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	<title>Hans-Dietrich Sander - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>~2026-20487-86: /* Leben und Wirken */ Dozent</title>
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		<updated>2026-04-29T14:58:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben und Wirken: &lt;/span&gt; Dozent&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hans-Dietrich Sander&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[17. Juni]] [[1928]] in [[Gorlosen|Grittel]], [[Mecklenburg]]; † [[25. Januar]] [[2017]] in [[Fürstenwalde/Spree]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Journalist]] sowie [[Rechtsextremismus|rechtsextremer]] [[Publizist]] und Herausgeber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Hans-Dietrich Sander studierte 1948/49 [[Evangelische Theologie]] an der [[Kirchliche Hochschule Berlin-Zehlendorf|Kirchlichen Hochschule Berlin-Zehlendorf]] und von 1949 bis 1952 [[Theaterwissenschaften]], [[Germanistik]] und [[Philosophie]] an der [[Freie Universität Berlin|Freien Universität]] in [[West-Berlin]]. Der Theaterkritiker [[Herbert Ihering]] vermittelte ihm 1950/51 eine zweijährige Hospitanz beim [[Berliner Ensemble]] von [[Bertolt Brecht]]. Unter dem Einfluss Brechts engagierte sich Sander offen für den [[Kommunismus]], was zum Entzug seines Stipendiums an der Freien Universität Berlin führte. 1952 übersiedelte Sander nach [[Ost-Berlin]]. Dort war er bis 1956 als [[Dramaturg]] im [[Henschel-Verlag]] und als Theaterkritiker für die Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Theater der Zeit&amp;#039;&amp;#039; tätig.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Dietrich Sander: &amp;#039;&amp;#039;Grenzgänger zwischen Ost und West.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Welt]].&amp;#039;&amp;#039; 15. März 1958&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Desillusioniert von der DDR und vom Kommunismus zog Sander 1957 zurück in den Westen, ohne seinen Bruch mit dem westdeutschen politischen System zu revidieren. Von 1958 bis 1962 und von 1965 bis 1967 war er unter der Schirmherrschaft [[Hans Zehrer]]s als Journalist und Literaturkritiker bei der Tageszeitung [[Die Welt]] tätig. In den Jahren dazwischen lag eine zweijährige Forschungstätigkeit über revolutionstheoretische Schriften in Zürich und Berlin. In dieser Zeit nahm er Kontakt auf zu [[Boris Souvarine]], [[Giangiacomo Feltrinelli]] und [[Oskar Lange]]. Letzterem widmete er 1970 die Veröffentlichung seiner [[Dissertation]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1969 wurde Sander bei dem Ordinarius für Geistesgeschichte [[Hans-Joachim Schoeps]] in [[Erlangen]] mit der Dissertation &amp;#039;&amp;#039;Marxistische Ideologie und allgemeine Kunsttheorie&amp;#039;&amp;#039;, worin erstmals ein Brief von [[Walter Benjamin]] an [[Carl Schmitt]] publiziert wurde, zum Dr. phil. [[Promotion (Doktor)|promoviert]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Horst Bredekamp]]: &amp;#039;&amp;#039;From Walter Benjamin to Carl Schmitt, via Thomas Hobbes.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Critical Inquiry.&amp;#039;&amp;#039; Volume 25, Number 2, Winter 1999 {{Webarchiv |url=http://www.uchicago.edu/research/jnl-crit-inq/issues/v25/v25n2.brede.html |wayback=20100611103411 |text=chicago.edu}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sander stand mit Schmitt in intensivem schriftlichen und persönlichen Kontakt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite news |first=Wolfgang |last=Schuller |url=http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/rezensionen/sachbuch/carl-schmitt-hans-dietrich-sander-werkstatt-discorsi-ich-warne-sie-ernstlich-1817810.html |title=Ich warne Sie ernstlich |work=Frankfurter Allgemeine Zeitung |date=2009-06-08 |access-date=2015-02-26 |language=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er vermittelte auch den direkten Kontakt zwischen dem Religionsphilosophen [[Jacob Taubes]], damals Kollege an der FU Berlin, und Carl Schmitt – eine Begegnung, die sich in Taubes’ Buch &amp;#039;&amp;#039;Ad Carl Schmitt – Gegenstrebige Fügung&amp;#039;&amp;#039; niederschlug, das 1987 posthum veröffentlicht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Erfahrung in beiden deutschen Staaten nutzte Sander in seiner Arbeit für das Periodikum [[Deutschland Archiv]] von 1964 bis 1974. Zu dieser Zeit gestaltete er auch gelegentlich Rundfunkfeuilletons für den [[Deutschlandfunk]], den [[Sender Freies Berlin]] sowie den [[Hessischer Rundfunk|Hessischen Rundfunk]]. 1972 erschien Sanders Buch &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Schönen Literatur in der DDR&amp;#039;&amp;#039;. Seine Darstellung der künstlerischen und politischen Repression von Schriftstellern in der DDR wurde von [[Alfred Kantorowicz]] im Deutschland Archiv bestätigt.&amp;lt;ref&amp;gt;Alfred Kantorowicz, &amp;#039;&amp;#039;H.-D. Sanders Geschichte der DDR-Literatur&amp;#039;&amp;#039;, In: Deutschland Archiv, Heft 1, 1974, S. 75&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1975/76 war Sander [[Lehrbeauftragter]] an der [[Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover|TU Hannover]] und im Wintersemester 1978/79 [[Gastdozent]] für zwei Lehrveranstaltungen an der FU Berlin. In diese Zeit fällt auch seine Mitarbeit an der &amp;#039;&amp;#039;Zeitbühne&amp;#039;&amp;#039; unter der Herausgeberschaft von [[William S. Schlamm]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1980 erschien sein Buch &amp;#039;&amp;#039;Der nationale Imperativ – Ideengänge und Werkstücke zur Wiederherstellung Deutschlands&amp;#039;&amp;#039;, eine Sammlung politischer Essays, die zum Teil vorher in der [[rechtskonservativ]]en Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;[[Criticón]]&amp;#039;&amp;#039; und in der &amp;#039;&amp;#039;Welt&amp;#039;&amp;#039; erschienen waren. Das Buch gilt als eine der wichtigen „Kampfschriften“ eines neuen Nationalbewusstseins.&amp;lt;ref&amp;gt;Franz Greß, Hans-Gerd Jaschke, Klaus Schönekäs, &amp;#039;&amp;#039;Neue Rechte und Rechtsextremismus in Europa: Bundesrepublik, Frankreich, Grossbritannien&amp;#039;&amp;#039;, Westdeutscher Verlag 1990, S. 281&amp;lt;/ref&amp;gt; Ziel seiner „Ideengänge zur Wiederherstellung Deutschlands“ sei die Weckung des „entschlummerten Furor teutonicus“, um „den Deutschen ihren bewährten Kampfgeist und ihren berechtigten Stolz zurückzugeben, die sie beim Bau eines neuen Reiches brauchen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Armin Pfahl-Traughber, &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Konservative Revolution&amp;quot; und &amp;quot;Neue Rechte&amp;quot;: Rechtsextremistische Intellektuelle gegen den demokratischen Verfassungsstaat&amp;#039;&amp;#039;, Leske und Budrich 1998, S. 186&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1983 bis 1986 war Sander Chefredakteur der &amp;#039;&amp;#039;Deutschen Monatshefte&amp;#039;&amp;#039; (seit 1990 mit &amp;#039;&amp;#039;[[Nation und Europa]]&amp;#039;&amp;#039; fusioniert), die vom Verfassungsschutz als Strategieorgan des deutschen [[Rechtsextremismus]] bezeichnet wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;s. etwa {{Webarchiv |url=http://www.verfassungsschutz-bw.de/rechts/rechts_sonst_strat.html |wayback=20060113122139 |text=&amp;#039;&amp;#039;Theorie- und Strategiebildung im deutschen Rechtsextremismus&amp;#039;&amp;#039;}}. Landesamt für Verfassungsschutz Baden-Württemberg. &amp;lt;/ref&amp;gt; Dieses Engagement führte in den 1980er Jahren zu ersten Erwähnungen Sanders in [[Verfassungsschutzbericht]]en. Danach folgte noch bis 1988 eine ständige Mitarbeit bei &amp;#039;&amp;#039;Nation und Europa&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war Referent bei zahlreichen rechtsextremen Organisationen wie der [[Gesellschaft für freie Publizistik]] (1985), dem [[Deutsches Seminar|Deutschen Seminar]], der [[Deutsche Liga für Volk und Heimat|Deutschen Liga für Volk und Heimat]] und der [[Berliner Kulturgemeinschaft Preußen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1988 erschien Sanders Buch &amp;#039;&amp;#039;Die Auflösung aller Dinge – Zur geschichtlichen Lage des Judentums in den Metamorphosen der Moderne&amp;#039;&amp;#039;, in dem er den [[Antisemitismus|antisemitischen]] [[Topos (Geisteswissenschaft)|Topos]] aufwärmte, Juden seien zu eigener kultureller Leistung nicht in der Lage und würden in den sie aufnehmenden [[Hochkultur (Geschichtswissenschaft)|Hochkultur]]en ein Ferment der Zersetzung darstellen. Dagegen setzte er in Anlehnung an [[Carl Schmitt]] die Idee eines deutschen Reichs, das die angeblich von jüdischen Kräften beschleunigte [[Moderne]] aufhalten solle. Sander behauptete, die Deutschen hätten nach dem Zweiten Weltkrieg die [[alliierte]] und jüdische Propaganda der [[Reeducation]] internalisiert und seien dadurch zu den „neuen Juden“ geworden.&amp;lt;ref&amp;gt;Fabian Weber: &amp;#039;&amp;#039;Armin Mohler, die Neue Rechte und der Antisemitismus 1950 bis 1995&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte]]&amp;#039;&amp;#039; 73, Heft 2 (2025), S. 251–289, hier S. 280 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei Jahre später gründete Sander die Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;[[Staatsbriefe]]&amp;#039;&amp;#039;, deren Titel sich auf die Erlasse des [[Staufer]]kaisers [[Friedrich II. (HRR)|Friedrich II.]] bezieht. Die bis ins Jahr 2001 erschienene Publikation wurde vom Verfassungsschutz dem „intellektuell ausgerichteten Rechtsextremismus“ zugeordnet.&amp;lt;ref&amp;gt;s. etwa Verfassungsschutzbericht 2002, S. 94 &amp;lt;/ref&amp;gt; Leitgedanke war die Belebung der [[Ghibellinen und Guelfen|ghibellinischen]] [[Reichsidee]]. Die Publikation blieb jedoch ohne breitere Wirkung, im Jahre 2000 erschienen lediglich 1000 Exemplare.&amp;lt;ref name=&amp;quot;backes&amp;quot;&amp;gt;Uwe Backes: &amp;#039;&amp;#039;Gestalt und Bedeutung des intellektuellen Rechtsextremismus in Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Aus Politik und Zeitgeschichte]]&amp;#039;&amp;#039; (B 46/2001) ([http://www.bpb.de/publikationen/TTOIT8,2,0,Gestalt_und_Bedeutung_des_intellektuellen_Rechtsextremismus_in_Deutschland.html bpb.de])&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Staatsbriefe verbanden radikale politische Polemik, Kritik und Analyse mit dem Versuch, an geistige Traditionen des [[Preußentum]]s, des [[Reichsidee|Reichsgedankens]] und der sogenannten [[Konservative Revolution|Konservativen Revolution]] anzuknüpfen. Die Zeitschrift trug nach Einschätzung einer SPD-Publikation offen [[Antiamerikanismus|antiamerikanische]] und antisemitische Züge.&amp;lt;ref&amp;gt;so etwa die SPD-Publikation {{Webarchiv |url=http://www.spdfraktion.de/rs_datei/0,,5071,00.pdf |wayback=20111020162354 |text=Rechtsextremismus in Deutschland}} (PDF; 485&amp;amp;nbsp;kB), S. 63.&amp;lt;/ref&amp;gt; Anfang der 1990er Jahre war Sander auch Mitarbeiter der rechtsextremen &amp;#039;&amp;#039;Nachrichten des Studentenbundes Schlesien&amp;#039;&amp;#039; von [[Hans-Michael Fiedler]].&amp;lt;ref&amp;gt;so etwa im Impressum der &amp;#039;&amp;#039;Nachrichten des Studentenbundes Schlesien&amp;#039;&amp;#039; Nr. 1 vom März 1990, S. 2.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sander trat 1990 auch als Redner auf dem [[Wartburgfest]] der [[Deutsche Burschenschaft|Deutschen Burschenschaft]] auf, das in jenem Jahr unter Leitung der rechtsextremen [[Wiener akademische Burschenschaft Olympia|Wiener Burschenschaft Olympia]] stand. In seinem Vortrag propagierte er die „Idee eines neuen Deutschen Reiches“ und verkündete seine Einschätzung zu den „Feinden des &amp;#039;&amp;#039;Deutschen Reiches&amp;#039;&amp;#039;“.&amp;lt;ref&amp;gt;Handbuch des österreichischen Rechtsextremismus, 2. Auflage, Wien 1996, S. 275&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Fabian Virchow]]: &amp;#039;&amp;#039;Gegen den Zivilismus: Internationale Beziehungen und Militär in den politischen Konzeptionen der extremen Rechten&amp;#039;&amp;#039;, [[VS Verlag für Sozialwissenschaften]], Wiesbaden 2006, Seite 124, ISBN 978-3-531-15007-9.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Positionen ==&lt;br /&gt;
Hans-Dietrich Sander wurde vom Verfassungsschutz und von Extremismusexperten der Neuen Rechten bzw. dem intellektuellen Rechtsextremismus zugeordnet.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Uwe Backes]], [[Eckhard Jesse]]: &amp;#039;&amp;#039;Kommentierte Bibliographie&amp;#039;&amp;#039;. In: Ders. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Jahrbuch Extremismus &amp;amp; Demokratie]]&amp;#039;&amp;#039;. 6. Jahrgang (1994), Bouvier, Bonn 1994, ISBN 3-416-02532-6, S. 424.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Alice Brauner|Alice Brauner-Orthen]]: &amp;#039;&amp;#039;Die neue Rechte in Deutschland. Antidemokratische und rassistische Tendenzen&amp;#039;&amp;#039;. Leske und Budrich, Opladen 2001, ISBN 3-8100-3078-3, S. 29.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Steffen Kailitz]]: &amp;#039;&amp;#039;Die politische Deutungskultur im Spiegel des &amp;quot;Historikerstreits&amp;quot;. What&amp;#039;s right? What&amp;#039;s left?&amp;#039;&amp;#039;. Westdeutscher Verlag, Wiesbaden 2001, ISBN 3-531-13701-8, S. 267.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Johannes Jäger (Politikwissenschaftler)|Johannes Jäger]]: &amp;#039;&amp;#039;Die rechtsextreme Versuchung&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Politikwissenschaft&amp;#039;&amp;#039;. Bd. 78). Lit, Münster u.&amp;amp;nbsp;a. 2002, ISBN 3-8258-5722-0, S. 62.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ines Aftenberger]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Neue Rechte und der Neorassismus&amp;#039;&amp;#039;. Leykam, Graz 2007, ISBN 978-3-7011-0088-0, S. 43.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Gudrun Hentges]]: &amp;#039;&amp;#039;Staat und politische Bildung. Von der &amp;quot;Zentrale für Heimatdienst&amp;quot; zur &amp;quot;Bundeszentrale für politische Bildung&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;. Mit einem Vorwort von [[Christoph Butterwegge]], Springer VS, Wiesbaden 2013, ISBN 978-3-531-18670-2, S. 357.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sander selbst wies diese Definition zurück: die „Reichsidee als ein umfassender Topos“ schließe „Extremistisches grundsätzlich aus.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Staatsbriefe 5/95, 1995, S. 41&amp;quot;&amp;gt;Staatsbriefe 5/95, S. 41, &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Wer schützt die Verfassung vor dem Verfassungsschutz?&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein zentraler Punkt in Sanders Theorie war die Überwindung des latenten „Bürgerkriegs“ zwischen der Linken und der Rechten unter der Ganzheit des Nationalen und des Staatsgedankens. Dieses Thema war unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Der Kampf der Teile&amp;#039;&amp;#039; auch wiederholt Gegenstand in den Staatsbriefen (z.&amp;amp;nbsp;B. 6/98). Auch innerhalb der Neuen Rechten selbst war Sander umstritten; so veröffentlichte die Wochenzeitung &amp;#039;&amp;#039;[[Junge Freiheit]]&amp;#039;&amp;#039; Anfang der 1990er Jahre polemische Artikel und Leserbriefe gegen Sander und die „Staatsbriefe“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Junge Freiheit 4/1991&amp;quot;&amp;gt;z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;Reich statt Republik.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Junge Freiheit&amp;#039;&amp;#039; 4/1991&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sander übte seinerseits herbe Kritik an den Rechtsparteien (NPD, [[Die Republikaner|Republikaner]]), denen er Korruption, Unfähigkeit, Borniertheit und die Durchsetzung mit „Informanten und Provokateuren“ vorwarf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Staatsbriefe 5–6/96, 1996, S. 2&amp;quot;&amp;gt;Staatsbriefe 5–6/96, S. 2, &amp;#039;&amp;#039;Thesen zur Konterrevolution.&amp;#039;&amp;#039; Vergleiche auch Staatsbriefe 5/2000, S. 41: „Auch die westdeutsche Rechte ist destruktiv“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sander betrachtete das „herrschende politische System“ als unreformierbar korrupt, fremdbestimmt und unfähig, sich den politischen Problemen zu stellen. Analog zum [[Wende (DDR)|Zusammenbruch der DDR]] werde auch die Bundesrepublik zwangsläufig an ihren eigenen Fehlern zugrunde gehen. Voraussetzung dazu sei allerdings auch der Sturz des „Hegemons der BRD“, der [[USA]]. Der von Sander propagierte Reichsgedanke selbst sei dabei keine aktuelle politische Option, da seine Verwirklichung das Werk von Generationen sein werde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen Veröffentlichung des Aufsatzes von [[Germar Rudolf]] – &amp;#039;&amp;#039;Naht ein deutscher Bürgerkrieg?&amp;#039;&amp;#039; – und eines Beitrags zum Thema [[Holocaust]] (den die Verteidigung als Satire bezeichnet hatte)&amp;lt;ref&amp;gt;[[Günter Zehm]]: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.jf-archiv.de/archiv/29aa15.htm Pankraz, Sanders Staatsbriefe und die Provinzposse von München].&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Junge Freiheit]].&amp;#039;&amp;#039; Nr. 29, 11. Juli 1997&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde Hans-Dietrich Sander 1998 als verantwortlicher Herausgeber der Staatsbriefe wegen [[Volksverhetzung]] und [[Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener]] zu einer Haftstrafe von acht Monaten, ausgesetzt auf zwei Jahre Bewährung, sowie zu einer Geldstrafe in Höhe von 4000 DM verurteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[[Geschichte des Antisemitismus seit 1945|Antisemitismus]]“ und „Verunglimpfung der [[FDGO|freiheitlich demokratischen Grundordnung]] der Bundesrepublik Deutschland und ihrer politischen Repräsentanten“ waren auch die Vorwürfe, die ab 1995 erneut zu verschiedenen Erwähnungen (sowohl der Staatsbriefe als auch Sanders) in den [[Verfassungsschutzbericht]]en unter der Rubrik [[Rechtsextremismus]] führten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Verfassungsschutzberichte&amp;quot;&amp;gt;so z.&amp;amp;nbsp;B. Verfassungsschutzbericht 2000, Mai 2001, S. 101, Verfassungsschutzbericht 2001, August 2002, S. 117, Verfassungsschutzbericht 2002, September 2003, S. 94, oder Verfassungsschutzbericht 2003, Mai 2004, S. 86.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sander trat zudem jahrelang als Referent bei Veranstaltungen rechtsextremer und national-konservativer Gruppierungen auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nürnberger Nachrichten, 2000, S. 3&amp;quot;&amp;gt;Nürnberger Nachrichten vom 28. August 2000, S. 14, Artikel &amp;#039;&amp;#039;Nürnberg als Zentrum der Nadelstreifen-Extremisten?&amp;#039;&amp;#039;von Armin Jelenik. – „Rund 100 Teilnehmer, so berichtet es zumindest die [[Deutsche Stimme]], Monatsschrift der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands (NPD), hören sich an, wie [[Horst Mahler]], Jürgen Schwab und Hans-Dietrich Sander die Rückkehr zum Führerprinzip und die Abschaffung der Demokratie in Deutschland erreichen wollen.“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Umfeld der [[NPD]] entwickelte sich in der zweiten Hälfte der 1990er Jahre eine Diskussion um Grundlagen und Modelle eines zukünftigen „Reiches“, für die Sanders Thesen wichtiger Bezugspunkt waren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Virchow, Fabian 2006, S.125&amp;quot;&amp;gt;Fabian Virchow: &amp;#039;&amp;#039;Gegen den Zivilismus.&amp;#039;&amp;#039; VS Verlag 2006, S.&amp;amp;nbsp;125.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Laufe dieser Debatte beklagte Sander eine Abkehr großer Teile der extremen Rechten von der Reichsidee zugunsten eines von der Blockkonfrontation ursächlich bestimmten „[[Verfassungspatriotismus]]“ seit den 1950er Jahren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Virchow, Fabian 2006, S.125&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut Verfassungsschutz Niedersachsen war Sander im Jahr 2003 neben Holocaustleugnern wie [[Ernst Zündel]], [[Robert Faurisson]], [[Jürgen Graf (Holocaustleugner)|Jürgen Graf]], [[Gerd Honsik]], [[Manfred Roeder (Rechtsextremist)|Manfred Roeder]], [[Germar Rudolf]], [[Wilhelm Stäglich]] und dem rechtsextremen Liedermacher [[Frank Rennicke]] Gründungsmitglied des [[Verein zur Rehabilitierung der wegen Bestreitens des Holocaust Verfolgten|Vereins zur Rehabilitierung der wegen Bestreitens des Holocaust Verfolgten]] (VRBHV), dessen Vorsitzender der Rechtsextremist [[Bernhard Schaub]] war.&amp;lt;ref&amp;gt;Verfassungsschutzbericht 2005 des Landes Niedersachsen, erschienen 2006, S. 21 ({{Webarchiv |url=http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C26855275_L20.pdf |wayback=20090509091221 |text=PDF-Version}}).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* 2015: Ulrich-von-Hutten-Medaille der [[Gesellschaft für freie Publizistik]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bibliografie (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Marxistische Ideologie und allgemeine Kunsttheorie.&amp;#039;&amp;#039; Kyklos-Verlag, Basel 1970.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der schönen Literatur in der DDR. Ein Grundriß.&amp;#039;&amp;#039; Rombach, Freiburg 1972.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der nationale Imperativ. Ideengänge und Werkstücke zur Wiederherstellung Deutschlands.&amp;#039;&amp;#039; Sinus, Krefeld 1980.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Preußen - Die Polis der Neuzeit. Eine staatsphilosophische These.&amp;#039;&amp;#039; Göttingen 1986.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Auflösung aller Dinge. Zur geschichtlichen Lage des Judentums in den Metamorphosen der Moderne.&amp;#039;&amp;#039; Castel del Monte, München 1988.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Herbert Cysarz]]: Bild und Begriff. Germanistik im geisteswissenschaftlichen Feld.&amp;#039;&amp;#039; Lindenblatt Media Verlag, Künzell 2006.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Carl Schmitt/Hans-Dietrich Sander: Werkstatt - Discorsi. Briefwechsel 1967 bis 1981.&amp;#039;&amp;#039; [[Edition Antaios]], Albersroda 2008.&lt;br /&gt;
* Heiko Luge (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Grenzgänge. Liber amicorum für den nationalen Dissidenten Hans-Dietrich Sander zum 80. Geburtstag&amp;#039;&amp;#039;. [[Ares-Verlag]], Graz 2008, ISBN 978-3-902475-60-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Jens Mecklenburg]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbuch deutscher Rechtsextremismus&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Antifa-Edition&amp;#039;&amp;#039;). Elefanten-Press, Berlin 1996, ISBN 3-88520-585-8, S. 516–517.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|106790730}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;{{Webarchiv |url=http://www.deutsche-stimme.de/Ausgaben2007/Sites/06-07-Gespraech.html |wayback=20071129003721 |text=„Eine Wiederherstellung Deutschlands ist erst möglich, wenn der Hegemon der BRD wegbricht“}},&amp;#039;&amp;#039; Interview mit [[Arne Schimmer]] in der NPD-Zeitung &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsche Stimme]],&amp;#039;&amp;#039; Juni 2007 ([[Internet Archive]])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[http://www.klick-nach-rechts.de/gegen-rechts/2001/01/staatsbriefe.htm Ein rechter Herausgeber und Journalist: Dr. Phil Hans-Dietrich Sander und die Staatsbriefe]&amp;#039;&amp;#039; in &amp;#039;&amp;#039;Klick-nach-rechts.de,&amp;#039;&amp;#039; 15. Januar 2001&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[https://www.jf-archiv.de/archiv08/200825061347.htm „Die Contrebande, die mit mir reist…“],&amp;#039;&amp;#039; Porträt von Thorsten Hinz in der &amp;#039;&amp;#039;[[Junge Freiheit|Jungen Freiheit]],&amp;#039;&amp;#039; Nr. 25, 13. Juni 2008&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=106790730|LCCN=n/88/76043|VIAF=76816712}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Sander, Hansdietrich}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volksverhetzer nach deutschem Recht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Publizist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zeitungsjournalist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Journalist (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Herausgeber]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sachbuchautor]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1928]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2017]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Holocaustleugner]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Sander, Hans-Dietrich&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Publizist und Autor der Neuen Rechten&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=17. Juni 1928&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Gorlosen|Grittel]], [[Mecklenburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=25. Januar 2017&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Fürstenwalde/Spree]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2026-20487-86</name></author>
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