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	<title>Hans Apengeter - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T02:07:59Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Sheogath76: /* Literatur */</title>
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		<updated>2025-12-20T13:46:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der Meister &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hans Apengeter&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch Johann oder Jan Apengeter (* vor 1300 „im Sachsenland“, vermutlich in [[Halberstadt]]; † nach 1351) war ein in [[Norddeutschland]] wandernder [[Bildhauerei|Bildhauer]] und [[Bildgießerei|Erzgießer]] des 14. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorbemerkung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:HL Damals – Clara Gädeke – Hans Apengeter –Marienkirche – die Taufe.jpg|mini|hochkant|Während die „Taufe“ in St. Marien in Lübeck im Krieg zerstört wurde, gibt es die Fünte noch heute]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Germany Luebeck St Mary baptismal font 1.jpg|mini|Lübeckische Fünte]]&lt;br /&gt;
In Norddeutschland waren wegen des fehlenden geeigneten Steins zur Bearbeitung zunächst in den Kirchen importierte [[Taufbecken|Taufsteine]] aus [[Kalkstein]] von der Insel [[Gotland]] sehr häufig. Diese konnten mit dem Schiff günstig nach Norddeutschland transportiert werden. Seit dem 13. Jahrhundert müssen diese steinernen Taufen ein Exportschlager der Ostseeinsel gewesen sein, denn allein in [[Schleswig-Holstein]] sind heute noch eine Vielzahl von ihnen nachweisbar. Als notwendiger [[Ballast]] gelangten auch größere Mengen dieses Steins unbearbeitet in die Hafenstädte an der südlichen Ostseeküste. Der zunehmende Bedarf an prunkvoller Ausstattung gerade der größeren Kirchen in den reichen Handelsstädten konnte auf diesem Wege jedoch nicht befriedigt werden. Für Norddeutschland ergab sich daher im Gegensatz zu Süddeutschland eine Sonderentwicklung. Die großen repräsentativen [[Fünte]]n wurden hier ab dem 14. Jahrhundert in [[Bronze]] gefertigt. Hergestellt wurden sie von [[Metall- und Glockengießer|Glockengießern]] und von [[Rotgießer|Apengetern]], zum Teil auch [[Beckenwerker]] genannt. Dabei wurden zwei Methoden der Formgewinnung angewandt: das [[Wachsausschmelzverfahren]] und alternativ das Lehmhemdverfahren. Bekanntester norddeutscher Gießer dieser Erzfünten ist Hans Apengeter, der namentlich auf dem Fries der Taufe in der [[Marienkirche (Lübeck)|Lübecker Marienkirche]] von 1337 in dem damals üblichen mittelniederdeutsch benannt wird: &amp;#039;&amp;#039;Vergip alle Missetat deme di dit Vat gemaket hat Hans Apengeter was he genannt und was geboren van Sassenland.&amp;#039;&amp;#039; Nicht nur die Stiftung dieser Taufe durch die Lübecker Patrizier [[Eberhard von Alen]] und [[Johann von Schepenstede]] ist außergewöhnlich gut dokumentiert. Der Lebensweg Hans Apengeters lässt sich anhand seiner Arbeiten hervorragend nachvollziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Werk ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kołobrzeg, Marienkirche, r (2011-07-26) by Klugschnacker in Wikipedia.jpg|mini|hochkant|Kolberger Leuchter (1327)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bishop Heinrich Bochholt.jpg|mini|Grabmonument für Bischof Heinrich Bochholt im Chor des Lübecker Doms]]&lt;br /&gt;
Er schuf 1327 einen großen [[Siebenarmiger Leuchter (Kirche)|Siebenarmigen Leuchter]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=[[Hermann Lüer]] |Titel=Geschichte der Metallkunst |Band=Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Kunstgeschichte der unedlen Metalle – Schmiedeeisen, Gusseisen, Bronze, Zinn, Blei und Zink&amp;#039;&amp;#039; |Verlag=F. Enke |Ort=Stuttgart |Datum=1904 |Kapitel=Deutschland und Niederlande |Seiten=323 ff., hier 323–324 |Online={{archive.org|geschichtedermet01lerh|Blatt=323}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;  als Stiftung des ersten Dekans &amp;#039;&amp;#039;Gottfried von Vida&amp;#039;&amp;#039; für die [[Kolberger Dom|Marienkirche]] in [[Kołobrzeg|Kolberg]], der heute als deren wertvollstes Ausstattungskunstwerk gilt, dann einen [[Bottich|Scheffel]] für [[Rostock]], der sich heute in der Sammlung des Kulturhistorischen Museums im [[Kloster zum Heiligen Kreuz (Rostock)|Kloster zum Heiligen Kreuz]] befindet. Lindtke will ihm auch einen Türklopfer der Schlosskirche in [[Stettin]] zuschreiben.&amp;lt;ref&amp;gt;Gustav Lindtke: &amp;#039;&amp;#039;Lübecker Bronzetaufen des Mittelalters.&amp;#039;&amp;#039; In &amp;#039;&amp;#039;Der Wagen&amp;#039;&amp;#039; 1966, S. 55.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es folgte der unsignierte Taufkessel für die [[Marienkirche (Wismar)|Marienkirche]] in [[Wismar]], der sich als Vorbild der Taufe in St. Marien aufgrund der Ähnlichkeit aufdrängt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Friedrich Schlie]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Kunst- und Geschichts-Denkmäler des Grossherzogthums Mecklenburg-Schwerin.&amp;#039;&amp;#039; II. Band: &amp;#039;&amp;#039;Die Amtsgerichtsbezirke Wismar, Grevesmühlen, Rehna, Gadebusch und Schwerin.&amp;#039;&amp;#039; Schwerin 1898, S. 39–40 ({{archive.org|diekunstundgesch02schl|Blatt=39}}; vermutete einen eigenständigen, überlegenen Künstler).&amp;lt;/ref&amp;gt; In Lübeck ist er 1332 durch Grunderwerb nachgewiesen. Er erwarb von einer Kollegenwitwe eine Gießerei an der Ecke [[Breite Straße (Lübeck)|Breite Straße]]/[[Beckergrube]] und bleibt bis 1344 durch Grundstücksgeschäfte in Lübeck belegt. Hier entstand dann die Taufe für St. Marien als einzige der drei großen Lübecker Bronzetaufen aus einem Guss; die Reliefs wurden also in diesem Falle gleich mit gegossen und nicht später aufgenietet. Das monumentale Grabmal des 1341 verstorbenen Bischofs [[Heinrich II. Bochholt]]&amp;lt;ref&amp;gt;Vollständiger Text der Inschrift des Grabmals mit Erläuterung und Übersetzung bei: Adolf Clasen: &amp;#039;&amp;#039;Verkannte Schätze – Lübecks lateinische Inschriften im Original und auf Deutsch.&amp;#039;&amp;#039; Lübeck 2002, ISBN 3-7950-0475-6, S. 46&amp;amp;nbsp;ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; im gotischen Hochchor des [[Lübecker Dom]]s wird ihm ebenfalls zugeordnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Gustav Lindtke: &amp;#039;&amp;#039;Lübecker Bronzetaufen des Mittelalters.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Der Wagen.&amp;#039;&amp;#039; 1966, S. 60.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1344 signierte er namentlich die Fünte der [[Nikolaikirche (Kiel)|Nikolaikirche]] in [[Kiel]], die Löwenfüße des Beckens stellen die Verbindung zum Kolberger Leuchter her. Zwischen 1340 und 1350 könnte aus seiner Werkstatt auch ein bronzener Türzieher vom [[Lübecker Rathaus]] mit einem Durchmesser von 63&amp;amp;nbsp;cm entstanden sein, der heute im [[St.-Annen-Kloster Lübeck|St.-Annen-Museum]] gezeigt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.museen-sh.de/ml/digi_einzBild.php?pi=10010001669_1978-13&amp;amp;s=1 Türzieher auf dem Museumsserver Schleswig-Holstein]&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch ein sechseckiges gotisches Bronzetaufbecken aus dem Jahr 1391 in der [[St. Nikolai (Burg auf Fehmarn)|Nikolai-Kirche]] auf [[Fehmarn]] wird dem Apengeter-Kreis zugeschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Ansicht von [[Theodor Hach]] könnte er mit Johann van Halverstat identisch sein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Theodor Hach |Titel=Repertorium für Kunstwissenschaft |Verlag= |Ort= |Datum=1881 |Seiten=177–182 |Kommentar=Zu Magister Hannes oder Johann [Jan] van Halverstat [Halberstadt] und Hans [Johann] Apengeter [geboren van Sassenland, oder Mester ut Sassenland] |Online={{archive.org|RepertoriumFurKunstwissenschaft4|Blatt=n217}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sowohl eine 1348 für die [[St. Johannis (Göttingen)|Johanniskirche]] in [[Göttingen]] gegossene Glocke als auch eine 1350 gegossene Glocke für den [[Hildesheimer Dom]] sind mit &amp;#039;&amp;#039;Hannes van Halberstadt&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;Jan von Halberstadt&amp;#039;&amp;#039; signiert, ebenso wie auch der Leuchter in Kolberg. Markant waren immer wieder auftauchende ähnliche Inschriften:&lt;br /&gt;
{{Inschrift|Block=1&lt;br /&gt;
 |Text=… VERGIF ALLE MISSEDAT DEME DI DIT VAT GEMAKET HAT.&amp;lt;br /&amp;gt;HANS APENGETER WAS HE GENANT UND WAS GEBORN VAN SASSENLANT.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{ThiemeBecker |Autor=[[Hans Vollmer (Kunsthistoriker)|Hans Vollmer]] |Lemma=Apengheter, Johannes |Band=2 |Seite=27}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Albert Mundt]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Die Erztaufen Norddeutschlands von der Mitte des XIII. bis zur Mitte des XIV. Jahrhunderts&lt;br /&gt;
   |Reihe=Kunstwissenschaftliche Studien&lt;br /&gt;
   |BandReihe=3&lt;br /&gt;
   |Verlag=Klinkhardt und Biermann&lt;br /&gt;
   |Ort=Halle a.S. / Leipzig&lt;br /&gt;
   |Datum=1908&lt;br /&gt;
   |Seiten=47–66&lt;br /&gt;
   |Online={{archive.org|dieerztaufennord00mund|Blatt=47}}}}&lt;br /&gt;
* [[Johannes Baltzer (Architekt)|Johannes Baltzer]], Friedrich Bruns: &amp;#039;&amp;#039;Die Bau- und Kunstdenkmäler der Freien und Hansestadt Lübeck.&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben von der Baubehörde. Band III: Kirche zu Alt-Lübeck. Dom. Jakobikirche. Ägidienkirche. Verlag von Bernhard Nöhring: Lübeck 1920, S. 236 ff. Unveränderter Nachdruck 2001: ISBN 3-89557-167-9&lt;br /&gt;
* Gustav Lindtke: &amp;#039;&amp;#039;Lübecker Bronzetaufen des Mittelalters.&amp;#039;&amp;#039; In [[Der Wagen]] 1966, S. 53–62.&lt;br /&gt;
* {{NDB|10|331|331|Jan (Johannes, Hans), genannt Apengeter|Jörg Rasmussen|122726278}}&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Schlie]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Kunst- und Geschichts-Denkmäler des Grossherzogthums Mecklenburg-Schwerin.&amp;#039;&amp;#039; II. Band: &amp;#039;&amp;#039;Die Amtsgerichtsbezirke Wismar, Grevesmühlen, Rehna, Gadebusch und Schwerin.&amp;#039;&amp;#039; Schwerin 1898, S. 39–40 ({{archive.org|diekunstundgesch02schl|Blatt=39}} Neudruck Schwerin 1992, ISBN 3-910179-06-1).&lt;br /&gt;
* {{AKL|4|505||Apengheter, Johannes}} &lt;br /&gt;
* Jochen Hermann Vennebusch, [[Klaus Gereon Beuckers]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Hans Apengeter. Norddeutscher Bronzeguss des 14. Jahrhunderts im Kontext&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Opera borealia. Beiträge zur norddeutschen Kunst des Mittelalters und der Frühen Neuzeit.&amp;#039;&amp;#039; Band 1). Schnell und Steiner, Regensburg 2022, ISBN 978-3-7954-3603-2. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=122726278|VIAF=64896428}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Apengeter, Hans}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bildhauer (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glockengießer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gießer (Lübeck)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bildhauer des Mittelalters]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 13. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben im 14. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Apengeter, Hans&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Apengeter, Johann; Apengeter, Jan; Apengeter van Sassenlant, Hans&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Bildhauer und Erzgießer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=vor 1300&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=nach 1351&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sheogath76</name></author>
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