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	<title>Handrohr - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-26T18:07:17Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Handrohr&amp;diff=574654&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Buchstapler: /* Aufbau und Handhabung */ Links eingefügt</title>
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		<updated>2025-06-10T19:27:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Aufbau und Handhabung: &lt;/span&gt; Links eingefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Handrohr&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Handbüchse&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stangenbüchse&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Donnerbüchse&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;; kurze Version &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Faustrohr&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Faustbüchse&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;; Spezialversionen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Feuer-&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kugellanze&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Orgelbüchse&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Standrohr&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) war die erste [[Handfeuerwaffe]], d. h. eine Waffe, die von einem Mann allein transportiert und abgefeuert werden konnte. Die Entwicklung der Handrohre, den Vorläufern der [[Geschütz]]e, begann etwa gleichzeitig mit den ersten [[Geschütz|Feuergeschützen]] der [[Artillerie]]: [[Bombarde (Geschütz)|Bombarde]], [[Mörser (Geschütz)|Mörser]], [[Feldschlange]], [[Kanone]].&lt;br /&gt;
[[Datei:HandBombardWesternEurope1390-1400.jpg|mini|hochkant=1.8|Westeuropäisches Handrohr um 1390–1400, Musée de l’Armée in Paris]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Lgehumble 1400.jpg|mini|Stangenbüchse oder Standrohr, abgefeuert von einer hölzernen Stützgabel. &amp;#039;&amp;#039;[[Bellifortis]]&amp;#039;&amp;#039;-Handschrift von [[Konrad Kyeser]], um 1400]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Tannenbergbüchse.jpg|mini|Tannenbergbüchse: älteste deutsche Handfeuerwaffe, gefunden im Brunnen der 1399 zerstörten Burg [[Tannenberg (Seeheim-Jugenheim)|Tannenberg]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Codex Vindobonensis 3069 38v.jpg|mini|Ältester bekannter Abzugsmechanismus (&amp;#039;&amp;#039;Codex Vindobonensis 3069&amp;#039;&amp;#039; (frühes 15. Jh.), Österreichische Nationalbibliothek, Wien)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Stangenbüchsen bei Burgebelagerung 1475.jpg|mini|Einsatz von Handrohren bei der Belagerung einer befestigten Stadt, 1475]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über den Ort und die Zeit der Erfindung von Handrohren gibt es keine gesicherten Informationen. Es existieren einige schriftliche Hinweise und wenige, größtenteils aber nicht sicher datierte Originale. Als derzeit älteste Handfeuerwaffe kann die [[Heilongjiang-Büchse]] angesprochen werden, da jenes Objekt anhand beigefundener Bronzegerätschaften in die 1280er-Jahre datiert werden konnte,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Joseph Needham |Titel=Science and Civilisation in China: Military Technology: The Gunpowder Epic |Hrsg= |Sammelwerk= |Band=5 |Nummer=7 |Auflage= |Verlag=Cambridge University Press |Ort= |Datum=1987 |ISBN= |Seiten=290–293}}&amp;lt;/ref&amp;gt; so dass eine chinesische Herkunft der Handfeuerwaffen sehr wahrscheinlich ist. Schriftliche Hinweise über Handrohre sind von [[Italien]] aus über [[Deutschland]] nach [[Flandern]] überliefert. Das älteste sicher [[Datierung|datierbare]] europäische Handrohr, die sogenannte [[Tannenbergbüchse]], wurde in der Burg [[Tannenberg (Seeheim-Jugenheim)|Tannenberg]] gefunden und stammt aus dem Jahre 1399.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ain Mäesalu |Titel=Weapons in Otepää castle in 1396 |Sammelwerk=Castella Maris Baltici |Nummer=V |Datum=2003 |ISBN=978-87-88509-25-0 |Seiten=91-98 |Sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie im alten China und Orient war der ursprüngliche Zweck der „Donnerbüchsen“ vor allem wohl, durch donnerähnlichen Lärm Pferde bzw. Elefanten zu verwirren und panikartigen Schrecken zu erregen, bevor auch die den Feind treffenden, aus dem Handrohr abgefeuerten Kugeln an Bedeutung gewannen.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Hassenstein, [[Hermann Virl]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Feuerwerkbuch von 1420. 600 Jahre deutsche Pulverwaffen und Büchsenmeisterei.&amp;#039;&amp;#039; Neudruck des Erstdruckes aus dem Jahr 1529 mit Übertragung ins Hochdeutsche und Erläuterungen von Wilhelm Hassenstein. Verlag der Deutschen Technik, München 1941, S. 124.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Europa]] blieb das Handrohr bis etwa 1520 in Gebrauch, bevor die [[Arkebuse]] seinen Platz einnahm. Im [[Ferner Osten|Fernen Osten]] (insbesondere in [[China]]) wurden Handrohre bis ins 19. Jahrhundert hinein verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufbau und Handhabung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Handrohre wurden zunächst aus [[Bronze]] vom [[Stückgießer]] gegossen. Erst mit der Entwicklung von besserem [[Stahl]] wurden auch Handrohre aus Eisen vom [[Büchsenmacher]] geschaffen. Als [[Munition]] wurden von Beginn an Bleikugeln verschossen – im Unterschied zu den großen Geschützen, bei denen anfangs auch Brandpfeile und Steinkugeln in Gebrauch waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Rohrlänge variierte zwischen etwa 190 und 600&amp;amp;nbsp;mm. Das [[Kaliber]] reichte von circa 12 bis 36&amp;amp;nbsp;mm, wobei sich bis Anfang des 15. Jahrhunderts das Kaliber 35&amp;amp;nbsp;mm durchsetzte. Das Gewicht eines Handrohrs lag zwischen 1,5 und 15&amp;amp;nbsp;kg bei [[Belagerung]]smodellen. Viele Handrohre wiesen einen zweigeteilten Lauf auf, im vorderen Teil den &amp;#039;&amp;#039;Flug&amp;#039;&amp;#039; zur Aufnahme des Geschosses und dahinter mit einem kleineren Kaliber die &amp;#039;&amp;#039;Kammer&amp;#039;&amp;#039; zur Aufnahme der Pulverladung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur leichteren Handhabung wurden die Handrohre an Holzstangen von ungefähr 600 bis 2000&amp;amp;nbsp;mm Länge befestigt. Größere und schwerere Handrohre wurden mit Hilfe einer Stützvorrichtung (hölzerne Gewehrgabel, Burgmauer) abgefeuert. Beim Richten der Waffe musste mitunter ein zweiter Mann assistieren. Leichte Handrohre wurden unter dem Arm eingelegt (wie eine [[Lanze]]) oder von der Schulter gezündet (wie eine moderne [[Panzerfaust]]). Wegen des großen Rückstoßes war das Anlegen an der Schulter unüblich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gros der Handrohre waren [[Vorderlader]], obwohl auch mit [[Hinterlader]]modellen experimentiert wurde. Bei allen Varianten zündete der Schütze die Pulverladung mit einer (beidseitig) brennenden Lunte. Diese führte er, bei frühen Modellen direkt per Hand, seit Mitte des 15. Jahrhunderts mittels [[Luntenschloss]] an das offene [[Zündloch]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Reichweiten, Verwendung im Kampf ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz einer maximalen Reichweite von circa 300&amp;amp;nbsp;m blieben Handrohre nur auf kurze Distanzen effektiv, da das Zielen schwierig ist. Bis zu einer Entfernung von 100&amp;amp;nbsp;m vermochte das Geschoss eines Handrohrs eine [[Ritterrüstung]] zu durchschlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Person konnte auch noch auf 100&amp;amp;nbsp;m tödlich getroffen werden. Nachteilig waren die umständliche Handhabung, die daraus resultierende niedrige Schussfrequenz und die Anfälligkeit des Pulvers gegen Wind und Nässe. Darum lag der Nutzen des Handrohrs weniger in offener Feldschlacht als vielmehr bei Belagerungen und beim Legen von Hinterhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Taktische Nachteile, strategische Vorteile ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl die Handrohre den Langbögen und Armbrüsten in Handhabung, Zielgenauigkeit und Schussfrequenz (Handrohr: 1 Schuss/Minute; Armbrust: 2 Schüsse/Minute; Langbogen: 12 Schüsse/Minute) [[Taktik (Militär)|taktisch]] unterlegen blieben, eroberten sie dennoch ihren Platz in den Waffenarsenalen der spätmittelalterlichen [[Kriegsführung]]. Gründe dafür waren die niedrigen Produktionskosten (20 × billiger als eine Armbrust), die einfache (innerhalb eines halben Tages mögliche) Herstellung und die dadurch erleichterte Massenproduktion. Zudem verlangte die Verwendung nur wenige Tage Schützenausbildung: Bei Bedarf waren große Schützenkontingente in kürzester Zeit rekrutierbar, die zudem einen geringeren [[Sold]] bezogen als die in langen Jahren ausgebildeten [[Langbogen]]schützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Spezialversionen und Weiterentwicklungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der mehrläufigen &amp;#039;&amp;#039;Orgelbüchse&amp;#039;&amp;#039; (4 bis 10 Rohre) wurde bereits im 15. Jahrhundert experimentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Übergang zu kleineren Kalibern ging einher mit der Verbesserung der [[Schwarzpulver]]qualität und optimierten [[Gießen (Metall)|Gießverfahren]]: Das Volumen der [[Treibladung]] konnte verringert, das Gewicht der dickwandigen Handrohre herabgesetzt werden. Eine handwerkliche Weiterentwicklung war die bereits im 15. Jahrhundert aufkommende [[Hakenbüchse]], aus der wiederum die [[Arkebuse]] und die [[Muskete]] hervorgingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berittene Schützen verwendeten seit Mitte des 15. Jahrhunderts das „kurze Handrohr“. Abgefeuert wurde die etwa 250&amp;amp;nbsp;mm lange [[Faustfeuerwaffe]] von einer am Sattel befestigten, abklappbaren Stützgabel. Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Faustrohr&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Faustbüchse&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Fäustling&amp;#039;&amp;#039;; im 16./17. Jahrhundert auch &amp;#039;&amp;#039;Puffer&amp;#039;&amp;#039;) behielt seinen Namen auch noch lange, nachdem es schon längst mit einem [[Radschloss]] versehen war. Damit war der Übergang zur modernen [[Pistole]] vollzogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Problemstellung bei der Quellenlektüre ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In älteren Quellen finden sich für unterschiedliche Handrohrtypen häufig identische Bezeichnungen, eine standardisierte Klassifizierung begann erst ab dem 16. Jahrhundert. Eine eindeutige Identifikation beschriebener Feuerwaffen ist darum heute oft nicht mehr möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=P. Sixl |Hrsg=Verein für Historische Waffenkunde |Titel=Entwickelung und Gebrauch der Handfeuerwaffen |Sammelwerk=Zeitschrift für historische Waffenkunde |Nummer=1 |Verlag=Burdach |Ort=Dresden |Datum=1897}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=P. Sixl |Hrsg=Verein für Historische Waffenkunde |Titel=Entwickelung und Gebrauch der Handfeuerwaffen |Sammelwerk=Zeitschrift für historische Waffenkunde |Nummer=2 |Verlag=Burdach |Ort=Dresden |Datum=1898}}&lt;br /&gt;
* Wilhelm Hassenstein, [[Hermann Virl]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Feuerwerkbuch von 1420. 600 Jahre deutsche Pulverwaffen und Büchsenmeisterei.&amp;#039;&amp;#039; Neudruck des Erstdruckes aus dem Jahr 1529 mit Übertragung ins Hochdeutsche und Erläuterungen von Wilhelm Hassenstein. Verlag der Deutschen Technik, München 1941, S. 124 (insbesondere zur „Donnerbüchse“), 141 (zur irreführenden Bezeichnung „Faustrohr“) und 161–169 (&amp;#039;&amp;#039;Entwicklungsstufen der Handbüchsen&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Sean McLachlan |Titel=Medieval Handgonnes. The first black powder infantry weapons |Verlag=Osprey Publishing |Ort=Oxford |Datum=2010 |ISBN=978-1-84908-155-9 |Sprache=en}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Hand cannon (handgonne)|Handrohr}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=http://homepages.ihug.com.au/~dispater/handgonnes.htm |titel=Handgonnes and Matchlocks: The History of Firearms to 1500 |zugriff=2011-01-02 |sprache=en}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=http://www.musketeer.ch/blackpowder/history.html |titel=Ulrich Bretscher&amp;#039;s Black Powder Page |zugriff=2011-01-02 |sprache=en}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=http://collections.royalarmouries.org/object/rac-object-62215.html |titel=The Danzig handgun (1350–1430) | kommentar=Die sogenannte Danzigbüchse  (1350–1430) | hrsg=[[Royal Armouries]] Leeds | zugriff=2017-07-01 | sprache=en}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handfeuerwaffe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Waffe (Mittelalter)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Buchstapler</name></author>
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