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	<title>Handelsgesellschaft - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-27T02:38:03Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Handelsgesellschaft&amp;diff=70948&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Fan-vom-Wiki: Tippfehler</title>
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		<updated>2025-07-27T22:00:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tippfehler&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Unter &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Handelsgesellschaft&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; versteht man im [[Handelsrecht (Deutschland)|Handelsrecht]] eine [[Gesellschaft (Gesellschaftsrecht)|Gesellschaft]], die ein [[Handelsgewerbe]] betreibt und als [[Unternehmer]] im Sinne des [[Umsatzsteuergesetz (Deutschland)|Umsatzsteuergesetz]]es gilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Komposition (Grammatik)|Kompositum]] „Handelsgesellschaft“ beschreibt eine Gesellschaft, die [[Handel]] betreibt. Unter Handel ist dabei nicht nur der Handelssektor ([[Großhandel]], [[Einzelhandel]]), sondern darüber hinaus jede Art von Handelsgewerbe zu verstehen, sowie auch im Sinne von „tätig sein“. Mit dem [[Rechtsbegriff]] Handelsgesellschaft verbindet das [[Handelsgesetzbuch]] (HGB) in Deutschland unterschiedliche Bedeutungsinhalte. So bestimmt {{§|6|hgb|juris}} Abs. 1 HGB, dass die für [[Kaufmann (HGB)|Kaufleute]] bestehenden Vorschriften auch für Handelsgesellschaften gelten. Damit sind sie für die [[offene Handelsgesellschaft]] (OHG), [[Kommanditgesellschaft]] (KG), [[Aktiengesellschaft (Deutschland)|Aktiengesellschaft]] (AG; {{§|3|aktg|juris}} Abs. 1 AktG) und [[Gesellschaft mit beschränkter Haftung (Deutschland)|Gesellschaft mit beschränkter Haftung]] (GmbH; {{§|13|gmbhg|juris}} Abs. 3 [[Gesetz betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung|GmbH-Gesetz]]) anzuwenden. Eine Handelsgesellschaft ist auch die [[Europäische wirtschaftliche Interessenvereinigung]] (EWIV). Geht man von § 6 Abs. 1 HGB aus, sind Handelsgesellschaften stets Gesellschaften mit Vollkaufmannseigenschaft.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=s65Vosc_n9EC&amp;amp;pg=PA647&amp;amp;dq=Handelsgesellschaft+hgb&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=Handelsgesellschaft%20hgb&amp;amp;f=false Peter Jabornegg/Peter Apathy (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Kommentar zum HGB&amp;#039;&amp;#039;, Band 1, 1997, S. 648, Rn. 3].&amp;lt;/ref&amp;gt; Danach muss der Begriff der Gesellschaft erfüllt sein, eine [[Betriebszweck|Zwecksetzung]] oder [[Rechtsform]] vorhanden sein, die die Vollkaufmannseigenschaft begründet, und es darf keine Gesellschaft vorliegen, die auch [[Minderkaufmann]] oder [[Nichtkaufmann]] sein könnte.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Jabornegg/Peter Apathy (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Kommentar zum HGB&amp;#039;&amp;#039;, Band 1, 1997, S. 648, Rn. 4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Im engeren Sinne ist die Handelsgesellschaft eine [[Personengesellschaft]] des Handelsrechts (OHG und KG; auch Personenhandelsgesellschaften genannt).&lt;br /&gt;
* Keine Handelsgesellschaften sind die [[stille Gesellschaft]], [[Gesellschaft bürgerlichen Rechts (Deutschland)|Gesellschaft bürgerlichen Rechts]], [[Genossenschaft]]en, [[Sparkasse]]n und der [[Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit]].&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Jabornegg/Peter Apathy (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kommentar zum HGB&amp;#039;&amp;#039;. Band 1, 1997, S 109, Rn. 6&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jüdische Handelsgesellschaften sind seit der Zeit der [[Mischna]] im 1.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert [[nach Christus]] belegt.&amp;lt;ref&amp;gt;Mischna [[Ketubba]] X, S. 4&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach jüdischer [[Legaldefinition]] musste eine Handelsgesellschaft der Förderung oder Erreichung eines Zweckes dienen, unabhängig davon, ob dieser ein dauernder oder vorübergehender ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=oxXtUnjv0Y4C&amp;amp;pg=PA59&amp;amp;dq=mittelalterliche+Handelsgesellschaften&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=mittelalterliche%20Handelsgesellschaften&amp;amp;f=false Barbara Mattes, &amp;#039;&amp;#039;Jüdisches Alltagsleben in einer mittelalterlichen Stadt&amp;#039;&amp;#039;, 2003, S. 59].&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Zweck jüdischer Handelsgesellschaften bestand meist darin, Vermögen für die Gesellschaft zu gewinnen oder zu erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;Erich Esril Hildesheimer: &amp;#039;&amp;#039;Das jüdische Gesellschaftsrecht&amp;#039;&amp;#039;. 1930, S. 3.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im 9.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert gab es eine jüdische Handelsgesellschaft, die regelmäßig auf zwei See- und zwei Landwegen nach Indien und China reiste. Einer der Reisewege führte über [[Chasaren|Chasaria]], einen jüdischen Staat in Südrussland.&amp;lt;ref&amp;gt;Salcia Landmann: &amp;#039;&amp;#039;Die Juden als Rasse&amp;#039;&amp;#039;. 1981, S. 277.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im islamischen Kulturkreis entwickelte sich ab dem 6.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert – also noch in vorislamischer Zeit – die [[Mudaraba]], die immer noch eine wichtige Art des [[Islamisches Finanzwesen|islamischen Finanzwesens]] darstellt. Sie entstand als stille Gesellschaft, bei der ein [[Kapitalgeber]] das [[Kapital]] bereitstellt und der [[Unternehmer]] die [[Arbeitsleistung]] erbringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Mittelalter]] bot die Handelsgesellschaft eine viel genutzte Möglichkeit, [[Arbeitsteilung|Arbeit]] und [[Finanzrisiko]] im Wirtschaftsleben zu verteilen. Handelsgesellschaften organisierten sich ausnahmslos als Personengesellschaften. Im Mittelmeerraum gab es schon im [[Hochmittelalter]] in den Seestädten Handelsgesellschaften, deren Organisation jedoch lokal unterschiedlich war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;H. Kellenbenz 1901&amp;quot;&amp;gt;Hermann Kellenbenz, &amp;#039;&amp;#039;Handelsgesellschaft&amp;#039;&amp;#039;, in: LexMA IV, Sp. 1901.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die überregional wirksamen Formen der [[Kommenda|&amp;#039;&amp;#039;Commenda&amp;#039;&amp;#039;]] (im [[Seehandel]]) und der &amp;#039;&amp;#039;Compagnia&amp;#039;&amp;#039; (im [[Landhandel]]) setzten sich seit dem beginnenden 12.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert durch.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hermann Kellenbenz]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Struktur der Unternehmungen&amp;#039;&amp;#039;. In: Troisième Conférence International d`Histoire Économique, 1965, S. 1–32.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei der &amp;#039;&amp;#039;Commenda&amp;#039;&amp;#039; bestand die Handelsgesellschaft aus zwei Partnern, einem Kapitalgeber und einem Kapitalnehmer, während bei der &amp;#039;&amp;#039;Compagnia&amp;#039;&amp;#039; mehrere Partner zeitlich begrenzt (im Regelfall für eine Zeitspanne von 3–5 Jahren) zusammenfanden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;H. Kellenbenz 1901&amp;quot;/&amp;gt; Außer dem [[Eigenkapital]] der Teilhaber kannten diese Gesellschaften schon die Kapitalbeschaffung in Form von [[Risikokapital]] ({{itS|accommandita}}) und festverzinslichem Kapital ({{itS|depositum}}).&amp;lt;ref name=&amp;quot;H. Kellenbenz 1901&amp;quot;/&amp;gt; Die beschränkte Haftung einer solchen Gesellschaft im Zahlungsausfall ist erstmals 1408 in Florenz belegt.&amp;lt;ref&amp;gt;Federigo Melis: &amp;#039;&amp;#039;Le società commerciali a Firenze dalla seconda metà del XIV al XVIs.&amp;#039;&amp;#039; In: Troisième Conférence International d`Histoire Économique, München 1965, S. 47–62.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die älteste Urkunde über die Gründung einer [[italien]]ischen, seehandelsorientierten [[Kommenda|Commenda]] ({{laS|&amp;#039;&amp;#039;commendare&amp;#039;&amp;#039;, „anvertrauen“}}) stammt aus Venedig vom Mai 1072.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Hattenhauer, &amp;#039;&amp;#039;Europäische Rechtsgeschichte&amp;#039;&amp;#039;, 1999, S. 268 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie galt als Handelsgesellschaft in der Form einer stillen Gesellschaft, bei der jemand den [[Vertrieb]] fremder [[Ware]]n auf See gegen Gewinnanteil übernahm. Im Jahre 1165 folgte in Genua die Seegesellschaft ({{itS|&amp;#039;&amp;#039;societas maris&amp;#039;&amp;#039;}}) mit gegenseitiger [[Kapitaleinlage]]. Im Jahre 1166 unterwarf man sie in Pisa und Florenz einer gesetzlichen Regelung.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Levin Goldschmidt]], &amp;#039;&amp;#039;Universalgeschichte des Handelsrechts&amp;#039;&amp;#039;, 1891, S. 255.&amp;lt;/ref&amp;gt; Danach kam um 1276 die Landhandelsgesellschaft ({{itS|&amp;#039;&amp;#039;societas terrae&amp;#039;&amp;#039;}}) auf, die den [[Binnenhandel]] zwischen Märkten betrieb. Italienische Quellen sprachen jeweils von [[Unternehmen]] ({{itS|&amp;#039;&amp;#039;societas&amp;#039;&amp;#039;}}), wenn das [[Risikobericht|Unternehmensrisiko]], der [[Gewinn]] oder die [[Kosten]] auf gemeinsame Rechnung mehrerer Personen gehen sollten.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Max Weber]]: &amp;#039;&amp;#039;Zur Geschichte der Handelsgesellschaften im Mittelalter&amp;#039;&amp;#039;. 1889, S. 16 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es ist allerdings ungeklärt, ob die &amp;#039;&amp;#039;Commenda&amp;#039;&amp;#039; im [[Römisches Recht|römischen Recht]] Anerkennung fand. Im [[Bankwesen]] von Florenz entwickelte sich die Commenda im 14.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert neben dem {{laS|&amp;#039;&amp;#039;Depositum&amp;#039;&amp;#039;}} zu einer Hauptform der Kapitalanlage.&amp;lt;ref&amp;gt;Levin Goldschmidt: &amp;#039;&amp;#039;Universalgeschichte des Handelsrechts&amp;#039;&amp;#039;. 1891, S. 267.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die begrenzte [[Haftung (Gesellschaftsrecht)|Haftung]] des „Commendators“ als Urform auch der Kommanditgesellschaft fand 1408 in Florenz gesetzlichen Niederschlag.&amp;lt;ref&amp;gt;Charles S. Lobingier: &amp;#039;&amp;#039;The natural History of the private artificial person&amp;#039;&amp;#039;. In: Tulane Law Review, 1939, S. 57.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Handelsorganisation]]en erreichten ab Mitte des 13.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts zunächst in Italien einen Höhepunkt.&amp;lt;ref&amp;gt;Barbara Mattes: &amp;#039;&amp;#039;Jüdisches Alltagsleben in einer mittelalterlichen Stadt&amp;#039;&amp;#039;. 2003, S. 60.&amp;lt;/ref&amp;gt; In Florenz bestand um 1270 ein Doppelunternehmen der Familien Mozzi-Spini, das 1290 in Neapel ein Schiff mit Wein und Früchten für Tunis beladen ließ.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Robert Davidsohn]]: &amp;#039;&amp;#039;Forschungen zur Geschichte von Florenz&amp;#039;&amp;#039;. Band 3, 1896, S. 153.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahre 1310 entstand die bedeutende &amp;#039;&amp;#039;Compagnia&amp;#039;&amp;#039; von Lapo und Dolfo de‘Bardi in Florenz mit 24 Gesellschaftern, der im Oktober 1330 verschiedene Schiffe in Venedig beschlagnahmt wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Meltzing: &amp;#039;&amp;#039;Das Bankhaus der Medici und seine Vorläufer&amp;#039;&amp;#039;. 1906, S. 68&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Peruzzi besaßen bedeutende Handelsprivilegien in Zypern und Armenien. Diese Handelshäuser vereinnahmten [[Kaufpreis]]e aus ihren Warenverkäufen und stellten [[Wechsel (Urkunde)|Wechsel]] aus, so dass die [[Funktionstrennung]] zwischen Handels- und [[Bankgeschäft]] nicht immer deutlich zu erkennen ist. Als im Jahre 1339 der englische König [[Eduard III. (England)|Eduard III.]] die Zahlungen an seine Gläubiger einstellte, hatte dies auch den [[Bankrott]] der Häuser Bardi, Peruzzi und vieler anderer zur Folge.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=zQ2H7hyuJH8C&amp;amp;pg=PA12&amp;amp;dq=Peruzzi+handel&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=Peruzzi%20%20&amp;amp;f=false Antony Mason, &amp;#039;&amp;#039;Die Renaissance&amp;#039;&amp;#039;, 2007, S. 12].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Deutschland]] erlangten durch den Handel viele Handelshäuser bedeutende [[Marktmacht]]. Der Kaufmann [[Hermann Morneweg]] ließ im Lübecker Niederstadtbuch zwischen 1323 und 1335 insgesamt 18&amp;amp;nbsp;Gesellschaftsverträge eintragen.&amp;lt;ref&amp;gt;Barbara Mattes: &amp;#039;&amp;#039;Jüdisches Alltagsleben in einer mittelalterlichen Stadt&amp;#039;&amp;#039;. 2003, S. 66&amp;lt;/ref&amp;gt; Die bedeutendsten Handelsgesellschaften des Mittelalters betrieben die Augsburger Familien [[Welser]] und [[Fugger]]. Das größte Handelsunternehmen Deutschlands gehörte den Welsern unter dem Namen „Große Ravensburger Handelsgesellschaft“ ({{laS|&amp;#039;&amp;#039;Magna Societas&amp;#039;&amp;#039;}}),&amp;lt;ref&amp;gt;Herbert Franke: &amp;#039;&amp;#039;Saeculum Weltgeschichte: Die Entdeckung der Welt durch Europa&amp;#039;&amp;#039;. 1975, S. 11.&amp;lt;/ref&amp;gt; das bereits um 1380 entstand und ab 1408 Handelskontakte zu Spanien pflegte. Es vermarktete Leinentuche und Papier. [[Hans Fugger (Weber)|Hans Fugger]] (seit 1367 in Augsburg, † 1403) gründete ein Handelsunternehmen, das dessen Witwe Elisabeth bis zu ihrem Tod 1436 weiterführte und ein Kupfermonopol aufbaute. Ihre Söhne Andreas († 1457) und [[Jakob Fugger der Ältere]] (aus dem Stamm [[Fugger von der Lilie]]) übernahmen das Unternehmen. Zwischen 1485 und 1560 baute [[Jakob Fugger]] die Gesellschaft zum führenden süddeutschen [[Großunternehmen]] aus.&amp;lt;ref&amp;gt;Mark Häberlein: &amp;#039;&amp;#039;Die Fugger: Geschichte einer Augsburger Familie (1367-1650)&amp;#039;&amp;#039;. 2006, S. 93.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit ihrem Geld sorgten die Fugger und Welser für die Wahl [[Karl V. (HRR)|Karl V.]] am 28.&amp;amp;nbsp;Juni 1519 zum König.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=Za5BeIUnNwoC&amp;amp;pg=PA132&amp;amp;dq=handelsgesellschaften+hanse&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=handelsgesellschaften%20hanse&amp;amp;f=false Brigitte Beier: &amp;#039;&amp;#039;Die Chronik der Deutschen&amp;#039;&amp;#039;. 2007, S. 132].&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Handelsgesellschaften der [[Hanse]] waren häufig [[Familienunternehmen]] mit zwei bis vier Gesellschaftern,&amp;lt;ref&amp;gt;Barbara Mattes: &amp;#039;&amp;#039;Jüdisches Alltagsleben in einer mittelalterlichen Stadt&amp;#039;&amp;#039;. 2003, S. 65.&amp;lt;/ref&amp;gt; die hierüber ihr Sendegeschäft abwickelten. Ihre Gesellschafter waren hansische Kaufleute, während Beteiligungsverbote für außerhansische Gesellschafter („butenhansische Handelsgesellschaften“) für eine Isolierung sorgten. Eine Klage der Hansestädte gegen die Handelsgesellschaften der Fugger und Welser wegen zu hoher Marktmacht und [[Zinswucher]] lehnte Karl V. ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Frankreich]] legalisierte man die Kommanditgesellschaft ({{frS|&amp;#039;&amp;#039;Société en commandité&amp;#039;&amp;#039;}}) im März 1673 durch das französische Handelsrecht ({{frS|&amp;#039;&amp;#039;Ordonnance de Commerce pour la commerce&amp;#039;&amp;#039;}}), im September 1807 auch im Handelsgesetzbuch ({{frS|&amp;#039;&amp;#039;Code de Commerce&amp;#039;&amp;#039;}}). Das [[Allgemeines Landrecht für die Preußischen Staaten|Allgemeine Preußische Landrecht]] vom Juni 1794 enthielt lediglich Regelungen zur OHG und stillen Gesellschaft, erst das [[Allgemeines Deutsches Handelsgesetzbuch|ADHGB]] vom Mai 1861 übernahm auch Vorschriften für die Kommanditgesellschaft, die auch das HGB vom Januar 1900 weitgehend unverändert ließ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Historische Arten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Die Halbgesellschaft&lt;br /&gt;
: Die Halbgesellschaft war die erste richtige Handelsgesellschaft, in der der Kaufmann das Kapital einbrachte und ein bzw. mehrere Mitglieder den Handel betrieben. Die Handeltreibenden erhielten einen Gewinnanteil und mussten demnach auch für Verluste aufkommen.&lt;br /&gt;
; Das unbekannte Kommissionsgeschäft&lt;br /&gt;
: Das unbekannte Geschäft, welches auch als „Kommissionsgeschäft“ bezeichnet wird, kann auch als Halbgesellschaft dargestellt werden, kam jedoch nur selten vor. Es zeichnete sich dadurch aus, dass einer das Kapital zur Verfügung stellte, aber ein anderer dieses verwaltete. Der [[Gewinn]] wurde dabei meistens halbiert, im Gegensatz zur Verlustregelung, welche sich als schwieriger erwies. Oft wurde der Verlust jedoch auch halbiert.&lt;br /&gt;
; Das Sevende-Geschäft&lt;br /&gt;
: Eine Form der Handelsgesellschaften war die „sevende“ (Sendegut), auch Eigengeschäft genannt. Das heißt, ein Kaufmann sendete Ware durch einen sogenannten [[Diener]]. Dieser Diener bekam weder einen Gewinnanteil noch einen Dienstvertrag, sondern einen [[Arbeitsentgelt|festen Lohn]]. Der Kaufmann übernahm somit die volle [[Haftung (Recht)|Haftung]] für seine Ware und seinen Gewinn bzw. Verlust. Das Sendegutgeschäft wird auch als Kommissionsgeschäft bezeichnet, da der Kaufmann die komplette Bezahlung übernahm.&lt;br /&gt;
; Die Wederlegginge-Gesellschaft&lt;br /&gt;
: In dieser Form von Handelsgesellschaft gab es zweiseitige Kapitalanlagen und somit auch zwei Geschäftspartner. Das Geschäft übernahm einer der beiden Partner, der andere Partner widerlegte („wederlegginge“) sein Kapital dem sogenannten „Kapitalführer“. Dadurch entstand ein Gesellschaftskapital. Der Begriff „Widerlegung“ bezeichnet also eigentlich nur den Gründungsprozess, ist in der [[Literatur]] jedoch etabliert, sodass er die Gesellschaft an sich bezeichnete. Zudem ist unklar, ob es eine [[Hierarchie]] zwischen den Gesellschaftern gab. Die Häufigkeit dieser Gesellschaft lässt vermuten, dass dies die zentrale Gesellschaftsform zu dieser Zeit war. Der Gewinn wurde meist halbiert und der Verlust nach Kapitaleinsatz geteilt. Oft erhöhte der Kapitalgeber seinen Gewinn durch [[Investition|Zusatzinvestitionen]] oder ermöglichte damit, dass die Gesellschaft zustande kommen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Forschung und Quellen zur Handelsgesellschaft im Mittelalter ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesellschaftshandel trat in unterschiedlichen Formen auf, deshalb ist in der [[Geschichtswissenschaft]] die Erforschung der Dimension von Handelsgesellschaften ein wichtiges [[Arbeitsgebiet]]. Die Forschung unterscheidet dabei zwei voneinander zu trennende Entwicklungslinien: eine &amp;#039;&amp;#039;mediterrane&amp;#039;&amp;#039; und eine &amp;#039;&amp;#039;nordeuropäische&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;H. Kellenbenz 1901&amp;quot;/&amp;gt; Doch es gibt nur wenige [[Quelle (Geschichtswissenschaft)|Quellen]], die vertiefte Einblicke in (spät-)mittelalterliche Handelsgesellschaften gewähren. Zu den bedeutendsten Quellen im norddeutschen Raum zählen die [[Regest|Hanseregesten]],&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Kellenbenz: &amp;#039;&amp;#039;Handelsgesellschaft&amp;#039;&amp;#039;. In: LexMA IV, Sp. 1901.&amp;lt;/ref&amp;gt; die Rechnungsbücher der Kaufleute [[Hildebrand Veckinchusen|Veckinchusen]]&amp;lt;ref&amp;gt;Michael P. Lesnikow: &amp;#039;&amp;#039;Die Rechnungsbücher des hanssichen Kaufmanns Veckinchusen&amp;#039;&amp;#039;. in: Forschungen zur mittelalterlichen Geschichte 19, 1973&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie das [[Lübecker Niederstadtbuch]] von 1311–1361.&amp;lt;ref&amp;gt;Fritz Rörig: &amp;#039;&amp;#039;Das Lübecker Niederstadtbuch des 14. Jahrhunderts. Seine rechtliche Funktion, sich wandelnde Zielsetzung und wirtschaftsgeschichtliche Bedeutung&amp;#039;&amp;#039;. In: Ehrengabe dem deutschen Juristentage überreicht vom VLGA, Lübeck 1931, S. 35–54; siehe auch Jürgen Reetz, &amp;#039;&amp;#039;Über das Niederstadtbuch&amp;#039;&amp;#039;, in: ZVLGA, 35, 1955, S. 34–56.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arten von heutigen Handelsgesellschaften ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Handelsgesellschaften sind insbesondere&lt;br /&gt;
* Personengesellschaften, wie&lt;br /&gt;
** die Offene Handelsgesellschaft (OHG) und&lt;br /&gt;
** die [[Kommanditgesellschaft (Deutschland)|Kommanditgesellschaft]] (KG),&lt;br /&gt;
* [[Kapitalgesellschaft]]en wie&lt;br /&gt;
** die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) und&lt;br /&gt;
** die Aktiengesellschaft (AG).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Handelsgesellschaft oder [[Handelskompanie]] hießen auch die [[Kompanie (Unternehmen)|Unternehmen]], die den überseeischen Handel mit überseeischen Besitzungen oder Kolonien betrieben. Sie waren teilweise privilegiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Compagnie de la Nouvelle France]] ([[Neufrankreich]], heute Kanada)&lt;br /&gt;
* [[Ostindien-Kompanie]]&lt;br /&gt;
* [[Ostender Kompanie]]&lt;br /&gt;
* [[Emder Ostasiatische Handelskompanie]]&lt;br /&gt;
* [[Hudson’s Bay Company]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4138897-5}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handelsrecht (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesellschaftsrecht (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation (Handel)|!]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Fan-vom-Wiki</name></author>
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