<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Hanns_Johst</id>
	<title>Hanns Johst - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Hanns_Johst"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hanns_Johst&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-11T19:49:46Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hanns_Johst&amp;diff=165556&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bartleby08: /* Literatur */</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hanns_Johst&amp;diff=165556&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-01-27T07:21:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Hanns Johst 1933.jpg|mini|Hanns Johst in &amp;#039;&amp;#039;Der Bücherwurm&amp;#039;&amp;#039; 18.1933, S.&amp;amp;nbsp;162]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-2007-1010-501, Hanns Johst.jpg|mini|Hanns Johst im Jahr 1933]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hanns Johst&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[8. Juli]] [[1890]] in [[Seerhausen]], [[Sachsen]]; † [[23. November]] [[1978]] in [[Ruhpolding]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Schriftsteller]], [[Dramatiker]], [[Nationalsozialist|nationalsozialistischer]] Kulturfunktionär und ab 1935 Präsident der [[Reichsschrifttumskammer]] (RSK).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Jugend, Studium und berufliche Anfänge ===&lt;br /&gt;
Johst wuchs als Sohn eines Volksschullehrers in [[Oschatz]] und [[Leipzig]] auf, wo er ab 1902 das neu errichtete [[Königin-Carola-Gymnasium]] besuchte, an dem er 1911 das [[Abitur]] ablegte.&amp;lt;ref&amp;gt;Johann Hauptmann: &amp;#039;&amp;#039;Alphabetisches Verzeichnis ehemaliger Carolaner&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Fünfundzwanzig Jahrfeier des Königin Carola Gymnasiums in Leipzig 1927&amp;#039;&amp;#039;, Leipzig 1927, S.&amp;amp;nbsp;26.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein früher Berufswunsch war, [[Missionar]] zu werden. Mit 17 Jahren war er kurzfristig als Pfleger in der [[Von Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel|Bodelschwingh’schen Anstalt]] in [[Gadderbaum|Bethel]] tätig. Danach studierte er [[Medizin]], [[Germanistik]], [[Philosophie]] und [[Kunstgeschichte]]. Sein Studium an den Universitäten [[Universität Leipzig|Leipzig]], [[Universität München|München]] und [[Universität Wien|Wien]] brach er 1915 ab. 1914 veröffentlichte er sein erstes Drama, den Einakter &amp;#039;&amp;#039;Die Stunde der Sterbenden&amp;#039;&amp;#039;. Als [[Kriegsfreiwilliger]] wurde Johst nach nur zwei Monaten wegen einer nicht näher bezeichneten Krankheit aus dem Heer entlassen; er lebte anschließend als freier Schriftsteller und Regieassistent. Er heiratete die wohlhabende Johanna Feder, mit der er 1918 ein Anwesen in [[Allmannshausen (Berg)|Allmannshausen]] am [[Starnberger See]] bezog.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklung als Bühnenautor und Dramatiker ===&lt;br /&gt;
Johsts Frühwerk entstand im Bann des [[Expressionismus]]. Beispiele dafür sind &amp;#039;&amp;#039;Der Anfang&amp;#039;&amp;#039; (1917) und &amp;#039;&amp;#039;Der König&amp;#039;&amp;#039; (1920). Mit dem Stück &amp;#039;&amp;#039;Der Einsame&amp;#039;&amp;#039; über den Dramatiker [[Christian Dietrich Grabbe]] erzielte Johst 1917 seinen Durchbruch als Bühnenautor. Das Stück weist bereits [[Völkische Bewegung|völkische]] und [[Geschichte des Antisemitismus bis 1945|antisemitische]] Elemente auf, die sich in seinem [[Roman]] &amp;#039;&amp;#039;Kreuzweg&amp;#039;&amp;#039; und dem Schauspiel &amp;#039;&amp;#039;Propheten&amp;#039;&amp;#039; von 1922 verfestigen sollten. [[Bertolt Brecht]] konzipierte sein Drama &amp;#039;&amp;#039;[[Baal (Brecht)|Baal]]&amp;#039;&amp;#039; als künstlerische Auseinandersetzung und Pendant zum &amp;#039;&amp;#039;Einsamen&amp;#039;&amp;#039; von Johst, den Brecht als „furchtbaren Expressionismus“ bezeichnete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später wandte sich Johst einem mehr realistischen Stil zu. In dieser Zeit entstanden die Komödien &amp;#039;&amp;#039;Wechsler und Händler&amp;#039;&amp;#039; (1923), &amp;#039;&amp;#039;Die fröhliche Stadt&amp;#039;&amp;#039; (1925) und &amp;#039;&amp;#039;Marmelade&amp;#039;&amp;#039; (1926), die gesellschaftliche Missstände als Versagen der [[Weimarer Republik|demokratischen Verfassung]] Deutschlands darstellen, sowie das historische Drama &amp;#039;&amp;#039;Thomas Paine&amp;#039;&amp;#039; (1927) über den Aufklärer und [[Gründerväter der Vereinigten Staaten|Gründervater der USA]], [[Thomas Paine]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1920er Jahren wurde Johst einer der bekanntesten deutschen Nachwuchs-Dramatiker, den die politisch Rechten für sich reklamierten. In dieser Zeit war er auch gut bekannt mit [[Thomas Mann]], den er bewunderte. 1922 kündigte Johst diese Verbindung wegen Manns Bekenntnis zum demokratischen Staat („[[Von deutscher Republik]]“) aber auf.&amp;lt;ref&amp;gt;Christian Adam: &amp;#039;&amp;#039;Lesen unter Hitler&amp;#039;&amp;#039;. 2010, S.&amp;amp;nbsp;284.&amp;lt;/ref&amp;gt; Vermutlich nicht wissend, dass Thomas Mann in die Schweiz ausgewandert war, schrieb er im Oktober 1933 in Bezug auf [[Klaus Mann]]s Aktivitäten im Exil in einem Brief an seinen Duzfreund [[Heinrich Himmler]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Da dieser Halbjude schwerlich zu uns herüberwechselt,&amp;lt;ref&amp;gt;Im Sinn des „[[Revier (Tier)|Revierwechsels]]“ eines zu erlegenden Wilds.&amp;lt;/ref&amp;gt; wir ihn also leider nicht auf’s Stühlchen setzen können, würde ich in dieser Angelegenheit doch das Geiselverfahren vorschlagen. Könnte man nicht vielleicht Herrn Thomas Mann, München, für seinen Sohn ein wenig inhaftieren? Seine Produktion würde ja durch eine Herbstfrische in [[KZ Dachau|Dachau]] nicht leiden.&lt;br /&gt;
 |Quelle=Zitiert in: Düsterberg: &amp;#039;&amp;#039;Hanns Johst&amp;#039;&amp;#039;. 2004, S.&amp;amp;nbsp;288}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Drama „Schlageter“ ===&lt;br /&gt;
Mit seinem [[Adolf Hitler]] gewidmeten Stück &amp;#039;&amp;#039;[[Schlageter (Schauspiel)|Schlageter]]&amp;#039;&amp;#039; erzielte Johst den größten Erfolg in seiner Karriere als Bühnenautor. Das Drama, an dem er von 1929 bis 1932 gearbeitet hatte, wurde am 20. April 1933 zu Hitlers Geburtstag uraufgeführt. &amp;#039;&amp;#039;Schlageter&amp;#039;&amp;#039; wurde von zahlreichen deutschen Theatern in über 1.000 Städten gespielt. Johst erhielt dafür knapp 50.000 Reichsmark [[Tantiemen]]. Das Stück beschäftigt sich mit dem Freikorpskämpfer [[Albert Leo Schlageter]], der während der [[Ruhrbesetzung]] (1923) von einem französischen [[Militärgericht]] zum Tode verurteilt wurde, da er Anschläge auf militärische Verkehrsverbindungen verübt hatte. Johst proklamierte ihn zum „ersten Soldaten des Dritten Reiches“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem &amp;#039;&amp;#039;Schlageter&amp;#039;&amp;#039; stammt auch die fälschlich [[Hermann Göring]] zugeschriebene Aussage: „Wenn ich Kultur höre … entsichere ich meinen Browning“ (1.&amp;amp;nbsp;Akt, 1.&amp;amp;nbsp;Szene). Johsts Widmung „Für Adolf Hitler in liebender Verehrung und unwandelbarer Treue“ beeindruckte Hitler ebenso wie der Inhalt des Stückes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Karriere im Nationalsozialismus ===&lt;br /&gt;
1928 schloss sich Johst dem von [[Alfred Rosenberg]] gegründeten [[Kampfbund für deutsche Kultur]] an. Zum 1. November 1932 trat er der NSDAP bei ([[Liste der NSDAP-Mitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 1.352.376).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv, R 9361-IX KARTEI/18510781.&amp;lt;/ref&amp;gt; In seinem [[Essay]] &amp;#039;&amp;#039;Standpunkt und Fortschritt&amp;#039;&amp;#039; von 1933 bekannte Johst sich ausdrücklich zu [[Adolf Hitler|Hitlers]] Weltanschauung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Machtübernahme]] war Johst maßgeblich an der [[Gleichschaltung]] der Sektion für Dichtkunst an der [[Preußische Akademie der Künste|Preußischen Akademie der Künste]], an der Auflösung des [[PEN-Zentrum Deutschland|Deutschen PEN-Zentrums]] und an der Gründung der [[Union nationaler Schriftsteller]] beteiligt. Er gehörte zu den 88 Schriftstellern, die im Oktober 1933 das [[Gelöbnis treuester Gefolgschaft]] für Adolf Hitler unterzeichneten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee285&amp;quot;&amp;gt;[[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Kulturlexikon zum Dritten Reich&amp;#039;&amp;#039;. Fischer, Frankfurt am Main 2007, S.&amp;amp;nbsp;285.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Tod [[Paul von Hindenburg]]s gehörte er zu den Unterzeichnern des [[Aufruf der Kulturschaffenden|Aufrufs der Kulturschaffenden]] zur [[Volksabstimmung über das Staatsoberhaupt des Deutschen Reichs|Volksabstimmung am 19. August 1934]] über die Zusammenlegung des Reichskanzler- und Reichspräsidentenamtes in der Person Adolf Hitlers.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee285&amp;quot; /&amp;gt; Als Präsident der [[Reichsschrifttumskammer]], einer Unterabteilung der [[Reichskulturkammer]], stand er ab 1935 einer Institution vor, von der sich die [[Nationalsozialist]]en die „Freihaltung des Schrifttums von ungeeigneten und unzuverlässigen Elementen“ erwarteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[Zeit des Nationalsozialismus|Nationalsozialismus]] bekleidete Johst weitere Ämter, u.&amp;amp;nbsp;a. Chefdramaturg des [[Schauspielhaus Berlin|Schauspielhauses am Gendarmenmarkt]] in Berlin, Präsident der Sektion für Dichtkunst an der Preußischen Akademie der Künste, Präsident der Union nationaler Schriftsteller. Im Januar 1934 wurde er zum [[Preußischer Staatsrat (ab 1933)|Preußischen Staatsrat]] ernannt. Er trat der [[Schutzstaffel|SS]] bei (SS-Nummer 274.576), übersprang alle Dienstgrade und wurde aufgrund seiner Dienststellung beim Stab des [[Reichsführer SS|Reichsführers SS]] am 9.&amp;amp;nbsp;November 1935 sofort zum [[SS-Oberführer]] befördert. Am 30. Januar 1942 wurde er zum SS-Gruppenführer ernannt und am 9.&amp;amp;nbsp;November 1944 in den Stab des Reichsführers SS aufgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johst war Freund und Chronist [[Heinrich Himmler]]s. Er hatte ihn 1939 und Anfang 1940 auf Inspektionsreisen nach Polen begleitet, darüber ein Heftchen veröffentlicht und sich das Privileg erbeten, Himmler künftig bei wichtigen Unternehmungen begleiten zu dürfen. Johst war Mitte Juni 1941 unter den Teilnehmern einer Zusammenkunft auf der [[Wewelsburg]], bei der ein Dutzend höchster SS-Führer (darunter [[Hans-Adolf Prützmann]], [[Erich von dem Bach-Zelewski]] und [[Friedrich Jeckeln]]) auf den bevorstehenden Vernichtungskrieg eingestimmt wurden. Konkret wurde von einer „Dezimierung“ der Bevölkerung der Sowjetunion um 30 Millionen Einwohner gesprochen.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Longerich: &amp;#039;&amp;#039;Heinrich Himmler: Biographie.&amp;#039;&amp;#039; München 2008, ISBN 978-3-88680-859-5, S. 540.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1944, in der Endphase des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]], als sich bereits die Niederlage abzeichnete, wurde Johst durch seine Aufnahme in die [[Gottbegnadetenliste]] und in die von Hitler erstellte Sonderliste der sechs wichtigsten Schriftsteller von sämtlichen Kriegsverpflichtungen freigestellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee285&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachkriegszeit ===&lt;br /&gt;
Nach Kriegsende wurde Johst interniert und am 7.&amp;amp;nbsp;Juli 1949 von einer Münchner [[Spruchkammerverfahren|Spruchkammer]] im [[Entnazifizierung]]sverfahren zunächst als „[[Mitläufer]]“ eingestuft. Ein Berufungsverfahren endete 1949 mit der Einstufung als „Hauptschuldiger“ und einer dreieinhalbjährigen Arbeitslagerstrafe (bereits verbüßt). Nach seiner Haftentlassung und einem weiteren Entnazifizierungsverfahren 1951 wurde er als „belastet“ eingestuft.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Personenlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945&amp;#039;&amp;#039;. Fischer Taschenbuch Verlag, Lizenzausgabe 2005, S.&amp;amp;nbsp;289.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1955 erreichte Johst die Aufhebung dieser Entscheidung und die Einstellung des Verfahrens auf Kosten der Staatskasse. Er war damit faktisch rehabilitiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst Piper: &amp;#039;&amp;#039;Kurze Geschichte des NS von 1919 bis heute&amp;#039;&amp;#039;. Hoffmann und Campe, Hamburg 2007, S.&amp;amp;nbsp;279&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Sowjetische Besatzungszone|Sowjetischen Besatzungszone]] wurden 1946 seine sämtlichen Schriften auf die [[Liste der auszusondernden Literatur]] gesetzt, mit Ausnahme einiger Werke, die bereits vor 1933 erschienen waren, nämlich &amp;#039;&amp;#039;Der Anfang. Roman&amp;#039;&amp;#039; (1917), &amp;#039;&amp;#039;Der Ausländer&amp;#039;&amp;#039; (1916), &amp;#039;&amp;#039;Ave Eva&amp;#039;&amp;#039; (1932), &amp;#039;&amp;#039;Lieder der Sehnsucht. Gedichte&amp;#039;&amp;#039; (1924), &amp;#039;&amp;#039;Der junge Mensch. Szenarium&amp;#039;&amp;#039; (1916), &amp;#039;&amp;#039;Mutter. Gedichte&amp;#039;&amp;#039; (1921), &amp;#039;&amp;#039;Mutter ohne Tod. Begegnung&amp;#039;&amp;#039; (1933), &amp;#039;&amp;#039;Stroh&amp;#039;&amp;#039; (1916), &amp;#039;&amp;#039;Die Stunde der Sterbenden&amp;#039;&amp;#039; (1914), &amp;#039;&amp;#039;Torheit einer Liebe. Roman&amp;#039;&amp;#039; (1931) und &amp;#039;&amp;#039;Wegwärts. Gedichte&amp;#039;&amp;#039; (1916).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Deutsche Verwaltung für Volksbildung in der sowjetischen Besatzungszone |Titel=Transkript Buchstabe I respektive J |Sammelwerk=Liste der auszusondernden Literatur |Verlag=Zentralverlag |Ort=Berlin |Datum=1946 |Seiten=190–203 |Online=http://www.polunbi.de/bibliothek/1946-nslit-i.html |Abruf=2019-08-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Bundesrepublik konnte Johst schriftstellerisch nicht mehr Fuß fassen, schrieb aber seit 1952 unter dem Pseudonym „Odemar Oderich“ Gedichte für die [[Edeka]]-Kundenzeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Die kluge Hausfrau&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee286&amp;quot;&amp;gt;[[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Kulturlexikon zum Dritten Reich&amp;#039;&amp;#039;. Fischer, Frankfurt am Main 2007, S.&amp;amp;nbsp;286.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Jürgen P. Wallmann: [http://am-erker.de/rez4839.php Rezension zu Rolf Düsterberg: &amp;#039;&amp;#039;Hanns Johst&amp;#039;&amp;#039;.] am-erker.de&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein Versuch, ein Ende 1943 abgeschlossenes und überarbeitetes Buch im Jahr 1953 zu publizieren, scheiterte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee286&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johst starb am 23. November 1978 in einem Altersheim in Ruhpolding.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Preise und Ehrungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Johst-hanns-1935b.jpg|mini|[[Alfred Rosenberg]] überreicht den &amp;#039;&amp;#039;Preis der NSDAP für Kunst und Wissenschaft&amp;#039;&amp;#039; an Hanns Johst (rechts).]]&lt;br /&gt;
* 1933 Wartburg-Dichterrose&lt;br /&gt;
* 1934 Nationaler Buchpreis&lt;br /&gt;
* 1935 Preis der NSDAP für Kunst und Wissenschaft (erstmalige Verleihung, zusammen mit dem nationalsozialistischen Rassentheoretiker [[Hans F. K. Günther]])&amp;lt;ref&amp;gt;Helga Strallhofer-Mitterbauer: &amp;#039;&amp;#039;NS-Literaturpreise für österreichische Autoren. Eine Dokumentation&amp;#039;&amp;#039;. Böhlau, Wien 1994, S. 26f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1939 [[Deutscher Nationalpreis für Kunst und Wissenschaft]] (nicht verliehen wegen Kriegsbeginn)&lt;br /&gt;
* 1940 [[Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft]]&lt;br /&gt;
* 1941 Kantate-Dichterpreis der Stadt Leipzig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Romane, Erzählungen, Novellen ===&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Anfang&amp;#039;&amp;#039;, 1917&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Kreuzweg&amp;#039;&amp;#039;, 1921&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Consuela&amp;#039;&amp;#039;, 1924&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Consuela. Aus dem Tagebuch einer Spitzbergenfahrt&amp;#039;&amp;#039;, 1925&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;So gehen sie hin. Ein Roman vom sterbenden Adel.&amp;#039;&amp;#039; 1930&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Begegnung&amp;#039;&amp;#039;, 1930&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Torheit einer Liebe&amp;#039;&amp;#039;, 1931&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ave Eva&amp;#039;&amp;#039;, 1932&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Mutter ohne Tod. Die Begegnung&amp;#039;&amp;#039;, 1933&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Maske und Gesicht&amp;#039;&amp;#039;, 1935&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gesegnete Vergänglichkeit&amp;#039;&amp;#039;, 1955&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dramen ===&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Stunde der Sterbenden&amp;#039;&amp;#039;, 1914&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Stroh&amp;#039;&amp;#039;, 1915&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der junge Mensch&amp;#039;&amp;#039;, 1916&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Ausländer&amp;#039;&amp;#039;, 1916&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Stroh&amp;#039;&amp;#039;, 1916&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Einsame&amp;#039;&amp;#039;, 1917&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der König&amp;#039;&amp;#039;, 1920&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Propheten&amp;#039;&amp;#039;, 1922&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wechsler und Händler&amp;#039;&amp;#039;, 1923&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die fröhliche Stadt&amp;#039;&amp;#039;, 1925&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Herr Monsieur&amp;#039;&amp;#039;, 1926&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Thomas Paine&amp;#039;&amp;#039;, 1927&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Schlageter&amp;#039;&amp;#039;, 1933&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Propheten&amp;#039;&amp;#039;, 1933&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Fritz Todt. Requiem&amp;#039;&amp;#039;, 1943&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lyrik ===&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wegwärts&amp;#039;&amp;#039;, 1916&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Rolandsruf&amp;#039;&amp;#039;, 1918&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Mutter&amp;#039;&amp;#039;, 1921&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Lieder der Sehnsucht&amp;#039;&amp;#039;, 1924&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Briefe und Gedichte von einer Reise durch Italien und durch die Wüste&amp;#039;&amp;#039;, 1926&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Essays, Reden, Propagandaschriften u.&amp;amp;nbsp;a. ===&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Dramatisches Schaffen&amp;#039;&amp;#039;, 1922&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wissen und Gewissen&amp;#039;&amp;#039;, 1924&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ich glaube! Bekenntnisse&amp;#039;&amp;#039;, 1928&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Meine Erde heißt Deutschland&amp;#039;&amp;#039;, 1938&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ruf des Reiches, Echo des Volkes&amp;#039;&amp;#039;, 1940&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Hanns Johst spricht zu dir (Sammelausgabe)&amp;#039;&amp;#039;, 1942&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Fritz Todt, Requiem&amp;#039;&amp;#039;, 1943&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Erzählungen&amp;#039;&amp;#039;, 1944&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Christian Adam (Germanist)|Christian Adam]]: &amp;#039;&amp;#039;Lesen unter Hitler. Autoren, Bestseller, Leser im Dritten Reich.&amp;#039;&amp;#039; Galiani, Berlin 2010, ISBN 978-3-86971-027-3, S.&amp;amp;nbsp;283 ff.&lt;br /&gt;
* Siegfried Casper: &amp;#039;&amp;#039;Hanns Johst.&amp;#039;&amp;#039; Langen/Müller, München 1940.&lt;br /&gt;
* [[Rolf Düsterberg]]: &amp;#039;&amp;#039;Hanns Johst: Der Barde der SS. Karrieren eines deutschen Dichters.&amp;#039;&amp;#039; Schöningh-Verlag, Paderborn 2004, ISBN 3-506-71729-4.&lt;br /&gt;
* Rolf Düsterberg: [https://www.zeit.de/2004/12/A-Johst &amp;#039;&amp;#039;„Mein Reichsführer, lieber Heini Himmler!“&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]]&amp;#039;&amp;#039;, Nr.&amp;amp;nbsp;12/2004.&lt;br /&gt;
* Rolf Düsterberg: &amp;#039;&amp;#039;Hanns Johst – der Literaturfunktionär und Saga-Dichter.&amp;#039;&amp;#039; In: Rolf Düsterberg (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dichter für das »Dritte Reich«. Biografische Studien zum Verhältnis von Literatur und Ideologie&amp;#039;&amp;#039;. Aisthesis Verlag, Bielefeld 2009, ISBN 978-3-89528-719-0.&lt;br /&gt;
* Curt Hotzel: &amp;#039;&amp;#039;Hanns Johst. Der Weg des Dichters zum Volk.&amp;#039;&amp;#039; Frundsberg, Berlin 1933.&lt;br /&gt;
* [[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Das Kulturlexikon zum Dritten Reich]]. Wer war was vor und nach 1945&amp;#039;&amp;#039;. S.&amp;amp;nbsp;Fischer, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-10-039326-5, S.&amp;amp;nbsp;285–286.&lt;br /&gt;
* Elisabeth Kleemann: &amp;#039;&amp;#039;Zwischen symbolischer Rebellion und politischer Revolution. Studien zur deutschen Boheme zwischen Kaiserreich und Weimarer Republik – Else Lasker-Schüler, Franziska Gräfin Reventlow, Frank Wedekind, Ludwig Derleth, Arthur Moeller van den Bruck, Hanns Johst, Erich Mühsam&amp;#039;&amp;#039;. Peter Lang, Frankfurt a.&amp;amp;nbsp;M. u.&amp;amp;nbsp;a. 1985, ISBN 3-8204-8049-8 (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Würzburger Hochschulschriften zur neueren deutschen Literaturgeschichte&amp;#039;&amp;#039;, Band&amp;amp;nbsp;6).&lt;br /&gt;
* [[Klaus Mann]] karikierte Johst 1936 in seinem Roman &amp;#039;&amp;#039;[[Mephisto (Roman)|Mephisto]]&amp;#039;&amp;#039; in der Rolle des Cäsar von Muck.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel |ID=41120211 |Titel=Es sind Typen |Jahr=1957 |Nr=1 |Kommentar=Rezension des Romans}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Helmut F. Pfanner: &amp;#039;&amp;#039;Hanns Johst. Vom Expressionismus zum Nationalsozialismus&amp;#039;&amp;#039;. Mouton, The Hague 1970 (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Studies in German literature&amp;#039;&amp;#039;, Band&amp;amp;nbsp;17).&lt;br /&gt;
* Eberhard Rohse: &amp;#039;&amp;#039;Hanns Johst 1890–1978&amp;#039;&amp;#039;. In: Karl-Heinz Habersetzer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Schriftsteller im Porträt&amp;amp;nbsp;6: Expressionismus und Weimarer Republik&amp;#039;&amp;#039;. Verlag C.H. Beck, München 1984, ISBN 3-406-09292-6, S.&amp;amp;nbsp;86–87 (= &amp;#039;&amp;#039;Beck’sche Schwarze Reihe&amp;#039;&amp;#039;, 292).&lt;br /&gt;
* Esther Roßmeißl: &amp;#039;&amp;#039;Märtyrerstilisierung in der Literatur des Dritten Reiches.&amp;#039;&amp;#039; Driesen, Taunusstein 2000, ISBN 3-9807344-1-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118712853}}&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|FID=pe/008863}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle&lt;br /&gt;
   |autor=[[Rolf Düsterberg]]&lt;br /&gt;
   |url=http://www.polunbi.de/pers/johst-01.html&lt;br /&gt;
   |titel=Johst, Hanns&lt;br /&gt;
   |werk=polunbi.de&lt;br /&gt;
   |datum=2004&lt;br /&gt;
   |abruf=2019-08-31&lt;br /&gt;
   |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
* {{DHM-HdG |Bio=hanns-johst |Titel=Hanns Johst |Autor=Iris Petzschmann}}&lt;br /&gt;
* {{Deutsche Biographie |GND=118712853 |Name=Johst, Hanns (eigentlich Arno Johannes Johst) |NDB-online=1 |Autor=[[Rolf Düsterberg]] |Datum=2022-05-23}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118712853|LCCN=n87933680|NDL=00550105|VIAF=69175548}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Johst, Hanns}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lyrik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Roman, Epik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Drama]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Essay]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur im Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Reichsschrifttumskammer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichskultursenator]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Teilnehmer der Weimarer Dichtertreffen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Sonderliste der Unersetzlichen Künstler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Preußischer Staatsrat (ab 1933)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Gruppenführer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KfdK-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1890]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1978]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Johst, Hanns&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Oderich, Odemar&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=völkischer Dramatiker und Lyriker und Funktionär der NSDAP&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=8. Juli 1890&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Seerhausen]], Sachsen&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=23. November 1978&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Ruhpolding]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bartleby08</name></author>
	</entry>
</feed>