<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Hans-Friedrich_Lenz</id>
	<title>Hans-Friedrich Lenz - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Hans-Friedrich_Lenz"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hans-Friedrich_Lenz&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-26T17:05:47Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hans-Friedrich_Lenz&amp;diff=1150598&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Lubitsch2 am 16. Juni 2024 um 13:39 Uhr</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hans-Friedrich_Lenz&amp;diff=1150598&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2024-06-16T13:39:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hans-Friedrich Lenz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[29. August]] [[1902]] in [[Wackernheim]]; † [[24. März]] [[1996]] in [[Gießen]]) war ein deutscher [[Pfarrer]] und Mitglied der [[evangelisch]]en [[Bekennende Kirche|Bekennenden Kirche]], die sich gegen die staatliche Einflussnahme in kirchliche Belange während der [[Zeit des Nationalsozialismus]] zur Wehr setzte. Er war gleichzeitig Mitglied der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] und später der [[Schutzstaffel|SS]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Hans-Friedrich Lenz wurde 1902 als Sohn des Pfarrers Philipp Otto Lenz (1874–1968) geboren und wirkte bis zu seinem Tod 1996 als Pfarrer, Dekan und Schriftsteller.&lt;br /&gt;
Verheiratet war Lenz 55 Jahre lang mit Eleonore Waas, mit der er zwei Söhne und eine Tochter hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vor dem Zweiten Weltkrieg ==&lt;br /&gt;
Lenz wuchs in einem deutschnational denkenden Elternhaus auf. Bereits 1921 trat er zu Beginn seines Studiums der [[Evangelische Theologie|evangelischen Theologie]] in Gießen dem [[Verein Deutscher Studenten]] (VDSt) bei.&amp;lt;ref&amp;gt;Louis Lange (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kyffhäuser-Verband der Vereine Deutscher Studenten. Anschriftenbuch 1931.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1931, S. 132.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zum Wintersemester 1921/22 wechselte er nach [[Tübingen]], wo auch der spätere Bischof [[Kurt Scharf]] (1902–1990) zu seinen Studienkollegen gehörte. Lenz war darüber hinaus seit 1922 Mitglied des [[Bund Wiking|Wiking-Bunds]] und wollte sich 1923 am [[Hitlerputsch|Hitler-Ludendorff-Putsch]] beteiligen. Die [[Reichswehr]] verweigerte die zuvor versprochenen Waffen. Lenz trat daraufhin wieder aus dem Wiking-Bund aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925 bestand er das 1. theologische Examen, 1926 das zweite theologische Examen. Nach einem Aufenthalt am Prediger-Seminar in [[Bad Hersfeld|Hersfeld]] 1925–1926 wurde er im Mai 1926 [[Ordination|ordiniert]]. Als Pfarrassistent von [[Ober-Ramstadt]] wurde Lenz 1927 als Pfarrerassistent an die [[St. Johannis (Mainz)|Johanniskirche]] in [[Mainz]] versetzt. 1929 wurde er Pfarrer von [[Münzenberg]] in der [[Hessen|hessischen]] [[Wetterau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 1. Juli 1930 trat er der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 272.497).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/25520994&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach eigenen Angaben bewog ihn hierbei die Absicht „als Mitglied in Partei und SA-Reserve bessere Gelegenheit zur Verkündigung des Evangeliums zu bekommen“, was aber nach anfänglichen Erfolgen scheiterte. 1935 wurde er aus der SA-Reserve und 1939 wegen „Zuwiderhandlung gegen die Bestrebungen der NSDAP“ aus der NSDAP ausgeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1933 schloss sich Lenz der [[Bekennende Kirche|Bekennenden Kirche]] an, die sich gegen die staatliche Einflussnahme in kirchliche Belange während der Zeit des „[[Zeit des Nationalsozialismus|Dritten Reichs]]“ zur Wehr setzte. Von 1935 bis 1940 war Lenz Mitglied im Landesbruderrat der Bekennenden Kirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Im Zweiten Weltkrieg ==&lt;br /&gt;
Am 20. Mai 1938 wurde Lenz verhaftet, weil er mit einem Flugblatt gegen die Einweisung [[Martin Niemöller]]s in das [[KZ Sachsenhausen|Konzentrationslager Sachsenhausen]] protestiert hatte. Das sich anschließende Sondergerichtsverfahren wegen der „Verbreitung von Hetzschriften“ wurde durch Gnadenerlass 1941 eingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 17. April 1940 wurde Lenz im Rang eines Feldwebels zur Luftnachrichtentruppe der [[Wehrmacht]] eingezogen. Da er schon nach kurzer Zeit als Flugwache auf der [[Burg Münzenberg|Münzenberger Burg]] eingesetzt wurde, blieb er seiner Kirchengemeinde erhalten, bis er im Juli 1944 zum Flugplatz [[Hagenow]] abkommandiert wurde. Nach einem Aufenthalt auf dem Truppenübungsplatz [[Jüterbog]] und einem Katastropheneinsatz in den Junkersflugzeugwerken bei [[Dessau]] wurde er nach Überstellung zur [[Waffen-SS]] am 17. August 1944 [[SS-Oberscharführer]] des [[SS-Totenkopfverbände|SS-Totenkopfbanns]] Flossenbürg und als Kommandanturschreiber zum [[KZ-Außenlager Hersbruck|Außenlager Hersbruck]] des [[KZ Flossenbürg]] abkommandiert. Nach eigenen Angaben gelang es ihm dort, die Zustände für die Gefangenen zu verbessern und einige Häftlinge vor dem Tod zu bewahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nach dem Zweiten Weltkrieg ==&lt;br /&gt;
Lenz kehrte am 30. Juni 1945 aus der Kriegsgefangenschaft heim und wirkte wieder im Gemeindedienst. Nach dem Urteil der [[Spruchkammerverfahren|Spruchkammer]] Friedberg wurde er am 1. Oktober 1946 als „[[Mitläufer]]“ eingestuft, wegen seiner Mitgliedschaft in der NSDAP und der Zugehörigkeit zur [[Waffen-SS]] war eine Einstufung als „Entlasteter“ nicht möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1950 bis zu seiner Pensionierung 1968 war er Dekan des Dekanats [[Hungen]]. Als Mitglied der [[Kirchensynode]] war er 1969 bis 1981 Vorsitzender der Kommission zur Erforschung des Kirchenkampfes der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. Daneben war er über 20 Jahre Vorstandsvorsitzender des Kinderheims Arnsburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über seine Zeit in der Bekennenden Kirche und seinen Einsatz in Hersbruck veröffentlichte er 1982 das Buch „Sagen Sie Herr Pfarrer, wie kommen Sie zur SS?“ Eine umfangreiche Korrespondenz zwischen Lenz und ehemaligen Häftlingen befindet sich heute im Stadtarchiv Hersbruck. In den Nachkriegsprozessen in [[Dachauer Prozesse|Dachau]] und [[Nürnberger Prozesse|Nürnberg]] trat er als Zeuge der Staatsanwaltschaft auf und half den Ermittlungsbehörden bis Ende der 1960er Jahre als Zeuge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;„Sagen Sie, Herr Pfarrer, wie kommen Sie zur SS?“. Bericht eines Pfarrers der Bekennenden Kirche über seine Erlebnisse im Kirchenkampf und als SS-Oberscharführer im Konzentrationslager Hersbruck.&amp;#039;&amp;#039; 3. überarbeitete Auflage, Brunnen-Verlag, Giessen und Basel 1989 (ABC-team; 3391) ISBN 3-7655-3391-2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070609073406/http://www.bautz.de/bbkl/l/lenz_h_f.shtml |band=24|spalten=1011-1013|autor=Marc Zirlewagen|artikel=Lenz, Hans-Friedrich}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|11857163X}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=11857163X|LCCN=n/82/223324|VIAF=112334046}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Lenz, HansFriedrich}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lutherischer Geistlicher (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ökumenische Persönlichkeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der Bekennenden Kirche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personal im KZ Flossenbürg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Angehöriger der Waffen-SS]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärperson (Luftwaffe der Wehrmacht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zeuge in den Nürnberger Prozessen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Kriegsgefangener]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied im Bund Wiking]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter im VVDSt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Evangelische Kirche in Hessen und Nassau)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1902]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1996]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Lenz, Hans-Friedrich&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Lenz, Hans Friedrich (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Pfarrer und Mitglied der evangelischen Bekennenden Kirche&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=29. August 1902&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Wackernheim]], [[Landkreis Bingen|Kreis Bingen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=24. März 1996&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Gießen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lubitsch2</name></author>
	</entry>
</feed>