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	<title>Hans Grimm - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hans_Grimm&amp;diff=212109&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Trustable: Kleinigkeiten verbessert</title>
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		<updated>2025-10-26T13:16:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Kleinigkeiten verbessert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Hans Grimm 1933.jpg|mini|Hans Grimm in &amp;#039;&amp;#039;Der Bücherwurm&amp;#039;&amp;#039; 18.1933, S. 156]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-S61180, Hans Grimm.jpg|mini|Hans Grimm (1935)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hans Emil Wilhelm Grimm&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[22. März]] [[1875]] in [[Wiesbaden]]; † [[27. September]] [[1959]] in [[Lippoldsberg]] an der [[Weser]]) war ein deutscher [[Schriftsteller]] und [[Publizist]]. Sein Buchtitel &amp;#039;&amp;#039;[[Volk ohne Raum (Roman)|Volk ohne Raum]]&amp;#039;&amp;#039; wurde das Motto der [[Nationalsozialismus|nationalsozialistischen]] [[Eroberungskrieg|Expansionspolitik]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Kindheit und Jugend ===&lt;br /&gt;
Sein Vater, der Rechtshistoriker und Hochschullehrer [[Julius Grimm (Politiker)|Julius Grimm]] (1821–1911), war Landtagsabgeordneter der [[Nationalliberale Partei|Nationalliberalen Partei]] und 1882 an der Gründung des [[Deutscher Kolonialverein (1882)|Deutschen Kolonialvereins]] beteiligt. Der [[Jurist]] und [[Mitglied des Reichstages|Reichstagsabgeordnete]] [[Karl Grimm (Politiker, 1826)|Karl Grimm]] (1826–1893) war ein Bruder seines Vaters.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Kind war Grimm scheu und träumerisch. Er lebte zurückgezogen, da er durch einen Unfall stark [[Sehbehinderung|sehbehindert]] war und außerdem unter [[Allergie]]n litt. Bereits früh zeigte er schriftstellerisches Talent: So verfasste er im Alter von zwölf Jahren ein Drama über [[Robin Hood]]. Nach dem Abitur 1894 begann er, in [[Université de Lausanne|Lausanne]] [[Literaturwissenschaft]] zu studieren, brach das Studium jedoch auf Druck seines Vaters bereits nach einem Jahr wieder ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1895 durchlief er in London eine Ausbildung zum Außenhandelskaufmann. Nach deren Abschluss 1897 wurde Grimm von einem deutschen Handelsunternehmen in [[Port Elizabeth]] ([[Kapkolonie]], heute [[Südafrika]]) eingestellt. Ab 1901 war er selbständiger Kaufmann und Hafenagent in [[East London (Südafrika)|East London]] und bewirtschaftete zusätzlich eine Farm. 1908 kam er für kurze Zeit nach Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Karriere als Publizist und Schriftsteller ===&lt;br /&gt;
1910 kehrte er im Auftrag der in Berlin verlegten [[Tägliche Rundschau (1881–1933)|Täglichen Rundschau]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Daniel Berndt&amp;quot;&amp;gt;Daniel Berndt: {{Webarchiv|url=https://www.mww-forschung.de/blog/blogdetail/volkstanz-und-safari-ueberlegungen-zu-hans-grimms-fotografien-aus-suedwestafrika/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&amp;amp;tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&amp;amp;cHash=25c997eb46714cf77ead991d2874efd4 |wayback=20180903014807 |text=&amp;#039;&amp;#039;Volkstanz und Safari – Überlegungen zu Hans Grimms Fotografien aus Südwestafrika&amp;#039;&amp;#039; |archiv-bot=2025-06-17 03:10:40 InternetArchiveBot }}. auf www.mww-forschung.de&amp;lt;/ref&amp;gt; nach Afrika zurück und verfasste Presseberichte aus der damaligen deutschen Kolonie [[Deutsch-Südwestafrika]], dem heutigen Namibia. In seinen Texten aus dieser Zeit taucht erstmals das Schlagwort der „[[Lebensraum-Politik|Lebensraumpolitik]]“ auf, mit dem er später in weiten Kreisen bekannt wurde. In den 1920er Jahren kehrte er besuchsweise privat nach [[Südwestafrika]] zurück und brachte aus dieser Region Fotos unterschiedlichster Motive zurück, die in seinem Nachlass nach aktuellen Forschungen am [[Deutsches Literaturarchiv Marbach|Deutschen Literaturarchiv Marbach]] einigen seiner literarischen Arbeiten zugeordnet werden können.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Daniel Berndt&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Rückkehr nach Deutschland begann er 1911 ein Studium der [[Staatswissenschaften]] in [[Ludwig-Maximilians-Universität München|München]] (1914–1915) und in [[Universität Hamburg|Hamburg]]. Daneben betätigte er sich als freier Schriftsteller. 1913 erschienen die &amp;#039;&amp;#039;Südafrikanischen Novellen&amp;#039;&amp;#039;, in denen er seine Eindrücke aus Deutsch-Südwestafrika verarbeitete und eine [[Rassismus|rassistische]] Einstellung gegenüber den afrikanischen Einwohnern artikulierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] diente Grimm zunächst als Soldat an der [[Westfront (Erster Weltkrieg)|Westfront]], später als Dolmetscher. 1917 schrieb er im Auftrag der Obersten Heeresleitung &amp;#039;&amp;#039;Der Ölsucher von Duala&amp;#039;&amp;#039;. Das Buch erschien aufgrund von Papiermangel erst 1918. Darin kolportierte er den angeblichen Verrat der [[Duala (Volk)|Duala]] um [[Rudolf Manga Bell]] gegen die Deutschen und die seines Erachtens ungebührliche Behandlung deutscher Kolonialisten durch die [[Triple Entente|Siegermächte des Ersten Weltkriegs]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans-Christoph Graf von Nayhauss]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Traum vom deutschen Edel-Menschen in der Kolonialliteratur am Beispiel von Hans Grimms Roman und sogenannten Kriegstagebuch Der Ölsucher von Duala.&amp;#039;&amp;#039; In: Friederike Heinz, Simplice Agossavi, Akila Ahouli, Ursula Logossou und Gesine Lenore Schiewer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Afrika im deutschsprachigen Kommunikationsraum. Neue Perspektiven interkultureller Sprach- und Literaturforschung.&amp;#039;&amp;#039; transcript, Bielefeld 2022, ISBN 978-3-8394-6162-4, S.&amp;amp;nbsp;197–209, hier: S.&amp;amp;nbsp;202 ([[doi:10.14361/9783839461624-015|Open Access]]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach Einschätzung von Uwe-Karsten Ketelsen oblag ihm, „die kolonialen Ambitionen des Deutschen Reiches und seiner Führungsschichten“ zu propagieren. Das Buch wurde 1933 neu verlegt. Es diente dem [[Langen Müller Verlag]] nach Eigenaussage zur „Profilierung im nationalsozialistischen Deutschland“. In der nationalsozialistischen Literaturgeschichtsschreibung firmierte es als „Notbuch der weißen Rasse überhaupt“ ([[Hellmuth Langenbucher]]). Nach Abschluss des Romans wurde Grimm in der Obersten Heeresleitung als Militärpropagandist beschäftigt. Seine Aufgabe war es, vor allem der Presse des neutralen Auslands „die deutsche Unschuld am Krieg [zu] erklären“.&amp;lt;ref&amp;gt;Alle Angaben in diesem Absatz nach: Thomas Vordermayer: &amp;#039;&amp;#039;Bildungsbürgertum und völkische Ideologie.&amp;#039;&amp;#039; Boston/Berlin 2016, S. 35f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Kriegsende erwarb Grimm ein Herrenhaus am ehemaligen [[Kloster Lippoldsberg]] und ließ sich hier im Winter 1918 als freier Schriftsteller nieder. Wie viele [[Deutschnationalismus|deutschnationale]] Politiker und Intellektuelle empfand er die deutsche Niederlage im Ersten Weltkrieg –&amp;amp;nbsp;und insbesondere den damit verbundenen Verlust der deutschen Kolonien&amp;amp;nbsp;– als nationale Schmach und stand der konstituierten [[Weimarer Republik]] ablehnend gegenüber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Durchbruch mit &amp;#039;&amp;#039;Volk ohne Raum&amp;#039;&amp;#039; ===&lt;br /&gt;
Ab 1920 arbeitete Grimm in Lippoldsberg an dem [[Roman]] &amp;#039;&amp;#039;Volk ohne Raum&amp;#039;&amp;#039;, der ihn bei seinem Erscheinen 1926 schlagartig prominent machte. Darin propagierte er den Erwerb von &amp;#039;&amp;#039;[[Lebensraum im Osten|Lebensraum]]&amp;#039;&amp;#039; als Lösungsstrategie für die wirtschaftlichen und politischen Probleme der deutschen Republik. Der Roman war eines der meistverkauften Bücher der Weimarer Republik, sein Titel wurde rasch zu einem geflügelten Wort. Der Slogan &amp;#039;&amp;#039;[[Volk ohne Raum]]&amp;#039;&amp;#039; bot sich als griffige Formel an, mit der alle sozialen und wirtschaftlichen Probleme der Republik kausal auf einen vermeintlichen Raummangel zurückgeführt wurden. Grimms Roman wirkte als Resonanzverstärker einer Stimmung, die als „kollektive Klaustrophobie“ bezeichnet werden könnte und wenig später von den [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] in ihren Vorstellungen vom „[[Lebensraum im Osten]]“ aufgegriffen und schließlich im sogenannten [[Generalplan Ost]] umgesetzt wurde. Grimm war einer der Lieblingsautoren [[Adolf Hitler]]s.&amp;lt;ref&amp;gt;{{DHM-HdG|Bio=hans-grimm|Autor=Natalie Krentz}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grimm selbst dachte nicht an „Lebensraum im Osten“, sondern&amp;amp;nbsp;– ausgehend vom klassischen Kolonialismus der Kaiserzeit („Der deutsche Mensch [braucht] Raum um sich und Sonne über sich“)&amp;amp;nbsp;– an neuen „Lebensraum“ in Übersee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grimms Verhältnis zum Nationalsozialismus ===&lt;br /&gt;
Grimm war bereits seit 1923 ein Sympathisant der [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee198&amp;quot;&amp;gt;[[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Kulturlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945&amp;#039;&amp;#039;. S.&amp;amp;nbsp;Fischer, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-10-039326-5, S.&amp;amp;nbsp;198.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er setzte sich bei der [[Reichspräsidentenwahl 1932]] offen im [[Göttinger Tageblatt]] für die Wahl Hitlers im zweiten Wahlgang ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der „[[Machtergreifung]]“ 1933 wurde er wie eine Reihe weiterer bei den Nationalsozialisten angesehener Autoren (wie [[Börries Freiherr von Münchhausen]], [[Ernst Jünger]], [[Erwin Guido Kolbenheyer]] oder [[Hans Friedrich Blunck]]) zum Senator der [[Preußische Akademie der Künste|Deutschen Akademie für Dichtung]] ernannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee198&amp;quot; /&amp;gt; Als einziger lehnte Jünger seine Berufung ab.&amp;lt;ref&amp;gt;Josef Wulf: &amp;#039;&amp;#039;Kultur im Dritten Reich. Literatur und Dichtung&amp;#039;&amp;#039;. Berlin/Frankfurt am Main 1989, S.&amp;amp;nbsp;36–38.&amp;lt;/ref&amp;gt; Von 1933 bis 1935 amtierte Grimm als Präsidialrat der [[Reichsschrifttumskammer]].&amp;lt;ref&amp;gt;Josef Wulf: &amp;#039;&amp;#039;Kultur im Dritten Reich. Literatur und Dichtung&amp;#039;&amp;#039;. Berlin/Frankfurt am Main 1989, S. 197.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zudem schrieb er ab 1933 regelmäßig Artikel für die nationale, die Stellung des starken Staates betonende Wochenzeitschrift &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsche Zukunft]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Dietzel, Hans-Otto Hügel: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche literarische Zeitschriften 1880–1945. Ein Repertorium.&amp;#039;&amp;#039; Walter de Gruyter, 2012, S. 315.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1934 kritisierte Grimm in Briefen an den Reichsinnenminister [[Wilhelm Frick]] Wahlmanipulationen in Lippoldsberg und Übergriffe der [[Schutzstaffel|SS]] auf einzelne Oppositionelle im Ort. 1935 wurde er aus dem Präsidialrat der Reichsschrifttumskammer entlassen.&amp;lt;ref&amp;gt;Angela Stüber: &amp;#039;&amp;#039;Grimm, Hans (Emil Wilhelm)&amp;#039;&amp;#039;, in: Hermann Weiß (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Personenlexikon 1933–1945.&amp;#039;&amp;#039; Tosa Verlag, Wien 2003, ISBN 978-3-85492-756-3, S.&amp;amp;nbsp;164.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies änderte jedoch nichts an seiner positiven Grundhaltung zum NS-Regime. 1936 propagierte Grimm in der Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;[[Die Neue Literatur]]&amp;#039;&amp;#039; gemäß der [[Völkischer Nationalismus|völkischen]] [[Rassentheorie]] den nordischen [[Herrenmensch]]en mit folgenden Worten: „daß eben wir Nordleute mit unseren verschiedenen Völkern mit unserem zutiefst gleichgearteten Wesen zu Vormännern dieser Erde berufen sind“.&amp;lt;ref&amp;gt;Zitat bei Ernst Klee: &amp;#039;&amp;#039;Kulturlexikon,&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;198.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1944 wurde Grimm in der [[Gottbegnadeten-Liste]] aufgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1938 kam es zu einem Konflikt mit Propagandaminister [[Joseph Goebbels]]. Dessen Inhalt ist nicht verifizierbar, da nur Selbstaussagen zur Verfügung stehen. Obwohl Grimm weder der [[NSDAP]] beitrat noch vollständig mit der NS-Ideologie übereinstimmte, sah er im „Dritten Reich“ die einzige Möglichkeit, seine kolonial-expansiven, sozialen und [[Nationalismus#Inklusiver vs. exklusiver Nationalismus|nationalistischen]] Ideen zu verwirklichen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hermann Weiß (Historiker)|Hermann Weiß]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Biographisches Lexikon zum Dritten Reich]].&amp;#039;&amp;#039; Fischer Taschenbuch Verlag, Zweite aktualisierte Auflage, Frankfurt am Main 2002, ISBN 3-596-13086-7, S.&amp;amp;nbsp;164.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er sah sich&amp;amp;nbsp;– so ein Urteil von 2010&amp;amp;nbsp;– als „Nationalsozialist außerhalb der Partei“.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Martin Pleßke: &amp;#039;&amp;#039;Ernst Wiecherts Verhältnis zu Schriftstellerkollegen seiner Zeit.&amp;#039;&amp;#039; In: Leonore Krenzlin, Klaus Weigelt (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Ernst Wiechert im Gespräch: Begegnungen und Einblicke in sein Werk.&amp;#039;&amp;#039; Berlin / New York 2010, S. 35–58, hier: S. 48.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hitler betrachtete er noch nach 1945 als einen „Reformator“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee198&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Während des Zweiten Weltkriegs verschickte er seinen Roman &amp;#039;&amp;#039;Volk ohne Raum&amp;#039;&amp;#039; mit handschriftlicher Widmung an verwundete Soldaten aus Lippoldsberg, die im Lazarett lagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Carl Zuckmayer]] schrieb in seinem 1943/44 entstandenen &amp;#039;&amp;#039;[[Geheimreport]]&amp;#039;&amp;#039;, Grimm sei „vermutlich heute, als Greis, kein Nazi, sondern ein vereinsamter deutschnationaler Eigenbrödler. Sicher hatte er sich die Nationale Erhebung anders gedacht, und soviel ich weiß hat er sich - wie manche, die vorher den aufkommenden Nazismus begünstigt hatten, zum Beispiel [[Oswald Spengler|Spengler]] - nach der Machtergreifung ganz zurückgezogen und teilweise kritisch oder ablehnend geäußert.“&amp;lt;ref&amp;gt;Carl Zuckmayer: &amp;#039;&amp;#039;Geheimreport&amp;#039;&amp;#039;. Wallstein Verlag. Göttingen 2002, ISBN 978-3-89244-599-9, S. 163f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Sowjetische Besatzungszone|Sowjetischen Besatzungszone]] wurden seine Schriften &amp;#039;&amp;#039;Von der bürgerlichen Ehre und bürgerlichen Notwendigkeit&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Glaube und Erfahrung&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Von der deutschen Not&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Englische Rede&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Vom deutschen Kampf um den Raum&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Der Ölsucher von Duala&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Volk ohne Raum&amp;#039;&amp;#039; auf die [[Liste der auszusondernden Literatur]] gesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.polunbi.de/bibliothek/1946-nslit-g.html polunbi.de 1946]; [http://www.polunbi.de/bibliothek/1948-nslit-g.html polunbi.de 1948]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Differenzen zum Nationalsozialismus hinderten ihn nicht daran, nach 1945 als Verharmloser desselben in Erscheinung zu treten. 1950 konnte er &amp;#039;&amp;#039;Die Erzbischofsschrift&amp;#039;&amp;#039;, in der er zwischen Hitler und der „nationalsozialistischen Idee“ unterscheidet und den Nationalsozialismus weiter als „revolutionär“ feiert, im [[Plesse-Verlag]] veröffentlichen.&amp;lt;ref&amp;gt;Katrin Sello: [http://www.zeit.de/1975/38/der-abgebrochene-anfang &amp;#039;&amp;#039;Der abgebrochene Anfang&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]]&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 38/1975.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er verteidigte den „ursprünglichen Nationalsozialismus“ und sprach von ihm als eine notwendige Maßnahme gegen die „Vermassung“ und somit gegen den „Verfall der europäischen Kultur“. Die Alliierten klagte er an, die Schuld an der Eskalation des Kriegs zu tragen. Er rechtfertigte sogar den [[Holocaust]] auf Grund eines verzerrenden Hinweises auf 5. Mose 20, V. 13, 16; die Schrift löste in Deutschland und im Ausland heftige Kritik aus.&amp;lt;ref&amp;gt;Fritz K. Richter: &amp;#039;&amp;#039;Zu Hans Grimms Erzbischofschrift&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;German Life and Letters, new series&amp;#039;&amp;#039; 4 (1951), S. 198–204.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Martin Wellmann: &amp;#039;&amp;#039;Grimm, Hans,&amp;#039;&amp;#039; 2004, in: [http://www.polunbi.de/pers/grimm-01.html www.polunbi.de].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1951 gründete er den „Klosterhaus Verlag“ in Lippoldsberg. Der Verlag vertrieb außer seinen gesammelten Werken (35 Bände, erschienen 1969–1981)&amp;lt;ref&amp;gt;Annette Gümbel: &amp;#039;&amp;#039;“Volk ohne Raum” – Der Schriftsteller Hans Grimm zwischen nationalkonservativem Denken und völkischer Ideologie.&amp;#039;&amp;#039; [[Hessische Historische Kommission Darmstadt]] und [[Historische Kommission für Hessen]], Darmstadt/Marburg 2003, ISBN 978-3-88443-087-3, S.&amp;amp;nbsp;20.&amp;lt;/ref&amp;gt; auch Bücher einschlägiger Autoren wie [[Hans Venatier]] und [[Erich Glagau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entlastungsschrift &amp;#039;&amp;#039;Warum – woher – aber wohin&amp;#039;&amp;#039; (1954) wurde von der [[NPD]] als „grundlegende zeitgeschichtliche Auseinandersetzung“ empfohlen. Darin verteidigte und bagatellisierte Grimm unter anderem die Rassenpolitik und insbesondere den Antisemitismus des NS-Regimes, wie bereits 1969 angemerkt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Bott: &amp;#039;&amp;#039;Die Volksfeind-Ideologie: Zur Kritik rechtsradikaler Propaganda.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart 1969, S. 18.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der deutsche Volkskörper sei nach 1918 „erkrankt“. Dagegen hätten sich die „im Grunde religiösen Proteste“ des „echten Nationalsozialismus“ gerichtet, der einen „defensiven Antisemitismus als Abwehr der Zersetzung“ vertreten habe.&amp;lt;ref&amp;gt;Jürgen Hillesheim, Elisabeth Michael: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon nationalsozialistischer Dichter: Biographien, Analysen, Bibliographien.&amp;#039;&amp;#039; Würzburg 1993, S. 213.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Bücher wurden zwar von der Kritik einhellig abgelehnt, kamen jedoch beim Publikum gut an; sie erzielten hohe Auflagen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Killy-418f&amp;quot;&amp;gt;Siehe Personenartikel &amp;#039;&amp;#039;Hans Grimm&amp;#039;&amp;#039; in: Wilhelm Kühlmann (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Killy Literaturlexikon,&amp;#039;&amp;#039; Bd.&amp;amp;nbsp;4. 2.&amp;amp;nbsp;Auflage. München 2009, S. 418f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Grimm publizierte auch in der rechtsextremen Monatszeitschrift &amp;#039;&amp;#039;[[Nation und Europa]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee198&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Bundestagswahl 1953]] kandidierte Grimm auf der Liste der rechtsextremen [[Deutsche Reichspartei (1950)|Deutschen Reichspartei]] (DRP). Für den [[Verband ehemaliger Internierter und Entnazifizierungsgeschädigter]] trat er als Redner auf. In seinem Vortrag nutzte Grimm die Parole „Du bist nichts, dein Volk ist alles“.&amp;lt;ref&amp;gt;Hirsch: &amp;#039;&amp;#039;Rechts von der Union.&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;377f.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1955 wurde eine seiner Veranstaltungen verboten.&amp;lt;ref&amp;gt;Hirsch: &amp;#039;&amp;#039;Rechts von der Union.&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;377.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit den 1990er Jahren nahm die literaturwissenschaftliche Beschäftigung mit Grimm im Kontext der Aufarbeitung des NS-Regimes und seiner Vorgeschichte zu. Im Mittelpunkt standen dabei Grimms Beiträge zur Bekämpfung des Weimarer Verfassungsstaats, mit &amp;#039;&amp;#039;Volk ohne Raum&amp;#039;&amp;#039; zur Popularisierung des [[Völkischer Nationalismus|völkischen]] und nationalsozialistischen Mythos vom angeblich unzureichenden „Lebensraum“ und der damit begründeten Expansionspolitik&amp;lt;ref name=&amp;quot;Killy-418f&amp;quot; /&amp;gt; und seine Wegbereiterrolle für einen westdeutschen Neonazismus.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe: Hans Sarkowicz: &amp;#039;&amp;#039;Zwischen Sympathie und Apologie. Der Schriftsteller Hans Grimm sein Verhältnis zum Nationalsozialismus.&amp;#039;&amp;#039; In: Karl Corino (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Intellektuelle im Bann des Nationalsozialismus.&amp;#039;&amp;#039; Hamburg 1980, S. 120–135; Klaus von Delft: &amp;#039;&amp;#039;Kritische Apologie des Nationalsozialismus. Hans Grimms Konservative Revolution?&amp;#039;&amp;#039; In: [[Jörg Thunecke]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Leid der Worte. Panorama des literarischen Nationalsozialismus.&amp;#039;&amp;#039; Bonn 1987, S. 255–277.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Deutsches Literaturarchiv Marbach|Deutsche Literaturarchiv in Marbach]] übernahm 2008 die Bibliothek von Hans Grimm. Sie war zunächst in Familienbesitz geblieben und wurde dem Archiv zu Forschungszwecken als Stiftung übergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lippoldsberger Dichtertage ==&lt;br /&gt;
An den von Grimm seit 1934 veranstalteten jährlichen „Lippoldsberger Dichtertreffen“ in seinem Haus durfte nach seinen Kriterien dabei sein, wer auf Teilnahme am „Kriegserlebnis“ 1914–1918 verweisen, ein anschließendes „wahres Leiden“ am „Volkszustand“ glaubhaft machen und eine „aufrechte Haltung“ gegenüber dem „Eigentlichen, Inneren des [deutschen] Reiches“ nachweisen konnte.&amp;lt;ref&amp;gt;Gerd Koch: &amp;#039;&amp;#039;Hans Grimms Lippoldsberger Dichterkreis.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Richard Faber (Soziologe)|Richard Faber]], Christine Holste (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kreise – Gruppen – Bünde. Zur Soziologie moderner Intellektuellenassoziation.&amp;#039;&amp;#039; Würzburg 2000, S. 165–188, hier: S. 165.&amp;lt;/ref&amp;gt; Damit war ein breites nationalistisches Spektrum am rechten Rand eingeladen. Mit Kriegsbeginn wurden diese Treffen von Goebbels untersagt, da er sie in zunehmender Konkurrenz zu den offiziellen nationalsozialistischen Literaturtreffen sah.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Michael Lausberg |Titel=Die extreme Rechte in Nordrhein-Westfalen 1946-1971 |Verlag=Tectum Wissenschaftsverlag |Datum=2014-02-11 |Seiten=179 |ISBN=9783828857698 |Online=https://books.google.de/books?id=vkVzDQAAQBAJ&amp;amp;pg=PA179&amp;amp;lpg=PA179&amp;amp;dq=%22Holle+Grimm%22+Nationalsozialist&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=mjbBBu3-xc&amp;amp;sig=6y9GoMdha2YymaoIs6o9qRxCmA8&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjjxr-QlYfaAhUES5oKHWWbBkcQ6AEIVDAG#v=onepage&amp;amp;q=%22Holle%20Grimm%22%20Nationalsozialist&amp;amp;f=false |Abruf=2018-03-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein letztes fand 1939 statt. Grimm, der sich im Kriegsverlauf zum offenen NS-Apologeten und Antisemiten entwickelt hatte, konstituierte den Kreis 1949 neu. Nun reduzierten die Teilnehmer sich auf ein enges Spektrum von „völkischen, radikalnationalistischen und neonationalsozialistischen“ Teilnehmern, darunter [[Hans-Ulrich Rudel]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Botsch-291&amp;quot;&amp;gt;[[Gideon Botsch]]: &amp;#039;&amp;#039;Lippoldsberger Dichtertage.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Wolfgang Benz]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbuch des Antisemitismus. Judenfeindschaft in Geschichte und Gegenwart,&amp;#039;&amp;#039; Bd.&amp;amp;nbsp;7, &amp;#039;&amp;#039;Literatur, Film, Theater und Kunst.&amp;#039;&amp;#039; Berlin/München/Boston 2015, S. 290–293, hier: S. 291.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Treffen wurden zu einem „Kristallisationspunkt“ rechtsextremistischer Kultur und Kulturpolitik. Als solche stießen sie in der Region auf hohe Akzeptanz in der Presse, Politik und beim Fremdenverkehr. Eine neue, jugendliche Generation von Rechtsextremisten wurde an die &amp;#039;&amp;#039;Dichtertage&amp;#039;&amp;#039; herangeführt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Botsch-291&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Grimms Tod wurden die Zusammenkünfte von seiner Tochter [[Holle Grimm]],&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.zeit.de/1963/29/sie-graben-und-graben-in-der-muttererde/komplettansicht Sie graben und graben in der Muttererde Der Lippoldsberger Dichtertag 1963], [[Uwe Nettelbeck]], &amp;#039;&amp;#039;„[[Die Zeit]]“&amp;#039;&amp;#039;, 19. Juli 1963.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mitbegründerin der rechtsextremen „[[Gesellschaft für freie Publizistik]]“ und Erbin des von Grimm nach dem Ende des NS-Regimes gegründeten und ebenso rechtsextremen „Klosterhaus-Verlags“,&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-25448057.html Rote Armee Fraktion Trophäen für den Panzerschrank], &amp;#039;&amp;#039;[[Der Spiegel]]&amp;#039;&amp;#039; 14. Oktober 2002.&amp;lt;/ref&amp;gt; bis 1981 fortgeführt. An den ersten Treffen nach 1949 nahmen 2.000 bis 3.000 Menschen teil, nach Grimms Tod sank die Teilnehmerzahl rapide. Zunehmend kam es zu [[Antifaschismus|antifaschistischen]] Protesten.&amp;lt;ref&amp;gt;Gerd Koch: &amp;#039;&amp;#039;Hans Grimms Lippoldsberger Dichterkreis.&amp;#039;&amp;#039; In: Richard Faber, Christine Holste (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kreise – Gruppen – Bünde. Zur Soziologie moderner Intellektuellenassoziation.&amp;#039;&amp;#039; Würzburg 2000, S. 165–188, hier: S. 167.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei den letzten Dichtertagen 1981 waren es noch 200 Teilnehmer.&amp;lt;ref&amp;gt;Martin Wellmann, 2004 [http://www.polunbi.de/pers/grimm-01.html polunbi.de]&amp;lt;/ref&amp;gt; Holle Grimms Aktivitäten setzte anschließend ihre langjährige Sekretärin [[Margret Nickel]] im gleichen Geiste fort. Sie vertreibt u.&amp;amp;nbsp;a. „Rechtsratgeber“ für „nationale Aktivisten“ und Schriften von Holocaust-Leugnern.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.fr.de/rhein-main/polizei-org27586/geehrte-rechtsextremistin-11315344.html Carsten Meyer, Julian Feldmann, Nordhessen Rechtsextreme Geehrte Rechtsextremistin], &amp;#039;&amp;#039;[[Frankfurter Rundschau]]&amp;#039;&amp;#039; 11. September 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der dem [[Werkkreis Literatur der Arbeitswelt]] verbundene Schriftsteller [[Hugo Ernst Käufer]] beschrieb 1975 die postnationalsozialistischen &amp;#039;&amp;#039;Dichtertage&amp;#039;&amp;#039; in einem Gedicht:&amp;lt;ref&amp;gt;Gerd Koch: &amp;#039;&amp;#039;Hans Grimms Lippoldsberger Dichterkreis.&amp;#039;&amp;#039; In: Richard Faber, Christine Holste (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kreise – Gruppen – Bünde. Zur Soziologie moderner Intellektuellenassoziation.&amp;#039;&amp;#039; Würzburg 2000, S. 165–188, hier: S. 182.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„In Lippoldsberg (3417) / an der schönen Weser / führen alljährlich im Sommer / die Nazis &amp;amp; ihr Gefolge / ihren Hexensabbat auf.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu gehörten auch Tagungen, so auch Treffen mit [[Holocaust]]-Leugnern (2009). Nickel ist Trägerin&amp;lt;!-- Jahr? --&amp;gt; des Ehrenbriefs des Landes Hessen. Inzwischen will die Familie Grimm mit den rechtsextremistischen Aktivitäten der Voreltern nichts mehr zu tun haben („brauner Spuk“). Erstaunt ist sie darüber, dass „das braune Treiben … weitergeht“ und Ortsbevölkerung, Rathaus und Bürgermeister dazu schwiegen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.hna.de/lokales/hofgeismar/unruehmliche-tradition-2491287.html Gerd Henke: &amp;#039;&amp;#039;Unrühmliche Tradition Klosterhof: Junge Grimm-Generation distanziert sich vom rechten Spuk.&amp;#039;&amp;#039;] In: [[Hessische/Niedersächsische Allgemeine|HNA]], 6. September 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.hna.de/lokales/hofgeismar/kommentar-gerd-henke-ueber-ehrenbrief-versaeumtes-nachholen-2490653.html Versäumtes nachholen – Gerd Henke über den Ehrenbrief] 5. September 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.hna.de/lokales/hofgeismar/gruene-buchhaendlerin-rechtsextremistin-2490115.html Ministerpräsident soll Margret Nickel Auszeichnung aberkennen Grüne. Kein Ehrenbrief für Rechtsextremistin], in: HNA, 5. September 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teilnehmer waren unter anderem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| width=&amp;quot;100%&amp;quot;&lt;br /&gt;
| width=&amp;quot;25%&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
* [[Paul Alverdes]]&lt;br /&gt;
* [[Werner Beumelburg]]&lt;br /&gt;
* [[Rudolf G. Binding]]&lt;br /&gt;
* [[Herbert Böhme (Schriftsteller)|Herbert Böhme]]&lt;br /&gt;
* [[Bruno Brehm]]&lt;br /&gt;
* [[Hans Carossa]]&lt;br /&gt;
* [[Hermann Claudius]]&lt;br /&gt;
| width=&amp;quot;25%&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
* [[Margarete Dierks]]&lt;br /&gt;
* [[Edwin Erich Dwinger]]&lt;br /&gt;
* [[Joachim von der Goltz]]&lt;br /&gt;
* [[Moritz Jahn (Autor)|Moritz Jahn]]&lt;br /&gt;
* [[Erich Kernmayer]]&lt;br /&gt;
* [[Peter Kleist]]&lt;br /&gt;
* [[Erwin Guido Kolbenheyer]]&lt;br /&gt;
| width=&amp;quot;25%&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
* [[Agnes Miegel]]&lt;br /&gt;
* [[Eberhard Wolfgang Möller]]&lt;br /&gt;
* [[Börries Freiherr von Münchhausen]]&lt;br /&gt;
* [[Ursel Peter]]&lt;br /&gt;
* [[Wilhelm Pleyer]]&lt;br /&gt;
* [[Hans-Ulrich Rudel]]&lt;br /&gt;
* [[Ernst von Salomon]]&lt;br /&gt;
| width=&amp;quot;25%&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Alexander Schröder]]&lt;br /&gt;
* [[Gerhard Schumann (Schriftsteller)|Gerhard Schumann]]&lt;br /&gt;
* [[Hans Venatier]]&lt;br /&gt;
* [[Will Vesper]]&lt;br /&gt;
* [[August Winnig]]&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Zillich]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitate ==&lt;br /&gt;
{{Zitat|Hitler und die offizielle nationalsozialistische Parteileitung zogen mit ihren antisemitischen Aussprüchen und quälerischen Methoden ohne Zweifel den menschlich wohl zu erwartenden kriegstreiberischen Abwehrhaß des Weltjudentums auf uns […]|Rückblick 1950|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Nach: Hirsch: &amp;#039;&amp;#039;Rechts von der Union.&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;377&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Südafrikanische Novellen&amp;#039;&amp;#039;. Langen/Müller, Frankfurt am Main 1913&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Leutnant und der [[Hottentotten|Hottentott]] und andere afrikanische Erzählungen&amp;#039;&amp;#039;. Deutsche Hausbücherei, Hamburg 1913&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Ölsucher von [[Douala|Duala]]. Ein Tagebuch&amp;#039;&amp;#039;. Ullstein, Berlin 1918&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Olewagen-Saga&amp;#039;&amp;#039;. Albert Langen, München 1918&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Volk ohne Raum&amp;#039;&amp;#039;. Albert Langen, München 1926&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die dreizehn Briefe aus Deutsch-Südwest-Afrika&amp;#039;&amp;#039;. Albert Langen, München 1928&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das deutsche [[Deutschnamibier|Südwester]]-Buch&amp;#039;&amp;#039;. Albert Langen, München 1929&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Schriftsteller und die Zeit. Bekenntnis&amp;#039;&amp;#039;. Albert Langen, München 1931&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Ölsucher von Duala. ein afrikanisches Kriegstagebuch&amp;#039;&amp;#039;. Hamburg 1931, unter Mitwirkung von [[Hans Aschenborn]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte vom alten Blute und von der ungeheueren Verlassenheit.&amp;#039;&amp;#039; Deutsche Buch-Gemeinschaft, Berlin 1931&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Meine geliebten Claudius-Gedichte. Auswahl aus den Versbüchern von Hermann Claudius.&amp;#039;&amp;#039; Albert Langen / Georg Müller, München 1932&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Was wir suchen, ist alles. Drei Novellen&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 1933&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Lüderitzland]]. Sieben Begebenheiten&amp;#039;&amp;#039;. München 1933&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kaffernland : Eine deutsche Sage&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Rundschau&amp;#039;&amp;#039; 1935–36, in Buchform Lippoldsberg 1961&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Englische Rede. Wie ich den Engländer sehe&amp;#039;&amp;#039;. C. Bertelsmann, Gütersloh 1938&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Rußlanddeutsche und Donaudeutsche als Volksgruppen unterschiedlicher Fruchtbarkeit&amp;#039;&amp;#039;. In: DArchLandesVolksforschung&amp;amp;nbsp;4, 1940&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Erzbischofschrift. Antwort eines Deutschen&amp;#039;&amp;#039;. Plesse-Verlag, Göttingen 1950&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Leben in Erwartung. Meine Jugend&amp;#039;&amp;#039;. Klosterhaus-Verlag, Lippoldsberg 1954&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Warum, woher, aber wohin? Vor, unter und nach der geschichtlichen Erscheinung Hitler.&amp;#039;&amp;#039; Klosterhaus-Verlag, Lippoldsberg 1954.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Suchen und Hoffen&amp;#039;&amp;#039;. Klosterhaus-Verlag, Lippoldsberg 1960&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Thomas Mann Schrift&amp;#039;&amp;#039;. Klosterhaus-Verlag, Lippoldsberg 1972&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Christian Adam (Germanist)|Christian Adam]]: &amp;#039;&amp;#039;Lesen unter Hitler: Autoren, Bestseller, Leser im Dritten Reich.&amp;#039;&amp;#039; Galliani, Berlin 2010, ISBN 978-3-86971-027-3, S.&amp;amp;nbsp;280ff.&lt;br /&gt;
* Timm Ebner: &amp;#039;&amp;#039;Nationalsozialistische Kolonialliteratur. Koloniale und antisemitische Verräterfiguren &amp;#039;hinter den Kulissen des Welttheaters&amp;#039;.&amp;#039;&amp;#039; Wilhelm Fink, Paderborn 2016, S. 43–78.&lt;br /&gt;
* Kurt Böttcher (Gesamtredaktion): [[Deutsches Schriftstellerlexikon|Lexikon deutschsprachiger Schriftsteller]] von den Anfängen bis zur Gegenwart. VEB Bibliographisches Institut Leipzig, 1974; Band 1, S. 291/292&lt;br /&gt;
* Gudrun Eiselen: &amp;#039;&amp;#039;Südafrikanische Lebensform in Hans Grimms Dichtung&amp;#039;&amp;#039;. o.&amp;amp;nbsp;O. 1951.&lt;br /&gt;
* [[Manfred Franke]]: &amp;#039;&amp;#039;Grimm ohne Glocken. Ambivalenzen im politischen Denken und Handeln des Schriftstellers Hans Grimm&amp;#039;&amp;#039;. SH-Verlag, Köln 2009, ISBN 978-3-89498-192-1.&lt;br /&gt;
* Annette Gümbel: &amp;#039;&amp;#039;Volk ohne Raum – Der Schriftsteller Hans Grimm zwischen nationalkonservativem Denken und völkischer Ideologie&amp;#039;&amp;#039;, Darmstadt/Marburg 2003, ISBN 3-88443-087-4.&lt;br /&gt;
* [[Dieter Lattmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Raum als Traum. Hans Grimm und seine Saga von der Volkheit&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Propheten des Nationalismus&amp;#039;&amp;#039;, hrsg. v. Karl Schwedhelm. List, München 1969.&lt;br /&gt;
* {{NDB|7|83|85|Grimm, Hans Emil Wilhelm|Wolfgang Monath|118542249}}&lt;br /&gt;
* Baboucar Ndiaye: &amp;#039;&amp;#039;Beschreibung Afrikas in der neueren deutschsprachigen Literatur. Am Beispiel von Hans Grimms afrikanischen Dramen und Novellen und Uwe Timms Roman „Morenga“&amp;#039;&amp;#039;. Magisterarbeit, Universität Konstanz 2006. ([http://www.ub.uni-konstanz.de/kops/volltexte/2006/1978/ Volltext])&lt;br /&gt;
* [[Hans Sarkowicz]]: &amp;#039;&amp;#039;Zwischen Sympathie und Apologie: Der Schriftsteller Hans Grimm und sein Verhältnis zum Nationalsozialismus&amp;#039;&amp;#039;. In: Karl Corino (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Intellektuelle im Bann des Nationalsozialismus&amp;#039;&amp;#039;. (=&amp;amp;nbsp;Bücher zur Sache) Hoffmann und Campe, Hamburg 1980, ISBN 3-455-01020-2.&lt;br /&gt;
* Heike Wolter: &amp;#039;&amp;#039;Volk ohne Raum. Lebensraumvorstellungen im geopolitischen, literarischen und politischen Diskurs der Weimarer Republik. Eine Untersuchung auf der Basis von Fallstudien zu Leben und Werk Karl Haushofers, Hans Grimms und Adolf Hitlers&amp;#039;&amp;#039;. (=&amp;amp;nbsp;Sozial- und Wirtschaftsgeschichte;&amp;amp;nbsp;7) LIT, Münster u.&amp;amp;nbsp;a. 2003, ISBN 3-8258-6790-0.&lt;br /&gt;
* [[Peter Zimmermann (Schriftsteller)|Peter Zimmermann]]: &amp;#039;&amp;#039;Kampf um den Lebensraum. Ein Mythos der Kolonial- und Blut-und-Boden-Literatur&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Horst Denkler]], [[Karl Prümm]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die deutsche Literatur im Dritten Reich. Themen – Traditionen – Wirkungen&amp;#039;&amp;#039;. Reclam, Stuttgart 1976, ISBN 3-15-010260-X.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118542249}}&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|FID=pe/006535}}&lt;br /&gt;
* [http://www.polunbi.de/pers/grimm-01.html Hans Grimm: Kurzbiografie, Werkverzeichnis, Nachlass]&lt;br /&gt;
* {{DHM-HdG|Bio=hans-grimm|Autor=Natalie Krentz}}&lt;br /&gt;
* [http://www.dla-marbach.de/index.php?id=58189 Hans Grimm] beim Deutschen Literaturarchiv Marbach&lt;br /&gt;
* [[Kurt Tucholsky]] (1928): Grimms Märchen [http://www.textlog.de/tucholsky-grimms-maerchen.html textlog.de]&lt;br /&gt;
* [https://www.peterlang.com/view/9783035399967/cover.xhtml Guy Tourlamain (2014): &amp;quot;Völkisch&amp;quot; Writers and National Socialism: A Study of Right-Wing Political Culture in Germany, 1890–1960]&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=118542249|titel=Grimm, Hans Emil Wilhelm|datum=2023-04-05}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118542249|LCCN=n/50/31658|VIAF=44436824|NDL=00522186}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Grimm, Hans}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Reichsschrifttumskammer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erzählung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Roman, Epik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sachliteratur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kolonialliteratur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DRP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1875]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1959]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Grimm, Hans&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Grimm, Hans Emil Wilhelm&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Schriftsteller und nationalistischer Publizist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=22. März 1875&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Wiesbaden]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=27. September 1959&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Lippoldsberg]] an der [[Weser]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Trustable</name></author>
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