<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Hans_Biebow</id>
	<title>Hans Biebow - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Hans_Biebow"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hans_Biebow&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-07T12:42:29Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hans_Biebow&amp;diff=1210623&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hardenacke: /* Literatur */ + wikilink</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hans_Biebow&amp;diff=1210623&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-12-07T18:56:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; + wikilink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Hans Biebow.jpg|mini|hochkant|Hans Biebow, um 1942]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Chaim Rumkowski Hans Biebow.jpg|mini|hochkant|Biebow (rechts) und [[Chaim Rumkowski]] im [[Ghetto Litzmannstadt]].]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hans Biebow trial.jpg|mini|hochkant|Biebow während seines Prozesses in Polen 1947.]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hans Biebow&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[18. Dezember]] [[1902]] in [[Bremen]]; † [[23. Juni]] [[1947]] in [[Łódź]]) war Leiter der [[Nationalsozialismus|nationalsozialistischen]] deutschen Verwaltung des [[Ghetto Litzmannstadt|Ghettos Litzmannstadt]] in Łódź.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografie ==&lt;br /&gt;
=== Familie, Ausbildung und Beruf ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Biebow war Sohn des Versicherungsdirektors Julius Biebow. Er absolvierte eine Realschule und wurde dann Lehrling bei seinem Vater. In der [[Deutsche Inflation 1914 bis 1923|Zeit der großen Inflation]] wechselte er zur Getreide- und Futtermittelbank in Bremen und arbeitete im Getreidehandel.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wulf17&amp;quot;&amp;gt;Josef Wulf, &amp;#039;&amp;#039;Lodz – Das letzte Ghetto auf polnischem Boden&amp;#039;&amp;#039;. Bonn 1962, S. 17.&amp;lt;/ref&amp;gt; Etwa 1924 wechselte er in den Kaffeehandel und hatte bis zum Ausbruch des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] einen Jahresumsatz von einer Million Reichsmark und 250 Angestellte.&amp;lt;ref&amp;gt;A. Eisenbach, &amp;#039;&amp;#039;Getto Łódzkie&amp;#039;&amp;#039;, Warschau 1946, S. 252, hier nach Josef Wulf, 1962, S. 17.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 16. Oktober 1937 beantragte er die Aufnahme in die [[NSDAP]] und wurde rückwirkend zum 1. Mai desselben Jahres aufgenommen (Mitgliedsnummer 4.963.663).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/2870302&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wulf17&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Biebow als Ghetto-Leiter ===&lt;br /&gt;
Aufgrund seiner Bekanntschaft mit [[Reinhard Heydrich]], dem Chef des [[Sicherheitsdienst des Reichsführers SS|SS-Sicherheitsdienstes]] ernannte ihn dieser am 1. Mai 1940 zum Leiter der &amp;#039;&amp;#039;Ernährungs- und Wirtschaftsstelle Ghetto&amp;#039;&amp;#039;. Biebow waren die 250 Mitglieder der deutschen „Ghetto-Verwaltung“ sowie der [[Judenrat]] im Ghetto Lodz unterstellt, der direkt an ihn berichten musste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Biebow ordnete zunächst einen „Ankauf“ der Besitztümer der Juden zu einem Spottpreis an, was in der Zeit von November 1940 bis August 1942 zu Mehreinnahmen von 18.181.600&amp;amp;nbsp;[[Reichsmark|RM]] führte und einer [[Enteignung]] gleichkam. Die Schwerstarbeit, die die Juden im Ghetto verrichten mussten, warf einen monatlichen Gewinn von etwa 1&amp;amp;nbsp;Mio. Reichsmark ab, ohne dass Biebow für die [[Zwangsarbeit]]er eine ausreichende Ernährung gewährleistete.&amp;lt;ref&amp;gt;Zahlen lt. Wolf Oschlies, siehe Weblinks&amp;lt;/ref&amp;gt; Biebows Befehlsempfänger im Ghetto war [[Chaim Rumkowski|Mordechai Chaim Rumkowski]], der Vorsitzende des Judenrates, der bereits im November 1939 von den [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] zur [[Kollaboration]] gezwungen worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1942 ordnete Biebow auf Befehl [[Heinrich Himmler|Himmlers]] die [[Deportation#Deportationen während des Nationalsozialismus|Deportation]] eines Großteils der Ghettobewohner in das [[Vernichtungslager Kulmhof]] (Chelmno) an. Bis Ende Mai 1942 wurden etwa 55.000 Personen nach Chelmno deportiert.&lt;br /&gt;
Nach einer Erklärung Biebows vom 10. Juni 1942 gab es im Ghetto wegen des Kräfteverfalls &amp;#039;&amp;#039;„keine Arbeitskräfte mehr, die zu körperlich schwerer Arbeit fähig wären“&amp;#039;&amp;#039;. Um die Arbeitsaufträge der [[Wehrmacht]] zu bewältigen, seien sogar Kinder ab zehn Jahren im Einsatz. Trotzdem gingen die Deportationen weiter, jetzt für Kinder unter zehn Jahren, nachdem Biebow eine allgemeine Ausgangssperre verhängt und eine brutale Menschenjagd durch die [[Gestapo]] veranlasst hatte.&amp;lt;ref&amp;gt; {{Webarchiv|text=Sonderausstellung, Zeittafel |url=http://www.ghwk.de/sonderausstellung/lodz/zeittafel.htm |wayback=20080124120929 |archiv-bot=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die Bevölkerung auf etwa 89.500 Personen geschrumpft war, hörten die Deportationen zunächst auf, begannen aber wieder im Juni 1944. Zu diesem Zeitpunkt erfolgte der Befehl zur totalen Liquidierung des Ghettos, die der Vorsitzende des Judenrates im Ghetto als „Verlegung“ bekannt geben musste. Biebow ließ die verbliebenen Juden in die [[Vernichtungslager]] [[Vernichtungslager Kulmhof|Chełmno]] und vor allem nach [[KZ Auschwitz-Birkenau|Auschwitz]] deportieren, wo sie bis auf wenige Ausnahmen ermordet wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Biebow konnte nach der [[Bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht|Kapitulation]] 1945 zunächst in Deutschland untertauchen, wurde aber von einem Überlebenden des Ghettos erkannt und daraufhin verhaftet. Nachdem ihn die [[Alliierte]]n an Polen ausgeliefert hatten, wurde er am 30. April 1947 in Łódź zum Tode verurteilt und am 23. Juni 1947 hingerichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;Daten laut Ernst Klee, &amp;#039;&amp;#039;Das Personenlexikon zum Dritten Reich&amp;#039;&amp;#039;, Fischer Taschenbuch, 2. Auflage 2007, S. 48, Hinrichtungsdatum auch bei Oschlies, shoa.de.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* Hans Biebow: &amp;#039;&amp;#039;Bericht an die Staatspolizeileitstelle Litzmannstadt vom 4. März 1942 über die Folgen des Hungers im Ghetto&amp;#039;&amp;#039; (Auszug) in Sammelwerk &amp;#039;&amp;#039;Nacht über Europa&amp;#039;&amp;#039;, Hg.: Wolfgang Schumann u. a., Bd. 2: &amp;#039;&amp;#039;Die faschistische Okkupationspolitik in Polen 1939 – 1945.&amp;#039;&amp;#039; Pahl-Rugenstein, Köln 1989 und VEB Deutscher Verlag der Wissenschaften, Berlin 1989 ISBN 3760912605 S. 217.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Peter Klein (Historiker)|Peter Klein]]: &amp;#039;&amp;#039;Die &amp;quot;Gettoverwaltung Litzmannstadt&amp;quot; 1940 bis 1944 : eine Dienststelle im Spannungsfeld von Kommunalbürokratie und staatlicher Verfolgungspolitik&amp;#039;&amp;#039;, Hamburg : Hamburger Ed., 2009, ISBN 978-3-86854-203-5 (Berlin, Techn. Univ., Diss., 2007).&lt;br /&gt;
* Michael Alberti: &amp;#039;&amp;#039;Die Verfolgung und Vernichtung der Juden im Reichsgau Wartheland 1939–1945&amp;#039;&amp;#039;, Harrassowitz, Wiesbaden 2006, ISBN 3-447-05167-1.&lt;br /&gt;
* [[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Das Personenlexikon zum Dritten Reich]]. Wer war was vor und nach 1945.&amp;#039;&amp;#039; Fischer TB, Frankfurt 2007, ISBN 978-3-596-16048-8.&lt;br /&gt;
* [[Andrea Löw]]: &amp;#039;&amp;#039;Juden im Getto Litzmannstadt. Lebensbedingungen, Selbstwahrnehmung, Verhalten&amp;#039;&amp;#039;. Wallstein Verlag, Göttingen 2006, ISBN 978-3-8353-0050-7.&lt;br /&gt;
* Michael Koppel: &amp;#039;&amp;#039;Horn-Lehe-Lexikon&amp;#039;&amp;#039;. [[Edition Temmen]], Bremen 2012, ISBN 978-3-8378-1029-5.&lt;br /&gt;
* Sławomir Abramowicz: &amp;#039;&amp;#039;Odpowiedzialność za zbrodnie popełnione na Żydach w łódzkiem&amp;#039;&amp;#039;, [w:] &amp;#039;&amp;#039;Getto w Łodzi, 1940–1944. Materiały z sesji naukowej – 9 VIII 1984&amp;#039;&amp;#039;. Łódź, 1988, s. 133–134.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.zukunft-braucht-erinnerung.de/das-deutsche-ghetto-litzmannstadt-im-polnischen-lodz/ Wolf Oschlies, Das deutsche „Ghetto Litzmannstadt“ im polnischen Lódz], bei [[shoa.de]]&lt;br /&gt;
* [http://www.ghwk.de/sonderausstellung/lodz/getto_lodz.htm Sonderausstellung zum Ghetto Litzmannstadt in der Gedenkstätte Haus der Wannseekonferenz 1999–2000 mit Unterseiten]&lt;br /&gt;
* [http://www.dhm.de/lemo/html/wk2/holocaust/lodz/index.html Das Ghetto Lodz/Litzmannstadt]&lt;br /&gt;
* [http://www.chronik-horn-lehe.de/Personen/Biebow/biebow.htm Chronik Horn-Lehe]&lt;br /&gt;
* [http://www.holocaustresearchproject.org/nazioccupation/biebow.html Holocaust Education &amp;amp; Archive Research Team], mit einigen Abb. des H. B. (englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=124034748|LCCN=n/2003/110468|VIAF=62470789}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Biebow, Hans}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Täter des Holocaust]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Polens 1939–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Wartheland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ghetto Litzmannstadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Holocaust in Polen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (NS-Kriegsverbrechen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (Volksrepublik Polen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Bremen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1902]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1947]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Biebow, Hans&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Kaufmann und Kriegsverbrecher&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=18. Dezember 1902&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Bremen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=23. Juni 1947&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Łódź]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hardenacke</name></author>
	</entry>
</feed>