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	<title>Hans-Ulrich Rudel - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hans-Ulrich_Rudel&amp;diff=81320&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-25885-74: /* Rudel-Affäre 1976 */ Zusatzinformation, die bei der Bewertung eine Rolle gespielt haben dürfte</title>
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		<updated>2026-04-28T18:59:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Rudel-Affäre 1976: &lt;/span&gt; Zusatzinformation, die bei der Bewertung eine Rolle gespielt haben dürfte&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Special Film Project 186 - Hans-Ulrich Rudel.jpg|mini|Hans-Ulrich Rudel nach seiner Gefangennahme 1945, im Hintergrund [[Adolf Galland]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hans-Ulrich Rudel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[2. Juli]] [[1916]] in [[Grzędy (Czarny Bór)|Konradswaldau]], [[Landkreis Landeshut i. Schles.|Kreis Landeshut]] ([[Schlesien]]); † [[18. Dezember]] [[1982]] in [[Rosenheim]]) war ein deutscher [[Erdkampfflugzeug|Schlachtflieger]] und [[Offizier]] der [[Wehrmacht]] im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]]. Er war der einzige Träger des Ritterkreuzes des Eisernen Kreuzes mit goldenem Eichenlaub, Schwertern und Brillanten,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.dhm.de/lemo/kapitel/der-zweite-weltkrieg/kriegsverlauf/ritterkreuz-des-eisernen-kreuzes.html RK mit goldenem Eichenlaub]&amp;lt;/ref&amp;gt; der höchsten Verleihungsstufe des [[Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes|Ritterkreuzes]] und nach dem [[Großkreuz des Eisernen Kreuzes|Großkreuz]] der höchste deutsche Orden während der [[Zeit des Nationalsozialismus]]. Damit war er ab dem 23. April 1945 (Aberkennung der Auszeichnungen [[Hermann Göring]]s) der höchstdekorierte Soldat der Wehrmacht. Nach Kriegsende betätigte er sich als NS-[[Fluchthilfe|Fluchthelfer]], Waffenhändler und unterstützte die [[Rechtsextremismus|rechtsextreme]] [[Deutsche Reichspartei (1950)|Deutsche Reichspartei]] (DRP), deren Spitzenkandidat er 1953 im Bundestagswahlkampf war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Anfänge und Zwischenkriegszeit ===&lt;br /&gt;
Rudel war Sohn des evangelischen Pfarrers Johannes Rudel und dessen Ehefrau Martha Rudel geb. Mueckner. Von 1922 bis 1936 besuchte Rudel die Volksschule und in [[Lauban]] ein humanistisches Gymnasium, das er mit dem Abitur abschloss. Als Schüler erzielte er ausgezeichnete sportliche Leistungen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Obermaier S. 30&amp;quot;&amp;gt;Obermaier S. 30.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1933 trat er der [[Hitlerjugend|Hitler-Jugend]] bei. Im Sommer 1936 bewarb er sich für eine Offizierslaufbahn bei der [[Luftwaffe (Wehrmacht)|Luftwaffe]] nach erfolgreich abgelegter Annahmeprüfung. Nach Ableistung der [[Reichsarbeitsdienst|Arbeitsdienstpflicht]] im Herbst 1936 trat Rudel am 4. Dezember 1936 als [[Fahnenjunker]] in die Luftwaffe ein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Obermaier S. 30&amp;quot; /&amp;gt; Seine Grundausbildung leistete er in der [[Luftkriegsschule|Luftkriegsschule 3]] in [[Wildpark Potsdam|Wildpark-Werder]] bei [[Berlin]] ab. Im Juni 1937 begann er dort eine Ausbildung zum Flugzeugführer. Im Juni 1938 wurde er zum [[Oberfähnrich]] befördert und zur [[Sturzkampfflugzeug|Sturzkampfflieger]]-Ausbildung nach [[Flughafen Graz-Thalerhof|Graz-Thalerhof]] versetzt und der I. Gruppe der Sturzkampfgruppe 168 zugeteilt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Obermaier S. 30&amp;quot; /&amp;gt; Am 1. Dezember 1938 erfolgte seine Ausbildung zum Beobachter an der Aufklärerschule [[Hildesheim]]. Rudel wurde zum 1. Januar 1939 zum [[Leutnant]] befördert und am 1.&amp;amp;nbsp;Juni 1939 als [[Waffensystemoffizier|Beobachter]] in die 2. Staffel der Fernaufklärerstaffel 121 nach [[Prenzlau]] versetzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Obermaier S. 30&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweiter Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 101I-655-5976-04, Russland, Sturzkampfbomber Junkers Ju 87 G.jpg|mini|Rudels bevorzugtes Flugzeug,&amp;lt;br /&amp;gt; die Ju 87 G-1 mit zwei 3,7-cm-Panzerabwehrkanonen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als [[Offizier]] und Beobachter nahm Rudel zunächst in der genannten Aufklärungsgruppe am [[Überfall auf Polen]] teil und kehrte danach nach Prenzlau zurück. Am 10. November 1939 wurde er mit dem [[Eisernes Kreuz|Eisernen Kreuz]] II.&amp;amp;nbsp;Klasse ausgezeichnet. Sein Gesuch um Rückversetzung zur Sturzkampffliegerei wurde abgelehnt. Ab März 1940 fungierte er als Regimentsadjutant im Fliegerausbildungsregiment 43 in [[Wien]]-Stammersdorf sowie in [[Crailsheim]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Obermaier S. 31&amp;quot;&amp;gt;Obermaier S. 31.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Sommer 1940 wurde seinem erneuten Gesuchen um Versetzung zur Stuka-Waffe stattgegeben. Hier kam Rudel zur [[Sturzkampfgeschwader 3|„Grazer Gruppe“]] nach [[Caen]]. Am 1. September 1940 wurde er zum [[Oberleutnant]] befördert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Obermaier S. 31&amp;quot; /&amp;gt; Etwa Mitte April 1941 wurde er zum [[Schlachtgeschwader 2|Stukageschwader 2]] „Immelmann“ nach [[Königreich Griechenland|Griechenland]] versetzt und nach Beginn des [[Deutsch-Sowjetischer Krieg|Krieges gegen die Sowjetunion]] an der Ostfront eingesetzt. Am 28. Juli 1941 erhielt Rudel das Eiserne Kreuz I.&amp;amp;nbsp;Klasse und die [[Frontflugspange]] für Schlachtflieger in Gold.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 23. September 1941 zerstörte Rudel mit seiner [[Junkers Ju 87]] auf dem sowjetischen Schlachtschiff &amp;#039;&amp;#039;[[Marat (Schiff)|Marat]]&amp;#039;&amp;#039; (23.600 Tonnen) im Kriegshafen [[Kronstadt (Russland)|Kronstadt]] den vorderen schweren Geschützturm.&amp;lt;ref&amp;gt;D. Thomson u. a.: &amp;#039;&amp;#039;Die Luftwaffe&amp;#039;&amp;#039;. Bechtermünz Verlag, Eltville, 1993, S. 122.&amp;lt;/ref&amp;gt; Aufgrund der schweren Beschädigung sank das Schiff auf Grund, ein Teil der Artillerie blieb aber einsatzfähig und unterstützte die Verteidiger des belagerten [[Sankt Petersburg|Leningrads]]. In weiteren Einsätzen versenkte er einen [[Kreuzer (Schiffstyp)|Kreuzer]] und einen [[Zerstörer]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Obermaier S. 31&amp;quot; /&amp;gt; Am 20. Oktober 1941 wurde ihm der [[Ehrenpokal für besondere Leistung im Luftkrieg]] und am 8. Dezember 1941 das [[Deutsches Kreuz|Deutsche Kreuz]] in Gold verliehen. Am 4. Januar 1942 wurde er nach über 400 Feindflügen mit dem [[Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes]] ausgezeichnet. Von März bis August 1942 flog Rudel zunächst in der Ergänzungsstaffel in [[Graz]], später in [[Sarabus]] auf der Halbinsel [[Krim]] ohne Kampfeinsätze. Am 15. August 1942 kehrte er zum Fronteinsatz zurück und flog als Staffelkapitän der 2. Staffel im Sturzkampfgeschwader 2 zahlreiche Einsätze im Kaukasus und am Schwarzen Meer. Am 24. September 1942 flog er seinen 500. Feindflug. Im November 1942 wurde er wegen [[Ikterus|Gelbsucht]] in [[Rostow am Don|Rostow]] behandelt. Ebenfalls im November 1942 wurde er Staffelkapitän der 1. Staffel im Sturzkampfgeschwader 2.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Obermaier S. 31&amp;quot; /&amp;gt; Am 10. Februar 1943 flog er als erster Flieger der Welt bei [[Isjum]] seinen 1000. Feindflug. Zum 1. April 1943 erfolgte seine vorzeitige Beförderung zum [[Hauptmann (Offizier)|Hauptmann]] wegen „besonderer Tapferkeit vor dem Feind“. Im Frühjahr 1943 versenkte Rudel bei den Kämpfen um den [[Kuban-Brückenkopf]] 70 sowjetische Landungsboote mit der Ju 87 G. Am 14. April 1943 bekam er das Eichenlaub zum Ritterkreuz als 229. Soldat der Wehrmacht verliehen. Im Juli 1943 erfolgten erste Einsätze mit der Ju 87 G gegen Panzer vom Typ [[T-34]]. Rudel zerstörte beim ersten Feindflug zwölf T-34. Am 12. August 1943 flog er seinen 1300. Feindflug. Zum 18. September 1943 trat Rudel als Kommandeur ([[m. d. W. d. G. b.]]) der III. Gruppe des [[Schlachtgeschwader 2]] (III./St.G.2) seinen Dienst an. Am 30. Oktober 1943 erfolgte sein 100. Panzerabschuss mit der Ju 87 G. Im November 1943 absolvierte er seinen 1600. Feindflug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 25. November wurden Rudel die Schwerter zum Eichenlaub verliehen (42. Verleihung). Im Januar 1944 zeichnete er sich bei der [[Dnepr-Karpaten-Operation|Schlacht um Kirowograd]] erneut aus. Am 11. Januar 1944 erfolgte sein 150. Panzerabschuss mit der Ju 87 G. Vier Tage später, am 16. Januar 1944, flog er seinen 1700. Feindflug. Am 22. Februar 1944 erfolgte seine Ernennung zum Kommandeur der III. Gruppe des Sturzkampfgeschwaders 2 sowie am 1. März 1944 die Beförderung zum [[Major]] mit [[Rangdienstalter]] vom 1. Oktober 1942.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während seiner weiteren Einsätze rettete Rudel sechs abgeschossene Stuka-Besatzungen vor der Gefangennahme durch die Rote Armee.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Obermaier33&amp;quot; /&amp;gt; Beim missglückten Versuch, eine siebte Besatzung zu retten, ertrank sein [[Bordschütze]] Erwin Hentschel am 20. März 1944 auf der Flucht vor den Verfolgern als Rückkämpfer im Feindgebiet im vereisten [[Dnister|Dnjestr]]. Bis zu diesem Tage hatten Hentschel und Rudel über 1400 Einsätze zusammen absolviert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 25. März 1944 flog er seinen 1800. Feindflug. Rudel wurde sowohl am 27. März und 28. März 1944 im [[Wehrmachtbericht]] genannt, weil er an zwei Tagen 26 Panzer und mehrere andere motorisierte Fahrzeuge zerstört hatte. Am 29. März 1944 wurden ihm die Brillanten zum Eichenlaub und Schwertern verliehen (10. Verleihung). Am 1. Juni 1944 flog er mit seinem neuen Bordschützen [[Ernst Gadermann]] seinen 2000. Feindflug im Raum [[Iași]] (Rumänien). Am 3. Juni 1944 wurde Rudel durch [[Hermann Göring]] mit der eigens für ihn geschaffenen Frontflugspange für Schlachtflieger in Gold mit Brillanten und Anhänger mit der Zahl &amp;lt;span style=&amp;quot;font-family:monospace;&amp;quot;&amp;gt;2000&amp;lt;/span&amp;gt; ausgezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:BmRKELSBGold.jpg|mini|hochkant|Das 1944 allein an Rudel verliehene &amp;#039;&amp;#039;Ritterkreuz mit goldenem Eichenlaub, Schwertern und Brillanten&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
Auch am 6. August 1944 wurde Rudel erneut im Wehrmachtbericht genannt, weil er „11 Panzer [abschoss] und damit seinen 300. Panzerabschuss durch Bordwaffen erzielte“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Obermaier32&amp;quot;&amp;gt;Obermaier: &amp;#039;&amp;#039;Ritterkreuzträger&amp;#039;&amp;#039;, S. 32.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 19. August 1944 wurde Rudel bei [[Ērgļi]] in [[Kurland]] durch Flak abgeschossen und konnte bei den vordersten deutschen Linien notlanden. Am 1. September 1944 wurde er zum [[Oberstleutnant]] befördert; einen Monat später übernahm er die Führung des Schlachtgeschwaders 2 (SG 2) „Immelmann“. Am 17. November 1944 wurde Rudel in Ungarn durch Erdbeschuss erneut verwundet und musste auf dem Jägerflugplatz in [[Budapest]] notlanden. Im dortigen Lazarett wurden ein Steck- und ein Durchschuss im linken Oberschenkel behandelt. Rudel ignorierte die ärztlichen Anweisungen und entfernte sich unerlaubt aus dem Lazarett. Mit Gipsverband traf er wenig später wieder bei seinem Geschwader ein. Nach über 2400 Feindflügen (22. Dezember 1944) und 463 Panzervernichtungen wurde Rudel als einziger Soldat am 29. Dezember 1944 mit dem Goldenen Eichenlaub mit Schwertern und Brillanten zum Ritterkreuz ausgezeichnet. Am selben Tag wurde er zum [[Oberst]] befördert. Diese letzte seiner elf Auszeichnungen&amp;lt;ref&amp;gt;Obermaier: &amp;#039;&amp;#039;Ritterkreuzträger&amp;#039;&amp;#039;, S. 29–36.&amp;lt;/ref&amp;gt; durch das [[Nationalsozialismus|nationalsozialistische]] Regime wurde ihm im [[Führerhauptquartier Adlerhorst]] durch [[Adolf Hitler]] überreicht, dabei waren auch die Oberbefehlshaber der Marine Karl Dönitz, der Luftwaffe Hermann Göring sowie der [[Oberkommando der Wehrmacht|OKW]]-Führungsstab zugegen. Am 14. Januar 1945 wurde Rudel die höchste ungarische Tapferkeitsauszeichnung (Goldene Tapferkeitsmedaille) durch Staatsführer [[Ferenc Szálasi]] übergeben. Bereits am 3. Januar 1945 war sein Geschwader den 125.000. Einsatz geflogen. Am 18. Januar 1945 erhöhte Rudel die Abschusszahl von Panzern auf 481.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:SFP 186 - Hans-Ulrich Rudel.webm|mini|thumbtime=20|Filmaufnahmen mit Rudel nach seiner Gefangennahme ([[Special Film Project 186]])]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 9. Februar 1945 wurde die Ju 87 G, mit welcher Rudel und Gadermann vom [[Flugplatz Fürstenwalde]] aus gestartet waren, nahe [[Lebus]] im Raum [[Frankfurt (Oder)]] bei der Bekämpfung feindlicher Panzer von einer sowjetischen Flak getroffen, wobei Rudel am rechten Unterschenkel schwer verwundet wurde. Nach der Notlandung der brennenden Maschine zog Gadermann Rudel aus dem Gefahrenbereich. Anschließend versorgte er dessen zerschossenen rechten Unterschenkel und rettete ihn dadurch vor dem Verbluten. Auf dem Waffen-SS-Hauptverbandsplatz bei Seelow musste Rudels Unterschenkel anschließend amputiert werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Obermaier32&amp;quot; /&amp;gt; Am 25. März 1945 kehrte Rudel zu seinem Geschwader zurück und flog ab dem 4. April 1945 trotz Flugverbot und nicht verheiltem Beinstumpf weitere Einsätze. Seine Panzerabschüsse wurden jedoch nicht mehr angerechnet, sondern dem Geschwader gutgeschrieben. Neuer und letzter Bordschütze von Rudel war in diesen Monaten Kriegsberichtserstatter und Hauptmann [[Ernst-August Niermann]], der seinerseits über 600 Feindflüge absolviert hatte. Am 24. April 1945 schoss Rudel bei der [[Schlacht um Bautzen]] seinen 26. Panzer nach seiner schweren Verwundung ab. Am 8. Mai 1945 flog er mit seinem Geschwader von [[Protektorat Böhmen und Mähren|Böhmen]] nach [[Flugplatz Kitzingen|Kitzingen]] und ergab sich dort den Amerikanern. Im April 1946 wurde Rudel aus dem Kriegslazarett [[Fürth]] entlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt vernichtete Rudel bei 2530 Feindflügen als Schlachtflieger drei sowjetische Schiffe, etwa 70 Landungsfahrzeuge und 519 Panzer. Er zerstörte über 800 Landfahrzeuge, mehr als 150 [[Flugabwehrkanone|Flak-]] und [[Panzerabwehrkanone|Pak]]-Stellungen, vier [[Panzerzug|Panzerzüge]], zahlreiche Bunker, Brücken und Nachschubverbindungen. Darüber hinaus erzielte Rudel neun bestätigte Luftsiege. Kein anderer Schlachtflieger des Zweiten Weltkrieges erreichte mehr als die von Rudel geflogenen 2530 Einsätze.&amp;lt;ref&amp;gt;D. Thomson u. a.: &amp;#039;&amp;#039;Die Luftwaffe.&amp;#039;&amp;#039; Bechtermünz Verlag, Eltville a. R., 1993, S. 123.&amp;lt;/ref&amp;gt; Rudel flog überwiegend Flugzeuge des Typs &amp;#039;&amp;#039;[[Junkers Ju 87|Junkers Ju 87 G]]&amp;#039;&amp;#039; „Kanonenvogel“ sowie zur Panzerbekämpfung umgerüstete [[Focke-Wulf Fw 190]]. Dabei wurde er dreißigmal durch Flak- und Infanteriewaffen abgeschossen, konnte sich jedoch jedes Mal retten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Obermaier33&amp;quot;&amp;gt;Obermaier: &amp;#039;&amp;#039;Ritterkreuzträger&amp;#039;&amp;#039;, S. 33.&amp;lt;/ref&amp;gt; Rudel wurde insgesamt fünfmal verwundet, wofür er das [[Verwundetenabzeichen (1939)|Verwundetenabzeichen]] in Gold trug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach 1945 ===&lt;br /&gt;
Nach seiner Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft im April 1946 betrieb Rudel ein Fuhrunternehmen in [[Coesfeld]]. 1948 emigrierte er über eine der sogenannten [[Rattenlinien]] nach Argentinien: Er gelangte über die Schweiz nach [[Italien]]; in [[Rom]] beschaffte er sich einen gefälschten Pass des Roten Kreuzes mit dem Decknamen „Emilio Meier“ und landete mit einem Flug aus Rom am 8.&amp;amp;nbsp;Juni 1948 in [[Buenos Aires]]. Seine erste Ehefrau Ursula Rudel und die beiden gemeinsamen Kinder folgten ihm nicht nach Argentinien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Flucht begründete er in seinen Memoiren mit dem &amp;quot;großen Ekel&amp;quot; über den &amp;quot;sittlichen Verfall&amp;quot; und den Verlust der &amp;quot;Ewigkeitswerte unseres Volkes&amp;quot;, den er im Nachkriegsdeutschland empfunden habe.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Werner Bührer]]: &amp;#039;&amp;#039;Alte Nazis im neuen Gewand&amp;#039;&amp;#039;, [[Süddeutsche Zeitung]], 23. Februar 2026, S. 13.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Argentinien gründete Rudel in Buenos Aires das „[[Kameradenwerk]]“, eine Hilfseinrichtung für NS-Kriegsverbrecher. Im „Kameradenwerk“ versammelten sich neben dem SS-Mann [[Ludwig Lienhardt]] auch weitere Nationalsozialisten sowie [[Kriegsverbrechen|Kriegsverbrecher]] wie [[Kurt Christmann]] ([[Geheime Staatspolizei|Gestapo]]) und der Österreicher [[Fridolin Guth]]. Sie unterhielten engen Kontakt zu anderen international gesuchten [[Faschismus|Faschisten]] wie [[Ante Pavelić]], [[Carlo Scorza]] sowie Nachfahren bekannter faschistischer Persönlichkeiten wie [[Benito Mussolini]] und [[Konstantin von Neurath|Konstantin Freiherr von Neurath]]. Die Gruppe versorgte neben diesen nach Argentinien geflüchteten Kriegsverbrechern auch in Europa inhaftierte NS-Verbrecher wie [[Rudolf Heß]] und [[Karl Dönitz]] unter anderem mit Lebensmittelpaketen aus Argentinien und durch die Übernahme von Anwaltskosten.&amp;lt;ref&amp;gt;Uki Goñi: &amp;#039;&amp;#039;Odessa: Die wahre Geschichte. Fluchthilfe für NS-Kriegsverbrecher&amp;#039;&amp;#039;, S.&amp;amp;nbsp;140&amp;amp;nbsp;f, ISBN 978-3-935936-40-8.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zusammen mit [[Willem Sassen]] schützte Rudel die Identität von [[Josef Mengele]] und sorgte für dessen Sicherheit.&amp;lt;ref&amp;gt;Uki Goñi: &amp;#039;&amp;#039;Odessa: Die wahre Geschichte. Fluchthilfe für NS-Kriegsverbrecher&amp;#039;&amp;#039;, S.&amp;amp;nbsp;265&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudel schrieb in Argentinien regelmäßig für das Monatsmagazin &amp;#039;&amp;#039;[[Der Weg. Monatshefte zur Kulturpflege und zum Aufbau|Der Weg]]&amp;#039;&amp;#039;, das sich an geflüchtete [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] richtete und von Eberhard Fritsch herausgegeben wurde. Über seine Kriegserfahrungen schrieb Rudel mehrere Bestseller und verschaffte sich dadurch eine Rolle in der Öffentlichkeit.&amp;lt;ref&amp;gt;Uki Goñi: &amp;#039;&amp;#039;Odessa: Die wahre Geschichte. Fluchthilfe für NS-Kriegsverbrecher&amp;#039;&amp;#039;, S.&amp;amp;nbsp;272.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den folgenden Jahren machte Rudel Karriere als Militärberater und Waffenhändler für mehrere lateinamerikanische [[Militärdiktatur]]en. Durch [[Juan Perón]] erhielt er offiziell eine Anstellung im argentinischen Luftfahrtinstitut und kam schnell zu finanziell lukrativen Importlizenzen und Regierungsaufträgen. Gemeinsam mit Sassen wurde er als Militärberater und Waffenhändler für die Koka-Generäle in [[Bolivien]] sowie für [[Augusto Pinochet]] (Chile) und [[Alfredo Stroessner]] (Paraguay) tätig.&amp;lt;ref&amp;gt;Uki Goñi: &amp;#039;&amp;#039;Odessa: Die wahre Geschichte. Fluchthilfe für NS-Kriegsverbrecher&amp;#039;&amp;#039;, S.&amp;amp;nbsp;272&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach Peróns Sturz im September 1955 (sogenannte &amp;#039;&amp;#039;Revolución Libertadora&amp;#039;&amp;#039;) verlegte Rudel seinen Wohnsitz nach [[Paraguay]]. Wie zu Juan Perón unterhielt er hier enge Kontakte zu dem Diktator Stroessner.&amp;lt;ref&amp;gt;Zu dem Kontakt mit Stroessner vgl. Uki Goñi: &amp;#039;&amp;#039;Odessa: Die wahre Geschichte. Fluchthilfe für NS-Kriegsverbrecher&amp;#039;&amp;#039;, S.&amp;amp;nbsp;223.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Bundesrepublik Deutschland unterstützte Rudel die Aktivitäten verschiedener rechter Gruppierungen und Parteien, wie der 1952 verbotenen [[Sozialistische Reichspartei|Sozialistischen Reichspartei]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Personenlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945.&amp;#039;&amp;#039; Zweite, aktualisierte Auflage. Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main 2005, ISBN 3-596-16048-0, S.&amp;amp;nbsp;512.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach Angaben des britischen Geheimdienstes hatte er auch Kontakte zum [[Naumann-Kreis]], einer Vereinigung von Nationalsozialisten rund um den ehemaligen Staatssekretär im Reichspropagandaministerium [[Werner Naumann]], der die [[Freie Demokratische Partei|FDP]] unterwandern wollte.&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst Klee: &amp;#039;&amp;#039;Das Personenlexikon zum Dritten Reich.&amp;#039;&amp;#039; Fischer Taschenbuch Verlag, 2005, S.&amp;amp;nbsp;512, Quelle BA N 1080/272.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im [[Bundestagswahl 1953|Bundestagswahlkampf 1953]] trat Rudel als Spitzenkandidat der rechtsextremen [[Deutsche Reichspartei (1950)|Deutschen Reichspartei]] (DRP) an. Im Jahr 1960 führte der Generalbundesanwalt Ermittlungen wegen [[Geheimbündelei]] gegen Rudel. Nach dem Putsch von [[Augusto Pinochet|Pinochet]] im Jahre 1973 ließ sich Rudel in der [[Colonia Dignidad]] in [[Chile]] nieder. Er unterhielt auch weiterhin gute Kontakte zu Juan Perón.&amp;lt;ref&amp;gt;Zu dem hier erwähnten Kontakt mit Juan Perón vgl. Uki Goñi: &amp;#039;&amp;#039;Odessa: Die wahre Geschichte. Fluchthilfe für NS-Kriegsverbrecher&amp;#039;&amp;#039;, S.&amp;amp;nbsp;179.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ferner trat er 1977 als Redner für die [[Deutsche Volksunion]] auf.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tagesspiegel.de/sport/ein-besuch-bei-alten-kameraden-der-nazi-rudel-kam-1978/1246390.html &amp;#039;&amp;#039;Ein Besuch bei alten Kameraden – Der Nazi Rudel kam 1978.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Der Tagesspiegel.&amp;#039;&amp;#039; 2. Juni 2008.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit den frühen 1950er Jahren war er mit [[Savitri Devi]] befreundet, die Adolf Hitler als [[Avatara|Avatar]] verehrte. Er förderte ihren Aufstieg innerhalb der internationalen [[Neonazismus|Neonazi]]-Szene und vermittelte Kontakte zu [[Johann von Leers]] und [[Otto Skorzeny]].&amp;lt;ref&amp;gt;Nicholas Goodrick-Clarke: &amp;#039;&amp;#039;Im Schatten der Schwarzen Sonne. Arische Kulte, Esoterischer Nationalsozialismus und die Politik der Abgrenzung.&amp;#039;&amp;#039; Marix Verlag, Wiesbaden 2009, ISBN 978-3-86539-185-8, S.&amp;amp;nbsp;208–210.&amp;lt;/ref&amp;gt; Trotz seiner Beinprothese bestieg er 1953 dreimal den [[Llullaillaco]] (6739&amp;amp;nbsp;m).&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Ulrich Rudel: &amp;#039;&amp;#039;Von den Stukas zu den Anden.&amp;#039;&amp;#039; Schütz-Verlag, Coburg 2008, ISBN 978-3-938392-18-8.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Südamerika war Rudel „Auslandsvertreter für mehrere deutsche Firmen“, so auch für den [[Siemens]]-Konzern. Dabei betätigte er sich 1973 auch als Vermittler bei Wirtschaftsprojekten zwischen Argentinien und Paraguay. Hierbei ging es um das Staudammprojekt [[Yacyretá]]. Am Bau dieses Wasserkraftwerks war auch die Firma [[Lahmeyer International]] beteiligt, die laut argentinischer Polizeiberichte in Argentinien vom NS-Fluchthelfer [[Horst Carlos Fuldner|Carlos Fuldner]] vertreten wurde. Hierbei warb die Firma Lahmeyer Rudel als Lobbyisten an.&amp;lt;ref&amp;gt;Zu dem hier erwähnten Kontakt mit Juan Perón vgl. Uki Goñi: &amp;#039;&amp;#039;Odessa: Die wahre Geschichte. Fluchthilfe für NS-Kriegsverbrecher&amp;#039;&amp;#039;, S.&amp;amp;nbsp;272&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für seine Aktivitäten erhielt Rudel auch Unterstützung durch den Bischof und NS-Fluchthelfer [[Alois Hudal]].&amp;lt;ref&amp;gt;Uki Goñi: &amp;#039;&amp;#039;Odessa: Die wahre Geschichte. Fluchthilfe für NS-Kriegsverbrecher&amp;#039;&amp;#039;, S.&amp;amp;nbsp;223.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
Hans-Ulrich Rudel heiratete 1942 Ursula Daemisch, mit der er zwei Söhne hatte. Nachdem er nach Argentinien auswanderte, wurde diese Ehe geschieden. Der &amp;#039;&amp;#039;[[Der Spiegel|Spiegel]]&amp;#039;&amp;#039; berichtete 1950, er habe sich von seiner Ehefrau scheiden lassen, da diese seine Kriegsauszeichnungen verkauft habe.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel|ID=44451221|Titel=Personalien: Hans Ulrich Rudel|Jahr=1950|Nr=48}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies wurde jedoch von Ursula Rudel dementiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;spiegel-13-1951&amp;quot;&amp;gt;{{Der Spiegel|ID=29193612|Titel=Personalien: Ursula Rudel|Jahr=1951|Nr=13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1965 heiratete er erneut, diesmal die 1943 geborene und damit rund 28 Jahre jüngere Ursula Bassfeld. Aus der zweiten Ehe ging ein weiterer Sohn hervor.&amp;lt;ref&amp;gt;{{NDB|22|160|161|Rudel, Hans-Ulrich|[[Sönke Neitzel]]|118603655}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Skandale ==&lt;br /&gt;
=== Rudel-Affäre 1976 ===&lt;br /&gt;
Zu einem politischen Skandal in der Bundesrepublik Deutschland kam es, als Rudel auf Einladung ranghoher [[Bundeswehr]]offiziere im Oktober 1976 an einem Traditionstreffen ehemaliger Angehöriger des [[Schlachtgeschwader 2 „Immelmann“|Schlachtgeschwaders 2 „Immelmann“]] der Wehrmacht auf dem [[Flugplatz Bremgarten|Fliegerhorst Bremgarten]] teilnahm. [[Generalleutnant]] [[Walter Krupinski]] und [[Generalmajor]] [[Karl-Heinz Franke (General)|Karl-Heinz Franke]] hatten die Einladung an Rudel ausgesprochen und bei öffentlichen Rechtfertigungsversuchen die NS-Vergangenheit Rudels mit der [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD-Vergangenheit]] des [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|Sozialdemokraten]] [[Herbert Wehner]] verglichen. Der Parlamentarische Staatssekretär im [[Bundesministerium der Verteidigung|Bundesverteidigungsministerium]], [[Hermann Schmidt (Politiker, 1917)|Hermann Schmidt]] (SPD), hatte die Veranstaltung genehmigt und geriet ebenfalls in die Kritik, was mit dem Ausscheiden aller drei aus dem Amt endete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verteidigungsminister [[Georg Leber]] entschied, die beiden Generäle wegen des Vergleiches von Rudel mit Wehner im Oktober 1976 in den [[Einstweiliger Ruhestand|einstweiligen Ruhestand]] versetzen zu lassen; [[Bundespräsident (Deutschland)|Bundespräsident]] [[Walter Scheel]] folgte nach kurzem Zögern –&amp;amp;nbsp;er war selbst im Zweiten Weltkrieg als Luftwaffensoldat geflogen und NSDAP-Mitglied&amp;amp;nbsp;– der Aufforderung Lebers und entließ beide Generäle nach {{§|50|sg|juris}} [[Soldatengesetz]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel |ID=41069357 |Titel=Verliebt in die Uniform |Jahr=1976 |Nr=46 |Seiten=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Beleg fehlt entgegen der Anordnung des Ministers --&amp;gt;Die Rudel-Affäre löste eine Mediendebatte über die Traditionspflege in der Bundeswehr aus. Im Februar 1977 befasste sich der [[Deutscher Bundestag|Deutsche Bundestag]] ebenfalls mit der Affäre und ihren Folgen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.geschichte.luftwaffe.de/portal/a/geschlw/!ut/p/c4/04_SB8K8xLLM9MSSzPy8xBz9CP3I5EyrpHK9nPL49NTi5Iyccr3kjKJ8PUNL8woQYaYfDtKUkqqXnJ-XWgIiS1LzSjKBZHpRYkl-kV5BflFJDkimtKgIKKOXmaIfaWDo4mRgZgADhjVmAX5OUV7GFiaefm7--gW5uY4A54bvcw!!/ &amp;#039;&amp;#039;Die Rudel-Affäre.&amp;#039;&amp;#039;] Bericht auf der Website der Luftwaffe, abgerufen am 10. August 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fußball-WM in Argentinien 1978 ===&lt;br /&gt;
Während der [[Fußball-Weltmeisterschaft 1978]] in Argentinien in der [[Argentinische Militärdiktatur (1976–1983)|Militärdiktatur]] wurde Rudel auf Einladung von DFB-Präsident [[Hermann Neuberger]] im Trainingsquartier der deutschen [[Nationalmannschaft]] in [[Ascochinga]] empfangen. Neuberger verteidigte den Besuch mit den Worten, eine Kritik an Rudels Erscheinen käme „einer Beleidigung aller deutschen Soldaten gleich“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/sport/fussball/wm-anekdoten-ein-jahrhundertspiel-und-ein-jahrhundertskandal-a-699446.html &amp;#039;&amp;#039;Ein Jahrhundertspiel und ein Jahrhundertskandal.&amp;#039;&amp;#039;] In: [[Der Spiegel]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Unterstützung für den Rudel-Besuch kam von Seiten der rechtsextremen Presse wie der &amp;#039;&amp;#039;[[National-Zeitung (München)|Deutschen Nationalzeitung]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tod und Beisetzung 1982 ===&lt;br /&gt;
Rudel starb am 18. Dezember 1982 im Alter von 66 Jahren an einem [[Schlaganfall]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel|ID=14358042|Titel=Gestorben: Hans-Ulrich Rudel |Jahr=1982|Nr=52|Seiten=124}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Familiengrab-rudel.jpg|mini|Grab der Familie Rudel in Dornhausen]]&lt;br /&gt;
Rudel ist im [[Mittelfranken|mittelfränkischen]] [[Dornhausen (Theilenhofen)|Dornhausen]] beerdigt, weil seine Familie nach dem Krieg dorthin gelangt war. Auch seine Eltern sind dort beerdigt. Bei seiner Beisetzung am 22. Dezember 1982 kam es zu einem Eklat, als nach Augenzeugenberichten mehrere [[McDonnell F-4|Phantom]] und ein [[Lockheed F-104|Starfighter]] der [[Luftwaffe (Bundeswehr)|Luftwaffe]] der [[Bundeswehr]] zur Ehrenbezeugung sein Grab über- bzw. anflogen. In einem Untersuchungsbericht des Verteidigungsministeriums wurde jedoch behauptet, zur fraglichen Zeit habe „normaler Ausbildungsflugbetrieb“ geherrscht, die Militärmaschinen seien nicht vom vorgegebenen Kurs abgewichen und „in etlicher Entfernung von der Ortschaft“ vorübergeflogen. Die Leute, die behauptet hätten, dass die Flugzeuge über den Ort geflogen seien, seien „einer optischen Täuschung erlegen“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{NDB|22|160|161|Rudel, Hans-Ulrich|Sönke Neitzel|118603655}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel|ID=14018251|Titel=Letzter Flug|Jahr=1983|Nr=1|Seiten=65 f.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* [[Frontflugspange]] in Gold mit Brillanten und dem Anhänger mit der Einsatzzahl 2000&amp;lt;ref&amp;gt;[[Heinrich Doehle]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Auszeichnungen des Grossdeutschen Reichs. Orden, Ehrenzeichen, Abzeichen.&amp;#039;&amp;#039; 5. Auflage. Lizenzausgabe. Patzwall, Norderstedt 2000, ISBN 3-931533-43-3.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Ehrenpokal für besondere Leistung im Luftkrieg]] (20. Oktober 1941)&amp;lt;ref&amp;gt;[[Kurt-Gerhard Klietmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Auszeichnungen des Deutschen Reiches 1936–1945&amp;#039;&amp;#039;, Motorbuch Verlag, Stuttgart 1994, S. 173–175.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Deutsches Kreuz]] in Gold (2. Dezember 1941)&amp;lt;ref&amp;gt;[[Horst Scheibert]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Träger des Deutschen Kreuzes in Gold und des Deutschen Kreuzes in Silber.&amp;#039;&amp;#039; Podzun-Pallas-Verlag, Friedberg, Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Die Träger des Deutschen Kreuzes in Gold: Kriegsmarine, Luftwaffe, Waffen-SS und des Deutschen Kreuzes in Silber: Heer, Kriegsmarine, Luftwaffe, Waffen-SS.&amp;#039;&amp;#039; 1984, ISBN 3-7909-0223-3&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Verwundetenabzeichen (1939)|Verwundetenabzeichen]] in Gold&amp;lt;ref&amp;gt;[[Kurt-Gerhard Klietmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Auszeichnungen – Eine Geschichte der Ehrenzeichen und Medaillen, Erinnerungs- und Verdienstabzeichen des. Deutschen Reiches, der deutschen Staaten sowie staatlicher Dienststellen, Organisationen, Verb. usw. vom 18.–20. Jahrhundert. In Zusammenarbeit mit der Internationalen Gesellschaft für Wissenschaftliche Ordenskunde e. V&amp;#039;&amp;#039; Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Reich. 1871–1945.&amp;#039;&amp;#039; Die Ordens-Sammlung, Berlin 1971.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Eisernes Kreuz]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Winfried Heinemann]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Eiserne Kreuz: Die Geschichte eines Symbols im Wandel der Zeit.&amp;#039;&amp;#039; Verlag: Militärgeschichtliches Forschungsamt, ISBN 3-941571-30-3.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** 2. Klasse (10. November 1939)&lt;br /&gt;
** 1. Klasse (18. Juli 1941)&lt;br /&gt;
* [[Flugzeugführer- und Beobachterabzeichen]] in Gold mit Brillanten&amp;lt;ref&amp;gt;[[Kurt-Gerhard Klietmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Auszeichnungen des Deutschen Reiches. 1936–1945.&amp;#039;&amp;#039; Motorbuch, Stuttgart 1981, ISBN 3-87943-689-4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Jörg Nimmergut]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Orden und Ehrenzeichen bis 1945.&amp;#039;&amp;#039; Band 4: &amp;#039;&amp;#039;Württemberg II – Deutsches Reich.&amp;#039;&amp;#039; Zentralstelle für wissenschaftliche Ordenskunde, München 2001, ISBN 3-00-001396-2.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes]] am 6. Januar 1942&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fraschka&amp;quot;&amp;gt;[[Günter Fraschka]]: &amp;#039;&amp;#039;Mit Schwertern und Brillanten: Die Träger der höchsten deutschen Tapferkeitsauszeichnung.&amp;#039;&amp;#039; 10. Auflage. Universitas Verlag, Wiesbaden/München 2002, ISBN 3-8004-1435-X, S. 324.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** [[Liste der Träger des Eichenlaubs zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes|Eichenlaub]] am 14. April 1943 (229. Verleihung)&lt;br /&gt;
** [[Liste der Träger des Eichenlaubs mit Schwertern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes|Schwerter]] am 25. November 1943 (42. Verleihung)&lt;br /&gt;
** [[Liste der Träger des Eichenlaubs mit Schwertern und Brillanten zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes|Brillanten]] am 29. März 1944 (10. Verleihung)&lt;br /&gt;
** Goldenes Eichenlaub am 29. Dezember 1944 (einzige Verleihung)&lt;br /&gt;
* [[Tapferkeitsmedaille (Ungarn)|Goldene Tapferkeitsmedaille für Offiziere]] des [[Königreich Ungarn (1920–1946)|Königreichs Ungarn]]&lt;br /&gt;
* Fünfmalige Nennung im [[Wehrmachtbericht]] (27. März 1944, 28. März 1944, 3. Juni 1944, 6. August 1944, 10. Februar 1945)&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Die Wehrmachtberichte 1939–1945.&amp;#039;&amp;#039; Band 3: &amp;#039;&amp;#039;1. Januar 1944 bis 9. Mai 1945.&amp;#039;&amp;#039; Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1985, ISBN 3-423-05944-3, S. 66.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wir Frontsoldaten zur Wiederaufrüstung&amp;#039;&amp;#039;, Dürer-Verlag, 1951, OCLC 603587732&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Dolchstoß oder Legende?&amp;#039;&amp;#039;, Schriftenreihe zur Gegenwart, Nr. 4, Dürer-Verlag, 1951, OCLC 23669099, [http://permalink.obvsg.at/AC11805940 OBV], [http://d-nb.info/454218095 DNB]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Es geht um das Reich&amp;#039;&amp;#039;, Schriftenreihe zur Gegenwart, Nr. 6, Dürer-Verlag, 1952, OCLC 48951914&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Aus Krieg und Frieden. Tagebuchblätter 1945 und 1952&amp;#039;&amp;#039;, Dürer-Verlag, 1953.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zwischen Deutschland und Argentinien. 5 Jahre in Übersee&amp;#039;&amp;#039;, Dürer-Verlag 1954.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Trotzdem&amp;#039;&amp;#039;, Schütz-Verlag, 1977, OCLC 2362892, [http://permalink.obvsg.at/AC03521961 OBV], [http://d-nb.info/790368293 DNB], ISBN 978-3-87725-047-1&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Hans-Ulrich Rudel: Adler der Ostfront&amp;#039;&amp;#039;, 1971, National-Verlag, [http://permalink.obvsg.at/AC05008628 OBV], [http://d-nb.info/740323008 DNB], ISBN 978-3-920722-08-5&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Mein Leben in Krieg und Frieden&amp;#039;&amp;#039;, Deutsche Verlagsgesellschaft, 1994, OCLC 34396545, [http://permalink.obvsg.at/AC12638860 OBV], [http://d-nb.info/944565409 DNB], ISBN 978-3-920722-22-1&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Hans-Ulrich Rudel – Aufzeichnungen eines Stukafliegers – Mein Kriegstagebuch&amp;#039;&amp;#039;, Arndt-Verlag, 2001, [http://permalink.obvsg.at/AC03439593 OBV], [http://d-nb.info/963151649 DNB], ISBN 978-3-88741-039-1&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Von den Stukas zu den Anden – Am höchsten Vulkan der Erde&amp;#039;&amp;#039;, 2008, Winkelried Verlag&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Uki Goñi]]: &amp;#039;&amp;#039;Odessa: Die wahre Geschichte. Fluchthilfe für NS-Kriegsverbrecher.&amp;#039;&amp;#039; Aus dem Englischen von Theo Bruns und Stefanie Graefe. 2. Auflage, Assoziation A, Berlin 2007, ISBN 978-3-935936-40-8.&lt;br /&gt;
* [[Karin Harrasser]]: &amp;#039;&amp;#039;Surazo. Nachgeschichten des Nationalsozialismus.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Merkur (Zeitschrift)|Merkur]] 76 (2022) H. 873, S. 21–32.&lt;br /&gt;
* {{NDB|22|160|161|Rudel, Hans-Ulrich|[[Sönke Neitzel]]|118603655}}&lt;br /&gt;
* Ernst Obermaier: &amp;#039;&amp;#039;Die Ritterkreuzträger der Luftwaffe – Stuka- und Schlachtflieger 1939–1945&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Dieter Hoffmann, Mainz 1976, ISBN 3-87341-021-4, S. 29–36.&lt;br /&gt;
* Daniel Schilling: &amp;#039;&amp;#039;Die Rudel-Affäre 1976. Genese, Wirkung und Folgen eines politischen Skandals&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 2020, ISBN 978-3-96776-009-5.&lt;br /&gt;
* David S. Thomson u. a.: &amp;#039;&amp;#039;Die Luftwaffe.&amp;#039;&amp;#039; Bechtermünz Verlag, Eltville 1993, ISBN 3-86047-050-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118603655}}&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|118603655}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118603655|LCCN=n/50/022673|VIAF=54940990|NDL=00454924}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Rudel, HansUlrich}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oberst (Luftwaffe der Wehrmacht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stuka-Pilot]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied einer rechtsextremen Organisation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NS-Fluchthelfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ritterkreuzes des Eisernen Kreuzes mit goldenem Eichenlaub, Schwertern und Brillanten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Deutschen Kreuzes in Gold]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DRP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freibund-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Waffenhändler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autobiografie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rattenlinien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Schlesien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Emigrant in Argentinien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1916]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1982]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wikipedia:Artikel mit Video]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Emigrant in Paraguay]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Rudel, Hans-Ulrich&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Schlachtflieger und Offizier der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=2. Juli 1916&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Grzędy (Czarny Bór)|Konradswaldau]], [[Kamienna Góra|Kreis Landeshut]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=18. Dezember 1982&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Rosenheim]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2026-25885-74</name></author>
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