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	<title>Hans Falkenhagen - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Th.Binder: /* Leben */</title>
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		<updated>2025-05-11T15:03:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hans Eduard Wilhelm Falkenhagen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[13. Mai]] [[1895]] in [[Wernigerode]]; † [[26. Juni]] [[1971]] in [[Rostock]]) war ein deutscher [[Physiker]] und Mitbegründer der [[Elektrolyt]]theorie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Der Sohn eines [[Bildhauer]]s oder Baumeisters&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gehrke&amp;quot;&amp;gt;[[Wolf-Dietrich Gehrke]]: &amp;#039;&amp;#039;Auf der Liste für den Nobelpreis. Hans Falkenhagen kam aus dem Harz an die Warnow.&amp;#039;&amp;#039; In: Wolf-Dietrich Gehrke: &amp;#039;&amp;#039;Menschen unter sieben Türmen. Rostocker Familiengeschichten herausgegeben von Ulrich B. Vetter&amp;#039;&amp;#039;, Konrad Reich Verlag Rostock 1997, ISBN 3-86167-095-X, S. 36–39.&amp;lt;/ref&amp;gt; hatte drei Geschwister. Nach einem Vorspiel auf der Geige im Kindesalter im [[Schloss Wernigerode|Wernigeroder Schloss]] wurde der Familie vorgeschlagen, Hans Falkenhagen zum Studium nach Berlin auf die Musikhochschule zu schicken,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gehrke&amp;quot;/&amp;gt; doch er studierte ab 1913 [[Physikstudium|Physik]], [[Mathematikstudium|Mathematik]] und [[Chemiestudium|Chemie]] an den Universitäten [[Universität Heidelberg|Heidelberg]], [[Universität München|München]] und [[Universität Göttingen|Göttingen]]. 1921 wurde er beim späteren [[Nobelpreisträger]] [[Peter Debye]] in Göttingen promoviert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{MathGenealogyProject|id=152646}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Anschließend war er für ein Jahr als Assistent an der [[Technische Universität Danzig|Technischen Hochschule Danzig]] tätig. 1922 wechselte er an die [[Universität Köln]], wo er sich als Assistent [[Karl Försterling]]s mit [[Optik]] und [[Atomphysik]] beschäftigte. Er habilitierte 1924 mit einer Arbeit zum [[Paschen-Back-Effekt]] des Wasserstoffatoms und erhielt anschließend am Institut für Theoretische Physik einen außerplanmäßigen Lehrauftrag. Nachdem er 1927 bis 1928 ein Forschungsstipendium dazu benutzt hatte, um erneut mit Debye an den Universitäten in [[Universität Zürich|Zürich]] und [[Universität Leipzig|Leipzig]] zu arbeiten, wurde er 1930 in Köln zum außerordentlichen Professor für theoretische Physik berufen. Zum 1. Mai 1933 trat er in die [[NSDAP]] ein (Mitgliedsnummer 2.135.990).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/8310406&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1936 folgte er einem Ruf nach Dresden, wo er bis 1945 Direktor des Instituts für Theoretische Physik der [[Technische Universität Dresden|Technischen Hochschule]] war. Nach einer Zwischenzeit als freier Schriftsteller in [[Radebeul]] übernahm Falkenhagen 1949 eine ordentliche Professur an der [[Universität Rostock]] und gründete dort 1951 das Institut für Theoretische Physik, dessen Direktor er auch nach seiner [[Emeritierung]] 1962 bis zum Jahr 1964 blieb. Zu seinen Schülern gehören [[Günter Kelbg]] und [[Werner Ebeling (Physiker)|Werner Ebeling]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leistung ==&lt;br /&gt;
Neben seinem Lehrer Peter Debye sowie [[Erich Hückel]] und [[Lars Onsager]] zählt Hans Falkenhagen zu den Begründern der [[Elektrolyt]]theorie, oft auch als Debye-Hückel-Onsager-Falkenhagen-Theorie bezeichnet (eine Weiterentwicklung der [[Debye-Hückel-Theorie]]). Gemeinsam mit seinem Lehrer Debye gelang ihm zunächst eine Deutung der [[Dispersion (Physik)|Dispersion]] der [[Leitfähigkeit]] starker Elektrolyte. Anschließend entwickelte er eine qualitative Theorie des [[Wien-Effekt]]s und schließlich eine Theorie der [[Viskosität]] starker Elektrolyte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falkenhagen veröffentlichte zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten, darunter die Standardwerke &amp;#039;&amp;#039;Elektrolyte&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Theorie der Elektrolyte&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
Falkenhagen war seit 1955 ordentliches Mitglied der [[Akademie der Wissenschaften der DDR|Deutschen Akademie der Wissenschaften]] zu Berlin und seit 1962 der [[Leopoldina|Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Leopoldina|IDName=hans-falkenhagen|Name=Hans Falkenhagen|Kommentar=|Datum=1. Mai 2022}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In Anerkennung seiner Verdienste wurde er 1955 mit dem [[Nationalpreis der DDR]] III. Klasse ausgezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 24. März 2011 beschloss der Stadtrat von Wernigerode, eine Straße im Gewerbegebiet Schmatzfelder Chaussee nach Hans Falkenhagen zu benennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
Hans Falkenhagen hatte mit seiner Ehefrau Annemarie (1906–1988) zwei Söhne und eine Tochter. Der jüngste Sohn, [[Dieter Falkenhagen]], studierte Physik und Medizin und wurde Nierenspezialist. Er wurde Leiter der Abteilung für künstliche Organe an der Klinik für Innere Medizin der Universität Rostock; später arbeitete er bei [[Fresenius (Unternehmen)|Fresenius]] und baute dann ein Institut für Biomedizinische Technologie auf, das der [[Universität für Weiterbildung Krems|Donau-Universität]] in [[Krems an der Donau]] angegliedert wurde. Dieter Falkenhagens Ehefrau [[Ursula Falkenhagen]] wurde 1993 als Professorin nach Rostock berufen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gehrke&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kohäsion und Zustandsgleichung von Dipolgasen&amp;#039;&amp;#039;, Dissertation, Göttingen 1920&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Paschen-Back-Effekt des H-Atoms&amp;#039;&amp;#039;, Habilitationsschrift, Köln 1924&lt;br /&gt;
* P. Debye und H. Falkenhagen: &amp;#039;&amp;#039;Dispersion der Leitfähigkeit starker Elektrolyte&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschr. f. Elektrochem.&amp;#039;&amp;#039; 24, 1928, S. 562 ff.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Quantentheorie und Chemie&amp;#039;&amp;#039;, Leipziger Vorträge 1928, Hirzel, Leipzig 1928 (Hrsg.)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zur Theorie der Gesamtkurve des Wien-Effekts&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Phys. Zeitschr.&amp;#039;&amp;#039; 30, 1929, S. 163 ff.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Wurzelgesetz der inneren Reibung starker Elektrolyte&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Z. phys. Chem. (Leipzig)&amp;#039;&amp;#039; B6, 1929, S. 159 ff.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Elektrolyte&amp;#039;&amp;#039;. Hirzel, Leipzig 1932&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Naturwissenschaft in Lebensbildern großer Forscher&amp;#039;&amp;#039;. Hirzel, Stuttgart 1948&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Theorie der Elektrolyte&amp;#039;&amp;#039;. Hirzel, Stuttgart 1971&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Werner Ebeling (Physiker)|W. Ebeling]], P. Jakubowski, R. Mahnke und E. Rogmann: &amp;#039;&amp;#039;Zur Geschichte der Elektrolytforschung an der Universität Rostock.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Wissenschaftliche Zeitschrift der Wilhelm-Pieck-Universität Rostock&amp;#039;&amp;#039; 25, 1976, S. 111–119.&lt;br /&gt;
* {{WWW-DDR|id=hans-falkenhagen|lemma=Falkenhagen, Hans|autor=Dieter Hoffmann|band=1|idNum=766}}&lt;br /&gt;
* W.-D. Gehrke: &amp;#039;&amp;#039;Auf der Liste für den Nobelpreis.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Menschen unter sieben Türmen – Rostocker Familiengeschichten&amp;#039;&amp;#039;, Verlag Reich, Rostock, 1997, S. 36–39.&lt;br /&gt;
* [[Sieghard Scheffczyk|S. Scheffczyk]]: &amp;#039;&amp;#039;Der ausgeschlagene Nobelpreis, Prof. Hans Falkenhagen – ein deutsches Forscherschicksal.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Neue Wernigeröder Zeitung&amp;#039;&amp;#039; 20, 2010, S. 23.&lt;br /&gt;
* S. Scheffczyk: [https://tu-dresden.de/tu-dresden/newsportal/ressourcen/dateien/universitaetsjournal/uj_pdfs/uj_2011/UJ11-11.pdf?lang=de#page=8 &amp;#039;&amp;#039;Dem Schöpferprozess des Denkens verpflichtet. Erinnerungen an Professor Hans Falkenhagen.&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 2,6&amp;amp;nbsp;MB) In: &amp;#039;&amp;#039;[[Dresdner Universitätsjournal|Dresdner UniversitätsJournal]]&amp;#039;&amp;#039; 11, 2011, S. 8.&lt;br /&gt;
* S. Scheffczyk: &amp;#039;&amp;#039;Hans Falkenhagen: Materialsammlung&amp;#039;&amp;#039;. Harzbücherei Wernigerode&lt;br /&gt;
* D. Hoffmann: &amp;#039;&amp;#039;Hans Falkenhagen und die Elektrolytforschung.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Kaleidoskop der Mathematik und Naturwissenschaften – 600 Jahre Universität Rostock, 1419–2019&amp;#039;&amp;#039;, S. 130 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|135878101}}&lt;br /&gt;
* {{CPR}}&lt;br /&gt;
* [https://professorenkatalog.uni-koeln.de/person/show/100 Hans Eduard Falkenhagen] im Professorenkatalog der Universität Köln&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |archive-today=20131212060525 |url=http://personen-wiki.slub-dresden.de/index.php/Falkenhagen,_Hans |text=Hans Falkenhagen}} im Personen-Wiki der [[SLUB Dresden]]&lt;br /&gt;
* {{Academictree|physics|817581|Name=Hans Falkenhagen|Abruf=2023-07-20}}&lt;br /&gt;
* [http://www.genealogy-theochem.de/view.php?id=1482 Hans Falkenhagen] im [[Theoretical Chemistry Genealogy Project]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=135878101|LCCN=n/82/164158|VIAF=117972590}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Falkenhagen, Hans}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Physiker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Rostock)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Technische Universität Dresden)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität zu Köln)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Leopoldina (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Akademie der Wissenschaften der DDR]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Wernigerode)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Nationalpreises der DDR III. Klasse für Wissenschaft und Technik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1895]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1971]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Falkenhagen, Hans&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Falkenhagen, Hans Eduard Wilhelm (vollständiger Name); Falkenhagen, Johannes&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Physiker und Mitbegründer der Elektrolyttheorie&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=13. Mai 1895&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Wernigerode]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=26. Juni 1971&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Rostock]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Th.Binder</name></author>
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