiniert und sehe keinen Ausweg aus meiner Lage, auch habe ich geglaubt, nun endlich ein wohlverdientes Amt zu besitzen, das meinen Verdiensten aus dem Vorkampf Rechnung trägt.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tuchel240&amp;quot;&amp;gt;zitiert nach Tuchel, &amp;#039;&amp;#039;Konzentrationslager&amp;#039;&amp;#039;, S. 240f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Helwig verwies zudem darauf, dass er mit seiner Pension und einem von der SS zugesagten Zuschuss nicht in der Lage sei, die auf seinem Haus in Hemsbach lastenden Schulden abzubezahlen. Eicke blieb bei seiner Entscheidung: „Der Dienst eines Lagerkommandanten erfordert einen völlig gesunden, tatkräftigen SS-Führer und geistige Regsamkeit. Bei Helwig liegen diese Voraussetzungen nicht vor. Das Amt des Lagerkommandanten ist keineswegs für Versorgungszwecke geschaffen, sondern ein Amt, das am Aufbau des [[Drittes Reich|Dritten Reiches]] erheblich mitzuwirken hat.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tuchel240&amp;quot; /&amp;gt; Zusätzlich erhielt Helwig einen Betrag von 5000 [[Reichsmark|RM]] aus der „Sozialen Hilfe der SS-Totenkopfverbände“, einer [[Schwarze Kasse|schwarzen Kasse]] Eickes, deren Gelder der „[[Kantine (KZ Dachau)|Kantinengemeinschaft Dachau]]“ entstammten und aus Mitteln der dortigen KZ-Häftlinge finanziert wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Tuchel, &amp;#039;&amp;#039;Konzentrationslager&amp;#039;&amp;#039;, S. 241.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlass für Helwigs Entlassung war die [[Zwangssterilisation]] eines Häftlings in Sachsenhausen, dem zuvor nicht die gesetzlich vorgesehene Möglichkeit eingeräumt worden war, das [[Erbgesundheitsgericht]] anzurufen.&amp;lt;ref&amp;gt;Segev, &amp;#039;&amp;#039;Soldaten&amp;#039;&amp;#039;, S. 159f. Zu den Zwangssterilisationen in den Konzentrationslagern siehe Tuchel, &amp;#039;&amp;#039;Konzentrationslager&amp;#039;&amp;#039;, S. 289ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Vorfall führte zu einem längeren Briefwechsel zwischen Himmler und dem Reichsjustizminister [[Franz Gürtner]]. Gürtner betonte, dass er nicht am Schicksal des einzelnen Häftlings, sondern an der Einhaltung der bestehenden Gesetze interessiert sei. Der eingeschaltete Eicke führte den Vorfall Himmler gegenüber auf ein „Missverständnis“ Helwigs zurück. Eicke dürfte erheblich verärgert gewesen sein, dass die Zwangssterilisation dem Justizminister bekannt geworden war; denn seit 1934 hatte Eicke die konsequente Abschottung der Konzentrationslager gegenüber der Justiz und der Öffentlichkeit betrieben. Zudem lag gegen Helwig ein Bericht der [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]] vor, wonach er in einer Gaststätte in Anwesenheit von Ausländern mit den in Sachsenhausen verübten Grausamkeiten geprahlt habe.&amp;lt;ref&amp;gt;Segev, &amp;#039;&amp;#039;Soldaten&amp;#039;&amp;#039;, S. 31.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zum Großteil der SS-Führer, die in der zweiten Hälfte der 1930er Jahre aus der Kirche austraten und sich als „[[Gottgläubigkeit|gottgläubig]]“ bezeichneten, blieb Helwig bis zum 21. August 1942 in der [[Evangelische Kirche|evangelischen Kirche]].&amp;lt;ref&amp;gt;Termin des Kirchenaustritts bei Lilla, &amp;#039;&amp;#039;Statisten&amp;#039;&amp;#039;, S. 225. Zu Helwigs Verhältnis zur Kirche siehe Segev, &amp;#039;&amp;#039;Soldaten&amp;#039;&amp;#039;, S. 105, 161.&amp;lt;/ref&amp;gt; Helwig, der 1927 [[Kirchenältester]] seiner Kirchengemeinde geworden war, besuchte noch 1942 regelmäßig evangelische Gottesdienste. Helwigs kirchliche Bindungen erregten das Missfallen seiner Vorgesetzten in der SS. Dass sein Name in der Hemsbacher Kirchenglocke eingraviert war, erklärte er mit einem alten Brauch seiner Heimatgemeinde. Als er nach seinem Kirchenaustritt in Uniform bei einem Gedenkgottesdienst gesehen wurde, wollte Helwig nur deshalb dort gewesen sein, weil die Kirche ihm eine Anleihe zum Kauf seines Hauses gegeben habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] war Helwig ab 1. Januar 1941 bei der [[Organisation Todt]] eingesetzt. An der Ostfront war er als Kraftstoff-Inspekteur und Stabsfrontführer an der Errichtung einer Basis für den Treibstoff-Nachschub beteiligt. Die Basis war gleichzeitig auch ein Lager für [[Sowjetunion|sowjetische]] [[Kriegsgefangener|Kriegsgefangene]]. 1945 wurde er als [[Verbindungsoffizier]] des „[[Reichsführer SS|Reichsführers SS]]“, [[Heinrich Himmler]], zum [[Oberkommando der Wehrmacht|OKW]] Nord eingesetzt. Helwig starb 1952, ohne dass es zu einer strafrechtlichen Verfolgung seiner Tätigkeit in den Konzentrationslagern gekommen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|3770052544|Seite=225 f.}}&lt;br /&gt;
* [[Tom Segev]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Soldaten des Bösen. Zur Geschichte der KZ-Kommandanten.&amp;#039;&amp;#039; Rowohlt Taschenbuch, Reinbek 1992, ISBN 3-499-18826-0.&lt;br /&gt;
* [[Johannes Tuchel]]: &amp;#039;&amp;#039;Konzentrationslager. Organisationsgeschichte und Funktion der „Inspektion der Konzentrationslager“ 1934–1938.&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;#039;&amp;#039;Schriften des Bundesarchivs.&amp;#039;&amp;#039; Band 39) Harald Boldt Verlag, Boppard am Rhein 1991, ISBN 3-7646-1902-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{ReichstagDB|130335088}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=130335088|VIAF=50331771}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Helwig, Hans}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KZ-Kommandant]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landtagsabgeordneter (Republik Baden)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichstagsabgeordneter (Weimarer Republik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personal im KZ Sachsenhausen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personal im KZ Lichtenburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personal in Frühen Konzentrationslagern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Brigadeführer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SA-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Goldenen Parteiabzeichens der NSDAP]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied im Deutschvölkischen Schutz- und Trutzbund]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Eisernen Kreuzes II. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Hemsbach)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Badener]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1881]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1952]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Helwig, Hans&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (NSDAP), MdR, SS-Brigadeführer, KZ-Kommandant&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=25. September 1881&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Hemsbach]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=24. August 1952&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Hemsbach]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mike Krüger</name></author>
	</entry>
</feed>