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	<title>Hans Deuschl - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Lubitsch2 am 17. April 2026 um 09:34 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hans Deuschl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[21. Juli]] [[1891]] in [[Grafing bei München|Grafing]]; † [[27. April]] [[1953]] in [[Starnberg]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Mediziner]], [[SS-Führer]] und Ärztefunktionär.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Deuschl, Sohn eines Guts- und Brauereibesitzers, wuchs mit 14 Geschwistern auf. Seine Schulzeit beendete Deuschl an dem Realgymnasium in [[Rosenheim]] mit dem [[Abitur]] und absolvierte danach ein [[Studium der Medizin]] an den Universitäten [[Ludwig-Maximilians-Universität München|München]] und [[Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg|Erlangen]]. Seit seiner Studienzeit gehörte er ab 1909 der [[Schwarze Verbindung|schwarzen Studentenverbindung]] &amp;#039;&amp;#039;Apollo&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;München&amp;#039;&amp;#039; (seit 1933 [[Münchener Burschenschaft Franco-Bavaria|Münchener Burschenschaft Apollo]])&amp;lt;ref&amp;gt;Münchner Burschenschaft Apollo: &amp;#039;&amp;#039;Festschrift zur Hundertjahrfeier 1865–1965&amp;#039;&amp;#039;; München 1965; S. 159 (Mitgliederverzeichnis).&amp;lt;/ref&amp;gt; an.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Willy Nolte]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Burschenschafter-Stammrolle. Verzeichnis der Mitglieder der Deutschen Burschenschaft nach dem Stande vom Sommer-Semester 1934.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1934, S. 82.&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus der gemeinsamen Mitgliedschaft in der Apollo ergab sich auch seine Freundschaft zum späteren Reichsführer SS [[Heinrich Himmler]]. Deuschl unterbrach sein Studium wegen der Teilnahme am [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]]. Nach Kriegsende war Deuschl ab Mitte Mai 1919 Medizinalpraktikant an den Heil- und Pflegeanstalten Regensburg und Wöllersdorf und der Universitätspoliklinik München. Von Juni 1920 bis 1923 war er erneut an der Heil- und Pflegeanstalt Regensburg beschäftigt und [[Promotion (Doktor)|promovierte]] zu dieser Zeit zum Dr. med. Danach war er bis 1925 in der Firma seiner Eltern tätig. Anschließend arbeitete Deuschl bis 1928 als Krankenhausarzt und war danach bis 1935 als Assistenzarzt am Münchener [[Krankenhaus rechts der Isar]] tätig. Zwischenzeitlich hatte Deuschl im April 1932 seine Ausbildung zum &amp;#039;&amp;#039;Facharzt für Röntgen- und Lichtheilkunde&amp;#039;&amp;#039; abgeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deuschel gehörte nach Ende des Ersten Weltkrieges einem [[Freikorps]] an und engagierte sich beim [[Völkischer Block in Bayern|Völkischen Block]], wo er bis zum Oberführer aufstieg. Während seines Aufenthalts in Grafing war er Kandidat für den Bürgermeisterposten in seiner Heimatstadt und unterlag bei der Wahl im Dezember 1924 nur knapp. Zum 1. September 1929 trat Deuschl der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] ([[Liste der NSDAP-Mitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 147.015)&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-VIII KARTEI/5990795&amp;lt;/ref&amp;gt; und im Juni 1931 der [[Schutzstaffel|SS]] bei (SS-Nummer 8.894). Auf Betreiben Himmlers leitete er danach das Sanitätswesen der I. SS-Standarte in [[München]] und machte bei der SS zunächst Karriere. In der SS stieg Deuschel am 30. Januar 1937 bis zum Oberführer auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im August 1929 gehörte Deuschl zu den Gründungsmitgliedern des [[Nationalsozialistischer Deutscher Ärztebund|Nationalsozialistischen Deutschen Ärztebundes]] (NSDÄB). Anfang März 1931 wurde Deuschl Geschäftsführer beim NSDÄB und war bis August 1934 Herausgeber der Verbandszeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Ziel und Weg&amp;#039;&amp;#039; des NSDÄB. Zudem saß Deuschl dem [[Hartmannbund]] vor, bis dieser 1936 zwangsweise im NSDÄB aufging. Deuschl wurde 1933 Stellvertreter des Reichsärzteführers [[Gerhard Wagner (Mediziner)|Gerhard Wagner]]. Wenige Monate nach Wagners Tod wurde Deuschl durch den neuen Reichsärzteführer [[Leonardo Conti (Mediziner)|Leonardo Conti]] aufgrund unterschiedlicher inhaltlicher Vorstellungen von seinem Stellvertreterposten entpflichtet und [[Kurt Blome]] wurde Ende August 1939 Deuschls Nachfolger. Deuschl gehörte danach jedoch noch dem Beirat der [[Reichsärztekammer]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deuschl begleitete die Errichtung der &amp;#039;&amp;#039;[[Führerschule der Deutschen Ärzteschaft]]&amp;#039;&amp;#039; in [[Alt Rehse]], die am 1. Juni 1935 eröffnet und deren erster Leiter er wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Mitglieder-Nachrichten.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Burschenschaftliche Blätter]]&amp;#039;&amp;#039;, 49. Jahrgang (Juni 1935), H. 9, S. 251.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dort widmete er sich mehr organisatorischen denn ärztlichen Belangen. Deuschl war seit Februar 1937 zum zweiten Mal mit der wesentlich jüngeren schwedischen Hebamme Sara Toll verheiratet. Bei der Hochzeit war Himmler Trauzeuge und wurde auch Pate des ältesten Sohnes der Deuschls namens Heinrich. Infolge einer Auseinandersetzung mit [[Martin Bormann]] musste Deuschl im November 1940 seinen Posten an der ärztlichen Führerschule aufgeben. Deuschls Nachfolger wurde sein bisheriger Stellvertreter [[Johannes Peltret]]. Danach zogen die Deuschls nach München, wo Deuschl u.&amp;amp;nbsp;a. beim [[Lebensborn]] erfolglos um einen hauptamtlichen Posten bei der SS nachsuchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Mitte November 1941 bis April 1943 war er Leiter des Gesundheitswesens beim [[Generalbezirk|Generalkommissar]] für [[Estland]] in [[Tallin|Reval]] und dort in Personalunion Direktor der „Deutschen Klinik“. Am 24. Januar 1942 schlug er Himmler vor, „zur Eindämmung des [[Fleckfieber]]s die Hälfte aller sowjetischen Kriegsgefangenen in seinem Gebiet erschießen zu lassen, um die andere Hälfte dieser &amp;#039;&amp;#039;bolschewistischen Bestien&amp;#039;&amp;#039; mit doppelten Rationen als Arbeitskräfte zu erhalten“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee106&amp;quot;&amp;gt;Ernst Klee: &amp;#039;&amp;#039;Das Personenlexikon zum Dritten Reich&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main 2007, S. 106.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach scheiterte sein Versuch, in die [[Waffen-SS]] bzw. ins [[KZ Dachau]] versetzt zu werden. Anfang 1944 wurde Deuschl schließlich auf Betreiben Himmlers Bürgermeister von Starnberg und blieb in dieser Funktion bis zu Kriegsende. Nach Kriegsende wurde Deuschl im November 1948 nach einem [[Spruchkammerverfahren]] in Starnberg als Mitläufer [[Entnazifizierung|entnazifiziert]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background:silver&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot;|Deuschls SS-Ränge&amp;lt;ref name=&amp;quot;Maibaum137f&amp;quot;&amp;gt;Thomas Maibaum: &amp;#039;&amp;#039;Die Führerschule der deutschen Ärzteschaft Alt-Rehse&amp;#039;&amp;#039;, Universität Hamburg, Hamburg 2007, S. 137f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background:silver&amp;quot;&lt;br /&gt;
!Datum&lt;br /&gt;
!Rang&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Juni 1931&lt;br /&gt;
|SS-Standartenarzt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|November 1932&lt;br /&gt;
|[[SS-Sturmbannführer]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|November 1933&lt;br /&gt;
|[[SS-Obersturmbannführer]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|November 1934&lt;br /&gt;
|[[SS-Standartenführer]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Januar 1937&lt;br /&gt;
|[[SS-Oberführer]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Olympisches [[Eisernes Kreuz]] II. Klasse&amp;lt;ref name=&amp;quot;Maibaum137f&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Goldenes Parteiabzeichen der NSDAP]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee106&amp;quot; /&amp;gt; (30. Januar 1939)&lt;br /&gt;
* [[SS-Ehrendegen|Ehrendegen des Reichsführers SS]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Maibaum137f&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[SS-Ehrenring|Totenkopfring der SS]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Maibaum137f&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Dienstalterslisten der SS|SS-Dienstalterliste]] vom Stand 1. Oktober 1934, Buchdruckerei Birkner, vorm. Hermes, München 1934, S. 76, Nr. 3131.&lt;br /&gt;
* Thomas Maibaum: &amp;#039;&amp;#039;[http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2007/3457/ Die Führerschule der deutschen Ärzteschaft Alt-Rehse]&amp;#039;&amp;#039; Universität Hamburg, Hamburg 2007. Dissertationsschrift.&lt;br /&gt;
* Wilhelm Boes: &amp;#039;&amp;#039;[https://refubium.fu-berlin.de/handle/fub188/8120 Zur Person und Bedeutung des Arztes Dr. Hans Deuschl (1891–1953) unter besonderer Berücksichtigung seiner Karriere in der Zeit des Nationalsozialismus]&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 2010. Dissertationsschrift, Charité – Universitätsmedizin Berlin.&lt;br /&gt;
* Wilhelm Boes: &amp;#039;&amp;#039;Dr. med. Hans Deuschl – Der Begründer der „Führerschule der deutschen Ärzteschaft“ in Alt-Rehse.&amp;#039;&amp;#039; Kontur-Verlag, Fredersdorf 2014, ISBN 978-3-944998-00-8.&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|978-3-596-16048-8}}&lt;br /&gt;
* Friederike Hellerer: &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Die Hälfte der Kriegsgefangenen erschießen, die andere Hälfte mit doppelten Rationen als Arbeitskräfte erhalten: Dr. Hans Deutschl&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Wolfgang Proske]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Täter Helfer Trittbrettfahrer&amp;#039;&amp;#039;. Band 18: &amp;#039;&amp;#039;NS-Belastete aus Oberbayern (Süd)&amp;#039;&amp;#039;. Kugelberg Verlag, Gerstetten 2024, ISBN 978-3-945893-26-5, S. 60–67.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* J. Zapnik: [http://www.ns-eugenik.de/eugenik/sc1.htm &amp;#039;&amp;#039;Führerschule der deutschen Ärzteschaft in Alt Rehse&amp;#039;&amp;#039;] auf www.ns-eugenik.de&lt;br /&gt;
* Anja Peters: [http://www.l-va.city-bizzy.de/mv/pdf/mv08_208.pdf &amp;#039;&amp;#039;Die „Führerschule der deutschen Ärzteschaft“ in Alt Rehse&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 327&amp;amp;nbsp;kB). In: Ärzteblatt Mecklenburg-Vorpommern, Ausgabe 6/2008, S. 208–209.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=135843030|LCCN=n2015187218|VIAF=80291798}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Deuschl, Hans}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Radiologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Allgemeinmediziner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Arzt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDÄB-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Goldenen Parteiabzeichens der NSDAP]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bürgermeister (Starnberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Reichsärztekammer)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freikorps-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Estlands 1941–1944)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ärztefunktionär]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter (Studentenverbindung)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burschenschafter (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1891]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1953]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Deuschl, Hans&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Mediziner, SS-Führer und NS-Ärztefunktionär&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=21. Juli 1891&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Grafing bei München|Grafing]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=27. April 1953&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Starnberg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lubitsch2</name></author>
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