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	<title>Hanftextilie - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T23:00:21Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hanftextilie&amp;diff=1579259&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Literatur */ Punkt ergänzt</title>
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		<updated>2024-10-19T11:19:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; Punkt ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Hemp-sack, Asabukuro, Japan.jpg|mini|Sack aus Hanfgewebe, Japan]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hanftextilien&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; werden alle Textilien bezeichnet, die aus [[Hanffaser]]n bestehen. Dabei handelt es sich neben [[Kleidung|Bekleidungstextilien]] auch um [[Heimtextil]]ien und [[Technische Textilie]]n wie [[Geotextilie|Geo-]] und [[Agrartextilie]]n. Nach dem [[Hanfpapier]] bzw. Hanfzellstoff stellen Hanftextilien das wichtigste Produkt aus Hanffasern dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einsatzbereiche ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Für die historische Verwendung von Hanffasern im Allgemeinen siehe Hauptartikel [[Hanffaser#Verwendung und Anbau|Hanffaser]] und [[Nutzhanf]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ältesten Funde zur Verwendung von Hanffasern für die Fertigung von Textilien stammen aus China um 2800 v.&amp;amp;nbsp;Chr., wo Seile aus Hanffasern erzeugt wurden. Verwendung fand die Pflanze aber wohl schon seit der [[Yangshao-Kultur]] im 4.&amp;amp;nbsp;Jahrtausend v.&amp;amp;nbsp;Chr. Seit etwa 900 v.&amp;amp;nbsp;Chr. fand der Hanf auch in Westasien und Indien Verbreitung. Das älteste Textilfragment aus Hanffasern stammt aus einem Grab der [[Zhou-Dynastie]] (1122–770 v.&amp;amp;nbsp;Chr.), nahe [[Ankara]] wurden Hanftextilien aus dem 8. Jahrhundert v.&amp;amp;nbsp;Chr. gefunden.&amp;lt;ref&amp;gt;zur Frühzeit siehe Jürgen Schultze-Motel: &amp;#039;&amp;#039;Hanf&amp;#039;&amp;#039;, In: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon früher Kulturen&amp;#039;&amp;#039; Bd. 1 (1984), S. 344&amp;lt;/ref&amp;gt; Um 500 v.&amp;amp;nbsp;Chr. ist der Hanfanbau für den Raum zwischen China und dem [[Kaspisches Meer|Kaspischen Meer]] anzunehmen. In Europa wurde die Hanftextilherstellung ebenfalls durch Grabfunde nachgewiesen; hier stammt das älteste gewebte Fragment aus einem [[Kelten|keltischen]] Grabhügel in der Nähe von Stuttgart aus einer Zeit etwa 500 v.&amp;amp;nbsp;Chr. und ein weiteres mit aufbereiteten Hanffasern aus einer Zeit um das Jahr 570 fand sich nahe Paris. Bis ins 3.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert v.&amp;amp;nbsp;Chr. fand Hanf, vor allem in Form von Tauen und ähnlichen Produkten, den Weg bis nach Italien.&amp;lt;ref&amp;gt;zur Antike siehe [[Christian Hünemörder (Historiker)|Christian Hünemörder]]: &amp;#039;&amp;#039;Hanf.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Neue Pauly]]&amp;#039;&amp;#039; Bd. 5 (1998), Sp. 151f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bekleidungs- und Heimtextilien ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Cannabis sativa.jpg|mini|Hanfpflanzen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor Beginn der [[Industrielle Revolution|Industrialisierung]] der [[Textilindustrie|Textilverarbeitung]] Ende des 18. Jahrhunderts war die Produktion von Gebrauchstextilien in erster Linie Zweit- und Winterbeschäfigung der Landbevölkerung. Bis zum Beginn der [[Globalisierung]] Anfang des 16. Jahrhunderts wurden lokal verfügbare Naturfasern verwendet, in Europa meist [[Wolle]], [[Flachs]] (Leinen) und [[Hanf]]. Hanf war seit etwa 3500 v. Chr. ein wichtiger Rohstoff für die europäische Textilverarbeitung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hanf ist aufgrund der groben Faserbündel vor allem zur Herstellung von Ober- und Arbeitskleidung geeignet. Die Hanfverarbeitung nahm vor dem massenhaften Import von [[Baumwolle]] und anderer exotischer Fasern wie [[Jute]], [[Sisalfaser|Sisal]] und [[Ramie]] eine Schlüsselrolle in der Textilverarbeitung ein.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Hingst, H. Mackwitz: &amp;#039;&amp;#039;Reiz-Wäsche. Unsere Kleidung: Mode, Gifte, Öko-Look.&amp;#039;&amp;#039; Campus-Verlag, Frankfurt 1996&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit der zunehmenden Nutzung von Baumwolle als Kleidungsstoff ging die Nutzung von Hanf und anderen lokal verfügbaren Fasern jedoch sehr stark zurück. Nur die Wolle konnte sich behaupten. Vor allem die Entwicklung von Baumwoll-Spinnmaschinen im 18. Jahrhundert sowie die billigen Importe von Baumwolle, zunächst aus den USA als Bestandteil des [[Atlantischer Dreieckshandel|Atlantischen Dreieckshandels]], heute vor allem aus Russland und Asien beendeten die Nutzung von Hanf als Textilfaser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Mitte des 20. Jahrhunderts waren Hanftextilien auf dem Markt der Industrieländer selten geworden, erst in den 1990er Jahren wurden sie wiederentdeckt. Auch heute stellt Hanfbekleidung nur ein Nischenprodukt dar, obwohl über die so genannte [[Kotonisierung]] ein Prozess entwickelt wurde, der den Hanffasern ähnliche Eigenschaften wie der Baumwolle verleiht. Hanflangfasern stammen heute vor allem aus China und finden fast ausschließlich Verwendung bei der Produktion von Textilien. Sie sind sehr reißfest und eignen sich besonders gut für die Bekleidungsindustrie. Kleidung aus Hanf hat außerdem die Fähigkeit, rund 30 % Feuchtigkeit aufzunehmen und ist dadurch sehr angenehm zu tragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Technische Textilien ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Hanfdaemmstoff CG.jpg|mini|Dämmstoffvlies aus Hanffasern]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Spätmittelalter]] war Hanf neben dem [[Gemeiner Lein|Flachs]] die wichtigste [[Industriepflanze]]. Wegen der großen Reißfestigkeit wurden daraus vor allem Segeltuche, Seile und Säcke gefertigt, zu Kleidung wurde er hingegen aufgrund der Grobheit nur selten verarbeitet.&amp;lt;ref&amp;gt;zum Mittelalter siehe Christian Reinicke: &amp;#039;&amp;#039;Hanf&amp;#039;&amp;#039;, In: &amp;#039;&amp;#039;[[Lexikon des Mittelalters]]&amp;#039;&amp;#039; Bd. 4 (1999), Sp. 1918f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Den Höhepunkt der Nutzung erfuhren Hanffasern im 17. Jahrhundert, wo sie vor allem zur Produktion von Seilen und [[Segeltuch]] für die Schifffahrt verwendet wurden; für ein normales Segelschiff wurden etwa 50 bis 100 Tonnen Hanffasern benötigt und die Materialien wurden durchschnittlich alle zwei Jahre ersetzt. Im 19. Jahrhundert ging der Bedarf in der Schifffahrt zurück, da viele Schiffe auf [[Dampfschiff|Dampfkraft]] umgestellt wurden und Segeltuch nicht mehr benötigt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis Mitte des 20. Jahrhunderts wurde der Hanfanbau international sehr stark reduziert, teilweise durch Verbote aufgrund der Nutzung von [[Cannabis als Rauschmittel]]. Hanf wurde vor allem für die Zellstoffindustrie verwendet, die auch heute noch den größten Teil der Hanffasern verwendet. Eine zunehmende Bedeutung erhalten technische Textilien aus Hanffasern vor allem in den letzten Jahren in Form von [[Filz]]en und [[Vliesstoff]]en, die als [[Naturdämmstoff]] sowie bei der Produktion von [[Naturfaserverstärkter Kunststoff|naturfaserverstärkten Kunststoffen]] genutzt werden. Ein erfolgreiches Nischenprodukt sind [[Agrartextilie]]n in Form von Anbauvliesen für [[Gartenkresse]], bei denen [[Hanffaser]]n zum Einsatz kommen. [[Geotextilie]]n wie bsp. schnell verrottende Begrünungsmatten aus Hanffasern sind ebenfalls möglich, werden jedoch aufgrund der höheren Kosten gegenüber anderen Naturfasern wie etwa den [[Kokosfaser]]n bislang nicht eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Ivan Bócsa, Michael Karus, Daike Lohmeyer: &amp;#039;&amp;#039;Der Hanfanbau. Botanik, Sorten, Anbau und Ernte, Märkte und Produktlinien.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage, Landwirtschaftsverlag GmbH, Münster 2000.&lt;br /&gt;
* Michael Carus et al.: &amp;#039;&amp;#039;Studie zur Markt- und Konkurrenzsituation bei Naturfasern und Naturfaser-Werkstoffen (Deutschland und EU).&amp;#039;&amp;#039; Gülzower Fachgespräche 26, hrsg. von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V., Gülzow 2008 [https://www.fnr.de/ftp/pdf/literatur/pdf_315gf_band_26_komplet_100.pdf Download] (PDF; 3,7&amp;amp;nbsp;MB).&lt;br /&gt;
* Klaus-Ulrich Heyland, Herbert Hanus, Ernst Robert Keller: &amp;#039;&amp;#039;Ölfrüchte, Faserpflanzen, Arzneipflanzen und Sonderkulturen.&amp;#039;&amp;#039; Handbuch des Pflanzenbaus Band 4. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2006; Seiten 290–307, ISBN 978-3-8001-3203-4.&lt;br /&gt;
* nova-Institut (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das kleine Hanf-Lexikon.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Die Werkstatt, Göttingen, 2. Auflage, 2003; Seiten 63–64. ISBN 3-89533-271-2&lt;br /&gt;
* Robert R. Franck (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Bast and other plant fibres.&amp;#039;&amp;#039; Woodhead Publishing Limited, Cambridge 2005.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hanf als Faserpflanze]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Textilwarenkunde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Warenkunde der Bekleidung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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