<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Handelshemmnis</id>
	<title>Handelshemmnis - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Handelshemmnis"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Handelshemmnis&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-09T12:02:53Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Handelshemmnis&amp;diff=1322609&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Handelshemmnis&amp;diff=1322609&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-01-06T02:37:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Quelle}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Handelshemmnis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Handelsbarriere&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine Maßnahme, die sich hemmend auf den Austausch von [[Warenhandel|Waren]] und [[Dienstleistung]]en auswirkt, insbesondere auf den Handel zwischen Staaten im Zuge einer [[Protektionismus|protektionistischen]] Grundhaltung eines Staates. Unterschieden werden solche protektionistischen Maßnahmen in tarifäre und [[Nichttarifäres Handelshemmnis|nichttarifäre Handelshemmnisse]].&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. HYPO-Bank (1989), Außenwirtschaftslexikon.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tarifäre Handelshemmnisse ==&lt;br /&gt;
Unter die tarifären (zollähnlichen) Handelshemmnisse fallen:&lt;br /&gt;
* [[Importzoll|Importzölle]]&lt;br /&gt;
* Exportzölle&amp;lt;ref&amp;gt;Horst Siebert: &amp;#039;&amp;#039;Außenwirtschaft.&amp;#039;&amp;#039; 9., vollst. überarb. Auflage. UVK Verlagsgesellschaft, Konstanz 2014, S. 177–179.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Exportsubvention]]en&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nichttarifäre Handelshemmnisse ==&lt;br /&gt;
[[Nichttarifäres Handelshemmnis|Nichttarifäre]] (Non-Tariff-Barriers, NTBs) oder zollfremde Handelshemmnisse sind handelspolitische Maßnahmen, die vorwiegend auf die Behinderung von Importen oder die Förderung von Exporten inländischer Unternehmer zielen. Darunter fallen z.&amp;amp;nbsp;B.:&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Maurer-Rogy, Kerstin; Maurer Oswin; Gatterbauer, Helmuth (1992), Diskussionspapier Nr. 12-R-92: Tarifäre und nicht-tarifäre Markteintrittsbarrieren für österreichische Lebensmittel in die Bundesrepublik Deutschland und die EG ([https://www.boku.ac.at/wpr/wpr_dp/dp-12.pdf PDF]), 26.&amp;amp;nbsp;April 2008.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* technische Vorschriften&lt;br /&gt;
* rechtliche Vorschriften&lt;br /&gt;
* [[Exportbeschränkung]]en&lt;br /&gt;
* [[Einfuhrkontingent|Einfuhrquoten]]&lt;br /&gt;
* Einfuhrsteuern&lt;br /&gt;
* Einfuhrverbote&lt;br /&gt;
* Ausfuhrverbote&lt;br /&gt;
* spezielle Importabgaben&lt;br /&gt;
* Steuervorteile&lt;br /&gt;
* finanzielle Förderung inländischer Unternehmen&lt;br /&gt;
* [[Umwelt- und Sozialstandard]]s&lt;br /&gt;
* Qualitätsstandards&lt;br /&gt;
* Verpackungs- und Bezeichnungsvorschriften&lt;br /&gt;
* Herkunftsangaben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
NTBs können (wie Zölle auch) den internationalen Handel stark beeinträchtigen. Der Abbau dieser Handelsbarrieren und damit die Förderung des internationalen Handels erfordert den internationalen Konsens bei der Definition und Quantifizierung von NTBs.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl.  {{Webarchiv|text=Archivlink |url=http://www.unctad.org/Templates/Page.asp?intItemID=3848&amp;amp;lang=1 |wayback=20081006051152 }}, 26.&amp;amp;nbsp;April 2008.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Integrationspolitik ==&lt;br /&gt;
Ökonomisches Ziel von Integrationspolitik ist stets die Liberalisierung des Handels zwischen Volkswirtschaften. An solchen Zusammenschlüssen von Volkswirtschaften (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Allgemeines Zoll- und Handelsabkommen|GATT]], [[Welthandelsorganisation|WTO]]) sollten alle beteiligten Länder profitieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Borchert, Manfred: &amp;#039;&amp;#039;Aussenwirtschaftslehre. Theorie und Politik.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage, Kap. 6.1.1, Wiesbaden 1990, Gabler.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erste Stufe: Freihandelszone ===&lt;br /&gt;
Die erste Stufe der Integration ist der Zusammenschluss einiger Länder in einer [[Freihandelsabkommen|Freihandelszone]] (z.&amp;amp;nbsp;B. EFTA – European Free Trade Association, NAFTA – North American Free Trade Agreement). Kennzeichen einer Freihandelszone sind&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Abwicklung des Handels frei von Handelsschranken innerhalb der Freihandelszone&lt;br /&gt;
* Protektionismus nach außen&lt;br /&gt;
* i. d. R. unterschiedliche Importzölle der Mitgliedsstaaten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweite Stufe: Zollunion ===&lt;br /&gt;
In der zweiten Stufe werden gemeinsame Zölle festgelegt, die für den Import von Waren und Dienstleistungen aus Nichtmitgliedsländern in Mitgliedsländer gelten. Hier spricht man von einer [[Zollunion]]. Kennzeichen sind zusätzlich zu denen der Freihandelszone:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* gemeinsame Außenzölle&lt;br /&gt;
* gemeinsame Mengenbeschränkungen nach außen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dritte Stufe: Gemeinsamer Markt ===&lt;br /&gt;
Der nächste Integrationsschritt ist ein gemeinsamer Markt (z.&amp;amp;nbsp;B. die EG). Er ist über die Kennzeichen einer Zollunion hinaus gekennzeichnet durch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* freie [[Faktormobilität]] (v.&amp;amp;nbsp;a. Mobilität der Arbeitskräfte). Voraussetzungen:&lt;br /&gt;
** einheitliches Niederlassungsrecht ([[Freizügigkeit]]) und&lt;br /&gt;
** einheitliches Handelsrecht ([[Freihandel]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vierte Stufe: Einheitliche Währungsunion ===&lt;br /&gt;
Ein weiterer Schritt zur Integration ist eine einheitliche Währungsunion (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Europäische Währungsunion]]). Darin eingeschlossen sind&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* gemeinsame [[Geldpolitik]]&lt;br /&gt;
* gemeinsame [[Konjunkturpolitik]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fünfte Stufe: Politische Vereinigung ===&lt;br /&gt;
Der letzte Schritt nach Vereinheitlichung aller ökonomischen Institutionen ist die politische Vereinigung zu einem neuen Staatenbund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Effekte protektionistischer Außenhandelspolitik ==&lt;br /&gt;
Nicht jeder Abbau von Handelshemmnissen steigert die Effizienz des internationalen Handels. Durch [[Protektionismus]] entstehen sowohl handelsschaffende Effekte (trade creation effects) als auch handelsablenkende Effekte (trade diversion effects).&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Borchert, Manfred: &amp;#039;&amp;#039;Aussenwirtschaftslehre. Theorie und Politik.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage, Kap. 6.1.2, Wiesbaden 1990, Gabler.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Handelsschaffende Effekte ===&lt;br /&gt;
Durch den Abbau bestehender Handelsschranken werden Märkte innerhalb einer Zollunion aufgeschlossen und der [[Binnenmarkt]] gestärkt. Dieser handelsschaffende Effekt tritt immer dann ein, wenn durch den Abbau von Zöllen oder anderer Handelshemmnisse innerhalb einer Region zusätzlich Güter gehandelt werden, die zuvor aus Drittländern importiert wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Handelsablenkende Effekte ===&lt;br /&gt;
Durch erhöhte Zollmauern oder andere Handelshemmnisse werden die Märkte außerhalb einer Zollunion gegenüber den Mitgliedsländern einer Zollunion abgeschlossen. So wird potentieller Handel mit Drittländern verdrängt durch verstärkten Handel zwischen den Mitgliedsländern der Zollunion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Theorie des second best ===&lt;br /&gt;
Nach der [[Theorie des Zweitbesten|Theorie des second best]] kann es im Sinne der Effizienz des globalen Handels günstiger sein, auf den (partiellen) Abbau von Zöllen zu verzichten, wenn die handelsschaffenden Effekte die handelsablenkenden Effekte überwiegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kritik ===&lt;br /&gt;
Die [[WTO]], der ein Großteil aller Nationen beigehört, hat sich zum Ziel gesetzt, den Handel zu [[Liberalisierung|liberalisieren]] und dafür Handelshemmnisse abzubauen, um letztlich einen Zustand eines globalen [[Freihandel]]s zu errichten, was ihrer Ansicht nach mehr [[Wohlfahrt]] für alle Nationen bürgen werde. Die Politik der WTO hatte zur Folge, dass in der Vergangenheit insbesondere tarifäre Handelshemmnisse stark abgebaut wurden, wodurch relativ gesehen die Menge an nichttarifären Handelshemmnissen zugenommen hat, da nach wie vor [[Staat]]en aus diversen Gründen auf verschiedenste Weise versuchen, mehr oder weniger Protektionismus zu betreiben. Insbesondere die mächtigen [[Industrieländer]] verstoßen gegen das WTO-Recht und betreiben Protektionismus, z.&amp;amp;nbsp;B. in Form von [[Agrarsubvention]]en (u.&amp;amp;nbsp;a. die [[Europäische Union|EU]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Protektionisten entgegnen der liberalen Haltung der WTO, dass Handelshemmnisse zum Schutz und somit zur Förderung der eigenen Volkswirtschaft notwendig seien, um für ein Bestehen unter dem starken [[Wettbewerb (Wirtschaft)|Konkurrenz]]druck des [[Weltmarkt]]s zu sorgen. Dies sei insbesondere für [[Entwicklungsland|Entwicklungsländer]] wichtig, die meist (nahezu) voll liberalisierte Volkswirtschaften aufweisen, sich jedoch aufgrund schwacher eigener [[Markt|Märkte]], was u.&amp;amp;nbsp;a. durch ihren schwachen [[Industrialisierung|industriellen]] Status bedingt ist, mit einer Strategie der Weltmarktintegration nicht behaupten konnten, da vor allem die Industrieländer durch diverse Handelshemmnisse die Situation der Entwicklungsländer zusätzlich erschweren würden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ehemalige Entwicklungsländer wie z.&amp;amp;nbsp;B. die [[Volksrepublik China]] oder die sogenannten [[Tigerstaaten]] konnten maßgeblich durch Protektionismus die eigene [[Wirtschaft]] bzw. neue, noch nicht wettbewerbsfähige [[Industrie]]zweige soweit stärken, dass sie jetzt als [[Schwellenland|Schwellenländer]] oder auch schon als Industrieländer zu bezeichnen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Horst Siebert (Ökonom)|Horst Siebert]]: &amp;#039;&amp;#039;Außenwirtschaft.&amp;#039;&amp;#039; 9., vollst. überarb. Auflage. UVK Verlagsgesellschaft, Konstanz 2014, ISBN 978-3-8252-8493-0. Darin das Kapitel 11: &amp;#039;&amp;#039;Zölle, Handelshemmnisse und Welthandelsordnung&amp;#039;&amp;#039;, S. 177–200.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4023242-6}}&lt;br /&gt;
* http://www.unctad.org&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4023242-6}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Internationaler Handel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Außenhandelspolitik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Agrarhandel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
	</entry>
</feed>