<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Hanns_Dustmann</id>
	<title>Hanns Dustmann - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Hanns_Dustmann"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hanns_Dustmann&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-04T03:22:44Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hanns_Dustmann&amp;diff=443843&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Carl Ha am 1. Juli 2025 um 10:47 Uhr</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hanns_Dustmann&amp;diff=443843&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-07-01T10:47:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Cafe Kranzler Berlin Kurfuerstendamm.jpg|miniatur|Das [[Café Kranzler]] am Berliner Kurfürstendamm.]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hanns Dustmann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[25. Mai]] [[1902]] in [[Diebrock|Herford-Diebrock]]; † [[26. April]] [[1979]] in [[Düsseldorf]]) war ein deutscher [[Architekt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werdegang ==&lt;br /&gt;
Hanns Dustmann erwarb am humanistischen [[Friedrichs-Gymnasium Herford]] die allgemeine Hochschulreife und studierte in den Jahren 1922 bis 1928 an der [[Technische Universität Hannover|Technischen Hochschule Hannover]] und 1924 kurzzeitig an der [[Technische Universität München|Technischen Hochschule München]]. Nach bestandenem Diplom arbeitete er in den Jahren 1928 und 1929 im Preußischen Hochschul-Neubauamt [[Hannover]]. Von 1929 bis 1933 war Hanns Dustmann Mitarbeiter von [[Walter Gropius]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.harvardartmuseums.org/collections/person/21953?person=21953 |titel=Hanns Dustmann Diebrock, Westphalia, Germany 1902 - 1979 Dusseldorf, Germany |werk=Harvard Arts Museums |hrsg= |datum= |abruf=4.10.2019 |sprache=englisch}}&amp;lt;/ref&amp;gt; in [[Berlin]] sowie Angestellter im Reichsbankbaubüro Berlin bei [[Heinrich Wolff (Architekt)|Heinrich Wolff]]. Ab dem Jahre 1935 betätigte er sich als freischaffender Architekt und war zunächst nebenamtlich beim Kulturamt der Reichsjugendführung der [[NSDAP]] beschäftigt. Im Jahre 1937 wurde Dustmann schließlich Chefarchitekt des Kulturamtes und der Bauabteilung der [[Hitlerjugend]]. Von [[Baldur von Schirach]] wurde Dustmann zwei Jahre später zum „Reichsarchitekten der Hitlerjugend“ ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den folgenden Jahren beschäftigte sich Hanns Dustmann mit den nationalsozialistischen Städtebauplänen für den [[Welthauptstadt Germania|Umbau Berlins]] und [[Groß-Wien]]s. In den Jahren 1938 bis 1943 arbeitete er im Büro [[Albert Speer]]s und wurde 1941 einer der „Beauftragten Architekten des Generalbauinspektors für die Reichshauptstadt“. In den Jahren [[1940]] bis [[1942]] war Dustmann Baureferent für die Neugestaltung Wiens unter Schirach verantwortlich, wo er im arisierten [[Palais Albert Rothschild]] ein Zweitbüro mit 40 Mitarbeitern unterhielt.&amp;lt;ref&amp;gt;ORF-Dokumentation: Wien - Hitlers Stadt der Träume, 2017, Film von Anna Sigmund; https://www.youtube.com/watch?v=InzK_KSM1UY, abgerufen am 9. Februar 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 1. Februar 1943 wurde er als ordentlicher Professor für Entwerfen an die TH Berlin berufen und ab dem Winter 1943 von Speer zur Wiederaufbauplanung von Düsseldorf, Frankfurt am Main, Mainz sowie zur Beratung der Planungen für Stuttgart und Friedrichshafen in den [[Arbeitsstab für den Wiederaufbau bombenzerstörter Städte]] herangezogen. Dustmann stand 1944 in der [[Gottbegnadeten-Liste]] des [[Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda|Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda]].&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Dustmann, Hanns&amp;#039;&amp;#039;. In: Theodor Kellenter: &amp;#039;&amp;#039;Die Gottbegnadeten : Hitlers Liste unersetzbarer Künstler&amp;#039;&amp;#039;. Kiel: Arndt, 2020, ISBN 978-3-88741-290-6, S. 154f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang 1945 ließ sich Dustmann zunächst als selbstständiger Architekt in Bielefeld nieder, verlegte aber sein Hauptbüro 1953 nach Düsseldorf, wo er im Rahmen des Wiederaufbaus des im Krieg zerstörten Düsseldorf tätig wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=[[Jörg A. E. Heimeshoff|Jörg Heimeshoff]]|Titel=Rheinische Kunststätten.Architektur der fünfziger Jahre des 20. Jahrhunderts in Düsseldorf – Profanbauten ohne Schulen und Brücken (Heft 360)|Verlag=Schwann|Ort=Düsseldorf|Jahr=1990|ISBN=3-88094-671-X|Seiten=21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Hier war er ab 1949 mit [[Friedrich Tamms]] als dessen Mitarbeiter in den [[Düsseldorfer Architektenstreit]] involviert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zu seinem Tod beschäftigte er sich vor allem mit der Planung von [[Kreditinstitut|Banken]], Versicherungen (Allianz, Victoria, Vorsorge) und [[Büro]]bauten wie von 1964 bis 1969 in der alten Bundeshauptstadt [[Bonn]], wo er im Regierungsviertel das Gebäudeensemble &amp;#039;&amp;#039;[[Tulpenfeld]]&amp;#039;&amp;#039;  errichtete. Auch der nicht durchgeführte Neubau des Hauptquartiers der [[BAOR]] in Bad Oeynhausen wurde 1951 von ihm geplant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bauten und Entwürfe ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hochhaus Kruppstraße 5, Essen(2).jpg|mini|hochkant|RWE-Hochhaus in Essen (Zustand 2016)]]&lt;br /&gt;
* 1937: [[Hermann-Göring-Heim Melle]]&lt;br /&gt;
* 1938: Adolf-Hitler-Schule „Kurmark“ in [[Potsdam]], Entwurf&lt;br /&gt;
* 1938: Adolf-Hitler-Schule „Mecklenburg“ in [[Heiligendamm]], Bau nach Herstellung der Fundamente eingestellt&lt;br /&gt;
* 1938: Gebietsführerschule der schwäbischen Hitlerjugend in [[Gerlingen]], Rohbau. (1949–1953 Umbau durch [[Karl Beer (Architekt)|Karl Beer]] zur „Tuberkulose-Heilstätte Solitude“)&lt;br /&gt;
* ab 1940: Umgestaltung des [[Wien]]er [[Heldenplatz]]es als NS-Aufmarschplatz (unverwirklichte Pläne in Zusammenarbeit mit [[Adolf Hitler]] und [[Baldur von Schirach]])&lt;br /&gt;
* ab 1949: Wiederaufbau des historischen Altstädter Rathauses in [[Bielefeld]] als „[[Theater Bielefeld#Theater am Alten Markt|Theater am Alten Markt]]“&lt;br /&gt;
* 1954–1957: Bankgebäude der [[NordLB#Geschichte|Niedersächsischen Landesbank]] (heute NordLB) in [[Hannover]], Georgsplatz&lt;br /&gt;
* 1954–1958: [[Glanzstoff-Hochhaus]] in [[Wuppertal]]-Elberfeld&lt;br /&gt;
* 1955: Geschäftshaus Steinstraße 21 in Düsseldorf&lt;br /&gt;
* 1956: [[Bilka]]-Warenhaus in [[Charlottenburg (Berlin)|Berlin-Charlottenburg]], Joachimsthaler Straße 5/6&lt;br /&gt;
* 1955–1963 (in vier Bauabschnitten): „Victoria-Areal“ mit [[Café Kranzler]] in Berlin-Charlottenburg, [[Kurfürstendamm]] (2000–01 teilweise abgerissen)&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Dirk Dorsemagen |Titel=Büro- und Geschäftshausfassaden der 1950er Jahre. Konservatorische Probleme am Beispiel West-Berlin |Ort=Berlin |Datum=2004 |Online=[https://d-nb.info/971885397/34 online]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* vor 1966: Hauptgebäude der [[Sparkasse Göttingen|Städtischen Sparkasse Göttingen]], Weender Straße 67/69, nach [[Architekturwettbewerb|Architektenwettbewerb]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Herbert Wiltenstein]]: &amp;#039;&amp;#039;Aufbau in Göttingen.&amp;#039;&amp;#039; In: Göttingen, Planung und Aufbau, Heft 2, Verlag Edgar Hartmann, Osterode (Harz) 1966, S.&amp;amp;nbsp;10–13, hier S.&amp;amp;nbsp;11, mit Abbildung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1966: Sitzungssaal; Bezirksvertretung Brackwede (Bielefeld), besonders: Holzvertäfelung, Kronleuchter&lt;br /&gt;
* 1961: [[RWE]]-Hochhaus in [[Essen]], Kruppstraße 5&lt;br /&gt;
* 1964: Bürozentrum (mit Botschaften und Bundespressehaus) auf dem [[Tulpenfeld]] in [[Bonn]]&lt;br /&gt;
* 1965: „[[Ergo-Hochhaus|Victoria-Hochhaus]]“  am [[Nürnberg Hauptbahnhof|Hauptbahnhof]] in [[Nürnberg]], Bahnhofsplatz 2&lt;br /&gt;
* 1965–1968: Großsiedlung „[[Hustadt]]“ in [[Bochum]]-[[Querenburg]]&lt;br /&gt;
* 1966: Bürogebäude für den [[Deutscher Industrie- und Handelskammertag|Deutschen Industrie- und Handelstag]] in Bonn&lt;br /&gt;
* 1968–1969: [[Sparkassen-Hochhaus]] in [[Dortmund]]&lt;br /&gt;
* 1980: RWE-Hochhaus in Essen, Huyssenallee 2 (2021 abgerissen)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.waz.de/staedte/essen/abriss-des-rwe-hochhauses-auf-essens-hoechster-baustelle-id233131363.html WAZ: &amp;#039;&amp;#039;Abriss des RWE-Hochhauses&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Eva-Maria Krausse-Jünemann: &amp;#039;&amp;#039;Hanns Dustmann: (1902–1979). Kontinuität und Wandel im Werk eines Architekten von der Weimarer Republik bis Ende der fünfziger Jahre.&amp;#039;&amp;#039; Dissertation. Kiel 2002&lt;br /&gt;
* Arne Schmitt: &amp;#039;&amp;#039;Wenn Gesinnung Form wird. Essaysammlung zur Nachkriegs-Architektur der BRD.&amp;#039;&amp;#039; Spector, Leipzig 2012, ISBN 978-3-940064-56-1.&amp;lt;ref&amp;gt;aus Anlass der Ausstellung im [[Sprengel-Museum]], Bereich Fotografie, bis März 2013. Auszüge, auch zu Dustmann, siehe Weblinks&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Rezension: Radek Kolczyk: &amp;#039;&amp;#039;Alles aus Beton. A. S. fotografiert deutsche Nachkriegsbauten und sieht ihnen beim Altern zu.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Dschungel.&amp;#039;&amp;#039; Beilage zu &amp;#039;&amp;#039;[[jungle world]].&amp;#039;&amp;#039; 8, 21. Februar 2013, S. 12f. (mit Abb.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Hanns Dustmann}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|123489385}}&lt;br /&gt;
* {{archINFORM|arch|17647}}&lt;br /&gt;
* [http://photographycalling-blog.de/arne-schmitt-verflechtungen/ Arne Schmitt] über die Anpassung des Nationalsozialisten Dustmann und anderer Speer-Architekten an die Nachkriegsverhältnisse, mit Kurzbiographie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=123489385|LCCN=no2012046948|VIAF=96268479}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Dustmann, Hanns}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architekt im Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architekt (Düsseldorf)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1902]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1979]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Dustmann, Hanns&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Architekt&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=25. Mai 1902&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Herford-Diebrock]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=26. April 1979&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Düsseldorf]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Carl Ha</name></author>
	</entry>
</feed>