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	<title>Hans Ferdinand Mayer - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T02:39:37Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hans_Ferdinand_Mayer&amp;diff=851288&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Malabon: HC: Ergänze Kategorie:Häftling im KZ Sachsenhausen</title>
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		<updated>2025-03-31T15:06:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:HC&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:HC (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;HC&lt;/a&gt;: Ergänze &lt;a href=&quot;/index.php/Kategorie:H%C3%A4ftling_im_KZ_Sachsenhausen&quot; title=&quot;Kategorie:Häftling im KZ Sachsenhausen&quot;&gt;Kategorie:Häftling im KZ Sachsenhausen&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hans Ferdinand Mayer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[23. Oktober]] [[1895]] in [[Pforzheim]]; † [[18. Oktober]] [[1980]] in [[München]]) war ein deutscher [[Physiker]] und [[Elektrotechnik]]er. Er verfasste Ende Oktober 1939 während einer Geschäftsreise nach Norwegen den [[Oslo-Report]], in dem er [[Militärgeheimnis]]se der [[Wehrmacht]] detailliert beschrieb, und schickte den Report anonym an die [[Vereinigtes Königreich|britische Botschaft]] in Oslo. Diese leitete sie an den britischen Auslandsgeheimdienst [[MI6]] weiter. Erst nach seinem Tod wurde dies öffentlich bekannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Mayer stammte aus bescheidenen Verhältnissen. Nach der Volksschule besuchte er die Friedrichsschule in Pforzheim. 1914 meldete er sich als Kriegsfreiwilliger. Am 23. Oktober 1914, seinem 19. Geburtstag, wurde er schwer verwundet und wurde nach der Genesung einem Ersatzbataillon zugewiesen. Im Februar 1915 erhielt er das [[Notabitur]]. Mayer studierte ab dem Sommersemester 1915 Mathematik, Physik und Astronomie an Hochschulen in [[Universität Karlsruhe|Karlsruhe]] und in [[Universität Heidelberg|Heidelberg]]. Bereits 1917 trat er in Heidelberg der [[Burschenschaft Frankonia Heidelberg]] bei. 1926 wurde er nicht mehr als Mitglied gelistet; er war also ausgetreten oder ausgeschlossen worden. 1920 wurde er mit der Arbeit „Über das Verhalten von Molekülen gegenüber freien langsamen Elektronen“ promoviert. Sein Doktorvater war der Nobelpreisträger [[Philipp Lenard]]. 1922 trat er bei der Berliner [[Siemens &amp;amp; Halske AG]] ein. 1926 begann seine Zusammenarbeit mit [[Karl Küpfmüller]] (1898–1977). Beide Wissenschaftler beschäftigten sich mit Möglichkeiten der störungsfreien Informationsübertragung in Kabelverbindungen über große Entfernungen. Am 20. April 1936 übernahm Mayer die Leitung des Zentrallaboratoriums bei der Berliner Siemens &amp;amp; Halske AG. Im Jahre 1938 wurde er zum Direktor ernannt. Ab 1938 unternahm er zahlreiche Reisen ins Ausland. 1943 wurde Mayer aus politischen Gründen (Hören von „[[Feindsender]]n“ und Kritik am NS-Regime) zu KZ-Haft verurteilt. Nach Interventionen von [[Hermann von Siemens]] und [[Friedrich Lüschen]] bei [[Albert Speer]], [[Heinrich Himmler]] und mehreren NSDAP-Stellen kam es nicht zu einem Prozess beim [[Volksgerichtshof]]. Mayer blieb im [[KZ Sachsenhausen]] und ab September 1943 im [[KZ Dachau]] bis zum Ende des Krieges. Im KZ Dachau wurde er wissenschaftlicher Leiter eines neu eingerichteten Forschungsinstituts für Hochfrequenztechnik. In seinem Institut arbeiteten Häftlinge aus zwölf Nationen, darunter u.&amp;amp;nbsp;a. der frühere Rektor der TU Warschau [[Kazimierz Drewnowski]] (1881–1952). Im Juni 1944 erfolgte die Verlegung in das [[KZ Groß-Rosen]] und Mitte Februar 1945 dann in das [[KZ Mauthausen]]. Da die technischen Gerätschaften nach Sachsenhausen gebracht worden waren, gelang Mayer eine erneute Verlegung dorthin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1946 zog Mayer für vier Jahre in die USA. Dort forschte er für die [[US Air Force]] in [[Dayton (Ohio)]] und lehrte an der [[Cornell University]] in Ithaca (Bundesstaat New York) als Professor für Nachrichtentechnik. 1950 kehrte er nach Deutschland zurück. Er leitete bis 1962 in München die Forschungsabteilung für Nachrichtentechnik bei der Siemens &amp;amp; Halske AG.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mayer war seit 1926 mit Betty Charlotte Stutius verheiratet. Aus der Ehe gingen mehrere Kinder hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk ==&lt;br /&gt;
Mayer war der Verfasser des [[Oslo-Report]]s, eines siebenseitigen Berichts über die geheime militärische Forschung im „Dritten Reich“, von der er durch seine damalige Führungsposition in der Forschung des [[Siemens|Siemens-Konzerns]] wusste. Er schrieb den Bericht Ende Oktober 1939 auf einer Dienstreise nach Norwegen. Obwohl Mayers Hotel nur rund 15 Minuten Fußweg vom britischen Konsulat in Oslo entfernt lag, war es Mayer zu riskant, den Bericht persönlich zu übergeben. So lieh er sich vom Hotelportier eine Schreibmaschine und schickte den Bericht in zwei Briefen an zwei aufeinanderfolgenden Tagen per Post an das britische Konsulat.&amp;lt;ref&amp;gt;David Rennert: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.zeit.de/wissen/geschichte/2021-11/oslo-report-hans-ferdinand-mayer-militaerprojekte-nazis-verrat/komplettansicht Wie ein deutscher Physiker Militärgeheimnisse der Nazis verriet]&amp;#039;&amp;#039; in: Die Zeit, 9. November 2021, abgerufen am 13. November 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er unterzeichnete diese mit „ein deutscher Wissenschaftler, der Ihnen wohlgesinnt ist“. Erst 1977 vertraute Mayer seiner Familie an, dass er den Oslo-Report geschrieben hatte. Auf seinen Wunsch wurde dies erst nach dem Tod Mayers und seiner Frau publik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 1926 veröffentlichte Mayer einen Artikel (H. F. Mayer. „Über das Ersatzschema der Verstärkerröhre“ Telegraphen- und Fernsprech-Technik, 15:335–337, 1926.) der (unabhängig von älteren Vorgängerarbeiten von [[Hermann von Helmholtz]] und [[Léon Charles Thévenin]]) die Einführung von [[Ersatzspannungsquelle]]n nach [[Ersatzstromquelle]]n beschreibt. Mayer war damit der erste, der veröffentlichte, dass die äquivalente Spannung der Ersatzspannungsquelle gleich der [[Leerlaufspannung]] und der äquivalente Strom der Ersatzstromquelle gleich dem [[Kurzschlussstrom]] ist. [[Edward Lawry Norton]] beschrieb dies (ebenfalls 1926) in einem internen Bericht der [[Bell Labs]]. Das [[Theorem]] ist als [[Norton-Theorem]] oder [[Mayer-Norton-Theorem]] bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hans Ferdinand Mayer publizierte weitere 25 technische Artikel und hielt mehr als 80 Patente.&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* 1955: Ehrenmedaille der Stadt Pforzheim&lt;br /&gt;
* 1956: Ehrendoktortitel der [[TH Stuttgart]]&lt;br /&gt;
* 1957: Ehrenmedaille der [[Universität Heidelberg]]&lt;br /&gt;
* 1961: [[Philipp-Reis-Plakette]]&amp;lt;ref&amp;gt;Zeitschrift für das Post- und Fernmeldewesen, Heft-Nr. 22/1961 S. 849&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1961: Gauß-Weber-Medaille der [[Universität Göttingen]]&lt;br /&gt;
* 1961: Ehrenmedaille der [[Max-Planck-Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
* 1968: Ehrenring des VDE&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{NDB|16|539|540|Mayer, Hans Ferdinand|Lothar Schoen|139699961}}&lt;br /&gt;
* Don H. Johnson: &amp;#039;&amp;#039;Scanning Our Past – Origins of the Equivalent Circuit Concept: The Current-Source Equivalent&amp;#039;&amp;#039;, 2002 ([http://citeseerx.ist.psu.edu/viewdoc/download?doi=10.1.1.75.3718&amp;amp;rep=rep1&amp;amp;type=pdf Proceedings of the IEEE, Vol. 91, No. 5, May 2003])&lt;br /&gt;
* Joachim Hagenauer/Martin Pabst: &amp;#039;&amp;#039;Anpassung, Unbotmäßigkeit und Widerstand. [[Karl Küpfmüller]], [[Hans Piloty]], Hans Ferdinand Mayer – Drei Wissenschaftler der Nachrichtentechnik im &amp;quot;Dritten Reich&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;, München 2014 ([https://publikationen.badw.de/de/035372088.pdf online] – PDF; 2.025&amp;amp;nbsp;kB).&lt;br /&gt;
* David Rennert: &amp;#039;&amp;#039;Der Oslo-Report - Wie ein deutscher Physiker die geheimen Pläne der Nazis verriet&amp;#039;&amp;#039;, Residenz-Verlag: Salzburg/Wien 2021.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|139699961}}&lt;br /&gt;
* [https://www.zeit.de/wissen/geschichte/2021-11/oslo-report-hans-ferdinand-mayer-militaerprojekte-nazis-verrat &amp;#039;&amp;#039;Wie ein deutscher Physiker Militärgeheimnisse der Nazis verriet&amp;#039;&amp;#039;], [[Die Zeit]], 9. November 2021&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=139699961|LCCN=no2022014609|VIAF=264274158}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Mayer, Hans Ferdinand}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Physiker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochfrequenztechniker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Persönlichkeit der Elektrotechnik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1895]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1980]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Cornell University)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Universität Stuttgart]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burschenschafter (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Siemens)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im KZ Dachau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im KZ Sachsenhausen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Mayer, Hans Ferdinand&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Physiker und Mathematiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=23. Oktober 1895&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Pforzheim]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=18. Oktober 1980&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[München]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Malabon</name></author>
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