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	<title>Hanebüchen - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T18:49:26Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Haneb%C3%BCchen&amp;diff=158272&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Alazon: /* Heutige Verwendung */ Beleg hinzugefügt</title>
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		<updated>2026-04-22T14:11:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Heutige Verwendung: &lt;/span&gt; Beleg hinzugefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;hanebüchen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;hagebüchen&amp;#039;&amp;#039;, von [[mittelhochdeutsch]]: &amp;#039;&amp;#039;hagenbüechin&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Franz Pfeiffer: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Classiker des Mittelalters. Mit Wort- und Sacherklärungen&amp;#039;&amp;#039;. 4. Band, 1. Theil, [[Hartmann von Aue]]. &amp;#039;&amp;#039;Êrec der Wunderbære&amp;#039;&amp;#039;. Hrsg. von Fedor Bech, Brockhaus, Leipzig 1867, S. 244.&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet man im heutigen Deutsch Ideen oder Handlungen, um sie als abwegig, haarsträubend oder empörend zu bewerten. Der Ausdruck hat damit seit seinen Ursprüngen einen größeren Bedeutungswandel durchgemacht; er leitet sich ursprünglich von dem Baum &amp;#039;&amp;#039;Hainbuche&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;Hagebuche&amp;#039;&amp;#039; ab.&lt;br /&gt;
[[Datei:Carpinus betulus1 cross beentree.jpg|mini|Holzquerschnitt der Hainbuche mit [[Falschkern]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft ==&lt;br /&gt;
Ursprünglich bedeutet der Ausdruck „aus dem Holz der Hagebuche“. Das knorrige, besonders harte und schwer zu bearbeitende Holz der Hagebuche,&amp;lt;ref&amp;gt;Christoph Gutknecht: &amp;#039;&amp;#039;Lauter blühender Unsinn: erstaunliche Wortgeschichten von Aberwitz bis Wischiwaschi&amp;#039;&amp;#039;. C. H. Beck, München 2001, S. 135.&amp;lt;/ref&amp;gt; heute meist [[Hainbuche]] genannt, bildete die Grundlage für Redewendungen wie „hagebüchener Kerl“; aus dem [[Berlin]] des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts sind auch „hambüchen“ und sonst vereinzelt „hânebüchen“ belegt.&amp;lt;ref&amp;gt;Franz Sandvoss: &amp;#039;&amp;#039;So spricht das Volk: volksthümliche Redensarten und Sprichwörter.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. E. Schotte &amp;amp; Co., Berlin 1861, S. 23, {{archive.org |bub_gb_9igPAAAAQAAJ |Blatt=n38}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die übertragene Bedeutung des Begriffs blieb dabei zunächst bei „handfest, derb, knorrig, grob“, dann auch „steif, schwer zu bewegen“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Deutsches Wörterbuch |Lemma=hagebüchen |Band=10 |Sp=140 |lemid=H00685}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im [[Hessen|oberhessischen Hinterland]] um [[Michelbach (Marburg)|Michelbach]], [[Dilschhausen]] und [[Weitershausen (Gladenbach)|Weitershausen]] kannte man bis 1840 „hagebüchene Gulden“, die von geringerem Wert als normale Gulden waren.&amp;lt;ref&amp;gt;[[August Friedrich Christian Vilmar]]: &amp;#039;&amp;#039;Idiotikon von Kurhessen&amp;#039;&amp;#039;. Elwert’sche Universitätsbuchhandlung, Marburg/Leipzig 1868, S. 143, {{archive.org |bub_gb_P5gSAAAAIAAJ |Blatt=n152}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutungswandel ==&lt;br /&gt;
Während des 18. Jahrhunderts erfuhr der Begriff einen Bedeutungswandel hin zur noch heute gebräuchlichen Bedeutung „abwegig, absurd“. In gängigen [[Redewendungen]] ist von „hanebüchenen [[Lüge]]n“&amp;lt;ref&amp;gt;Christa Pöppelmann: &amp;#039;&amp;#039;Ich glaub’ mein Schwein pfeift! Die bekanntesten Redensarten und was dahinter steckt&amp;#039;&amp;#039;. Compact Verlag, München 2009, S. 42.&amp;lt;/ref&amp;gt; oder „hanebüchenen Fehlern“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Jens Petersen (Schriftsteller)|Jens Petersen]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Sprachpanscher. Polemiken, Glossen, Texte.&amp;#039;&amp;#039; tredition, Hamburg 2008, S. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt; die Rede, womit ausgedrückt werden soll, dass die betreffende Person eine grobe oder unerhörte ,Verfehlung‘ begangen hat.&amp;lt;ref&amp;gt;Boris D Paraškevov: &amp;#039;&amp;#039;Wörter und Namen gleicher Herkunft und Struktur: Lexikon etymologischer Dubletten im Deutschen&amp;#039;&amp;#039;. Walter de Gruyter, Berlin [u.&amp;amp;nbsp;a.] 2004, S. 131&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seinen [[Davidsbündler]]tänzen, op.&amp;amp;nbsp;6 (1837), hatte [[Robert Schumann]] den dritten Tanz ursprünglich mit „etwas hahnbüchen“ überschrieben. In der zweiten Edition wurde diese Bezeichnung durch „Mit Humor“ ersetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Janina Klassen: &amp;#039;&amp;#039;Clara Schumann: Musik und Öffentlichkeit&amp;#039;&amp;#039;. Böhlau, Köln 2008, S. 199.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Arnfried Edler]]: &amp;#039;&amp;#039;Robert Schumann.&amp;#039;&amp;#039; C. H. Beck, München 2009, S. 38&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heutige Verwendung ==&lt;br /&gt;
Im Gegenwartsdeutsch tritt das Wort auch in der Bedeutung von „unverständliche Entscheidung“ oder „an den Haaren herbeigezogen“ auf, zum Beispiel als „hanebüchener Unsinn“.&amp;lt;ref&amp;gt;Christoph Gutknecht: &amp;#039;&amp;#039;Von Treppenwitz bis Sauregurkenzeit: die verrücktesten Wörter im Deutschen.&amp;#039;&amp;#039; C. H. Beck, München 2008, S.&amp;amp;nbsp;112.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Als Beispiel für den Sprachgebrauch selbst in der [[Wissenschaftstheorie]]: Lutz Danneberg: &amp;#039;&amp;#039;Epistemische Situationen, kognitive Asyemmtrien und kontrafaktische Imaginationen.&amp;#039;&amp;#039; In: Lutz Raphael, Heinz-Elmar Tenorth (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Ideen als gesellschaftliche Gestaltungskraft im Europa der Neuzeit: Beiträge für eine erneuerte Geistesgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Oldenbourg Wissenschaftsverlag, München 2006, S. 206 (Anm. 30).&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Wahrig – ein Wort, eine Schreibung: die Wahrig-Hausorthografie von A–Z.&amp;#039;&amp;#039; Wissen-Media-Verlag, Gütersloh 2006, S. 226.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erweiterte Bedeutungsumfang lässt sich gut an den möglichen Übersetzungsoptionen ablesen, die mittlerweile für &amp;#039;&amp;#039;hanebüchen&amp;#039;&amp;#039; angeboten werden. Englische Übersetzungen schließen beispielsweise – je nach Kontext – die Bedeutungen &amp;#039;&amp;#039;unglaublich, empörend, haarsträubend, grotesk, abwegig, absurd&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;skandalös&amp;#039;&amp;#039; mit ein.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.dict.cc/?s=haneb%C3%BCchen &amp;#039;&amp;#039;Deutsch-Englisch-Übersetzung für: hanebüchen&amp;#039;&amp;#039;] dict.cc, abgerufen am 27. Mai 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Verwendung im Französischen wird dagegen lediglich &amp;#039;&amp;#039;unglaublich&amp;#039;&amp;#039; (inouï) angeboten&amp;lt;ref&amp;gt;[https://defr.dict.cc/?s=haneb%C3%BCchen &amp;#039;&amp;#039;Deutsch-Französisch-Übersetzung für: hanebüchen&amp;#039;&amp;#039;] dict.cc, abgerufen am 27. Mai 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; und im Italienischen &amp;#039;&amp;#039;unerhört&amp;#039;&amp;#039; (inaudito).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://deit.dict.cc/?s=haneb%C3%BCchen &amp;#039;&amp;#039;Deutsch-Italienisch-Übersetzung für: hanebüchen&amp;#039;&amp;#039;] dict.cc, abgerufen am 27. Mai 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da der Bedeutungsursprung heute den meisten Menschen nicht mehr bekannt ist, wird oft der Fehlschluss gezogen, das Wort hätte etwas mit dem „Hahn“ zu tun, daher ist die falsche Schreibweise mit „h“ (hahnebüchen) ein häufiger Fehler.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.korrekturen.de/beliebte_fehler/hahnebuechen.shtml &amp;#039;&amp;#039;Beliebte Fehler; hahnebüchen / hanebüchen&amp;#039;&amp;#039;] korrekturen.de Portal für Rechtschreibung, abgerufen am 27. Mai 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.duden.de/haeufige_fehler/hahnebuechen Duden.de „Häufige Fehler“] (abgerufen am 22. April 2026).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die bairische Variante ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hainbuche Brückenau, 1.jpg|mini|hochkant|Knorrige Hagebuche (Hainbuche)]]&lt;br /&gt;
Im [[Bairische Dialekte|bairischen]] Sprachraum leiten sich die Begriffe &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;hagelbuchern&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;hagelbuachern&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;hoglbuachan&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; gleichfalls von der [[Hagebuche]] ab. Etwas abweichend von der Bedeutung von &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;hanebüchen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet dies einmal einen direkten, knorrigen, oftmals groben Menschen oder eine derbe, schlichte, aber unverwüstliche und grundsolide Sache, beispielsweise bezogen auf Kleidung, Werkzeug oder Haushaltsgegenstände.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bayrisches-woerterbuch.de/hagelbuchern-adj/ Bairisches Wörterbuch]&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine bayerische Band, die – nach eigenen Worten – bayerische Folklore ohne Kitsch und Strom darbietet, nennt sich &amp;#039;&amp;#039;De Hoglbuachan&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.hoglbuachan.de/die_band/fs_band_01.html Homepage von &amp;#039;&amp;#039;De Hoglbuachan&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Gerhard Wahrig]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Wörterbuch.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. von Renate Wahrig-Burfeind. Bertelsmann-Lexikon-Verlag, München 2000, ISBN 978-3-577-10241-4, S. 600.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|hanebüchen}}&lt;br /&gt;
* [https://www.duden.de/rechtschreibung/hanebuechen Duden – Deutsches Universalwörterbuch]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Hanebuchen}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Redewendung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Alazon</name></author>
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