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	<title>Hans Chlumberg - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-24T05:58:18Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hans_Chlumberg&amp;diff=1134908&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Rezeption */ doppelte Leerzeichen entfernt</title>
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		<updated>2024-11-28T20:47:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Rezeption: &lt;/span&gt; doppelte Leerzeichen entfernt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hans Chlumberg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[30. Juni]] [[1897]] in [[Wien]], [[Österreich-Ungarn]]; † [[25. Oktober]] [[1930]] in [[Leipzig]]; eigentlich &amp;#039;&amp;#039;Hans Bardach Edler von Chlumberg&amp;#039;&amp;#039;) war ein österreichischer [[Dramatiker]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Chlumbergs Vater war der [[Offizier]] Wolf Bardach Edler von Chlumberg (1838–1911), der als erster [[Juden|Jude]] innerhalb der österreichischen Armee nach seinem tapferen Engagement in der [[Schlacht bei Königgrätz]] am strategisch bedeutenden Hügel Chlum mit dem Namenszusatz geadelt wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Heuer&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Titel=Chlumberg, Hans |Hrsg=Renate Heuer |Sammelwerk=Lexikon deutsch-jüdischer Autoren |Reihe=Archiv Bibliographia Judaica |Band=Band 5: Carmo–Donat |Verlag=K. G. Saur Verlag |Ort=München/New Providence/London/Paris |Datum=1997 |ISBN=3-598-22685-3 |Seiten=119–123}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zunächst besuchte dessen Sohn Hans, der von frühester Jugend für den militärischen Beruf bestimmt war, die [[Realschule#Österreich|Kaiserlich-königliche Staatsrealschule]]. Schon zu dieser Zeit entstanden erste schriftstellerische Arbeiten, was für Militärschüler verboten war und ihm eine Bezichtigung des [[Hochverrat]]s eintrug.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Heuer&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1910 bis 1913 besuchte Hans Chlumberg die [[Militärschulwesen (Österreich, 1900)#Militär-Realschulen|Militär-Realschule]] in Fischau sowie die [[Militärschulwesen (Österreich, 1900)#Militär-Oberrealschulen|Militärische Oberrealschule]] in [[Hranice na Moravě|Mährisch Weißkirchen]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Heißler&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Dagmar Heißler |url=https://litkult1920er.aau.at/litkult-lexikon/chlumberg-hans/ |titel=Chlumberg, Hans |werk=litkult1920er.aau.at |hrsg=Primus-Heinz Kucher |abruf=2020-09-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im [[Erster Weltkrieg|Kriegsjahr 1916]] bestand er die (Zivil-Real-)[[Matura]]. Von 1916 bis 1918 besuchte er die [[Kadettenschulen (Österreich-Ungarn)#Artilleriekadettenschule|Artilleriekadettenschule]] in [[Bundesbetreuungsstelle Ost|Traiskirchen]] mit dem Abschluss als [[Militärakademie|Militärakademiker]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Heuer&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Heißler&amp;quot; /&amp;gt; Chlumberg schrieb in dieser Phase an seinem Drama &amp;#039;&amp;#039;Dichtung und Wahrheit&amp;#039;&amp;#039;, das der Verlag Karl Harbauer infolge der politischen Verhältnisse&amp;lt;ref name=&amp;quot;Heuer&amp;quot; /&amp;gt; erst 1919 nach Kriegsende unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Die Führer&amp;#039;&amp;#039; veröffentlichte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Heuer&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Heißler&amp;quot; /&amp;gt; 1918 folgte sein vorzeitiger Eintritt in die [[Gemeinsame Armee|österreichisch-ungarische Armee]] mit der gleichzeitigen Beförderung zum [[Leutnant]] im Artillerie[[regiment]] Nr.&amp;amp;nbsp;1. Chlumberg war noch Teilnehmer an den letzten Weltkriegs-[[Isonzoschlachten|Schlachten am Isonzo]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Heißler&amp;quot; /&amp;gt; Er verließ nach der [[Ausmusterung (Österreich)|Ausmusterung]] als Artillerie-Leutnant 1918&amp;lt;ref name=&amp;quot;Heuer&amp;quot; /&amp;gt; die Armee nach dem Kriegsende und arbeitete zunächst als [[Bankbeamter]],&amp;lt;ref name=&amp;quot;Heuer&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeno&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.zeno.org/nid/20004650360 |titel=Chlumberg, Hans von – Biographie |werk=zeno.org |hrsg=Ralf Szymanski |abruf=2020-09-06}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Industriekaufmann|Kaufmann]] und Angestellter&amp;lt;ref name=&amp;quot;Heißler&amp;quot; /&amp;gt; im Industriegewerbe. Unter [[Pseudonym]] publizierte Chlumberg, der sich inzwischen im zivilen Leben nur noch Bardach nannte, [[Novelle]]n in Zeitungen und Zeitschriften.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Heuer&amp;quot; /&amp;gt; Bis 1926 entstanden fünfzehn nicht erhaltene dramatische Arbeiten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Heuer&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der 1921 erfolgten Heirat mit Sophie Spayer (1897–1944) trat er 1923 aus der [[Kehillah|jüdischen Glaubensgemeinde]] aus und lebte seitdem [[Konfessionslosigkeit|konfessionslos]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Heuer&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Heißler&amp;quot; /&amp;gt; 1922 wurde Chlumberg/Bardach vom berühmten Schauspieler [[Albert Bassermann]] entdeckt, der danach zu seinem Freundeskreis gehörte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Heuer&amp;quot; /&amp;gt; 1926 erlebte er die [[Uraufführung]] seines Dramas &amp;#039;&amp;#039;Eines Tages&amp;#039;&amp;#039; im [[Volkstheater (Wien)|Wiener Volkstheater]], das durch eine [[Tourneetheater|Gastspielreise]] des Ehepaars Bassermann Erfolge feierte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Heuer&amp;quot; /&amp;gt; Für dieses Stück erhielt Chlumberg 1926&amp;lt;ref name=&amp;quot;Heuer&amp;quot; /&amp;gt; oder 1927&amp;lt;ref name=&amp;quot;Heißler&amp;quot; /&amp;gt; den [[Wiener Volkstheaterpreis]], dem der [[Franz-Grillparzer-Preis]] folgte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Heuer&amp;quot; /&amp;gt; Mitglied des [[Österreichischer PEN-Club|österreichischen PEN-Clubs]] wurde er 1928.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Heißler&amp;quot; /&amp;gt; Größeren internationalen Erfolg feierte er mit seiner [[Komödie]] &amp;#039;&amp;#039;Das Blaue vom Himmel&amp;#039;&amp;#039;, deren Verbreitung vom österreichisch-ungarischen Zeitungsunternehmer Emmerich Bekessy (ungarisch: [[Imre Békessy]]) gefördert wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Heißler&amp;quot; /&amp;gt; Ab 1928 studierte Chlumberg zunächst an der Philosophischen Fakultät und von 1929 bis 1930 an der Juristischen Fakultät der [[Universität Wien]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Heißler&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ehemalige Offizier veröffentlichte 1930 sein Anti-Kriegsdrama &amp;#039;&amp;#039;Wunder von Verdun. Dreizehn Bilder&amp;#039;&amp;#039;, in dem [[Gefallener|gefallene Soldaten]] in einer Kabinettsitzung erscheinen und von ihren bitteren Erfahrungen berichten. Es hatte am [[Burgtheater|Wiener Burgtheater]] aufgeführt werden sollen, doch gab es Widerstand von maßgeblichen Stellen gegen die Tendenz des Werkes und aus politischen Gründen, die eine Aufführung in Österreich verhinderten. Die Uraufführung fand dann in Leipzig statt, der internationale Aufführungen in England, Frankreich, den USA, Schweden und Finnland folgten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Heißler&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeno&amp;quot; /&amp;gt; Erst posthum, 1930, wurde zunächst das Bühnenmanuskript&amp;lt;ref name=&amp;quot;Heuer&amp;quot; /&amp;gt; und 1932 die Buchfassung mit seinen ungewöhnlich umfangreichen [[Regieanweisung]]en im [[S. Fischer Verlag]] publiziert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hans Chlumberg |Titel=Wunder um Verdun. Dreizehn Bilder |Verlag=S. Fischer Verlag |Ort=Berlin |Datum=1932 |Seiten=121 f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Während der [[Probe (Darbietung)|Proben]] zur Leipziger Uraufführung stürzte der Autor in den [[Orchestergraben]] und erlag zwei Tage später am 25. Oktober 1930 im Alter von 33 Jahren seinen Verletzungen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zeno&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ihering&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Herbert Ihering |Titel=Wunder um Verdun |Datum=1932-09-02 |Kapitel=Die Theatersaison […] |Kommentar=Zeitungsangabe fehlt}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Wien Geschichte Wiki|Hans_Chlumberg|Hans Chlumberg}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Beigesetzt wurde Hans Chlumberg auf dem [[Döblinger Friedhof]] in Wien und sein [[Nachlass]] wird in der [[Österreichische Nationalbibliothek|Österreichischen Nationalbibliothek zu Wien]] aufbewahrt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Heuer&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
Seine Dramen sind formal zwischen [[Naturalismus (Theater)|Naturalismus]] und bürgerlichem Theater angesiedelt. Für das [[Pazifismus|pazifistisch]] ausgerichtete Stück &amp;#039;&amp;#039;Wunder um Verdun&amp;#039;&amp;#039;, das heute als „[[Expressionismus (Literatur)|expressionistisch]]“ oder als „schmerzhaft-satirisch“ angesehen wird,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Heuer&amp;quot; /&amp;gt; diente der [[Erster Weltkrieg|Erste Weltkrieg]] als Stoffvorlage, doch die Zeit der Handlung spielt im August 1934, zwanzig Jahre nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs. Dem Stück ist folgende [[Widmung]] vorangestellt: „Den Gefallenen des Weltkriegs“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Heuer&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hans Chlumberg |Titel=Wunder um Verdun. Dreizehn Bilder |Verlag=S. Fischer Verlag |Ort=Berlin |Datum=1932 |Seiten=5}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Chlumberg war von seinem „Totengedicht“ wie besessen: „Ich habe diese Toten von [[Schlacht um Verdun|Verdun]] nicht beschrieben, sie sind auferstanden und in mein Wesen eingedrungen. Sie haben Besitz von mir ergriffen… Nacht für Nacht erscheinen sie mir, die toten Soldaten des Weltkriegs, alle Gefallenen treten in endloser Reihe vor mich hin und sprechen mit mir“, gestand er dem Leipziger [[Dramaturg]]en der Uraufführung. „Sie erheben sich gegen mich, weil ich sie der Vergangenheit und dem Dunkel der Erde entrissen habe. – Ich weiß nicht, aber ich glaube, sie wollen sich rächen, daß ich sie erweckte.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Heuer&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zahlreichen [[Theaterkritik|Kritiken]] waren teils positiv gestimmt, teils fielen sie ablehnend aus, so etwa sah Waldemar Ballerstedt 1931 im &amp;#039;&amp;#039;Chemnitzer Tageblatt&amp;#039;&amp;#039; darin ein „[[Bolschewismus|bolschewistisches]] Tendenzstück“, das Deutschland als [[Revanchismus|revanchistisch]] und den [[Christentum|christlichen Glauben]] als [[Heuchelei|heuchlerisch]] [[Diffamierung|diffamiere]]. (Nur der [[Rabbiner#Hierarchie|Oberrabbiner]] als Vertreter der [[Jüdische Religion|mosaischen Religion]] erscheine als Idealfigur.) Es läge hier, warnte Ballerstedt, ein „offenkundiger [[Rassismus|Rassen-]] und Religionshass“ vor.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Waldemar Ballerstedt |Titel=„Das Wunder von [sic] Verdun“. Bolschewistenstück vor der Volksbühne |Sammelwerk=Chemnitzer Tageblatt |Nummer=253/1931 |Datum=1931-09-13 |Seiten=12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Arthur Eloesser]] betrachtete das Werk aus einer anderen Perspektive. Er schrieb 1932 in der &amp;#039;&amp;#039;[[Vossische Zeitung|Vossischen Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;: „[…] mit einem Wunder kann man nicht lange umgehen, und mir scheint auch, daß der mitfühlende Dichter nicht den richtigen Weg gegangen ist. Seine Auferstandenen werden zu sehr der Realität ausgesetzt.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Arthur Eloesser |Titel=Wunder um Verdun |Sammelwerk=Vossische Zeitung |Datum=1932-09-02 |Kommentar=zitiert nach dem &amp;#039;&amp;#039;Lexikon deutsch-jüdischer Autoren&amp;#039;&amp;#039;, S. 122}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der österreichischen &amp;#039;&amp;#039;[[Die Presse#Die „Neue Freie Presse“ (1864–1939)|Neuen Freie Presse]]&amp;#039;&amp;#039; lobte [[Robert Breuer]] dagegen das Stück: „[…]&amp;amp;nbsp;noch niemals hat man versucht, auf der Bühne in solchem Realismus nackte, einprägsame, überzeugende Wahrheit zu dokumentieren. Hier aber gelang der Versuch.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Robert Breuer |Titel=Wunder um Verdun |Sammelwerk=Neue Freie Presse |Ort=Wien |Datum=1932-05-25 |Kommentar=zitiert nach dem &amp;#039;&amp;#039;Lexikon deutsch-jüdischer Autoren&amp;#039;&amp;#039;, S. 122}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Herbert Ihering]]s Kritik von 1932 begann [[Ambivalenz|ambivalent]]: „Stücke, in denen Tote lebendig werden, sind leicht verdächtig. Trotzdem kommt es zu großen Szenen.“ Weiter hieß es im Sinne der Ausdeutungsvielfalt: „Was früher als eine große Anklage gegen den Krieg gedacht war, lagert sich heute fast zu einer Anklage gegen den [[Parlamentarismus]] um. So steht das Werk Hans Chlumbergs noch mitten in den Umschichtungen und Wandlungen der politischen [[Ideologie]]n. Jeder trägt etwas anderes hinein. Es verschwimmt und verfließt. Was bleibt ist ein Ton, ein dumpfer Marschklang, eine dunkle und melancholische Melodie. Was bleibt ist ein Gefühl und eine tiefe Anständigkeit.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ihering&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1938 wurde das Buch &amp;#039;&amp;#039;Wunder um Verdun&amp;#039;&amp;#039; im [[Nationalsozialismus|nationalsozialistischen]] Deutschland auf die [[Liste verbotener Autoren während der Zeit des Nationalsozialismus#Liste des schädlichen und unerwünschten Schrifttums|Verbotsliste]] gesetzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Heuer&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus heutiger (national-)literaturwissenschaftlicher Sicht stellt &amp;#039;&amp;#039;Wunder um Verdun&amp;#039;&amp;#039; eine der seltenen dramatischen Gestaltungen des Weltkriegsstoffes in der österreichischen Literatur dar; insofern nimmt Chlumberg mit seinem visionären Drama von den in die Nachkriegswelt einmarschierenden Kriegsopfern eine Sonderstellung unter den österreichischen Autoren der Zwischenkriegszeit ein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.peterlang.com/view/9783631703892/chapter-015.xhtml |titel=„Umsonst gelebt, umsonst gedichtet, umsonst gestorben?“ Der „dreifache Tod“ des Dramatikers Hans Chlumberg (Dagmar Heißler) |titelerg=Leseprobe |werk=peterlang.com |abruf=2020-09-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
Hans Chlumberg erhielt zu Lebzeiten den Wiener Volkstheaterpreis und den Franz-Grillparzer-Preis. 1959 benannte der [[Wiener Gemeinderat und Landtag#Wiener Gemeinderat|Gemeinderat]] seiner Geburtsstadt Wien in dessen 16. Bezirk [[Ottakring]] die &amp;#039;&amp;#039;Chlumberggasse&amp;#039;&amp;#039; nach ihm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Führer. Ein Schauspiel in vier Akten und ein Vorspiel.&amp;#039;&amp;#039; Harbauer, Wien/Leipzig 1919.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Eine Tages. Komödie in 5 Akten.&amp;#039;&amp;#039; S. Fischer Verlag, Berlin 1926.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Blaue vom Himmel. Eine Improvisation in etlichen Bildern.&amp;#039;&amp;#039; S. Fischer Verlag, Berlin 1928.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wunder um Verdun. Dreizehn Bilder.&amp;#039;&amp;#039; S. Fischer Verlag, Berlin 1932.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Meine Dramen.&amp;#039;&amp;#039; Jazzybee Verlag, Altenmünster 2012, ISBN 978-3-8496-3817-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hörspielbearbeitungen ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wunder um Verdun&amp;#039;&amp;#039;, Regie: [[Herbert Fuchs (Regisseur)|Herbert Fuchs]], ORF-W, Erstsendung: 5. Dezember 1955.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Chlumberg, Hans.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Lexikon deutsch-jüdischer Autoren]].&amp;#039;&amp;#039; Band 5: &amp;#039;&amp;#039;Carmo–Donat.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. vom Archiv Bibliographia Judaica. Saur, München&amp;lt;!-- sic! --&amp;gt; 1997, ISBN 3-598-22685-3, S. 119–123.&lt;br /&gt;
* Peter Bauland: &amp;#039;&amp;#039;The hooded eagle. Modern German drama on the New York stage.&amp;#039;&amp;#039; Syracuse, NY, Syracuse University Press 1968.&amp;lt;!--Laut Geschichtewiki des Wiener Stadt- und Landesarchiv; Seitenangabe fehlt--&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Fritz Bieber: &amp;#039;&amp;#039;Hans Chlumberg: Wunder um Verdun.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die literarische Welt]]&amp;#039;&amp;#039;, 8. Jg., Nr. 38, Berlin 1932, S. 16.&lt;br /&gt;
* Dagmar Heißler: &amp;#039;&amp;#039;Umsonst gelebt, umsonst gedichtet, umsonst gestorben? Der „dreifache Tod“ des Dramatikers Hans Chlumberg&amp;#039;&amp;#039;. In: Aneta Jachimowicz (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Gegen den Kanon – Literatur der Zwischenkriegszeit in Österreich.&amp;#039;&amp;#039; Peter Lang, Frankfurt am Main/Bern/Wien 2017, ISBN 978-3-631-70389-2, S. 281–298.&lt;br /&gt;
* Christa Karpenstein-Eßbach: &amp;#039;&amp;#039;Wie Erinnertes lebendig wird. Tote und Touristen in Hans Chlumbergs „Wunder um Verdun“&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Cahiers d’Études Germaniques&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 66, 2014, S. 197–205.&lt;br /&gt;
* Brian Murdoch: &amp;#039;&amp;#039;Memory and Prophecy among the War-Graves: Hans Chlumberg’s Drama „Miracle at Verdun“.&amp;#039;&amp;#039; In: Ders.: &amp;#039;&amp;#039;German literature and the First World War. The anti-war tradition. Collected essays&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Ashgate Studies in First World War History&amp;#039;&amp;#039;). Ashgate, Farnham, Surrey 2015, ISBN 978-1-4724-5289-4.&lt;br /&gt;
* Elisabeth Pablé: &amp;#039;&amp;#039;Der vergessene Welterfolg. Hans von Chlumberg.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Literatur und Kritik]]&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 4, 36–37, 1969, S. 382–395.&lt;br /&gt;
* [[Alfred Polgar]]: &amp;#039;&amp;#039;Wunder um Verdun&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Weltbühne]]&amp;#039;&amp;#039;, Verlag der Weltbühne, 28. Jg., 2. Halbjahr, Berlin 1932, S. 397 f.&lt;br /&gt;
* [[Arno Schirokauer]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Partei der 13 Millionen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Das Tagebuch&amp;#039;&amp;#039;, Tagebuchverlag, 11. Jg., 2. Halbjahr, Berlin 1930, S. 1724 f.&lt;br /&gt;
* [[Hans Weigel]]: &amp;#039;&amp;#039;In Memoriam. Hans von Chlumberg.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Protokolle&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 2, 1978, S. 424–427.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|123628911}}&lt;br /&gt;
* [http://litkult1920er.aau.at/?q=lexikon/chlumberg-hans Eintrag zu Hans Chlumberg.] litkult1920er.aau.at, ein Projekt der Universität Klagenfurt&lt;br /&gt;
* {{Zeno-Autor|Literatur/M/Chlumberg,+Hans+von}}&lt;br /&gt;
* {{PGDA|chlumbrg|Hans Chlumberg}}&lt;br /&gt;
* {{Deutsche Biographie |GND=123628911 |Name=Chlumberg, Hans von}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=123628911|LCCN=no/2001/23103|VIAF=13221813}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Chlumberg, Hans}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Drama]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Österreichischen P.E.N.-Clubs]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Österreich-Ungarn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Edler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Cisleithanien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1897]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1930]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Chlumberg, Hans&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Chlumberg, Hans Bardach Edler von (wirklicher Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer Dramatiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=30. Juni 1897&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=25. Oktober 1930&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Leipzig]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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