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	<title>Hans Eschebach - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Klaaschwotzer: /* Weblinks */ + * {{DNB-Portal|1018388532}}</title>
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		<updated>2025-08-31T14:10:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks: &lt;/span&gt; + * {{DNB-Portal|1018388532}}&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hans Eschebach&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[24. April]] [[1909]] in [[Badeborn]]; † [[10. April]] [[1982]] in [[Magdeburg]]; vollständiger Name: &amp;#039;&amp;#039;Hans Friedrich Eschebach&amp;#039;&amp;#039;) war ein deutscher [[Architekt]], Stadtplaner und [[Bauforschung|Bauforscher]]. Als Architekt war er nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] maßgeblich am Neuaufbau und der [[Raumordnung]] in [[Ostfriesland]] beteiligt, als Bauforscher machte er sich um die Erforschung [[Pompeji]]s verdient.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausbildung ==&lt;br /&gt;
Hans Eschebach verbrachte seine Jugend in [[Dessau]]-[[Törten]], wo sein Vater Pastor Friedrich Franz Eschebach beruflich tätig war. Seine Mutter Marie, geborene Liebe, entstammte der [[Hugenotten|hugenottischen]] Familie [[Gabain]]. Seit seiner Kindheit spielte er [[Bratsche]] und war ein Freund der [[Kammermusik]]. Ab 1927 studierte er bei [[Karl Bonatz]], [[Paul Schmitthenner (Architekt)|Paul Schmitthenner]] und [[Karl Schmoll von Eisenwerth (Maler)|Karl Schmoll von Eisenwerth]] an der [[Universität Stuttgart|Technischen Hochschule Stuttgart]] sowie bei [[Heinrich Sulze]] und [[Oscar Reuther]] an der [[Technische Universität Dresden|Technischen Hochschule Dresden]] [[Architektur]]. Seit dem Studium gehörte er der &amp;#039;&amp;#039;[[Burschenschaft]] Ulmia Stuttgart&amp;#039;&amp;#039; an.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Willy Nolte]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Burschenschafter-Stammrolle. Verzeichnis der Mitglieder der Deutschen Burschenschaft nach dem Stande vom Sommer-Semester 1934.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1934, S. 108.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zum 1. September 1931 trat er der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] bei (Mitgliedsnummer 620.889).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/8081625&amp;lt;/ref&amp;gt; 1933 schloss er sein Studium mit der Diplomarbeit &amp;#039;&amp;#039;Schullandheim in Verbindung mit Kleinsiedlung im Erzgebirge&amp;#039;&amp;#039; ab, 1937 folgte das [[Staatsexamen|2. Staatsexamen]] zum [[Regierungsbaumeister]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eschebach als Architekt und Raumplaner ==&lt;br /&gt;
Unter [[Paul Wolf (Architekt)|Paul Wolf]] wurde Eschebach zunächst Bau[[assessor]], ab 1940 städtischer Baurat im Stadtplanungsamt von [[Dresden]]. 1942 folgte die [[Promotion (Doktor)|Promotion]] bei Sulze mit der Arbeit &amp;#039;&amp;#039;Die städtebauliche Entwicklung Pompejis in vorrömischer Zeit&amp;#039;&amp;#039; an der TH Dresden. 1938 heiratete er Wiltraut Stippich. Wegen eines Ohrenleidens wurde Eschebach nicht zur [[Wehrmacht]] einberufen. Vom Innenminister [[Wilhelm Frick]] wurde er 1942 nach [[Emden]] dienstverpflichtet, wo er zum Leiter des Amtes für Wiederaufbau und Stadtplanung bestimmt wurde. Gemeinsam mit seinen Kollegen [[Wilhelm Ohm]], Peter Diedrichs, Alfred Langeheine und E. H. Blum sollte er nicht nur Bunker bauen, sondern auch schon für die Zeit nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] planen. Zu den von [[Albert Speer]] im nationalsozialistischen Sinne einer Umgestaltung der Emder Innenstadt angestoßenen Gesamtplanungen gehörte unter anderem ein von Eschebach entworfenes Kulturzentrum nach [[Pompeji|pompejanischem]] Vorbild. Weil er aber zu freundschaftliche Beziehungen zu zwei französischen Kriegsgefangenen, dem Architekten Henri Gelée und dem Bildhauer J. Matthieu, die als Bauzeichner eingesetzt wurden, unterhielt, wurde er 1943 als Zeichner in ein Baubataillon der [[Waffen-SS]] nach [[Zwangsarbeitslager Ohrdruf|Ohrdruf]] strafversetzt. Hier wurde er Zeuge von Auswüchsen des NS-Systems, als er auf [[Konzentrationslager|KZ-Häftlinge]] in schlechtem körperlichen Zustand traf. Am Ende des Krieges kam er in Süddeutschland in Kriegsgefangenschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Hafen Neuharlingersiel.JPG|miniatur|Hafen von Neuharlingersiel]]&lt;br /&gt;
Nach kurzer Gefangenschaft wurde Eschebach wieder entlassen und kehrte schon 1946 nach Ostfriesland zurück, um im Auftrag der britischen Besatzungsmacht Hotels auf [[Norderney]] zu bauen. Seit Oktober 1947 arbeitete er freischaffend und hatte zunächst ein Architekturbüro in [[Lohne (Oldenburg)|Lohne]], ein Jahr später zog er damit nach Emden. Dort arbeitete er im Büro des 1933 von den Nationalsozialisten aus seinem Amt entfernten Stadtbaurat Haasis. Seit 1951 betrieb er wieder ein eigenes Architekturbüro. In den Folgejahren war Eschebach maßgeblich an der Neugestaltung Ostfrieslands beteiligt. So gestaltete er den Hafen von [[Neuharlingersiel]] mitsamt seinem Schöpfwerk neu, gestaltete das Wasserwirtschaftsamt [[Aurich]], entwarf das [[Siel und Schöpfwerk Knock]], baute das Verwaltungsgebäude der Firma [[Doornkaat]] neu, baute Verwaltungsgebäude auf den [[Ostfriesische Inseln|Ostfriesischen Inseln]], aber auch 1959 bis 1961 die Neue Kirche auf [[Spiekeroog]],&amp;lt;ref&amp;gt;[https://denkmalatlas.niedersachsen.de/viewer/metadata/42969711/3/-/ Beschreibung auf dem] [[Denkmalatlas Niedersachsen]]&amp;lt;/ref&amp;gt; und betätigte sich auch darüber hinaus im Städte-, Kirchen- und Wasserbau. Ein besonderer Schwerpunkt seiner Arbeit war die Erarbeitung von Flächennutzungs-, Orts- und Bebauungsplänen für ostfriesische Gemeinden, die um 1970 etwa 90 % der Arbeiten Eschebachs ausmachten. Sein Flächennutzungsplan für Emden, den er im August 1950 vorstellte, war der Erste in ganz [[Niedersachsen]]. Durch die niedersächsische Gebiets- und Verwaltungsreform Anfang der 1970er Jahre wurde ihm allerdings nach und nach die Betriebsgrundlage entzogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eschebach als Bauforscher ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Eschebach Übersicht Pompeji 150dpi.png|miniatur|Plan von Pompeji im Maßstab von 1:5000 auf Grundlage von Eschebachs Plan]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Eschebach beruflich weniger eingespannt war, konnte er sich wieder intensiver seiner archäologisch-bauforscherischen Tätigkeiten widmen. Schon zwischen 1938 und 1940 reiste er in den Urlaubsmonaten gemeinsam mit seinem Mentor Sulze nach Pompeji. Dort fertigte er den ersten Plan der Stadt im [[Maßstab (Kartografie)|Maßstab]] von 1:1000 seit 1877 an. Seine Doktorarbeit befasste sich mit der baulichen Entwicklung der Stadt in vorrömischer Zeit. Sie wurde jedoch erst 1970 in überarbeiteter Form veröffentlicht. Sein Plan von Pompeji war insbesondere nach den amerikanischen Bombentreffern von Bedeutung, bildete aber auch darüber hinaus die Grundlage für die weiteren archäologischen Publikationen seitdem. Von 1966 bis 1981 arbeitete er als freier Mitarbeiter für das [[Deutsches Archäologisches Institut|Deutsche Archäologische Institut]] (DAI) in der [[Kampanien|kampanischen]] Ruinenstadt. Unterstützt wurde er dabei von seiner zweiten Ehefrau, der Lehrerin und Archäologin [[Liselotte Eschebach|Liselotte Bliesner]], die er nach dem frühen Tod seiner ersten Frau heiratete. Beide verbrachten jährlich etwa acht Wochen in der italienischen Stadt. Gute Beziehungen unterhielt Eschebach auch in die DDR. Seit 1959 reiste er regelmäßig dorthin, da in [[Schierau|Priorau]] auch Mutter und Bruder lebten. Der 1959 verstorbene Sulze, der sich mittlerweile um den Wiederaufbau Dresdens sehr verdient gemacht hatte, machte Eschebach zu seinem geistigen Erben und Nachlassverwalter. Dennoch wurde dessen Nachlass von den DDR-Behörden beschlagnahmt. Durch die Vermittlung des Dresdner [[Denkmalschutz|Denkmalschützers]], seines früheren Studienfreundes [[Hans Nadler (Denkmalpfleger)|Hans Nadler]], konnte er immerhin Kopien anfertigen. Seitdem Eschebach 1978 beim Leipziger Verlag [[E. A. Seemann]] einen Bildband zu Pompeji herausgebracht hatte, verbesserten sich die Beziehungen zur DDR noch weiter. Er nutzte diese vor allem, um Kontakte zu DDR-Forschern aufrechterhalten und vertiefen zu können. 1982 verunglückte er auf der Transitstrecke zwischen [[West-Berlin]] und der [[Bundesrepublik Deutschland|Bundesrepublik]] bei einer Rückfahrt von einem Besuch bei der Zentrale des DAI – er war korrespondierendes Mitglied des DAI – bei [[Magdeburg]] mit dem Auto schwer und erlag in einem Krankenhaus der Stadt seinen Verletzungen. Seine Frau brachte unter Verwendung seiner Vorarbeiten 1995 das &amp;#039;&amp;#039;Gebäudeverzeichnis und Stadtplan der antiken Stadt Pompeji&amp;#039;&amp;#039; heraus, mit Hilfe der Tochter [[Erika Eschebach]] und Jürgen Müller-Trollius’ mit &amp;#039;&amp;#039;Pompeji. Vom 7. Jahrhundert v. Chr. bis 79 n. Chr.&amp;#039;&amp;#039; eine Baugeschichte der Stadt. Sein städtebaulicher und archäologischer Nachlass befindet sich im [[Niedersächsisches Landesarchiv (Standort Aurich)|Niedersächsischen Landesarchiv – Standort Aurich]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die städtebauliche Entwicklung des antiken Pompeji&amp;#039;&amp;#039;. Kerle, Heidelberg 1970.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Pompeji. Erlebte antike Welt&amp;#039;&amp;#039;, mit Fotografien von [[Josef Adamiak]]. Seemann, Leipzig 1978 (drei Auflagen bis 1984).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Stabianer Thermen in Pompeji&amp;#039;&amp;#039;. (= Denkmäler antiker Architektur, Band&amp;amp;nbsp;13). de Gruyter, Berlin 1979, ISBN 3-11-007873-2.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Arzthäuser in Pompeji&amp;#039;&amp;#039;. Raggi, Feldmeilen 1984 ([[Antike Welt|Sonderheft der Antiken Welt]]).&lt;br /&gt;
* mit [[Liselotte Eschebach]]: &amp;#039;&amp;#039;Pompeji. Vom 7. Jahrhundert v. Chr. bis 79 n. Chr.&amp;#039;&amp;#039; (Arbeiten zur Archäologie). Böhlau, Köln / Weimar / Wien 1995, ISBN 3-412-11594-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|1018388532}}&lt;br /&gt;
* [https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/php/side.php?news_id=451&amp;amp;part_id=0&amp;amp;navi=11 Biographisches Lexikon für Ostfriesland Bd. 2, Aurich 1997, S. 102–105.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1018388532|LCCN=n/89/629852|VIAF=93747125}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Eschebach, Hans}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architekt (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burschenschafter (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtplaner (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Raumplaner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauforscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pompejiforscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Deutschen Archäologischen Instituts]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Angehöriger der Waffen-SS]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1909]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1982]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Eschebach, Hans&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Eschebach, Hans Friedrich&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Architekt, Stadtplaner und Bauforscher&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=24. April 1909&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Badeborn]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=10. April 1982&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Magdeburg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Klaaschwotzer</name></author>
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