<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Hans_Georg_Calmeyer</id>
	<title>Hans Georg Calmeyer - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Hans_Georg_Calmeyer"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hans_Georg_Calmeyer&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-30T01:10:42Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hans_Georg_Calmeyer&amp;diff=315105&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Weblinks */ Leerzeichen korrigiert</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hans_Georg_Calmeyer&amp;diff=315105&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-03-03T22:48:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks: &lt;/span&gt; Leerzeichen korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:HansCalmeyer.jpg|mini|Hans Calmeyer]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hans Georg Calmeyer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[23. Juni]] [[1903]] in [[Osnabrück]]; † [[3. September]] [[1972]] ebenda) war ein [[Rechtsanwalt]], der von 1941 bis 1945 während der [[Deutsche Besatzung der Niederlande 1940–1945|deutschen Besetzung der Niederlande]] im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] als Mitarbeiter der deutschen Besatzungsbehörde in [[Den Haag]] mindestens 2866 Juden vor der [[Deportation]] in die Vernichtungslager bewahrte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Harff-Peter Schönherr |Titel=Hans Georg Calmeyer: Retter und Täter zugleich |Sammelwerk=[[die tageszeitung|taz]] |Datum=2019-07-22 |ISSN=0931-9085 |Online=https://taz.de/Hans-Georg-Calmeyer/!5607579/ |Abruf=2019-07-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Yad Vashem]] verlieh ihm 1992 postum den Titel „[[Gerechter unter den Völkern]]“. Das machte ihn als „[[Oskar Schindler|Schindler]] aus Osnabrück“ bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Hans Georg Calmeyer wurde in Osnabrück geboren. Calmeyers Vater war Richter. Seine beiden älteren Brüder fielen im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] an der [[Westfront (Erster Weltkrieg)|Westfront]]. Calmeyer besuchte das [[Ratsgymnasium Osnabrück|Ratsgymnasium in Osnabrück]], das Kaiser-Wilhelm-Gymnasium in Gnesen (heute: [[Gniezno]] in Polen) und das [[Domgymnasium Naumburg|Domgymnasium in Naumburg/Saale]]. Dort bestand er 1922 sein Abitur. Er studierte Rechtswissenschaften in [[Albert-Ludwigs-Universität Freiburg|Freiburg im Breisgau]], [[Philipps-Universität Marburg|Marburg]], [[Universität München|München]] und [[Universität Jena|Jena]]. Beide Staatsexamen schloss er mit [[Prädikatsexamen|Prädikatsnoten]] ab. Nach eigenen Angaben gehörte er dem [[Jungnationaler Bund|Jungnationalen Bund]] und 1923/24 einer Maschinengewehrkompanie des Münchner Zeitfreiwilligenverbandes unter dem mit den Nationalsozialisten sympathisierenden [[Hermann von Lenz]] an.&amp;lt;ref&amp;gt;Von Calmeyer verfasster Lebenslauf vom 27. November 1946, zitiert nach: Mathias Middelberg: &amp;#039;&amp;#039;Judenrecht, Judenpolitik und der Jurist Hans Calmeyer in den besetzten Niederlanden 1940–1945.&amp;#039;&amp;#039; V&amp;amp;R, Göttingen 2005, S. 193&amp;lt;/ref&amp;gt; Den [[Hitlerputsch]] am 9. November 1923 habe er, so stellte er es später dar, „als Angehöriger einer Studentenkompanie der [[Schwarze Reichswehr|schwarzen Reichswehr]], nicht aber als Gefolgsmann Hitlers“ erlebt.&amp;lt;ref&amp;gt;„What about Calmeyer?“, selbstverfasster Lebenslauf (1946), zitiert nach: Mathias Middelberg: &amp;#039;&amp;#039;„Wer bin ich, dass ich über Leben und Tod entscheide?“ Hans Calmeyer – „Rassereferent“ in den Niederlanden 1941–1945.&amp;#039;&amp;#039; Göttingen 2015, ISBN 978-3-8353-1528-0, S. 26&amp;lt;/ref&amp;gt; 1930 heiratete er in Berlin seine Frau Ruth. Im selben Jahr kam sein erster Sohn [[Peter Calmeyer|Peter]] zur Welt. 1931 begann Calmeyer seine berufliche Laufbahn als Staatsanwalt in [[Halle (Saale)|Halle/Saale]]. 1932 zog er mit seiner Frau in seine Heimatstadt Osnabrück und ließ sich dort als Anwalt nieder.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Peter Niebaum |Hrsg=Rolf Düsterberg, Siegfried Hummel u. Tilman Westphalen |Titel=Ein Gerechter unter den Völkern. Hans Calmeyer in seiner Zeit (1903–1972) |Auflage=2. korr. u. erweiterte |Verlag=Rasch Verlag |Ort=Bramsche |Datum=2003 |ISBN=3-89946-002-2 |Seiten=113 und 126 ff.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entzug der Anwaltszulassung ===&lt;br /&gt;
Als Anwalt spezialisierte sich Calmeyer auf [[Strafverteidiger (Deutschland)|Strafverteidigung]] und vertrat mehrfach auch [[Kommunistische Partei Deutschlands|Kommunisten]]. Dazu gehörten auch Vergehen gegen die nach der nationalsozialistischen [[Machtergreifung]] erlassene [[Verordnung des Reichspräsidenten zum Schutz von Volk und Staat]]. Nachdem Calmeyer im April 1933 vorgeworfen worden war, marxistisch-[[Kommunismus|kommunistisch]] eingestellt zu sein und jüdisches Personal zu beschäftigen, veranlasste der Präsident des [[Oberlandesgericht Celle|Oberlandesgerichts Celle]] eine Prüfung. Calmeyer brachte [[Führungszeugnis|Leumundszeugnisse]] bei, etwa vom Landgerichtspräsidenten, die ihn als politisch zuverlässig schilderten, und verwies darauf, während seiner Studienzeit Mitglied in deutsch-nationalen Organisationen gewesen zu sein. Der Vorstand der [[Rechtsanwaltskammer|Anwaltskammer]] hingegen bezichtigte ihn „volkszersetzende[r] Tätigkeit“. Calmeyer habe „Kommunisten vor Strafe gerettet, wo er nur konnte“. Der OLG-Präsident kam zu dem Schluss, Calmeyer habe mit der [[Rote Hilfe Deutschlands|Roten Hilfe Deutschlands]] in Verbindung gestanden und durch seine Verteidigung von Kommunisten „die Bestrebungen der [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]] unterstützt und gefördert“.&amp;lt;ref&amp;gt;Mathias Middelberg: &amp;#039;&amp;#039;Judenrecht, Judenpolitik und der Jurist Hans Calmeyer in den besetzten Niederlanden 1940–1945&amp;#039;&amp;#039; V&amp;amp;R, Göttingen 2005, S. 194–196, zit. 196.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im August 1933 wurde Calmeyers Anwaltszulassung wegen kommunistischer Betätigung zurückgenommen. Nach erneuter Prüfung erfolgte im Mai 1934 die Wiederzulassung, obwohl es keine neuen Ermittlungen gegeben hatte. Die Gründe sind deshalb im Einzelnen nicht nachvollziehbar.&amp;lt;ref&amp;gt;Mathias Middelberg: &amp;#039;&amp;#039;Judenrecht, Judenpolitik und der Jurist Hans Calmeyer in den besetzten Niederlanden 1940–1945&amp;#039;&amp;#039; V&amp;amp;R, Göttingen 2005, S. 194–196, zit. 196.Mathias Middelberg: &amp;#039;&amp;#039;Judenrecht, Judenpolitik und der Jurist Hans Calmeyer in den besetzten Niederlanden 1940–1945&amp;#039;&amp;#039; V&amp;amp;R, Göttingen 2005, S. 197.&amp;lt;/ref&amp;gt; Unterdessen war Calmeyer allerdings dem [[Nationalsozialistisches Kraftfahrkorps|Nationalsozialistischen Kraftfahrkorps]] und dem [[Nationalsozialistischer Rechtswahrerbund|Nationalsozialistischen Rechtswahrerbund]] beigetreten, während er der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] nicht beitrat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirken in den Niederlanden 1941–1945 ===&lt;br /&gt;
Im Mai 1940 nahm Calmeyer als Soldat einer [[Nachrichtentruppe von Wehrmacht und Waffen-SS|Luftnachrichtenkompanie]] im Rahmen des [[Westfeldzug]]es an der Besetzung der Niederlande teil. Im März 1941 wurde er an das „[[Reichskommissariat Niederlande]]“, die deutsche Besatzungsbehörde in Den Haag, abkommandiert. Dort leitete er die Abteilung „Innere Verwaltung“, in deren Zuständigkeit auch judenpolitische Maßnahmen fielen. U.&amp;amp;nbsp;a. fiel Calmeyer die Aufgabe zu, in „rassischen Zweifelsfällen“ zu entscheiden, ob jemand [[Juden|Jude]] sei oder nicht. Im Januar 1941 wollten die deutschen Besatzer die gesamte jüdische Bevölkerung in den Niederlanden erfassen. Dazu musste von jedem Betroffenen ein detaillierter Meldebogen ausgefüllt werden. §&amp;amp;nbsp;3 der maßgeblichen Verordnung (VO) Nr. 6/41 vom 10. Januar 1941 „über die Meldepflicht von Personen, die ganz oder teilweise jüdischen Blutes sind und sich in den besetzten niederländischen Gebieten aufhalten“, bestimmte: „Ergeben sich Zweifel darüber, ob eine Person nach §&amp;amp;nbsp;2 als ganz oder teilweise jüdischen Blutes anzusehen ist, so entscheidet hierüber auf Antrag der Reichskommissar für die besetzten niederländischen Gebiete oder die von ihm bestimmte Stelle.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Verordnungsblatt für die besetzten niederländischen Gebiete (VOBl. NL) 1941 |Datum=1941 |Seiten=19 ff.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Als „Stelle“ zur Entscheidung der Zweifelsfälle bestimmte Reichskommissar [[Arthur Seyß-Inquart|Arthur Seyss-Inquart]] Calmeyers Abteilung. Die von Calmeyer daraufhin gebildete „Entscheidungsstelle für die Meldepflicht aus VO 6/41“ in Den Haag hatte deshalb grundsätzlich die gleiche Rolle wie das [[Reichsstelle für Sippenforschung|Reichssippenamt]] in Berlin, das während des Dritten Reiches mehr als 150.000 Zweifelsfälle in [[Abstammungssache]]n entschied.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Praxis der Verfahren in Den Haag unterschied sich jedoch erheblich von der in Berlin. Calmeyer ließ Beweismittel zu, die im Deutschen Reich unüblich oder sogar verboten waren (zum Beispiel Feststellungsurteile niederländischer Gerichte über die Religionszugehörigkeit von Petenten, Abstammungsgutachten privat beauftragter Ärzte statt öffentlich bestellter Sachverständiger oder Zeugenaussagen von Juden).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Mathias Middelberg |Titel=„Wer bin ich, dass ich über Leben und Tod entscheide?“ Hans Calmeyer – „Rassereferent“ in den Niederlanden 1941–1945 |Ort=Göttingen |Datum=2015 |ISBN=978-3-8353-1528-0 |Seiten=78 ff}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Calmeyer erklärte nach dem Krieg, ihm sei klar gewesen, dass er „grenzenlos belogen und mit falschen Beweismitteln betrogen“ worden sei.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Schriftliche Einlassung Calmeyers gegenüber dem &amp;#039;&amp;#039;Bureau voor Nationale Veiligheid&amp;#039;&amp;#039; (BNV), Scheveningen, 16./17. April 1946 |Sammelwerk=Nederlands Instituut voor Oorlogsdocumentatie (NIOD), Doc. I, 271, 9 |Datum=1946-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er sah sich selbst deshalb ausdrücklich als „[[Sabotage|Saboteur]] der Judengesetzgebung“. Die meisten Zeitzeugen hatten daran keinen Zweifel. Vor allem die Anwälte, die sich in den Abstammungsverfahren engagiert hatten, stimmten überein, dass Calmeyer und seine Mitarbeiter „falsche“ Fälle als echt akzeptiert hätten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Mathias Middelberg |Titel=„Wer bin ich, dass ich über Leben und Tod entscheide?“ Hans Calmeyer – „Rassereferent“ in den Niederlanden 1941–1945 |Verlag=Wallstein |Ort=Göttingen |Datum=2015 |ISBN=978-3-8353-1528-0 |Seiten=178 f. und 204 ff.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es gab aber auch kritische Stimmen, z.&amp;amp;nbsp;B. die des jungen Anwalts Jaap van Proosdij. Dieser meinte, es sei zwar „eine feststehende Tatsache, dass in Folge von Calmeyers Auftreten viele Hundert Juden der Deportation entkommen“ seien. Die günstigen Entscheidungen habe Calmeyer aber nicht getroffen, um zu helfen, sondern „auf Grund seiner Gewohnheit, stets gegen den Strom zu schwimmen.“ Der Jurist habe, so van Proosdij, „aus Launenhaftigkeit, auf Grund von schlechter Stimmung oder aus Machtwillkür zahlreiche Sachen abgewiesen, in denen er ohne Risiko eine günstige Entscheidung hätte treffen können“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Aussage von Jaap van Proosdij gegenüber dem Bureau voor Nationale Veiligheid (BNV) vom 22. Oktober 1945, Nederlands Instituut voor Oorlogsdocumentatie (NIOD), Doc. I, 271, 3. |Datum=1945-10-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Calmeyer entgegnete auf solche Kritik: „Dass meine Landsleute mich nicht begriffen, war für mich nichts Neues. Und die Niederländer, auf deren Verständnis ich angewiesen war, sollte das Ziel nicht in Gefahr gebracht werden, begriffen nicht, dass ich auch einmal nein sagen musste, dass ich den guten Willen, den leidenschaftlichen guten Willen, immer nur in den Grenzen des Möglichen, gezügelt durch kühlen Verstand, gebrauchen konnte.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Schriftliche Einlassung Calmeyers gegenüber dem &amp;#039;&amp;#039;Bureau voor Nationale Veiligheid&amp;#039;&amp;#039; (BNV), Scheveningen, 16./17. April 1946 |Sammelwerk=Nederlands Instituut voor Oorlogsdocumentatie (NIOD), Doc. I, 271, 9 |Datum=1946-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Metaphorisch schilderte er seinen Gewissenskonflikt: „Ich sah mich selbst als eine Art Arzt, der auf einem von der Außenwelt völlig abgeschnittenen Posten für 5.000 Todkranke nur 50 Ampullen einer Medizin besitzt, durch die es ihm möglich ist, mit 50 Injektionen nur 50 von 5.000 vor dem sicheren Tod zu retten. Welche 50 Patienten soll er retten?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Annähernd 6.000 Zweifelsfälle wurden von der „Entscheidungsstelle“ bearbeitet. In etwa 3.700 Fällen wurden die Petenten, die sich zuvor selbst als Juden gemeldet hatten, zu „[[Arier]]n“ oder „arischen Mischlingen“ umdeklariert. Allein dieses Zahlenverhältnis deutet auf eine „großzügige“ Entscheidungspraxis hin. Beim Reichssippenamt in Berlin waren es weniger als 10 % der Entscheidungen, die zu einer Rückstufung der Petenten führten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Pegelow |Titel=Determining “People of German Blood”, “Jews” and “Mischlinge”: The Reich Kinship Office and the Competing Discourses and Powers of Nazism, 1941–1943 |Sammelwerk=Contemporary European History, 15, I |Datum=2006 |Seiten=43, 64}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Darüber hinaus führten die positiven Abstammungsentscheidungen zum Entstehen vieler „privilegierter [[Mischehe (Nationalsozialismus)|Mischehen]]“. Die jüdischen Ehepartner in diesen „Mischehen“ waren dann ebenfalls vor Deportation geschützt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Mathias Middelberg |Titel=„Wer bin ich, dass ich über Leben und Tod entscheide?“ Hans Calmeyer – „Rassereferent“ in den Niederlanden 1941–1945 |Verlag=Wallstein |Ort=Göttingen |Datum=2015 |ISBN=978-3-8353-1528-0 |Seiten=141 ff. und 217}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.welt.de/kultur/literarischewelt/article139558215/Auf-einmal-hatten-ganz-viele-Juden-arische-Vaeter.html |titel=Auf einmal hatten ganz viele Juden „arische“ Väter |werk=[[Die Welt|Welt Online]] |datum=2015-04-15 |abruf=2016-10-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Begriff „Calmeyer-Juden“ sprach sich unter den Juden in den Niederlanden herum. Dazu gehörte auch [[Jacqueline van Maarsen]], die [[Anne Frank]] in ihrem [[Tagebuch der Anne Frank|Tagebuch]] ihre „beste Freundin“ nennt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Mathias Middelberg |Titel=„Wer bin ich, dass ich über Leben und Tod entscheide?“ Hans Calmeyer – „Rassereferent“ in den Niederlanden 1941–1945 |Verlag=Wallstein |Ort=Göttingen |Datum=2015 |ISBN=978-3-8353-1528-0 |Seiten=10 ff. und 89}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Weitere „Calmeyer-Juden“ sind z.&amp;amp;nbsp;B. [[Laureen Nussbaum]] (Hannelore Klein), eine Freundin von [[Margot Frank]], Anne Franks älterer Schwester,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Peter Niebaum |Hrsg=Rolf Düsterberg, Siegfried Hummel u. Tilman Westphalen |Titel=Ein Gerechter unter den Völkern. Hans Calmeyer in seiner Zeit (1903–1972) |Auflage=2. korr. u. erweiterte |Verlag=Rasch Verlag |Ort=Bramsche |Datum=2003 |ISBN=3-89946-002-2 |Seiten=15 ff.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; die Familie Gallasch, die das Eiscafé Oase in Amsterdam betrieb, in dem sich Anne Frank und ihre Freundinnen regelmäßig trafen,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Mathias Middelberg |Hrsg= |Titel=„Wer bin ich, dass ich über Leben und Tod entscheide?“ Hans Calmeyer – „Rassereferent“ in den Niederlanden 1941–1945 |Verlag=Wallstein |Ort=Göttingen |Datum=2015 |ISBN=978-3-8353-1528-0 |Seiten=102}}&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie die deutsche Schauspielerin [[Camilla Spira]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.tagesspiegel.de/berlin/holocaust-calmeyers-liste-wie-ein-rassereferent-tausende-juden-vor-dem-kz-rettete/12106748.html |titel=Calmeyers Liste: Wie ein „Rassereferent“ tausende Juden vor dem KZ rettete |werk=tagesspiegel.de |datum=2015-07-29 |abruf=2016-10-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe der Zeit wurde die [[Schutzstaffel|SS]] zunehmend argwöhnischer gegenüber den Abstammungsprüfungen. In einem Bericht der [[Sicherheitsdienst des Reichsführers SS|SD]]-Angestellten [[Gertrud Slottke]] über eine Razzia im Mai 1943 im [[Jodenbuurt|Amsterdamer Judenviertel]] hieß es: „Auffallend war, dass ausgerechnet ein Teil dieser Calmeyer-Juden einen derartig hervorstechend galizischen Typ darstellten, dass der Verdacht bestätigt wurde, dass diese Juden die Abstammungserklärung nur laufen haben, um noch eine gewisse Zeit vom Arbeitseinsatz freigestellt zu sein.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Vermerk der SD-Angestellten Slottke vom 27. Mai 1943 |Sammelwerk=Nederlands Instituut voor Oorlogsdocumentatie (NIOD), Archiv 77-85, 181 a |Datum=1943-05-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Folgezeit mehrten sich die Hinweise auf „Manipulationen“ in den Abstammungsverfahren. Das [[Reichssicherheitshauptamt]] in Berlin ordnete im März 1944 deshalb eine „Überprüfung der vom Generalkommissar für Verwaltung und Justiz – Abteilung Innere Verwaltung – ergangenen Abstammungsbescheide“ an. „Ich weiß“, gab [[Adolf Eichmann]] später bei einem Verhör in Jerusalem zu, „dass auf Holland – eine Zeitlang mindestens – ganz besonders geachtet wurde, eben wegen dieser Plage, dass irgendwelche Gruppen noch frei herumlaufen“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Joachim von Lang |Titel=Das Eichmann-Protokoll. Tonbandaufzeichnungen der israelischen Verhöre |Auflage=2. |Verlag=Ullstein |Ort=München |Datum=2001 |Seiten=171}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Calmeyer wurde über die geplante Überprüfung der Abstammungsbescheide nicht informiert. Stattdessen erbat der [[Befehlshaber der Sicherheitspolizei und des SD]] in Den Haag, [[SS-Brigadeführer]] [[Karl Eberhard Schöngarth]], mit einem vom Leiter des Judenreferates IV B 4, [[SS-Sturmbannführer]] [[Wilhelm Zoepf]], verfassten Schreiben vom 5. Juli 1944&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv, NS 2, 224, Bl. 8 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; beim SS-Rasse- und Siedlungshauptamt in Berlin die Abstellung eines „sachkundigen Bearbeiters, der die notwendigen erbbiologischen und urkundentechnischen Erfahrungen besitzt“. Im August 1944 traf daraufhin der [[Genealogie]]-Experte SS-Untersturmführer [[Ulrich Grotefend]] in Den Haag ein.&amp;lt;ref&amp;gt;Personalverfügung des SS-Rasse- und Siedlungshauptamts vom 1. August 1944, Bundesarchiv, RuSHA, Ulrich Grotefend.&amp;lt;/ref&amp;gt; In einem ersten Vermerk meldete er in Sachen „Nachprüfung“ sämtlicher „bisher im Büro Dr. C. durchgeführten Abstammungsüberprüfungen“ nach Berlin, dass „Dr. C. diese Vorgänge nicht herausgeben“ werde, „da er Gründe hierfür haben will. Die von hier dann vorzubringenden Behauptungen von Fälschungen wird er sicherlich entschieden zurückweisen...“ Grotefend schlug deshalb die Beschlagnahme der Calmeyer-Akten vor.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Mathias Middelberg |Titel=„Wer bin ich, dass ich über Leben und Tod entscheide?“ Hans Calmeyer – „Rassereferent“ in den Niederlanden 1941–1945 |Verlag=Wallstein |Ort=Göttingen |Datum=2015 |ISBN=978-3-8353-1528-0 |Seiten=172}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dazu kam es jedoch nicht mehr. Die Kriegsereignisse, insbesondere die näher rückende alliierte Front, verhinderten das.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diskussion über Calmeyers Wirken nach dem Krieg ==&lt;br /&gt;
Die „Entscheidungsstelle über die Meldepflicht aus VO 6/41“ traf neben den positiven auch zahlreiche ablehnende Entscheidungen. Die negativen Entscheidungen kamen einem Todesurteil gleich. Die abgelehnten Petenten wurden in die Vernichtungslager deportiert. Calmeyers Wirken ist deshalb bis heute umstritten. Zunächst positiv über sein Tun urteilten die niederländischen Historiker [[Jacques Presser]]&amp;lt;ref&amp;gt;In: &amp;#039;&amp;#039;Ondergang. De vervolging en verdelging van het Nederlandse Jodendom 1940–1945&amp;#039;&amp;#039;. Band II. Amsterdam 1965, S. 50 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; und Louis de Jong,&amp;lt;ref&amp;gt;In: &amp;#039;&amp;#039;Het Koninkrijk der Nederlanden in de Tweede Wereldoorlog&amp;#039;&amp;#039;. Band VI/1. S. 537.&amp;lt;/ref&amp;gt; später auch Ruth van Galen-Herrmann,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ruth van Galen-Herrmann |Titel=Calmeyer, dader of mensenredder? Visies op Calmeyers rol in de jodenvervolging |Verlag=Aspekt B.V. |Ort=Soesterberg |Datum=2009}}&amp;lt;/ref&amp;gt; die selbst davon ausging, dass sie Calmeyer ihr Überleben verdankte, sowie die deutschen Autoren Peter Niebaum und [[Mathias Middelberg]]. Ende der 1990er Jahre meldeten sich kritischere Stimmen. Der niederländische Historiker Coenraad Stuhldreher kritisierte, Calmeyer habe letztlich „nicht anders gehandelt als jeder andere legalistische deutsche Beamte“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Coen Stuhldreher |Titel=De legale rest |Verlag=Boom |Ort=Amsterdam |Datum=2007 |Seiten=221}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er sei ein „funktionierendes Rädchen“ im Getriebe der Besatzungsverwaltung gewesen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Calmeyer hätte besser verschwinden sollen |Verlag=Neue Osnabrücker Zeitung |Datum=1998}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Geraldien von Frijtag Drabbe Künzel bilanzierte, es sei zwar gewiss, dass Calmeyers Dienststelle „falsche“ Abstammungsanträge „akzeptiert“ habe. Die Schlussfolgerung, „dass Calmeyer die Absicht gehabt habe, zu helfen“, sei aber nicht zu belegen. Letztlich habe der Jurist „ambivalent“ gewirkt. Der Rettung einzelner stünde die „Mitwirkung an der totalen Diskriminierung, Ausraubung, Ausgrenzung und Abschiebung der Juden“ gegenüber.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Geraldien von Frijtag Drabbe Künzel |Titel=Het geval Calmeyer |Verlag=Mets En Schilt |Ort=Amsterdam |Datum=2008 |Seiten=271 f.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der ehemalige Bundespräsident [[Johannes Rau]] zählte Calmeyer deshalb zu den „Menschen, die geholfen haben, aber durch ihre Verstrickung in das Unrechtsregime auch schuldig geworden sind“. Der Bundestagsabgeordnete Mathias Middelberg kommt in seinem Buch über Calmeyer zu dem Fazit: „Das war ihm bewusst und hat ihn bis zu seinem Tod nicht losgelassen. Aber wäre er nicht Teil des Systems geblieben, hätte er niemandem helfen können.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.noz.de/deutschland-welt/politik/artikel/562883/der-retter-aus-dem-apparat-des-todes#gallery&amp;amp;0&amp;amp;0&amp;amp;562883 |titel=Der Retter aus dem Apparat des Todes |hrsg=noz.de |datum=2015-04-06 |abruf=2016-10-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ähnlich hatte zuvor schon der frühere [[Yad Vashem|Yad-Vashem]]-Direktor [[Joseph Michman]], der selbst den Holocaust in den Niederlanden überlebt hatte, bilanziert: „Wer alle Juden retten wollte, rettete niemanden. … Calmeyer war sehr wohl der Schutzengel der Juden. Obwohl ihm selbst KZ oder gar Todesstrafe drohte, hat er in einer Art und Weise manövriert, die Bewunderung verdient.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Wer alle Juden retten wollte, rettete niemanden |Verlag=Neue Osnabrücker Zeitung |Datum=1999}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2024 wurde der Dokumentarfilm &amp;#039;&amp;#039;Der ambivalente Herr Calmeyer&amp;#039;&amp;#039; von Reiner Wolf und Mias König uraufgeführt. Der Film zeichnet den Streit um eine angemessene Würdigung Hans Georg Calmeyers nach. Darin kommen die wichtigsten Diskussionsteilnehmerinnen, wie Els van Diggele, Mathias Middelberg, Heiko Schulze, Petra van de Boomgaard, Robert van Galen, Joachim Castan, Jan van Ophuijsen oder Geraldien von Frijtag Drabbe Kunzel (u.&amp;amp;nbsp;a.) zu Wort.&amp;lt;ref&amp;gt;{{YouTube |id=cDHz8eMIyk8 |uploader=Reiner Wolf |titel=Der ambivalente Herr Calmeyer Trailer |upload=2024-10-18 |abruf=2025-08-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2024 wird in der Dauerausstellung der [[Villa Schlikker (Osnabrück)|Villa Schlikker]] in Osnabrück das Leben und Wirken von Hans Georg Calmeyer behandelt. Die Villa als historisch-kultureller Lernort sollte ursprünglich nach Calmeyer benannt werden, was zu einer stadtpolitischen Kontroverse und Widerstand in den Niederlanden führte. Schließlich erfolgte die Benennung als &amp;#039;&amp;#039;Die Villa_Forum für Erinnerungskultur und Zeitgeschichte&amp;#039;&amp;#039;, kurz &amp;#039;&amp;#039;Die Villa_&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
Calmeyers Wirken blieb in Deutschland lange Zeit unbeachtet, bis in den 1980er Jahren der Osnabrücker Gymnasiallehrer und Ratsherr Peter Niebaum mit Studien zu Calmeyer begann und eine Initiative zu seinem Gedenken ins Leben rief.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1989 benannte die Stadt Osnabrück den bis dahin namenlosen Platz, auf dem sich Blumenthalstraße, Friedrichstraße und Roonstraße kreuzen, als Hans-Calmeyer-Platz.&lt;br /&gt;
* 1992 erfolgte die Anerkennung als „[[Gerechter unter den Völkern]]“ durch Yad Vashem.&lt;br /&gt;
* 1995 verlieh die Stadt Osnabrück Calmeyer in Anwesenheit seines Sohnes [[Peter Calmeyer]] und des israelischen Botschafters [[Avi Primor]] postum ihre höchste Auszeichnung, die [[Justus-Möser-Medaille]].&lt;br /&gt;
* 2010 wurde – erstmals auch in den Niederlanden – eine Ausstellung über den „Judenretter in deutschem Dienst“ in Zwolle gezeigt.&lt;br /&gt;
* Der Osnabrücker Liedermacher [[Günter Gall (Künstler)|Günter Gall]] widmete Calmeyer das „Lied für Hans Calmeyer“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.noz.de/lokales/osnabrueck/artikel/477608/gunter-galls-lieder-von-krieg-und-frieden |titel=Günter Galls „Lieder von Krieg und Frieden“ |hrsg=noz.de |datum=2014-04-23 |abruf=2016-10-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Calmeyers Grab befindet sich auf dem [[Heger Friedhof]] in Osnabrück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Mathias Middelberg]]: &amp;#039;&amp;#039;„Wer bin ich, dass ich über Leben und Tod entscheide?“ Hans Calmeyer – „Rassereferent“ in den Niederlanden 1941–1945.&amp;#039;&amp;#039; Wallstein, Göttingen 2015, ISBN 978-3-8353-1528-0.&lt;br /&gt;
* Peter Niebaum: &amp;#039;&amp;#039;Hans Calmeyer – ein „anderer Deutscher“ im 20. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; Frank &amp;amp; Timme, Berlin 2011, ISBN 978-3-86596-376-5.&lt;br /&gt;
* Ruth van Galen-Herrmann: &amp;#039;&amp;#039;Calmeyer, dader of mensenredder? Visies op Calmeyers rol in de jodenvervolging.&amp;#039;&amp;#039; Aspekt B.V., Soesterberg 2009.&lt;br /&gt;
* Geraldien von Frijtag Drabbe Künzel: &amp;#039;&amp;#039;Het geval Calmeyer.&amp;#039;&amp;#039; Mets En Schilt, Amsterdam 2009.&lt;br /&gt;
* Coen Stuhldreher: &amp;#039;&amp;#039;De legale rest.&amp;#039;&amp;#039; Boom, Amsterdam 2007.&lt;br /&gt;
* Mathias Middelberg: &amp;#039;&amp;#039;Judenrecht, Judenpolitik und der Jurist Hans Calmeyer in den besetzten Niederlanden 1940–1945.&amp;#039;&amp;#039; V&amp;amp;R unipress, Göttingen 2005, ISBN 3-89971-123-8.&lt;br /&gt;
* Geraldien von Frijtag Drabbe Künzel: &amp;#039;&amp;#039;Zwischen Tätern, Zuschauern und Opfern. Hans Georg Calmeyer und die Judenverfolgung in den besetzten Niederlanden.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Gerhard Hirschfeld]], [[Tobias Jersak]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Karrieren im Nationalsozialismus: Funktionseliten zwischen Mitwirkung und Distanz.&amp;#039;&amp;#039; Campus Verlag, Frankfurt a. M. 2004, ISBN 3-593-37156-1, S. 127–145.&lt;br /&gt;
* Joachim Castan, Thomas F. Schneider (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Hans Calmeyer und die Judenrettung in den Niederlanden.&amp;#039;&amp;#039; Katalog zur gleichnamigen Ausstellung. Göttingen 2003, ISBN 3-89971-122-X.&lt;br /&gt;
* Peter Niebaum: &amp;#039;&amp;#039;Ein Gerechter unter den Völkern. Hans Calmeyer in seiner Zeit (1903–1972).&amp;#039;&amp;#039; Hrsg.: [[Rolf Düsterberg]], Siegfried Hummel und Tilman Westphalen. 2. korr. u. erweiterte Auflage. Rasch Verlag, Bramsche 2003, ISBN 3-89946-002-2.&lt;br /&gt;
* Petra van den Boomgaard: &amp;#039;&amp;#039;Voor de nazi’s geen Jood. Hoe ruim 2.500 Joden door ontduiking van de rassenvoorschriften aan de deportaties zijn ontkomen.&amp;#039;&amp;#039; Verbum Verlag, 2019, ISBN 978-94-93028-04-3.&lt;br /&gt;
* [[Heiner Wember]]: &amp;#039;&amp;#039;1941: Calmeyers Listen. Kein anderer Deutscher rettete mehr Juden.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Ronald Feisel]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Wie Dracula den Kopf verlor und Sissi die Lust. 21 unerhörte Geschichten.&amp;#039;&amp;#039; Kiepenheuer und Witsch, Köln 2012, ISBN 978-3-462-04400-3 (Buch zur WDR-Hörfunkreihe „ZeitZeichen“).&lt;br /&gt;
* Stefan Rinke: &amp;#039;&amp;#039;Hans-Georg Calmeyer – ein deutscher Jurist und Gerechter unter den Völkern.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Neue Juristische Wochenschrift|NJW]]&amp;#039;&amp;#039;, 2023, S. 732.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{yadvashem.org |DB=righteous |ID=4042996 |Titel=Hans Georg Calmeyer}}&lt;br /&gt;
* [https://www.hans-calmeyer.de/ Hans Calmeyer-Initiative e.&amp;amp;nbsp;V.]&lt;br /&gt;
* {{Deutsche Biographie |GND=12350550X |Name=Calmeyer, Hans Georg |NDB-online=1 |Autor=[[Mathias Middelberg]] |Datum=2023-01-01}}&lt;br /&gt;
* [http://mathias-middelberg.de/hans-calmeyer/ Hans Calmeyer] Website von [[Mathias Middelberg]]&lt;br /&gt;
* [https://www.welt.de/geschichte/zweiter-weltkrieg/article147147127/Wie-Anne-Franks-beste-Freundin-ueberlebte.html &amp;#039;&amp;#039;Wie Anne Franks beste Freundin überlebte.&amp;#039;&amp;#039;] [[Die Welt|Welt Online]], 4. Oktober 2015&lt;br /&gt;
* [https://www.welt.de/kultur/literarischewelt/article139558215/Auf-einmal-hatten-ganz-viele-Juden-arische-Vaeter.html &amp;#039;&amp;#039;Auf einmal hatten ganz viele Juden „arische“ Väter.&amp;#039;&amp;#039;] [[Die Welt|Welt Online]], 15. April 2015&lt;br /&gt;
* [https://www.osnabrueck.de/calmeyer Hans Georg Calmeyer.] Stadt [[Osnabrück]]&lt;br /&gt;
* [[Heiner Wember]]: [https://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/zeitzeichen/zeitzeichen-todestag-hans-calmeyer-100.html &amp;#039;&amp;#039;3. September 1972 – Todestag des Juristen Hans Calmeyer, der viele Juden rettete.&amp;#039;&amp;#039;] [[Westdeutscher Rundfunk Köln|WDR]], [[ZeitZeichen (Hörfunksendung)|ZeitZeichen]], 3. September 2022, wiederholt im [[Deutschlandfunk]] am 3. März 2026 (85 Jahre nach dem Beginn der Rettung niederländischer Juden)&lt;br /&gt;
* [https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/osnabrueck_emsland/Judenretter-und-NS-Taeter-zugleich-Ausstellung-ueber-Calmeyer,aktuellosnabrueck12110.html &amp;#039;&amp;#039;Judenretter und NS-Täter zugleich: Ausstellung über Calmeyer.&amp;#039;&amp;#039;] [[Norddeutscher Rundfunk|NDR]], 11. September 2024&lt;br /&gt;
* [https://www.ardmediathek.de/video/ard-history/calmeyers-dilemma/ndr/Y3JpZDovL25kci5kZS82NTkwY2MyMS1lZDRhLTQxNTktOGM4MS04M2I3MGY0YjBjZTQ &amp;#039;&amp;#039;ARD Story: Calmeyers Dilemma&amp;#039;&amp;#039;] Dokumentarfilm des [[Norddeutscher Rundfunk|NDR]] für [[Das Erste]], 20. Oktober 2025&lt;br /&gt;
* [https://www.ndr.de/geschichte/koepfe/calmeyers-dilemma-wie-ein-osnabruecker-juden-rettete,calmeyersdilemma-100.html &amp;#039;&amp;#039;„Calmeyers Dilemma“: Wie ein Osnabrücker Juden rettete&amp;#039;&amp;#039;] bei ndr.de vom 24. Januar 2026&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=12350550X|LCCN=no2002084183|VIAF=18132916}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Calmeyer, Hans Georg}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsanwalt (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gerechter unter den Völkern (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Täter des Holocaust]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Teilnehmer am Hitlerputsch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSKK-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung der Niederlande 1940–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Schwarze Reichswehr)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Osnabrück)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Judenretter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1903]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1972]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Calmeyer, Hans Georg&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Calmeyer, Hans&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Rechtsanwalt, Judenretter&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=23. Juni 1903&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Osnabrück]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=3. September 1972&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Osnabrück]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
	</entry>
</feed>