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	<title>Hans-Georg Rausch - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T15:56:12Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Ghostwriter123: Kk</title>
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		<updated>2024-04-30T21:35:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Kk&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hans-Georg Emil Eduard Siegfried Rausch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[13. Oktober]] [[1915]]; † [[1993]] in [[Ahnatal]]) war [[Pfarrer]], [[Inoffizieller Mitarbeiter]] des [[Ministerium für Staatssicherheit|MfS]] und der einzige Abgeordnete im [[Leipzig]]er Stadtrat, der gegen die Sprengung der [[Paulinerkirche (Leipzig)|Paulinerkirche]] der [[Universität Leipzig]] stimmte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hans-Georg Rausch entstammte einer alten Pastorenfamilie. Er studierte nach dem Abitur Theologie. Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] diente er als Oberwachtmeister der Artillerie und wurde mehrfach verwundet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1947 schloss er sein Studium ab und wurde Pfarrer der [[Immanuelkirche (Leipzig-Probstheida)|Immanuel-Kirchgemeinde]] in Leipzig-[[Probstheida]]. Das Regime der DDR betrachtete ihn zunächst kritisch. Anlässlich des Volksaufstandes vom [[Aufstand des 17. Juni|17. Juni 1953]] vermerkte die [[Ministerium für Staatssicherheit|Stasi]], er habe gegen die Partei- und Staatsführung „gehetzt“. Jedoch änderte sich diese Einschätzung in den Folgejahren, in denen Rausch Inoffizieller Mitarbeiter des MfS war. Ende der 1970er Jahre wurde er für die Staatssicherheit uninteressant, da der gewünschte Effekt, eine Spaltung der evangelischen Landeskirche Sachsen und die Zergliederung in einzelne Kirchgemeinden, nicht eingetreten war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
Rausch heiratete 1942 Annemarie Preusse. Dieser Ehe entstammen vier Kinder. 1968 wurde die Ehe geschieden. In zweiter Ehe heiratete er am 1.&amp;amp;nbsp;August 1969 Annemarie Frick, geborene Böhmig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== „Kirchenspaltung“ ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1955 versuchte die Kirchenleitung, ihn abzulösen und auf eine andere Stelle zu versetzen. Rausch mobilisierte seine Gemeinde und erreichte eine Unterstützung des lokalen Kirchenvorstandes. Gleichzeitig wandte er sich an staatliche Stellen um Unterstützung in seinem Konflikt mit der Kirche und unterschrieb eine Verpflichtungserklärung als IM „Eduard“ für das MfS. Der Konflikt mit der Kirche eskalierte im Laufe des Jahres. Hans-Georg Rausch erklärte seine Kirchgemeinde in Leipzig-Probstheida für selbstständig. Klagen der Kirche auf seine Absetzung wurden von den staatlichen Gerichten unter Berufung darauf abgewiesen, es handele sich um interne Angelegenheiten der Kirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Umgekehrt scheiterte Rausch mit seiner Klage, die Kirchensteuereinnahmen der Gemeinde zugewiesen zu bekommen. Zeitweise wurde die Gemeinde durch den Rat des [[Bezirk (DDR)|Bezirkes]] finanziert. Später musste Rausch als LKW-Fahrer selbst das Geld für seinen Lebensunterhalt verdienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt wurde die Gemeinde achtundzwanzig Jahre als selbstständig geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1957 wurde Hans-Georg Rausch für den [[Kulturbund der DDR]] in das Stadtparlament von Leipzig „gewählt“ (er war auch Mitglied der [[Blockpartei]] [[Christlich-Demokratische Union Deutschlands (DDR)|CDU]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hans-Georg Rausch stimmte in der entscheidenden Tagung der Stadtverordnetenversammlung am 23.&amp;amp;nbsp;Mai 1968 als Einziger gegen die Sprengung der Universitätskirche. Die Leipziger Volkszeitung druckte damals alle Reden der Kirchenabriss-Befürworter nach, aber kein Wort des einsamen Neinsagers. Im Stadtarchiv ist die „Drucksache Nr.&amp;amp;nbsp;64“ verschwunden. Inwieweit das Abstimmungsverhalten mit der Stasi abgestimmt war, ist nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1976 endete die Zusammenarbeit mit der Stasi. Hans-Georg Rausch verließ 1984 die DDR und siedelte nach Hessen über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schriftsteller [[Erich Loest]] stellt Hans-Georg Rausch in seinem 1984 erschienenen Roman „[[Völkerschlachtdenkmal (Roman)|Völkerschlachtdenkmal]]“ als „Leipzigs letzten Helden“ dar. Loest schlug Rausch nach der [[Wende (DDR)|Wende]] für die [[Ehrenbürgerschaft]] vor. Nachdem die Stasi-Mitarbeit bekannt geworden war, wurde dieser Vorschlag nicht weiter verfolgt. Er widmete dem ehemaligen Pfarrer Rausch in einer im Deutschlandfunk übertragenen Rede „Wider die Gleichgültigkeit“ zum 17.&amp;amp;nbsp;Juni 1989 (in der alten Bundesrepublik „Tag der deutschen Einheit“) in der Lübecker [[Petrikirche (Lübeck)|St.-Petri-Kirche]] einige anerkennende Worte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Rudolf Scholz&lt;br /&gt;
   |Titel=Leipzigs letzter Held oder die Leben des Pfarrers Hans-Georg Rausch&lt;br /&gt;
   |Verlag=Dingsda&lt;br /&gt;
   |Ort=Querfurt&lt;br /&gt;
   |Datum=2002}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Erich Loest&lt;br /&gt;
   |Titel=Völkerschlachtdenkmal&lt;br /&gt;
   |Datum=}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Georg Wilhelm&lt;br /&gt;
   |Titel=Die Diktaturen und die evangelische Kirche&lt;br /&gt;
   |Datum=2004&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-525-55739-6&lt;br /&gt;
   |Kapitel=&amp;#039;&amp;#039;Der Fall „Rausch“&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
   |Seiten=415–460&lt;br /&gt;
   |Online={{Google Buch |BuchID=wdofCGFokysC |Seite=10 |Hervorhebung=Hans-Georg Rausch}}}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|128916508}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=[[Günter Johannsen]] |url=http://www.gesellschaft-zeitgeschichte.de/geschichte/friedensgebete/ironie-der-geschichte/ |titel=Ironie der Geschichte oder wunderbare Fügung - Die Wurzeln des Montags-Friedensgebetes in Leipzig |abruf=2021-08-20 |kommentar=Mit Erinnerungen zur Kirchenspaltung in Probstheida in der Amtszeit von Pfarrer Hans-Georg Rausch}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=128916508|LCCN=nr2004014140|VIAF=18288633}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Rausch, HansGeorg}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lutherischer Geistlicher (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Inoffizieller Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:CDU-Mitglied (DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Opposition]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Christentums (Leipzig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1915]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1993]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Rausch, Hans-Georg&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Rausch, Hans-Georg Emil Eduard Siegfried (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Pfarrer, inoffizieller Mitarbeiter des MfS&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=13. Oktober 1915&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1993&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Ahnatal]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ghostwriter123</name></author>
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