<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Hans_Gerling</id>
	<title>Hans Gerling - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Hans_Gerling"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hans_Gerling&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-02T18:33:05Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hans_Gerling&amp;diff=947101&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-40474-6: Korrekter akademischer Sprachgebrauch</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hans_Gerling&amp;diff=947101&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-08-16T22:31:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Korrekter akademischer Sprachgebrauch&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hans Gerling&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[6. Juni]] [[1915]] in [[Köln]]; † [[14. August]] [[1991]] ebenda) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Versicherungsunternehmen|Versicherungsunternehmer]] und leitete von 1949 bis zu seinem Tode den seit 1935 in seinem Besitz befindlichen [[Gerling-Konzern]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biographie ==&lt;br /&gt;
Hans Gerling kam als zweiter von drei Söhnen der Eheleute [[Robert Gerling|Robert]] und Auguste, geb. Hoffmeister, in Köln zur Welt. Ältester Sohn war Robert Gerling II. (1913–2006), jüngster Walter Gerling (1918–2019). Nachdem Hans Gerling sein Abitur am damaligen Realgymnasium [[Gymnasium Kreuzgasse|Kreuzgasse]] bestanden hatte, studierte er Wirtschafts- und Rechtswissenschaften und bestand im Jahre 1936 die Diplomprüfung als [[Diplom-Kaufmann|Diplomkaufmann]]. Bereits 1937 wurde er über das Thema „Geldwert und Arbeitslosigkeit“ promoviert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Abmachung vom 12. Juli 1934 übertrug Robert seinem Sohn Hans die [[Aktie]]n am Gerling-Konzern, behielt sich jedoch die [[Stimmrecht]]e bis zu seinem Tod vor. Nachdem Robert Gerling kurz danach im Januar 1935 an den Folgen einer akuten [[Lungenentzündung]] verstarb, hinterließ er seinen drei Söhnen kein rechtsgültiges [[Testament]]. Nach dem Tod von Robert Gerling übernahm zunächst [[Walter Forstreuter]]&amp;lt;ref&amp;gt;O. V., &amp;#039;&amp;#039;Von Friedrich Wilhelm zu Gerling - Ein Jahrhundert Lebensversicherung 1866–1966&amp;#039;&amp;#039;, 1966, S. 82.&amp;lt;/ref&amp;gt; die Leitung des Unternehmens, weil Gerlings Söhne hierfür noch zu jung waren. Hans Gerlings Bruder Robert Gerling II. erhielt den Posten des Generaldirektors, bis er 1939 in die [[Vereinigte Staaten|USA]] auswanderte. Hans Gerling selbst übernahm diesen Posten noch 1939. Forstreuter – nie Mitglied der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] – durfte seine Tätigkeit mit Genehmigung der [[Office of Military Government for Germany (U.S.)|amerikanischen Militärregierung]] bei Wiedereröffnung des Geschäftsbetriebes am 2. Juni 1945 fortführen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.hdi.de/docs/ueber_uns/gerling_chronik.pdf |titel=100 Jahre Gerling – Eine Chronik |hrsg=HDI |archiv-url=https://web.archive.org/web/20140502192721/https://www.hdi.de/docs/ueber_uns/gerling_chronik.pdf |archiv-datum=2014-05-02 |abruf=2016-04-29 |format=PDF |offline=1 |archiv-bot=2018-04-13 21:20:55 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 13. November 1948 trat Forstreuter zugunsten von Hans Gerling vom Vorstandsvorsitz zurück. Hans Gerling wurde im Januar 1949 Vorstandsvorsitzender aller Gerling-Gesellschaften.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Peter Koch |Titel=Geschichte der Versicherungswirtschaft in Deutschland |Datum=2012 |ISBN=978-3-89952-371-3 |Seiten=364}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bruder Robert Gerling II. versuchte nun, die Verfügungsgewalt über die Unternehmen zurückzugewinnen, was ihm 1947 gelang. Die drei Brüder stritten in den folgenden Jahren in zahlreichen Testamentsprozessen, bevor sie sich im April 1958 auf einen [[Vergleich (Recht)|Vergleich]] einigten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-41761252.html Der Spiegel 17/1958 vom 23. April 1958, &amp;#039;&amp;#039;Der Bruderkrieg&amp;#039;&amp;#039;, S. 6 ff.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Vergleich sah vor, dass Hans Gerling und zunächst auch sein Bruder Walter die deutschen Firmen des Gerling-Konzerns behielten, Robert erhielt 30 Millionen DM als Abfindung und die schweizerischen und amerikanischen Gesellschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hans Gerling initiierte den Bau des Gerling-Hochhauses im Kölner Gereonsviertel, das am 25. Januar 1953 fertiggestellt wurde. Auf Betreiben von Hans Gerling wirkte der Bildhauer [[Arno Breker]] an der Gestaltung mit.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.koelnarchitektur.de/pages/de/news_archiv/1513.htm |wayback=20090228020217 |text=koelnarchitektur.de: Die Gerling-Bauten im Friesenviertel |archiv-bot=2018-04-13 21:20:55 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Gerling gründete am 20. April 1954 die &amp;#039;&amp;#039;Gerling Speziale Kreditversicherungs-AG&amp;#039;&amp;#039;, die zunächst [[Kreditversicherung|Warenkredit]]-, [[Kautionsversicherung|Kautions-]] und [[Vertrauensschadenversicherung]] betrieb. Nach dem Ausscheiden seines jüngsten Bruders Walter übernahm Hans Gerling 1965 die alleinige Unternehmensführung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=STszecQjhiYC&amp;amp;pg=PA781&amp;amp;dq=hans+gerling+promovierte&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=hans%20gerling%20promovierte&amp;amp;f=false Rudolf Vierhaus (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Biographische Enzyklopädie&amp;#039;&amp;#039;, Band 3, 2006, S. 781]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Hans Gerlings Jugendfreund [[Iwan David Herstatt]] am 2. Juni 1955 das unbedeutende Kölner [[Privatbankier|Bankhaus]] &amp;#039;&amp;#039;Hocker &amp;amp; Co.&amp;#039;&amp;#039; erworben hatte, beteiligte sich Gerling mit einer Einlage von 5 Millionen DM als [[Kommanditgesellschaft (Deutschland)|Kommandit]]-[[Aktionär]] (81,4 %; der Rest lag bei [[Tochtergesellschaft]]en des Gerling-Konzerns) am Bankhaus, das seit dem 10. Dezember 1955 als [[Herstatt-Bank|„Bankhaus I. D. Herstatt KGaA“]] firmierte. Wegen der Beteiligungsmehrheit war die Herstatt-Bank faktisch eine Tochtergesellschaft des Gerling-Konzerns. Durch Fehlspekulationen der Herstatt-Bank geriet diese ab Juni 1973 in eine [[Bankenkrise]], von der sie sich nicht mehr erholte. Am 26. Juni 1974 nahm das [[Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen]] die der Herstatt-Bank erteilte [[Banklizenz]] zurück. Im Dezember 1974 musste Gerling unter öffentlichem Druck 51 % der Aktien seines Gerling-Konzerns an die [[Deutsche Bank]] als [[Kreditsicherungsrecht (Deutschland)|Kreditsicherheit]] [[Verpfändung|verpfänden]]. Eine aus 59 Industriefirmen bestehende &amp;#039;&amp;#039;Versicherungs-Holding der Deutschen Industrie&amp;#039;&amp;#039; (VHDI) – deren Mehrheitsaktionär [[Friedrich Karl Flick]] war – erwarb 25,9 %, die restlichen 25,1 % der Aktien übernahm die [[Zurich Insurance Group|Zürich Versicherungs-Gesellschaft]]. Gerling schied als Vorstandsvorsitzender aus zahlreichen Gesellschaften aus und übernahm bei den entsprechenden Gesellschaften Aufsichtsratsmandate. Der Verkauf brachte 210 Millionen DM in die Vergleichsmasse des Bankhauses Herstatt, die Gerling freiwillig zur Ermöglichung eines [[Zwangsvergleich]]s zahlte.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Koch, &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Versicherungswirtschaft in Deutschland&amp;#039;&amp;#039;, 2012, S. 414&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Zürich verkaufte im Februar 1978 ihre Anteile an die VHDI. Nachdem Gerling im Januar 1986 insgesamt 88,8 % Anteile von VHDI zurück erwerben und die Verpfändung wieder aufgelöst werden konnte, besaß er wieder die Kontrolle über den Gerling-Konzern. Nach Hans Gerlings Tod im August 1991 übernahm dessen Sohn [[Rolf Gerling]] als Alleinerbe den Konzern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hans Gerling wurde von [[Hilmar Kopper]] posthum als ein „sozialer Patriarch“ bezeichnet. Er habe nie einen Zweifel darüber aufkommen lassen, wer „das Sagen“ hat, sei gleichzeitig aber sozial gewesen. Er habe die Mitbestimmung abgelehnt, weil er gegen die Einflussnahme von außen ohne korrespondierende Verantwortung nach innen war. Aber er habe seinen Führungskräften unternehmerische Freiheiten und den Sozialpartnern Mitspracherechte eingeräumt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Günter Wallraff]] arbeitete 1973 zwei Monate als Bote im Unternehmen Gerling und schrieb darüber eine ausführliche Reportage. In dieser werden mehrere Angestellte zitiert, die unbeherrschtes und unberechenbares Verhalten von Hans Gerling schildern. Verfilmt 1975 mit der DEFA als [[Steckbrief eines Unerwünschten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gerling&amp;#039;&amp;#039; in: [[Bernt Engelmann]]/[[Günter Wallraff]]: &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Ihr da oben, wir da unten&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;, S. 207–258, Rowohlt Taschenbuch Verlag GmbH, 1976 (1973 bei Kiepenheuer &amp;amp; Witsch, Köln)&lt;br /&gt;
* {{Der Spiegel |ID=32216319 |Autor= |Titel=Das Spektakulum |Jahr=1958 |Nr=41 |Datum=1958-10-08 |Seiten= |Kommentar=über die Einweihungsfeier des Gerling-Verwaltungsgebäudes in Köln}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|121719359}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=121719359|LCCN=n00099424|VIAF=30400242}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Gerling, Hans}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Köln)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1915]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1991]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Gerling, Hans&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Versicherungsunternehmer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=6. Juni 1915&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Köln]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=14. August 1991&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Köln]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2025-40474-6</name></author>
	</entry>
</feed>