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	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Handsatz</id>
	<title>Handsatz - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T12:13:47Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Handsatz&amp;diff=80404&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-17237-05 am 18. März 2026 um 12:41 Uhr</title>
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		<updated>2026-03-18T12:41:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Setzkasten.jpg|mini|Setzkasten für die DIN-Belegung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Handsatz.jpg|mini|Bleibuchstaben im Winkelhaken beim Handsatz]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gutenbergs Enkel. Die alten Techniken von Setzen, Drucken, Binden.webm|mini|thumbtime=3:00|Video: Handsatz, 1996]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Handsatz Zubehoer.jpg|mini|Handsatz-Werkzeug: Ahle, Kolumnenschnur, Winkelhaken und ausgebundene Kolumne auf einem Setzschiff]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Handsatz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist das älteste Verfahren zur Herstellung von [[Druckform|Druckformen]] mit beweglichen und einzelnen [[Letter|Lettern]] im [[Bleisatz]] für das [[Druckverfahren]] [[Buchdruck]] ([[Hochdruckverfahren]]). [[Johannes Gutenberg]] hat das Verfahren um etwa 1440 weiterentwickelt und in Europa eingeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bleilettern befinden sich in einem [[Setzkasten]] in Fächer sortiert. Der [[Schriftsetzer]] nimmt daraus die einzelnen Lettern und den Leerraum ([[Spatium|„Spatien“]]) und legt sie in einem [[Winkelhaken]] ab, sodass eine Schriftzeile entsteht. Der Winkelhaken wird zuvor auf die benötigte Zeilenbreite eingestellt. Mehrere Zeilen werden aus dem Winkelhaken ausgehoben und auf einem [[Setzschiff]] zu [[Satzspalte]]n (&amp;#039;&amp;#039;Kolumnen&amp;#039;&amp;#039;) zusammengefügt.&lt;br /&gt;
Die druckfertigen gesetzten Teile werden zum Lagern bis zur Herstellung der Druckform &amp;#039;&amp;#039;ausgebunden&amp;#039;&amp;#039;, das heißt mit einem Stück &amp;#039;&amp;#039;Kolumnenschnur&amp;#039;&amp;#039; so zusammengebunden, dass es möglich ist, diesen Satz hochzuheben, ohne dass er auseinanderfällt. Dies erfordert eine gewisse Fingerfertigkeit. Damit die Form zusammenhält, erfordert es einen sauber &amp;#039;&amp;#039;geschlossenen Satz&amp;#039;&amp;#039;. Das bedeutet, dass die einzelnen Zeilen die gleiche Breite aufweisen, [[Ausschließen (Bleisatz)|ausgeschlossen]] sind. Falls dies nicht beachtet wird, können sich einzelne Lettern oder [[Blindmaterial]] lösen und beim späteren Druck aus der Form fallen oder in die Druckmaschine geraten. In der Druckmaschine werden die Seiten [[Ausschießen|ausgeschossen]] und mit dem sogenannten Schließzeug (die Ausbindschnur wurde entfernt) in einem Stahlrahmen fixiert. Ausschießen heißt, den Satz in der Druckmaschine so in Stellung zu bringen, dass der bedruckte Bogen richtig zusammengefaltet, die nummerierte Reihenfolge der Seitenfolge ergibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Handsatz lässt sich nicht nur [[Text]] allein setzen. Eine hohe Bedeutung hat beispielsweise der [[Formelsatz]]. Mit Messinglinien und [[Ornament]]en lassen sich grafische Gestaltungen realisieren. Schräger oder runder [[Satz (Druck)|Satz]] ist mit komplizierten Verspannungen innerhalb des Satzes mit Blindmaterial möglich. Eine Blütezeit dieser Gestaltungen war Ende des 19./Anfang des 20. Jahrhunderts. Es wurde versucht, Landkarten im Handsatz aus vorgefertigten Einzelelementen zu setzen, während der [[Notensatz]] eine Spezialistenarbeit war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Handsatz wurde ab Ende des 19. Jahrhunderts im Mengensatzbereich (Bücher, Zeitungen, Zeitschriften) zunehmend vom [[Setzmaschine|Maschinensatz]] verdrängt &amp;#039;&amp;#039;(siehe [[Monotype-Setzmaschine|Monotype]], [[Linotype-Setzmaschine|Linotype]])&amp;#039;&amp;#039;, bei dem ganze Schriftzeilen in Blei ausgegossen wurden. Etwa ab den 1950er Jahren gewann hier der [[Fotosatz]] an Bedeutung, bei dem sich die Schrift auf einer Fotoschablone, einer Scheibe oder einem Streifen mit [[Negativfilm|Schriftnegativ]] befindet &amp;#039;&amp;#039;(siehe [[Intertype-Fotosetter]], [[Monophoto]])&amp;#039;&amp;#039;. Im [[Belichtungsgerät]] wurden die [[Zeichen]] einzeln ausgerichtet und auf [[Fotopapier]] oder [[Fotografischer Film|Film]] belichtet. Im [[Akzidenzdruck|Akzidenzbereich]] kam in diesem Zeitraum außerdem das [[Diatype]]-Fotosatzgerät auf den Markt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fotosatz entwickelte sich technisch fort, stieß jedoch an Grenzen der mechanischen Umsetzbarkeit. Ab Mitte der 1980er Jahre bekam er starke Konkurrenz vom digitalen Satz &amp;#039;&amp;#039;(siehe dazu [[Satzrechner]], [[Desktop-Publishing]])&amp;#039;&amp;#039;, der ihn in den 1990er Jahren verdrängte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Handsatz in seiner ursprünglichen Form des manuellen Bleisatzes findet heute noch vereinzelt Anwendung bei der Herstellung von [[bibliophil]]en Buchausgaben und in kleinen Privat- und Museumsdruckereien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Prinzipiell können alle im Hand- beziehungsweise Bleisatz gefertigten Drucke Unterschiede im [[Setzerei|Druckbild]] aufweisen, die durch Korrekturen, Änderungen aufgrund von [[Zensur (Informationskontrolle)|Zensur]] oder den [[Typographischer Kreislauf|typographischen Kreislauf]] entstehen konnten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://wiki.dnb.de/download/attachments/106042227/AH-AD-005.pdf |titel=Arbeitshilfe Manifestationen: verschiedene Ausgaben versus Druckvarianten |hrsg=Deutsche Nationalbibliothek, Arbeitsstelle für Standardisierung (AfS) |datum=2019-07-31 |abruf=2022-09-14 |format=PDF}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://history.rcplondon.ac.uk/blog/new-tech-old-books-collating-thomas-browne |titel=New tech for old books: collating Thomas Browne {{!}} RCP Museum |abruf=2022-09-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Unterschiede lassen sich heute auch digital nachweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Manuskripthalter]], bestehend aus Tenakel und Divisorium&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Fritz Genzmer&lt;br /&gt;
   |Titel=Das Buch des Setzers&lt;br /&gt;
   |Auflage=9&lt;br /&gt;
   |Verlag=Ullstein Fachverlag&lt;br /&gt;
   |Ort=Berlin&lt;br /&gt;
   |Datum=1967}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Hand typesetting}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4345920-1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handsatz| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handwerkstechnik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wikipedia:Artikel mit Video]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2026-17237-05</name></author>
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