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	<title>Hans Driesch - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>~2025-37844-11: /* Literatur */</title>
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		<updated>2026-02-03T09:35:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Driesch1.jpg|mini|Hans Driesch]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hans Adolf Eduard Driesch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[28. Oktober]] [[1867]] in [[Bad Kreuznach|Kreuznach]]; † [[17. April]] [[1941]] in [[Leipzig]]) war ein deutscher [[Biologe]] und [[Philosoph]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Hans Driesch besuchte von 1877 bis 1886 die [[Gelehrtenschule des Johanneums]] in [[Hamburg]]. Er studierte zunächst ab 1886 an der [[Albert-Ludwigs-Universität|Universität Freiburg]] bei [[August Weismann]], ab 1887 an der [[Universität Jena]] [[Zoologie]] bei [[Ernst Haeckel]] und [[Oscar Hertwig]] und [[Botanik]] bei [[Ernst Stahl (Botaniker)|Ernst Stahl]]. 1889 hielt er sich auf der neu gegründeten meeresbiologischen Station [[Plymouth]] zu Studien auf. 1889 promovierte er bei Haeckel mit seiner Arbeit „Tektonische Studien an Hydroidpolypen“.&amp;lt;ref&amp;gt;Jeanische Zeitschrift für Naturwissenschaft 1889 und 1890&amp;lt;/ref&amp;gt; 1890 unternahm er Studienreisen nach [[Indien]] und [[Hvar|Lesina]]. Ab 1891 forschte er an der [[Zoologische Station Neapel|Zoologischen Station]] [[Neapel]]. 1907 und 1908 hielt er Vorlesungen an der [[Universität Aberdeen]] in [[Schottland]] im Rahmen der [[Gifford Lectures]]. 1909 wurde Driesch [[Privatdozent]] für [[Naturphilosophie]] an der [[Universität Heidelberg]], 1911 außerordentlicher Professor und 1920 Ordinarius für [[Philosophie]] an der [[Universität Köln]] und ab 1921 ordentlicher Professor und Direktor des Philosophischen Seminars der [[Universität Leipzig]]. Die [[Universität Hamburg]] verlieh Driesch 1923 den medizinischen, die [[Universität Nanking]] im selben Jahr einen naturwissenschaftlichen Ehrendoktor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hans Driesch war seit 1899 mit der Schriftstellerin Margaretha Reifferscheidt (1874–1946) verheiratet. Eines seiner Kinder war der Komponist Kurt Driesch.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Kurt Driesch: Hans Driesch als Mensch, in: Philosophisches Jahrbuch 57 (1947) 19–21.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei seinem Begräbnis auf dem [[Neuer Johannisfriedhof|Neuen Johannisfriedhof]]&amp;lt;ref&amp;gt;Sein Leichnam und der seiner Frau wurden später nach Berlin überführt.&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde nach seinem Wunsch aus [[Richard Wagner]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Parsifal]]&amp;#039;&amp;#039; gespielt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kurt Driesch: Hans Driesch als Mensch, in: Philosophisches Jahrbuch 57 (1947) 19–21, hier 20.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Experimentelle Forschungen ==&lt;br /&gt;
Ab 1891 führte Driesch an der [[Zoologische Station Neapel|Zoologischen Station Neapel]] experimentelle entwicklungsmechanische Studien an [[Seeigel]]keimen durch. Er trennte die Keime in ihrem zweizelligen Stadium der [[Furchung]]szellen durch heftiges Schütteln in einem kleinen Glasrohr. Die überlebenden Furchungszellen entwickelten sich genauso, als wenn sie nicht von ihrer Schwesterzelle getrennt worden wären.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Driesch: &amp;#039;&amp;#039;Philosophie des Organischen.&amp;#039;&amp;#039; 4. Auflage, Leipzig 1928, S. 42 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Jede der Zellen war also in der Lage, einen kompletten Organismus hervorzubringen. Dementsprechend bezeichnete Driesch die gesamte Entwicklungsmöglichkeit einer Zelle als ihre „[[prospektive Potenz]]“ und das, was bei einer normalen Entwicklung tatsächlich aus der Zelle hervorgeht, als ihre „prospektive Bedeutung“. Beim Seeigel ist die prospektive Potenz der [[Blastomer]]en größer als die prospektive Bedeutung.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Driesch: {{&amp;quot;|Entwicklungsmechanische Studien. I–II. Der Wert der beiden ersten Furchungszellen in der Echinodermententwicklung. Experimentelle Erzeugung von Teil- und Doppelbildungen.}} In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für wissenschaftliche Zoologie&amp;#039;&amp;#039;, Band 53, 1891.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Biologie Oberstufe. Gesamtband.&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben von Ulrich Weber. Berlin 2001, S. 218.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Driesch variierte diese Experimente vielfach mit unterschiedlichen Organismen und stieß dabei immer wieder auf deren Fähigkeit, Zerstückeltes und Zerstörtes selbsttätig wiederherzustellen. Weil es Driesch nicht gelang, dies im Hinblick auf die biologische [[Morphogenese]] auf [[Mechanistisches Weltbild|mechanistische]] und damit [[materialismus|materialistische]] Weise zu erklären, irritierte ihn dieses Ergebnis.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Driesch: &amp;#039;&amp;#039;Lebenserinnerungen.&amp;#039;&amp;#039; Basel 1951, S. 74&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei einem „Mechanismus“ seien die „Anordnung der Teile, die &amp;#039;Konstellation&amp;#039;, die &amp;#039;Struktur&amp;#039; und die letzten Wirkungsgesetze zwischen den Teilen“ das Entscheidende. Die bei Drieschs Experimenten beobachteten Ergebnisse seien jedoch durch einen in dieser Weise verstandenen Mechanismus nicht zu erklären.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Driesch: &amp;#039;&amp;#039;Biologische Probleme höherer Ordnung.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Leipzig 1944, S. 28.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Philosophie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Emil-Fuchs-Straße Nr. 1 (2014).jpeg|mini|Leipzig, ehemaliges Wohnhaus von Hans Driesch in den Jahren 1921 bis 1941, Emil-Fuchs-Straße Nr. 1 (2014)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hans Driesch, Gedenktafel in Leipzig.jpeg|mini|Leipzig, Gedenktafel für Hans Driesch an seinem ehemaligen Wohnhaus, Emil-Fuchs-Straße Nr. 1 (2014)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:GrabtafelHansDriesch.JPG|miniatur|Leipzig, Grabtafel Hans Driesch auf dem [[Neuer Johannisfriedhof|Neuen Johannisfriedhof]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das in Drieschs Augen unter mechanistischen und materialistischen Voraussetzungen nicht erklärbare Ergebnis seiner Experimente führte ihn zur [[Philosophie]]. Seine Ausgangsfrage lautete: „Ist eine gegebene rein materielle Struktur als Grundlage des Formbildungsgeschehens denkbar oder nicht?“&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Driesch: &amp;#039;&amp;#039;Die Überwindung des Materialismus.&amp;#039;&amp;#039; Zürich 1935, S. 32.&amp;lt;/ref&amp;gt; Den Begriff „Mechanismus“ verstand er dabei wie folgt: Alle künftigen Zustände können aus einem gegenwärtigen Zustand abgeleitet werden, wenn in Bezug auf den gegenwärtigen Zustand bekannt sind: 1. die Lagen jedes materiellen Elements, 2. die Geschwindigkeit jedes Elements und 3. das Gesetz der Wechselwirkung zwischen den Elementen. In diesem Sinne seien die künftigen Geschehnisse die geometrische Summe aller einzelnen Bewegungen und Kräfte der materiellen Elemente.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Driesch: &amp;#039;&amp;#039;Philosophie des Organischen.&amp;#039;&amp;#039; 4. Auflage. Leipzig 1928, S. 311.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Driesch hielt es für unmöglich, die Morphogenese der [[Organismen]] auf diese Weise hinreichend zu erklären. Obwohl Driesch es war, der den Begriff des biologischen [[System]]s einführte,&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Penzlin: &amp;#039;&amp;#039;Das Phänomen Leben. Grundfragen theoretischer Biologie.&amp;#039;&amp;#039; Springer Verlag, Berlin und Heidelberg 2014, S. 45.&amp;lt;/ref&amp;gt; war er der Meinung, dass auch eine [[Systembiologie|systembiologische]] Sicht an diesem Tatbestand nichts ändere: „Geordnete Ganzheit ist kein &amp;#039;Mechanismus&amp;#039;, und aus echtem Mechanismus kann sich nie Ganzheit ergeben […]“&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Driesch: &amp;#039;&amp;#039;Wirklichkeitslehre. Ein metaphysischer Versuch.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Leipzig 1922, S. 79.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Driesch forderte daher zusätzlich zu den physiko-chemischen Vorgängen einen Naturfaktor, der die geordnete [[Ganzheit]] des Organismus erzeugt. In diesem Faktor sah er den entscheidenden Unterschied zwischen [[Leben|Belebtem]] und Unbelebtem. Er nannte ihn, ausgehend von [[Aristoteles]], „[[Entelechie]]“. Gelegentlich sprach er auch von „X-Agentien“.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Driesch: &amp;#039;&amp;#039;Parapsychologie.&amp;#039;&amp;#039; Kindler Taschenbücher, München o. J. (ca. 1970), S. 109.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es handle sich dabei um einen immateriellen Faktor, der – da alles Materielle räumlich ist – wie von „außerhalb“ in den Raum hineinwirke. „Die vitale Kausalität, mit dem Begriff der Entelechie als einem nicht-materiellen, &amp;#039;in den Raum hinein&amp;#039; wirkenden Agens arbeitend, heißt Ganzheits[[kausalität]], weil der Organismus ganz ist und nach Störungen wieder ganz ganz wird.“&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Driesch: &amp;#039;&amp;#039;Systematische Selbstdarstellung.&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Deutsche systematische Philosophie nach ihren Gestaltern&amp;#039;&amp;#039;, hrsg. von Hermann Schwarz) Berlin 1933, S. 156&amp;lt;/ref&amp;gt; Nicht auf die Bezeichnung komme es jedoch an, sondern „nur auf die Einsicht, dass ein der Materie gegenüber grundsätzlich Fremdes am Werk ist, das, anders gesagt, nicht von der Materie aus, sondern mit der Materie hier gearbeitet wird.“&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Driesch: &amp;#039;&amp;#039;Biologische Probleme höherer Ordnung,&amp;#039;&amp;#039; S. 15 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit diesem Ansatz wurde Driesch 1893&amp;lt;ref&amp;gt;[[Paul Diepgen]], [[Heinz Goerke]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Ludwig Aschoff|Aschoff]]/Diepgen/Goerke: Kurze Übersichtstabelle zur Geschichte der Medizin.&amp;#039;&amp;#039; 7., neubearbeitete Auflage. Springer, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1960, S. 46.&amp;lt;/ref&amp;gt; zu einem zentralen Vertreter des [[Neovitalismus]], dessen vor allem [[Naturphilosophie|naturphilosophischen]] Werke in den 1920er Jahren sowohl unter Laien als auch unter Biologen und Zoologen weite Verbreitung fanden. Von der engeren [[Biophilosophie]] ausgehend entwickelte Hans Driesch eine umfangreiche Gesamtphilosophie, die auch die Bereiche [[Psychologie]],&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Driesch: &amp;#039;&amp;#039;Grundprobleme der Psychologie.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Leipzig 1929.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Wissenschaftstheorie]],&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Driesch: &amp;#039;&amp;#039;Philosophische Forschungslehre.&amp;#039;&amp;#039; Leipzig 1930.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Relativitätstheorie]]&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Driesch: &amp;#039;&amp;#039;Relativitätstheorie und Weltanschauung.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Leipzig 1930.&amp;lt;/ref&amp;gt; und der [[Ethik]]&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Driesch: &amp;#039;&amp;#039;Die sittliche Tat. Ein moralphilosophischer Versuch.&amp;#039;&amp;#039; Leipzig 1927.&amp;lt;/ref&amp;gt; umfasst. Die Grundausrichtung seiner Philosophie bestand in einer Kritik des [[Materialismus]] bzw. [[Naturalismus (Philosophie)|Naturalismus]] sowie deren [[reduktionismus|reduktionistischer]] Natur.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Driesch: &amp;#039;&amp;#039;Die Überwindung des Materialismus.&amp;#039;&amp;#039; Zürich 1935.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1924 beschäftigte sich Driesch auch mit der [[Parapsychologie]], fungierte 1926–27 als Präsident der [[Society for Psychical Research]] und publizierte im Jahr 1932 eine [[Methodenlehre|Methodenlehrbuch]] für dieses Gebiet.&amp;lt;ref&amp;gt;Diese wurde vielfach neu aufgelegt, Z. B. als Taschenbuch mit Beiträgen von [[Hans Bender (Psychologe)|Hans Bender]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
In Leipzig ist eine große Straße im Stadtteil Leutzsch nach Hans Driesch benannt, sie verlängert die Achse der [[Emil Fuchs|Emil-Fuchs-Straße]], in der sein ehemaliges Wohnhaus steht. Im Kölner Stadtbezirk [[Köln-Lindenthal|Lindenthal]] wurde das Wirken von Hans Driesch ebenfalls durch die Benennung einer Straße geehrt&amp;lt;ref&amp;gt;Konrad Adenauer und Volker Gröbe: &amp;#039;&amp;#039;Straßen und Plätze in Lindenthal&amp;#039;&amp;#039;. J.P. Bachem, Köln 1992, ISBN 3-7616-1018-1, S. 62 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;, desgleichen 1967 im Hamburger Stadtteil [[Hamburg-Eidelstedt|Eidelstedt]] mit der Benennung des Drieschwegs.&amp;lt;ref&amp;gt;Horst Beckershaus: &amp;#039;&amp;#039;Die Hamburger Straßennamen&amp;#039;&amp;#039;, Verlag Die Hanse, Hamburg, 2011, ISBN 978-3-86393-009-7&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Driesch wirkte über viele Jahre als Mitarbeiter an der populärwissenschaftlichen illustrierten Monatsschrift &amp;#039;&amp;#039;Reclams Universum&amp;#039;&amp;#039; mit, die anlässlich seines 60. Geburtstags in ihrer Ausgabe vom 27. Oktober 1927 seiner gedachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Driesch war [[Pazifismus|pazifistischer]] und demokratischer Gesinnung, musste daher als einer der ersten Professoren aufgrund seines früheren Eintretens für pazifistisch gesinnte Kollegen unter dem Zwang der [[NS-Diktatur]] seine [[Emeritierung]] beantragen und war so von seiner Hochschullehrtätigkeit ausgeschlossen.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Driesch: &amp;#039;&amp;#039;Lebenserinnerungen.&amp;#039;&amp;#039; S. 271 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2013 stiftete Michael W. Driesch, der mit Hans Driesch nicht verwandt ist, einen [[Hans-Driesch-Wissenschaftspreis]], der von der [[Universität Witten/Herdecke]] vergeben wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.idw-online.de/pages/de/news514894 Informationsdienst Wissenschaft: &amp;quot;Universität Witten/Herdecke verleiht 2013 erstmals den Hans-Driesch-Wissenschaftspreis.&amp;quot;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Driesch bei Kurt Tucholsky ==&lt;br /&gt;
Angesichts einer im Jahr 1928 gehaltenen Rede Hans Drieschs vor dem [[Reichsgericht]] in Leipzig, in der er sich indirekt auch für Mitglieder der [[Deutsche Liga für Menschenrechte|Deutschen Liga für Menschenrechte]] einsetzte, die wegen ihres öffentlich geäußerten radikalen Pazifismus angeklagt waren, beschrieb der Dichter [[Kurt Tucholsky|Tucholsky]] Driesch als „höchst couragiert,“&amp;lt;ref&amp;gt;Kurt Tucholsky: &amp;#039;&amp;#039;Lerne lachen ohne zu Weinen. Auswahl 1928-1929.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1985, S. 391.&amp;lt;/ref&amp;gt; der für die Angeklagten „in verdienstvoller Weise eingetreten“ sei,&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;ebenda.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; aber er bedauert, dass Driesch nicht viel eindeutiger und ohne Rücksichten auf Konventionen geredet habe.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;ebenda.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schüler ==&lt;br /&gt;
* [[Erwin Ditz]]&lt;br /&gt;
* [[Walter Ehrlich]]&lt;br /&gt;
* [[Norbert Elias]]&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Fortner]]&lt;br /&gt;
* [[Erich Fromm]]&lt;br /&gt;
* [[Arnold Gehlen]] (Promotion 1927, [[Habilitation]] 1930)&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Harms]] (Promotion 1922)&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Haufe]] (Promotion 1925)&lt;br /&gt;
* [[Ernst Jünger]]&lt;br /&gt;
* [[Jacques Maritain]]&lt;br /&gt;
* [[Walter Nigg]]&lt;br /&gt;
* [[Helmuth Plessner]]&lt;br /&gt;
* [[Helmut Schelsky]]&lt;br /&gt;
* [[Werner Schingnitz]] (Promotion 1923, Habilitation 1926)&lt;br /&gt;
* [[Otto Stammer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die &amp;quot;Seele&amp;quot; als elementarer Naturfaktor&amp;#039;&amp;#039;, Leipzig 1903.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Biologie als selbständige Grundwissenschaft und das System der Biologie,&amp;#039;&amp;#039; 2. Auf. Leipzig 1911.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Begriff der organischen Form&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 1919. [https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bvb:355-ubr20825-2 Digitalisat]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Problem der Freiheit,&amp;#039;&amp;#039; 2. Aufl. Darmstadt 1920.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Leib und Seele&amp;#039;&amp;#039;, 2. Aufl. Leipzig 1920.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Philosophie des Organischen&amp;#039;&amp;#039;, 2. Aufl. Leipzig : Engelmann, 1921&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Mein System und sein Werdegang&amp;#039;&amp;#039;, 2. Aufl. Philosophie in Selbstdarstellungen, Leipzig 1922.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ordnungslehre. Ein System des nichtmetaphysischen Teiles der Philosophie&amp;#039;&amp;#039;. 2. Aufl. Jena 1923.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Grundprobleme der Psychologie&amp;#039;&amp;#039;, Leipzig 1926.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die sittliche Tat. Ein moralphilosophischer Versuch&amp;#039;&amp;#039;, Leipzig 1927.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Relativitätstheorie und Weltanschauung&amp;#039;&amp;#039;, 2. Aufl. Leipzig 1929.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wirklichkeitslehre. Ein metaphysischer Versuch&amp;#039;&amp;#039;. 3. Aufl. Leipzig 1930.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Philosophische Forschungslehre&amp;#039;&amp;#039;, Leipzig 1930.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Parapsychologie. Die Wissenschaft von den &amp;quot;okkulten&amp;quot; Erscheinungen. Methodik und Theorie&amp;#039;&amp;#039;. München 1932.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Philosophische Gegenwartsfragen,&amp;#039;&amp;#039; Leipzig 1933.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Überwindung des Materialismus&amp;#039;&amp;#039;, Zürich 1935.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Alltagsrätsel des Seelenlebens&amp;#039;&amp;#039;, Stuttgart 1938.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Mensch und die Welt&amp;#039;&amp;#039;, 2. Aufl. Zürich 1945.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Lerne lachen ohne zu weinen 003.jpg|mini|[[Kurt Tucholsky]]; &amp;#039;&amp;#039;Lerne lachen ohne zu weinen&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Raimund Schmidt (Hrsg. &amp;amp; Einf.): &amp;#039;&amp;#039;Die deutsche Philosophie der Gegenwart in Selbstdarstellungen.&amp;#039;&amp;#039; Erster Band: Paul Barth / [[Erich Becher]] / Hans Driesch / [[Karl Joël]] / [[Alexius Meinong|A. Meinong]] / [[Paul Natorp]] / [[Johannes Rehmke]] / [[Johannes Volkelt]]. Felix Meiner, Leipzig 1921.&lt;br /&gt;
* Otto Heinichen: &amp;#039;&amp;#039;Drieschs Philosophie. Eine Einführung&amp;#039;&amp;#039;, Leipzig 1924.&lt;br /&gt;
* [[Will Durant]] : &amp;#039;&amp;#039;Die großen Denker&amp;#039;&amp;#039;, Zürich 1926, S. 441–451.&lt;br /&gt;
* [[Aloys Wenzl]] : &amp;#039;&amp;#039;Hans Driesch: Persönlichkeit und Bedeutung für Biologie und Philosophie heute&amp;#039;&amp;#039;, Basel 1951&lt;br /&gt;
* [[Emil Ungerer]]: &amp;#039;&amp;#039;Hans Driesch. Die Eigengesetzlichkeit des organischen Lebens.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Forscher und Wissenschaftler im heutigen Europa. 2. Mediziner, Biologen, Anthropologen.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. von [[Hans Schwerte]] &amp;amp; [[Wilhelm Spengler]]. Reihe: Gestalter unserer Zeit Bd. 4. Stalling, Oldenburg 1955, S. 218–227.&lt;br /&gt;
* Reinhard Mocek: &amp;#039;&amp;#039;Wilhelm Roux, Hans Driesch. Zur Geschichte der Entwicklungsphysiologie der Tiere&amp;#039;&amp;#039; (&amp;quot;[[Entwicklungsmechanik]]&amp;quot;), Jena 1974.&lt;br /&gt;
* {{NDB|4|125|126|Driesch, Hans Adolf Eduard|Aloys Wenzl|118527479}}&lt;br /&gt;
* Horst H. Freyhofer: &amp;#039;&amp;#039;The Vitalism of Hans Driesch. The Success and Decline of a Scientific Theory&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt/Main, Bern 1982.&lt;br /&gt;
* Walter Hof: &amp;#039;&amp;#039;Die philosophische Reichweite der modernen Naturwissenschaft&amp;#039;&amp;#039;, Leer 1984, S. 15–26.&lt;br /&gt;
* Thomas Miller: &amp;#039;&amp;#039;Konstruktion und Begründung&amp;#039;&amp;#039;. Zur Struktur und Relevanz der Philosophie Hans Drieschs. G. Olms Verlag, Hildesheim 1991. ISBN 978-3-487-09514-1&lt;br /&gt;
* [[Kurt Tucholsky]] ; &amp;#039;&amp;#039;Lerne lachen ohne zu weinen. Auswahl 1928–1929&amp;#039;&amp;#039;; Berlin 1985&lt;br /&gt;
* [[Hans-Peter Waldrich]] : &amp;#039;&amp;#039;Grenzgänger der Wissenschaft,&amp;#039;&amp;#039; München 1993, S. 64–93.&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20110205043232/http://www.bautz.de/bbkl/d/driesch_h_a_e.shtml|autor=Thomas Miller|artikel=Hans Adolf Eduard Driesch|band=19|spalten=181-195}}&lt;br /&gt;
* Stephan Krall, Michael Nahm, Hans-Peter Waldrich: &amp;#039;&amp;#039;Hinter der Materie. Hans Driesch und die Natur des Lebens.&amp;#039;&amp;#039; Die Graue Edition, Zug 2021.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118527479}}&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|FID=pe/004254}}&lt;br /&gt;
* [http://vlp.mpiwg-berlin.mpg.de/people/data?id=per63 Kurzbiografie und Bibliografie] (englisch) im [[Virtual Laboratory]] des [[Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte|Max-Planck-Instituts für Wissenschaftsgeschichte]]&lt;br /&gt;
* {{CPL|Driesch_30}}&lt;br /&gt;
* [http://dikuw.org/ueber-hans-driesch/ Biographie von Hans Driesch] beim Düsseldorfer Institut für Kunst und Wissenschaft&lt;br /&gt;
* [https://www.leo-bw.de/web/guest/detail/-/Detail/details/PERSON/kgl_biographien/118527479/biografie Driesch, Hans Adolf Eduard] in LEO-BW&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118527479|LCCN=n79106752|NDL=00551809|VIAF=66593001}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Driesch, Hans}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Entwicklungsbiologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zoologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Naturphilosoph]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Philosoph (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Parapsychologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Leipzig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität zu Köln)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (University of Aberdeen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Leopoldina (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Universität Hamburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor einer Universität in China]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Bad Kreuznach)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1867]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1941]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Friedrich-Schiller-Universität Jena]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Driesch, Hans&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Driesch, Hans Adolf Eduard (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Biologe und Philosoph&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=28. Oktober 1867&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Bad Kreuznach|Kreuznach]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=17. April 1941&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Leipzig]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
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