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	<title>Hannikel - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T10:47:01Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hannikel&amp;diff=771810&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-15324-0: Aus einer reinen sinti Familie</title>
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		<updated>2025-07-08T21:24:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Aus einer reinen sinti Familie&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Glatt-Räuber8080-freigestellt.jpg|miniatur|hochkant|Hannikel, 1786/87]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jakob Reinhard&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[1742]] bei [[Darmstadt]]; † [[17. Juli]] [[1787]] in [[Sulz am Neckar]]), im Volksmund und in Räuberkreisen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hannikel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt, war einer der gefürchtetsten [[Räuber]] in [[Württemberg]].&amp;lt;ref&amp;gt;Ulli Rothfuss: &amp;#039;&amp;#039;Schäffer, Räuberfänger. Der erste moderne Kriminalist Württembergs&amp;#039;&amp;#039;, [[Silberburg-Verlag]] (1977), ISBN 3-87407-257-6&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Hannikel entstammte aus einer reinen Sinti Familie mütterlicherseits einer [[Fahrendes Volk|Vagantenfamilie]], sein Vater war wahrscheinlich ein Tambour in einem [[Hessen-darmstädtische Armee|landgräflich-hessen-darmstädtischen Regiment]].&amp;lt;ref&amp;gt;Heiner Boehncke und Hans Sarkowicz (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die deutschen Räuberbanden&amp;#039;&amp;#039;. Karl Müller Verlag, Erlangen, o. J., S. 106.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein Großvater war der berüchtigte „Kleine Konrad“, der bereits durch das [[Rädern|Rad hingerichtet]] worden war. Er hatte zumindest einen Bruder namens Wenzel.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Boehncke, Hans Sarkowicz, Die deutschen Räuberbanden, ISBN 3-89555-214-3, S. 222.&amp;lt;/ref&amp;gt; Anfangs lebte Hannikel im [[Elsass|Nordelsass]] und in der [[Pfalz (Region)|Pfalz]], im Wesentlichen als [[Hausierer]] oder von kleineren Diebstählen und Raubzügen bei [[Pirmasens]]. Zu Beginn der 1770er Jahre zog Hannikel nach Württemberg und wurde Anführer einer Bande, die zeitweise bis zu 35 Mitglieder umfasste und in der Regel wohlhabende Juden und evangelische Pfarrer überfiel. Die Raubüberfälle liefen teilweise sehr gewalttätig ab. Die Schlupfwinkel der Bande waren im Nordschwarzwald bei [[Ebershardt]], [[Nagold]] und [[Altensteig]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ausgedehnten Waldgebiete und die territoriale Zersplitterung machten Südwestdeutschland zum Dorado für Räuberbanden. Rasch konnten sie ins „Ausland“ fliehen, und die Verfolger waren gezwungen, an den Grenzen kehrtzumachen.&amp;lt;ref&amp;gt;Erich Viehöfer: &amp;#039;&amp;#039;Der Schrecken seiner Zeit und die Bewunderung aller Jauner und Zigeuner – Jakob Reinhard, genannt Hannikel&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Schurke oder Held? Historische Räuber und Räuberbanden&amp;#039;&amp;#039;, Thorbecke Verlag (1995), ISBN 3-923132-47-6.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Raubzüge Hannikels verbreiteten Furcht und Schrecken, mancherorts wurde ihm jedoch auch heimliche Sympathie entgegengebracht wegen der Geschicklichkeit, mit der er immer wieder seinen Häschern entkam, beispielsweise in französischen Uniformen. Dies war u.&amp;amp;nbsp;a. die Grundlage für die Legenden, die sich um Hannikel rankten und dazu führten, dass sich die Figur des „Hannikels“ in der [[Schwäbisch-alemannische Fastnacht|schwäbisch-alemannischen Fasnet]] wiederfindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wende kam mit der grausamen Ermordung des [[Württembergische Armee|herzoglich-württembergischen]] [[Grenadier]]s Christoph Pfister, genannt Toni, am 5. April 1786, bei [[Ohmenhausen]], nahe [[Reutlingen]]. Das Opfer war mit Hannikels Schwägerin Mantua durchgebrannt und dann zur Armee gegangen. Hannikels Bande lauerte Pfister auf, verprügelte und verstümmelte ihn, indem sie ihm die linke Hand sowie Nase und Oberlippe abtrennten. Der Schwerstverletzte wurde liegengelassen und starb tags darauf, konnte aber noch die Namen seiner Peiniger nennen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.neckar-chronik.de/Nachrichten/Hannikel-lebt-an-Fasnet-auf-321250.html Hannikel lebt an Fasnet auf], in: Südwest Presse: Neckar-Chronik, 17. Februar 2017; abgerufen am 1. Mai 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Tat bot den Anlass für eine groß angelegte Jagd auf Hannikel und seine Bande, angeführt vom [[Sulz am Neckar|Sulzer]] [[Oberamtmann]] [[Jacob Georg Schäffer]]. Im Raum Hohenstaufen konnten 27 Bandenmitglieder gefasst werden. Hannikel selbst und 28 weitere Bandenmitglieder konnten in die Schweiz fliehen und wurden im Sommer von Graf [[Rudolf von Salis-Zizers (Offizier)|Rudolf von Salis-Zizers]] in der [[Burg Neuburg (Untervaz)|Ruine Neuburg]] bei [[Untervaz]] festgenommen und nach [[Chur]] geschafft. Hannikel gelang es nach kurzer Zeit, aus dem später Hannikelturm genannten Verlies zu fliehen, um jedoch wenig später wieder vom Grafen auf der [[Sargans|Sarganser Alp]] endgültig verhaftet zu werden. Hannikel kam dieses Mal nach [[Vaduz]] in Haft und wurde im September mit 28 Mitgliedern von Schäffer persönlich abgeholt und nach [[Sulz am Neckar]] gebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tod und Folgen für die weiteren Bandenmitglieder ==&lt;br /&gt;
Der Oberamtmann Schäffer führte den Prozess, bei dem u.&amp;amp;nbsp;a. der [[Konstanzer Hans|Konstanzer Hanß]] als Zeuge der Anklage auftrat. Hannikel und drei weitere Bandenmitglieder wurden [[Todesstrafe|zum Tod]] durch den [[Erhängen|Strang]] verurteilt und am 17. Juli 1787 in Sulz [[Hinrichtung|hingerichtet]]. Der Rest der Bande erhielt langjährige oder [[Lebenslange Freiheitsstrafe|lebenslange Haftstrafen]], die sie entweder im [[Zuchthaus]] Ludwigsburg ([[Festung Hohenasperg|Hohenasperg]]?) oder auf dem [[Festung Hohentwiel|Hohentwiel]] abzusitzen hatten. Hannikels Bruder Johannes Jacobi, genannt Geuder, und sein Sohn Johann Carl Reinhard, genannt Bastardi, kamen auf den Hohentwiel. Dort saßen seit September 1786 bereits sieben früher verhaftete Bandenmitglieder. Da diese im Frühjahr 1787 bereits einen Ausbruchsversuch unternommen hatten, wurden die Gefangenen neben harter Arbeit mit Kugeln belegt. Bis 1790 starben drei der Häftlinge, u.&amp;amp;nbsp;a. am 30. Dezember 1788 Hannikels Sohn. Zwei Mitglieder der Bande waren noch zusätzlich auf den [[Festung Hohentwiel|Hohentwiel]] verlegt worden. Im Frühjahr 1794 wurden fünf der Häftlinge in kaiserliche Kriegsdienste entlassen.&amp;lt;ref&amp;gt;Casimir Bumiller: &amp;#039;&amp;#039;Hohentwiel. Die Geschichte einer Burg zwischen Festungsalltag und großer Politik&amp;#039;&amp;#039;. Konstanz 1990, S. 175ff., ISBN 3-7977-0208-6&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Hermann Arnold: &amp;#039;&amp;#039;Die Räuberbande des Hannikels.&amp;#039;&amp;#039; In &amp;#039;&amp;#039;Pfälzer Heimat.&amp;#039;&amp;#039; 8. Jg., Heft 3, 1957, {{ISSN|0031-6679}}, S. 101–103.&lt;br /&gt;
* {{HLS|42417|Hannikel|Autor=Adolf Collenberg}}&lt;br /&gt;
* O. E. Winstedt: &amp;#039;&amp;#039;Hannikel&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of the Gypsy Lore Society.&amp;#039;&amp;#039; 3. Ser., 16, 1937, {{ISSN|0017-6087}}, S. 154–173.&lt;br /&gt;
* Christian Friedrich Wittich: &amp;#039;&amp;#039;Hannikel, oder die Räuber- und Mörderbande, welche in Sulz am Nekar in Verhaft genommen und am 17ten Juli 1787. daselbst justificirt worden. Ein wahrhafter Zigeuner-Roman ganz aus den Kriminal-Akten gezogen.&amp;#039;&amp;#039; Jacob Friderich Heerbrandt, Tübingen, o. J. [1787], [http://reader.digitale-sammlungen.de/resolve/display/bsb10394454.html online].&lt;br /&gt;
* Christian Friedrich Wittich: &amp;#039;&amp;#039;Hannikel.&amp;#039;&amp;#039; In: Heiner Boehncke, Hans Sarkowicz (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die deutschen Räuberbanden.&amp;#039;&amp;#039; Genehmigte Sonderausgabe. Karl Müller Verlag, Erlangen 1999, ISBN 3-86070-767-1, S. 109ff.&lt;br /&gt;
* [[Lukas Hartmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Räuberleben&amp;#039;&amp;#039;. Diogenes Verlag, Zürich 2012&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.diogenes.ch/leser/katalog/a-z/r/9783257068061/buch Diogenes]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.nv-hannikel-ohmenhausen.de/ Narrenzunft Hannikel Ohmenhausen e.&amp;amp;nbsp;V.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1019509554|VIAF=231914433}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Hannikel}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Räuber]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bandenführer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (Heiliges Römisches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (18. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Württembergische Geschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pseudonym]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1742]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1787]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Hannikel&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Reinhard, Jakob (Geburtsname)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher [[Räuber]] in [[Württemberg]]&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1742&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=bei Darmstadt&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=17. Juli 1787&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Sulz am Neckar]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
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