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	<title>Handelsspanne - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Handelsspanne&amp;diff=21002&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Leonry: Verlinkung korrigiert</title>
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		<updated>2024-11-30T09:42:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Verlinkung korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Handelsspanne&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{enS|&amp;#039;&amp;#039;gross margin&amp;#039;&amp;#039;}}) ist eine abgeleitete Preisgröße in der [[Wirtschaft]], die insbesondere bei [[Handelsunternehmen]] verwendet wird. Für gehandelte [[Ware]]n oder [[Dienstleistung]]en ist die Handelsspanne die [[Subtraktion|Differenz]] aus [[Listenverkaufspreis]] und [[Einstandspreis]] im Verhältnis zum Listenverkaufspreis, üblicherweise angegeben in [[Prozent]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Für den [[Kaufmann (HGB)|Kaufmann]] ist die Ermittlung seines [[Erfolg]]es von größter Bedeutung. Dazu muss er den Umsatzprozess als Differenz des erzielten [[Erlös]]es und der aufgewendeten [[Kosten]] verstehen. Sind die Kosten niedriger als die Erlöse, ist das [[Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit]] positiv und wird als [[Gewinn]] bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=CxXVBgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA141&amp;amp;dq=handelsspanne&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=handelsspanne&amp;amp;f=false Edmund Sundhoff, &amp;#039;&amp;#039;Die Handelsspanne&amp;#039;&amp;#039;, 1953, S. 4]&amp;lt;/ref&amp;gt; Wichtigste Voraussetzung zur Gewinnerzielung ist aus Kalkulationssicht die Handelsspanne. Die ältere betriebswirtschaftliche [[Fachliteratur]] verwandte für die Handelsspanne sehr unterschiedliche Begriffe, die von Gewinn über Bruttogewinn, Aufschlag, Bruttoaufschlag, Marge, [[Spanne (Wirtschaft)|Spanne]] bis Kalkulationsquote reichten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklungsgeschichte ==&lt;br /&gt;
Die Fachliteratur begann ersichtlich 1931 durch [[Julius Hirsch (Ökonom)|Julius Hirsch]] mit einer breiten Diskussion über die Handelsspanne.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Julius Hirsch |Titel=Die Handelsspanne: Material zum Vortrag über „Die Bestimmungsgründe der Handelsspanne“ |Datum=1931 |Seiten=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Insbesondere nach dem Zweiten Weltkrieg beherrschte die Debatte um die Handelsspanne den gesamten Bereich der Verteilungswirtschaft. [[Carl Ruberg]] wies im Jahre 1939 darauf hin, dass preisbedingte Umsatzveränderungen sich auch auf die Handelsspanne auswirken.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Carl Ruberg |Titel=Absatzförderung im Einzelhandel |Verlag=Gabler Verlag |Jahr=1939 |ISBN=3-66319-821-9 |Online={{Google Buch |BuchID  =dUDVOgAACAAJ}} }} [https://books.google.de/books?id=XvrvBgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA174&amp;amp;dq=Handelsspanne&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=Handelsspanne%20%20&amp;amp;f=false Fundstellen für den Begriff &amp;#039;&amp;#039;Handelsspanne&amp;#039;&amp;#039; im Buch]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird z.&amp;amp;nbsp;B. eine Schachtel Zündhölzer zum Einkaufspreis von 0,03 Euro gekauft und mit einer Aufschlagsspanne von 100 % kalkuliert, führt das zu einem Verkaufspreis von 0,06 Euro und einem Rohertrag von 0,03 Euro.&lt;br /&gt;
Seitdem die Preisbindungs-Verordnung vom 23. November 1940 erstmals im [[Handelsrecht (Deutschland)|Handelsrecht]] von der Handelsspanne sprach, verbreitete sich der Begriff Handelsspanne schnell auch einheitlich in der [[Betriebswirtschaftslehre]]. [[Rudolf Seyffert]], der Gründer des [[Köln]]er [[Institut für Handelsforschung|Instituts für Handelsforschung]], stellte 1952 heraus, dass jedes Glied der Handelskette ([[Produktion|Produzent]]en, [[Großhandel]] und [[Einzelhandel]]) eine eigene Handelsspanne ermittelt.&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Seyffert, &amp;#039;&amp;#039;Die Problematik der Distribution&amp;#039;&amp;#039;, in: Arbeitsgemeinschaft für Forschung des Landes NRW, Heft 16, 1952, S. 13 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein grundlegendes Werk erschien 1953 als [[Habilitationsschrift]] von [[Edmund Sundhoff]] – einem Schüler Seyfferts –, der sich mit allen Aspekten der Handelsspanne auseinandersetzte.&amp;lt;ref&amp;gt;Edmund Sundhoff: &amp;#039;&amp;#039;Die Handelsspanne&amp;#039;&amp;#039;, 1953, S. 1&amp;lt;/ref&amp;gt; Im engen Zusammenhang zur Handelsspanne stehen seitdem [[Rechnungswesen]], [[Preispolitik]], [[Preiskalkulation]] und [[Kostenrechnung]]. Der [[Betriebswirt]] [[Erich Gutenberg]] wies 1955 in seinem Grundlagenwerk darauf hin, dass die Berechnungsmethoden der Handelsspanne nicht einheitlich seien und manchmal die [[Transportkosten]] von den Herstellern getragen würden und in der Handelsspanne nicht enthalten seien, während sie manchmal in die Handelsspanne eingerechnet würden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=IIKLBwAAQBAJ&amp;amp;pg=PA353&amp;amp;dq=handelsspanne+seyffert&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=handelsspanne%20seyffert&amp;amp;f=false Erich Gutenberg, &amp;#039;&amp;#039;Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre&amp;#039;&amp;#039;, Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Der Absatz&amp;#039;&amp;#039;, 1963, S. 353]&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Hans-Otto Schenk]] machte 1991 darauf aufmerksam, dass im Handel weder zwischen [[Gewinn]] ([[Betriebsergebnis]]) und (Betriebs-)Handelsspanne noch zwischen Gewinn und [[Handlungskosten]] eine [[Korrelation]] besteht.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=wPyBBwAAQBAJ&amp;amp;pg=PA197&amp;amp;dq=schenk+gewinn+handlungskosten+korrelation&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=schenk%20gewinn%20handlungskosten%20korrelation&amp;amp;f=false Hans-Otto Schenk, Marktwirtschaftslehre des Handels, 1991, S. 197]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Berechnung == &lt;br /&gt;
In absoluten Werten (absolute Betragsspanne) ist die Handelsspanne mit dem [[Rohertrag]] identisch:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
    [[Erlös|Umsatzerlöse]]&lt;br /&gt;
    - [[Wareneinsatz]]&lt;br /&gt;
    = [[Rohertrag]]     &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Differenz zwischen Erlösen und Wareneinsatz ist der Rohertrag, der die [[Handlungskosten]], die Kosten für Warenverluste ([[Verderb]], Schwund, [[Diebstahl]]) und den zu erzielenden Gewinn decken soll.&amp;lt;ref&amp;gt;Ausschuss für Definitionen zu Handel und Distribution, 2006, S. 100&amp;lt;/ref&amp;gt; In die Handelsspanne gehen weder die [[Vorsteuer]] (des Wareneinsatzes) noch die [[Mehrwertsteuer]] (des Listenpreises) ein, es gelten die Netto-Preise.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=_ETusWqGFZQC&amp;amp;pg=PA148&amp;amp;dq=Handelsspanne+Handelsaufschlag&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=Handelsspanne%20Handelsaufschlag&amp;amp;f=false Willy Schneider/Alexander Hennig, &amp;#039;&amp;#039;Lexikon Kennzahlen für Marketing und Vertrieb&amp;#039;&amp;#039;, 2008, S. 148]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Handelsspanne als [[Verhältniszahl]] – üblicherweise in Prozent angegeben – stellt den Unterschiedsbetrag zwischen Verkaufspreis und Einstandspreis zum Verkaufspreis ins Verhältnis: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\text{Handelsspanne} = \frac{\text{Nettoverkaufspreis} - \text{Einstandspreis}}{\text{Nettoverkaufspreis}}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steigt der Einkaufspreis bei konstant bleibendem Verkaufspreis, sinkt die Handelsspanne und umgekehrt. Um die Handelsspanne konstant zu halten, muss der Verkaufspreis entsprechend erhöht werden. Hierzu verwendet man den [[Kalkulationszuschlag]] als prozentualen Aufschlag auf den Einstandspreis, um den [[Listenverkaufspreis]] zu errechnen:  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\text{Kalkulationszuschlag} = \frac{\text{Nettoverkaufspreis} - \text{Einstandspreis}}{\text{Einstandspreis}}&amp;lt;/math&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Handelsspanne ist das Komplement zur [[Wareneinsatzquote]]. Liegt beispielsweise der Wareneinsatz bei 400.000 € und der Umsatz bei 1.000.000 €, so beträgt die Wareneinsatzquote 40 %, die Handelsspanne entsprechend 60 %.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arten ==&lt;br /&gt;
Eine Systematisierung aller möglichen Handelsspannen bietet Edmund Sundhoff an.&amp;lt;ref&amp;gt;Edmund Sundhoff, &amp;#039;&amp;#039;Die Handelsspanne&amp;#039;&amp;#039;, 1953, S. 4 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die &amp;#039;&amp;#039;Berechnungsform&amp;#039;&amp;#039; kennt die Betragsspannen (absolute Spannen) und die Prozentspannen (relative Spannen). Nach der &amp;#039;&amp;#039;Berechnungsweise&amp;#039;&amp;#039; gibt es den &amp;#039;&amp;#039;Handelsaufschlag&amp;#039;&amp;#039; (Aufschlagskalkulation, Aufschlagsspanne) und &amp;#039;&amp;#039;Handelsabschlag&amp;#039;&amp;#039; (Abschlagskalkulation, Abschlagsspanne). Die Aufschlagsspanne errechnet sich wie folgt:&amp;lt;ref&amp;gt;Willy Schneider/Alexander Hennig, &amp;#039;&amp;#039;Lexikon Kennzahlen für Marketing und Vertrieb&amp;#039;&amp;#039;, 2008, S. 321&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\text{Aufschlagsspanne} = \frac{\text{Nettoverkaufspreis} - \text{Einstandspreis}}{\text{Einstandspreis}}&amp;lt;/math&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Kalkulation ist ein [[kalkulatorischer Gewinn]]anteil zu berücksichtigen, bestehend aus&lt;br /&gt;
* dem [[Kalkulatorischer Unternehmerlohn|kalkulatorischen Unternehmerlohn]] (für den Arbeitseinsatz des [[Unternehmer]]s),&lt;br /&gt;
* den [[Kalkulatorische Zinsen|kalkulatorischen Zinsen]] (für das [[Betriebsnotwendiges Vermögen|betriebsnotwendige Kapital]]) und ggf.&lt;br /&gt;
* der [[Kalkulatorisches Wagnis|kalkulatorischen Wagnisprämie]] (für die risikoreichere Anlage des eingesetzten Kapitals im Unternehmen statt als [[Finanzprodukt]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Abschlagsspanne werden die Umsatzerlöse berücksichtigt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\text{Abschlagsspanne} = \frac{\text{Nettoverkaufspreis} - \text{Einstandspreis}}{\text{Nettoverkaufspreis}}&amp;lt;/math&amp;gt; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Beide Spannen unterscheiden sich lediglich im [[Nenner]], wo bei der Aufschlagsspanne der Einstandspreis und bei der Abschlagsspanne der Nettoverkaufspreis zugrunde zu legen ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=j3_RBgAAQBAJ&amp;amp;pg=RA2-PA2010&amp;amp;dq=Handelsspanne+Handelsaufschlag&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=Handelsspanne%20Handelsaufschlag&amp;amp;f=false Reinhold Sellien, &amp;#039;&amp;#039;Dr. Gablers Wirtschafts-Lexikon&amp;#039;&amp;#039;, 1977, Sp. 1942 f.]&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als realisierte Handelsspanne (&amp;#039;&amp;#039;Ist-Spanne&amp;#039;&amp;#039;, Abschlagsspanne oder Abschlagssatz) stellt sie das Entgelt für die vom Handel erbrachte [[Leistung (Rechnungswesen)|Leistung]] dar, als noch nicht realisierte, geplante Handelsspanne (&amp;#039;&amp;#039;Soll-Spanne&amp;#039;&amp;#039;, Aufschlagsspanne) stellt sie den Aufschlagssatz der Kalkulation dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\text{Handelsspanne} = \frac{\text{Handlungskosten}}{\text{Nettoverkaufspreis}}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Handelsspanne ergibt sich letztlich, indem die [[Handlungskosten]] dem Nettoverkaufspreis gegenübergestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Betriebswirtschaftliche Aspekte ==&lt;br /&gt;
Aufgabe der [[Preispolitik]] von Handelsunternehmen ist es, für die angebotenen Leistungen einen adäquaten Verkaufspreis zu finden. Dazu dient die Handelsspanne als [[Entgelt]] für die vom [[Handel]] übernommene Distributionsfunktion.&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus Barth/Michaela Hartmann/Hendrik Schröder, &amp;#039;&amp;#039;Betriebswirtschaftslehre des Handels&amp;#039;&amp;#039;, 2007, S. 256&amp;lt;/ref&amp;gt; Handelsspannen sind als echte Spannen Preisdifferenzen, die ihre Ursache in der Erfüllung von Handelsfunktionen haben.&amp;lt;ref&amp;gt;Edmund Sundhoff, &amp;#039;&amp;#039;Die Handelsspanne&amp;#039;&amp;#039;, 1953, S. 17&amp;lt;/ref&amp;gt; In Handelsunternehmen wird sie im Rahmen der operativen Preispolitik häufig vorgegeben und in Form der Aufschlagskalkulation zur Ermittlung der Artikel-Verkaufspreise verwendet. Im deutschen [[Lebensmitteleinzelhandel]] erfolgt zu 95 % die Preisfestsetzung über Kalkulationszuschläge.&amp;lt;ref&amp;gt;Mercer Management Consulting (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Retail-Studie Preis- und Sortimentsmanagement als Erfolgshebel im Einzelhandel&amp;#039;&amp;#039;, 2003, S. 4&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aufschlagsspanne ist nur eine Mindest- oder Orientierungsgröße für die [[Preispolitik|Preisfindung]]. Lässt es die Nachfrage zu, kann versucht werden, eine höhere Handelsspanne zu realisieren (&amp;#039;&amp;#039;[[Abschöpfungsstrategie]]&amp;#039;&amp;#039;). Lässt der [[Markt]], etwa wegen niedrigerer Konkurrenzpreise oder rückläufiger Nachfrage, eine Realisierung der geplanten Handelsspanne nicht zu, wird eine bewusste &amp;#039;&amp;#039;Unterbietungsstrategie&amp;#039;&amp;#039; angestrebt (im Extremfall „[[Kampfpreisunterbietung|Kampfpreise]]“) oder ist ein [[Sonderangebot]] geplant, muss der Verkaufspreis gesenkt werden, unter Umständen unter den Einstandspreis. Die damit verbundenen Einbußen beim Rohertrag müssen möglichst über Einsparungen bei den Handlungskosten oder über einen höheren [[Lagerumschlagshäufigkeit|Lagerumschlag]] kompensiert werden. Eine Senkung einzelner Handlungskosten, zum Beispiel der [[Personalkosten]], führt jedoch nicht automatisch zu einer Verbesserung der betrieblichen [[Ertragslage]], sondern lediglich tendenziell zu einer Verbesserung des Gewinnanteils an der Handelsspanne des betreffenden Artikels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Handelsspannen können in der [[Kalkulation]] ([[ex ante]]) und in der Erfolgsermittlung ([[ex post]]) auf beliebige Objekte bezogen sein, etwa als einzelne Stückspanne oder als durchschnittliche Sorten-, Artikel-, Warengruppen-, Abteilungs-, Filial- oder Betriebshandelsspanne. Gewinne als Überschuss sämtlicher Erlöse über sämtliche Kosten können im Handel nur ex post und nur für das gesamte Unternehmen ermittelt werden. Anders als Spannen können Gewinne je Stück, Sorte, Artikel oder andere Sortimentsteile jedoch &amp;#039;&amp;#039;nicht&amp;#039;&amp;#039; ermittelt werden; denn eine sachlich und zeitlich exakte, verursachungsgerechte Zurechnung aller Kostenanteile auf die jeweilige Spanne ist nicht möglich. Allenfalls ist für größere Sortimentsteile die Berechnung von [[Deckungsbeitrag|Deckungsbeiträgen]] möglich, und zwar durch Abzug anteiliger Handlungskosten von der entsprechenden Handelsspanne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das Handelsmanagement, namentlich für das Handelscontrolling, ist die permanente Überwachung sämtlicher Handelsspannen bzw. Roherträge als Maßnahme des taktischen [[Handelsmarketing|Handelsmarketings]] von größter Bedeutung. Der zeitliche und räumliche (inner- und zwischenbetriebliche) Vergleich von Handelsspannen und vor allem von spannenbezogenen [[Kennzahl]]en, die durch die Verknüpfung von Handelsspannen mit kosten- und/oder ertragsbezogenen Größen (Personal, Flächeninanspruchnahme, Umschlagshäufigkeit, Zinsbelastung, Boni usw.) gebildet werden, gibt dem modernen Handelsmanagement ein exzellentes Steuerungsinstrument an die Hand. Beispielsweise können die im [[Warenwirtschaftssystem]] erfassten Spannen und Lagerumschlagshäufigkeiten für jede Sorte zu einer Kennzahl kombiniert werden. Diese kann wiederum mit anderen [[Daten]] verknüpft werden, etwa den Personalarbeitsstunden oder der in Anspruch genommenen Präsentationsfläche. Derart verfeinerte Führungskennzahlen lassen sich in [[Rangfolge]]n auflisten und können als wertvolle Entscheidungsgrundlage dienen, z.&amp;amp;nbsp;B. für den Wareneinkauf, für die Kalkulation, für die Flächenzuweisung und die Platzierung, für Sonderaktionen, unter Umständen auch für eine Auslistung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerhalb des Handels erfüllen die [[Gewinnspanne]] und die [[Marge]] insbesondere in der [[Industrie]] und im [[Dienstleistungssektor]] denselben Zweck wie die Handelsspanne, denn es handelt sich um [[betriebswirtschaftliche Kennzahl]]en, die den Bruttogewinn im Verhältnis zu einem [[Bezugswert]] ([[Leistung (Rechnungswesen)|Leistung]], [[Herstellkosten]]) darstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Handelsspannen im Einzelhandel ==&lt;br /&gt;
Im Jahre 2013 gab es im deutschen Einzelhandel folgende Handelsspannen: [[Heimtextilien]]-[[Fachhandel]] 47,3 %, [[Parfümerie]]n 45,4 %, [[Schuh]]e 39,2 %, [[Glas]]/[[Keramik]]/[[Porzellan]] 39 %, [[Papier]]-/[[Bürobedarf]]/[[Schreibwaren]] 35 %, [[Möbelhandel]] 36,8 %, [[Sport]]artikel/[[Camping]] 32 %, [[Buchhandel|Bucheinzelhandel]] 31,7 %, [[Spielwaren]] 31 %, [[Elektronik]] 30,5 % oder [[Apotheke]]nfachhandel 25,2 %.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.statista.com/statistik/daten/studie/408236/umfrage/handelsspanne-im-heimtextilien-fachhandel-in-deutschland/ Statista – Das Statistik-Portal, &amp;#039;&amp;#039;Handelsspannen im Einzelhandel 2013&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Lothar Müller-Hagedorn: &amp;#039;&amp;#039;Der Handel&amp;#039;&amp;#039;, Stuttgart 1988, ISBN 3-17-015338-2.&lt;br /&gt;
* Hans-Otto Schenk: &amp;#039;&amp;#039;Marktwirtschaftslehre des Handels&amp;#039;&amp;#039;, Wiesbaden 1991, ISBN 3-409-13379-8.&lt;br /&gt;
* Hans-Otto Schenk: &amp;#039;&amp;#039;Die Handelsspanne als zentrale Leistungs- und Führungskennzahl des Handels&amp;#039;&amp;#039; (Teile I und II). In: wisu, Heft 1/96, S. 43–49, und Heft 2/1996, S. 133–140&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4159014-4}}  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handelsbetriebslehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kostenrechnung]] &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Preispolitik|Spannere]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebswirtschaftliche Kennzahl]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[no:Avanse]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Leonry</name></author>
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