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	<title>Hans Delmotte - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T23:40:12Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hans_Delmotte&amp;diff=1998121&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hardenacke: /* Literatur */ + wikilink</title>
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		<updated>2025-12-10T17:56:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; + wikilink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hans Delmotte&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[15. Dezember]] [[1917]] in [[Lüttich]]; † [[1945]]) war ein belgischer SS-Arzt, der im [[KZ Auschwitz]] bei der Zweigstelle des [[Hygiene-Institut der Waffen-SS|Hygiene-Instituts der Waffen-SS]] beschäftigt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Delmotte absolvierte nach dem Ende seiner Schullaufbahn ein [[Studium der Medizin|Medizinstudium]]. Er war November 1937 der [[Schutzstaffel|SS]] beigetreten (SS-Nummer 313.070).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-III/520946&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach Ausbruch des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] gehörte Delmotte seit dem 14. Juli 1941 der [[Waffen-SS]] an,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lasik320&amp;quot;&amp;gt;Aleksander Lasik: &amp;#039;&amp;#039;Die Organisationsstruktur des KL Auschwitz&amp;#039;&amp;#039;, in: Aleksander Lasik, Franciszek Piper, Piotr Setkiewicz, Irena Strzelecka: &amp;#039;&amp;#039;Auschwitz  1940-1945. Studien zur Geschichte des Konzentrations und Vernichtungslagers Auschwitz.&amp;#039;&amp;#039; Band I: &amp;#039;&amp;#039;Aufbau und Struktur des Lagers&amp;#039;&amp;#039;, [[Staatliches Museum Auschwitz-Birkenau]], [[Oświęcim]] 1999, S. 320.&amp;lt;/ref&amp;gt; zum 9. November 1944 wurde er zum [[SS-Obersturmführer]] befördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Delmotte absolvierte einen Lehrgang an einer [[SS-Junkerschule]] und war am Sanitätsamt der Waffen-SS in [[Berlin]] eingesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Langbein: &amp;#039;&amp;#039;Menschen in Auschwitz.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt am Main, Berlin Wien 1980, S. 405f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 15. September 1944 wurde er durch [[Joachim Mrugowsky]] zur Zweigstelle des [[Hygiene-Institut der Waffen-SS|Hygiene-Instituts der Waffen-SS]] in Auschwitz versetzt. Ebenso wie sein Kollege [[Hans Münch (Mediziner)|Hans Münch]] war Delmotte Stellvertreter seines Vorgesetzten [[Bruno Weber (Mediziner)|Bruno Weber]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lasik320&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im KZ Auschwitz war Delmotte einerseits am Hygiene-Institut der Waffen-SS und andererseits als Lagerarzt tätig. Umgehend nach seiner Ankunft in Auschwitz wurde Delmotte in Begleitung eines Arztkollegen zu [[Selektion (Konzentrationslager)|Selektionen]] von KZ-Häftlingen zur [[Gaskammern und Krematorien der Konzentrationslager Auschwitz|Vergasung]] an der so genannten Rampe herangezogen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lifton&amp;quot;&amp;gt;Robert Jay Lifton: „[https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13528214.html Die Mörder sind noch unter uns]“, in: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Spiegel]]&amp;#039;&amp;#039;, Ausgabe 27 vom 4. Juli 1988.&amp;lt;/ref&amp;gt; Delmottes Kollege Hans Münch traf Delmotte nach dessen Teilnahme an seiner ersten Selektion an:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Er kam völlig verstört wieder zurück. Er wurde von einem SS-Mann gebracht, weil er praktisch nicht in der Lage war, selbst nach Hause zu fahren. Er schlief im selben Haus im Zimmer neben mir. Ich glaubte, als er zurückkam [...] er sei dem Schnaps, der meistens bei den Selektionen zur Verfügung stand, nicht gewachsen gewesen. Er brach; aber er war nicht fähig, sich zu äußern. Erst am nächsten Morgen merkte ich, das der Alkohol nicht die hauptsächlichste Rolle gespielt hatte. [...] Er war völlig erschüttert, hatte seine Ausgehuniform angezogen und marschierte in strammer Haltung zum Kommandanten und erklärte ihm, daß er sich weigere einen solchen Dienst zu machen, er könne das nicht; und [...] - er hat uns das nachher erzählt - [...] er bitte, entweder an die Front geschickt zu werden, oder man möge ihn selbst vergasen.“&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Hans Münch über Delmotte&amp;#039;&amp;#039; Zitiert bei: Hermann Langbein: &amp;#039;&amp;#039;Menschen in Auschwitz.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt am Main, Berlin Wien 1980, S. 405&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Delmotte wandte sich auch an seinen Vorgesetzten und den [[Sanitätswesen (KZ)|SS-Standortarzt]], um von dieser Aufgabe entbunden zu werden. Danach wurde er [[Josef Mengele]] zugewiesen, der ihn von der angeblichen Notwendigkeit dieser Aufgabe überzeugen sollte. Zudem zog auf Intervention seines Vorgesetzten die Ehefrau Delmottes zu dessen Arbeitsstelle. Bis zum Spätherbst 1944 nahm Delmotte schließlich an Selektionen teil.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lifton&amp;quot;/&amp;gt; Für Delmottes [[Dissertation]] wurde ihm ein jüdischer Häftlingsarzt und Professor zur Seite gestellt. Für diese Forschungsarbeit nahm Delmotte an [[Fleckfieber]]versuchen an Häftlingen im KZ Auschwitz teil.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Halter: „[https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13529152.html Die Mörder sind noch unter uns NS-Ärzte: Von der Euthanasie]“, in: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Spiegel]]&amp;#039;&amp;#039;, Ausgabe 25 vom 20. Juni 1998.&amp;lt;/ref&amp;gt; Delmottes Dissertation: &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur pathologischen Physiologie der Magensekretion im Fleckfieber&amp;#039;&amp;#039; wurde noch 1944 fertiggestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Evakuierung des KZ Auschwitz im Januar 1945 war Delmotte kurzzeitig noch im [[KZ Dachau]] tätig. Er versuchte sich bei [[Bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht|Kriegsende]] in seine Heimat abzusetzen, wurde aber durch Angehörige der [[United States Army|US-Armee]] festgenommen. Während der Überführung in ein Gefängnis gelang es Delmotte, sich zu erschießen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lifton&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;Auschwitz, die NS-Medizin und ihre Opfer.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main, 1997, ISBN 3-596-14906-1.&lt;br /&gt;
* Ernst Klee: &amp;#039;&amp;#039;[[Das Personenlexikon zum Dritten Reich]]. Wer war was vor und nach 1945.&amp;#039;&amp;#039; Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-596-16048-8.&lt;br /&gt;
* [[Hermann Langbein]]: &amp;#039;&amp;#039;Menschen in Auschwitz&amp;#039;&amp;#039;; Frankfurt am Main, Berlin, Wien: Ullstein, 1980; ISBN 3-548-33014-2.&lt;br /&gt;
* [[Wacław Długoborski]], [[Franciszek Piper]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Auschwitz 1940-1945. Studien zur Geschichte des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Staatliches Museum Auschwitz-Birkenau, Oswiecim 1999, 5 Bände: I. &amp;#039;&amp;#039;Aufbau und Struktur des Lagers.&amp;#039;&amp;#039; II. &amp;#039;&amp;#039;Die Häftlinge - Existentzbedingungen, Arbeit und Tod.&amp;#039;&amp;#039; III. &amp;#039;&amp;#039;Vernichtung. IV. Widerstand.&amp;#039;&amp;#039; V. &amp;#039;&amp;#039;Epilog.&amp;#039;&amp;#039; ISBN 83-85047-76-X.&lt;br /&gt;
* Mieczysław Kieta: &amp;#039;&amp;#039;Das Hygiene-Institut der Waffen-SS und Polizei in Auschwitz.&amp;#039;&amp;#039; in: [[Hamburger Institut für Sozialforschung]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Auschwitz-Hefte.&amp;#039;&amp;#039; Band 1, Hamburg 1994, ISBN 3-8077-0282-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|125109040}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=125109040|VIAF=37869555}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Delmotte, Hans}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lagerarzt im KZ Dachau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Arzt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Angehöriger der Waffen-SS]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personal im KZ Dachau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lagerarzt im KZ Auschwitz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Belgier]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1917]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1945]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Delmotte, Hans&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=belgischer Mediziner und SS-Führer im KZ Auschwitz&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=15. Dezember 1917&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Lüttich]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1945&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hardenacke</name></author>
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