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	<title>Handelsbeziehung - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Meinichselbst: Parameter fix</title>
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		<updated>2025-06-09T08:34:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Parameter fix&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Unter einer &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Handelsbeziehung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch: &amp;#039;&amp;#039;Außenhandelsbeziehung&amp;#039;&amp;#039;; {{enS|&amp;#039;&amp;#039;trade relation&amp;#039;&amp;#039;}}) versteht man im [[Außenhandel]] den [[Handel]] zwischen zwei [[Staat]]en oder die [[Geschäftsbeziehung]] zwischen [[Exporteur]]en und [[Importeur]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Der Außenhandel bildet die Grundlage der internationalen [[Arbeitsteilung]]. Er entsteht dadurch, dass inländische [[Wirtschaftssubjekt]]e – meist langfristig angelegte – Handelsbeziehungen mit Wirtschaftssubjekten des [[Ausland]]s unterhalten. Er wird bestimmt durch die Verschiedenartigkeit der Rahmenbedingungen zwischen nationalem und internationalem [[Geschäft (Wirtschaft)|Geschäft]]. Diese kommen durch unterschiedliche politische, wirtschaftliche, rechtliche und kulturelle Rahmenbedingungen zum Ausdruck.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=Yd2ODgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA1&amp;amp;dq=Au%C3%9Fenhandel+Handelsbeziehung&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwi5g4LFw-jXAhXhD8AKHTWKC54Q6AEINDAC#v=onepage&amp;amp;q=Au%C3%9Fenhandel%20Handelsbeziehung&amp;amp;f=false Clemens Büter, &amp;#039;&amp;#039;Außenhandel: Grundlagen internationaler Handelsbeziehungen&amp;#039;&amp;#039;, 2017, S. 1]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Gesamtheit aller die [[Staatsgrenze]]n überschreitenden Handelsbeziehungen wird [[Welthandel]] genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Handelsbeziehungen sind erforderlich, weil oder wenn die nationalen Märkte bestimmte [[Ware]]n oder [[Dienstleistung]]en nicht, teurer oder qualitativ schlechter bereitstellen, also das heimische [[Angebot (Volkswirtschaftslehre)|Angebot]] zur [[Deckung (Wirtschaft)|Deckung]] der [[Nachfrage (Mikroökonomie)|Nachfrage]] nicht ausreicht. Handelsbeziehungen bestehen zwischen Staaten sowie zwischen Exporteuren und Importeuren auf der Grundlage [[Business-to-Business]], [[Business-to-Consumer]], [[Business-to-Administration]] (bei Handelsbeziehungen zwischen Unternehmen und Staaten) oder [[Administration-To-Administration]] (bei Handelsbeziehungen zwischen Staaten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arten ==&lt;br /&gt;
=== Nach Anzahl der Vertragspartner ===&lt;br /&gt;
Es gibt bilaterale und multilaterale Handelsbeziehungen:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Bilaterale Handelsbeziehungen&amp;#039;&amp;#039; finden zwischen zwei Staaten oder zwei Exporteuren/Importeuren statt. Sie vereinbaren gegenseitige [[Handelsabkommen]] ({{enS|&amp;#039;&amp;#039;trade agreements&amp;#039;&amp;#039;}}; Staaten) und [[Lieferungsbedingungen|Lieferungs-]] und [[Zahlungsbedingungen]] (({{enS|&amp;#039;&amp;#039;terms of delivery and payment&amp;#039;&amp;#039;}}), [[Incoterms]]; Unternehmen).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Multilaterale Handelsbeziehungen&amp;#039;&amp;#039; existieren zwischen mindestens drei Staaten oder Exporteuren/Importeuren auf der Grundlage von Handelsabkommen wie dem [[Handelsvertrag der Völker]], [[Nordamerikanisches Freihandelsabkommen|Nafta]] oder dem [[ASEAN-China-Freihandelsabkommen]].&lt;br /&gt;
Damit beruhen sämtliche Handelsbeziehungen auf vertraglicher Grundlage, wobei meist [[internationales Recht]] gilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach Integrationstiefe ===&lt;br /&gt;
Es gibt eine Vielzahl sehr unterschiedlicher Handelsabkommen, mit sehr unterschiedlichen Integrationsgraden. Diese reichen von relativ lockeren Handelsverträgen und Vereinbarungen bis hin zu sehr weitgehenden Abkommen ([[Europäische Union]]).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Cite book | isbn = 0-226-25995-1 | last = Gonzalez | first = Eddie | title = The Regionalization of the World Economy | chapter = Why do countries seek Regional Trade Agreements | accessdate = 2008-07-21 | year = 1998 | chapter-url = https://books.google.com/books?id=RxvLPTCDqVoC&amp;amp;pg=PA63&amp;amp;dq=Regional+trade+agreement#PPA64,M1 | page = 64 |language=en }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Arten von Verträgen&lt;br /&gt;
#* [[Handelsabkommen]]&lt;br /&gt;
#* [[Investitionsschutzabkommen]]&lt;br /&gt;
#** [[Freihandelsvertrag]] zur Gründung einer Freihandelszone: Abschaffung aller Zölle oder tarifärer Handelshemmnisse auf nahezu alle Güter ermöglichen freien Warenverkehr. Eventuell weitere Abkommen zur Beseitigung von Investitionshindernissen, zum freien Kapitalverkehr oder zum freien Dienstleistungsverkehr.&lt;br /&gt;
#*** [[Binnenmarkt]] (Gemeinsamer Markt): Freihandelsabkommen ermöglicht freien Verkehr aller Produktionsmittel, inklusive freier Personenverkehr und Niederlassungsfreiheit für Unternehmen. Gemeinsame Koordinierung der Wirtschaftspolitik.&lt;br /&gt;
#**** [[Währungsunion]]&lt;br /&gt;
# Kombinationen&lt;br /&gt;
#* [[Zollunion]]&lt;br /&gt;
#** [[Zoll- und Währungsunion]]&lt;br /&gt;
#*** [[Wirtschaftsunion]]&lt;br /&gt;
#**** [[Wirtschafts- und Währungsunion]]&lt;br /&gt;
#***** [[Fiskalunion]] – Gemeinsame Koordination (vollständig oder teilweise) der [[Fiskalpolitik]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Handelsbeziehungen zwischen den EU-Mitgliedstaaten ==&lt;br /&gt;
Im Dezember 1969 beschloss die [[EWG]] die schrittweise Vereinheitlichung der Abkommen über die Handelsbeziehungen zwischen den Mitgliedstaaten und dritten Ländern und über die Aushandlung der gemeinschaftlichen Abkommen.&amp;lt;ref&amp;gt;ABl. Nr. L326 vom 29. Dezember 1961, S. 39&amp;lt;/ref&amp;gt; Danach durften neue Handelsabkommen mit dritten Ländern grundsätzlich nur noch von der Gemeinschaft geschlossen werden. Die heutigen Handelsbeziehungen zwischen den [[EU-Mitgliedstaaten]] und deren Exporteuren/Importeuren unterliegen folgenden Voraussetzungen:&amp;lt;ref&amp;gt;Clemens Büter, &amp;#039;&amp;#039;Außenhandel: Grundlagen internationaler Handelsbeziehungen&amp;#039;&amp;#039;, 2017, S. 31 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Transaktionskosten]]: Durch den [[Euro]] entfallen die [[Spanne (Wirtschaft)|Spannen]] zwischen den [[Geldkurs|Geld-]] und [[Briefkurs]]en einzelner [[Fremdwährung]]en, was für die Exporteure und Importeure geringere Transaktionskosten zur Folge hat.&lt;br /&gt;
* [[Wechselkursrisiko]]: Das [[Kursrisiko]] schwankender [[Devisenkurs]]e entfällt, so dass eine [[Kurssicherung]] (etwa [[Devisentermingeschäft]]e) nicht mehr erforderlich ist.&lt;br /&gt;
* Handelserleichterungen: Die [[Vorkalkulation|Vor-]] und [[Nachkalkulation]] erfordert keine [[Anhang (Jahresabschluss)#Inhalt|Währungsumrechnung]] mehr, es entfallen [[Fremdwährungskonto|Fremdwährungskonten]] und damit auch [[Fremdwährungskredit]]e oder [[Fremdwährungsschuld]]en.&lt;br /&gt;
* [[Markttransparenz]]: Die einheitliche Angabe des Euro in [[Listenpreis|Preislisten]] erhöht die Markttransparenz der [[Marktteilnehmer]] und verringert länderübergreifende [[Preisdifferenzierung]]en sowie [[Überschlagsrechnung]]en.&lt;br /&gt;
Damit gewähren innereuropäische Handelsbeziehungen den Exporteuren und Importeuren deutliche [[Wettbewerbsvorteil]]e, die zwischen der EU und [[Drittstaat]]en nicht vorhanden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Handelsbeziehungen und Außenhandelsinstrumente ==&lt;br /&gt;
Handelsbeziehungen sind Gegenstand staatlicher [[Außenhandelsinstrument]]e. Mit ihrer Hilfe werden Handelsbeziehungen erleichtert durch [[Freihandel]], [[Exportkreditversicherung]] oder [[Außenhandelsfinanzierung]], eingeschränkt durch [[Handelshemmnis]]se oder [[Handelssanktion]]en und verboten durch [[Embargo]]. Der [[EuGH]] hat die der Gemeinschaft ausschließlich gemäß {{Art.|207|AEUV|dejure}} [[Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union|AEUV]] zugewiesene Kompetenz zur Ordnung ihrer äußeren Handelsbeziehungen extensiv interpretiert und in dem so genannten „Naturkautschuk-Gutachten“ diese Zuständigkeit nicht auf den Einsatz der klassischen Außenhandelsinstrumente beschränkt, sondern hierzu auch Maßnahmen im Zuge einer „neuen Weltwirtschaftsordnung“ gerechnet.&amp;lt;ref&amp;gt;EuGH, &amp;#039;&amp;#039;Gutachten vom 4. Oktober 1990&amp;#039;&amp;#039;, Az.: 1-78 (2)&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Konzept der „gelenkten Handelsbeziehungen“ ({{enS|managed trade}}) sind allerdings nicht „freie“, sondern „faire“ Handelsbeziehungen anzustreben. Damit ist jedoch nicht [[fairer Handel]] gemeint, sondern bilateral weitgehend symmetrische Handelsbeziehungen, die für äquivalente ökonomische Effekte sorgen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=b9jnBQAAQBAJ&amp;amp;pg=PA569&amp;amp;dq=Handelsbeziehungen+Handelsabkommen&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjhlLTopevXAhXCBsAKHZfVABgQ6AEISTAG#v=onepage&amp;amp;q=Handelsbeziehungen%20%20&amp;amp;f=false Katja Gelbrich/Stefan Müller, &amp;#039;&amp;#039;Handbuch Internationales Management&amp;#039;&amp;#039;, 2011, S. 928]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Staaten sollten danach ihre Handelsbeziehungen nach „gewünschten Gesichtspunkten“ organisieren und strukturieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Handelsbeziehungen und Außenwirtschaftstheorie ==&lt;br /&gt;
Die Handelsbeziehungen sind [[Erkenntnisobjekt]] der [[Außenwirtschaftstheorie]]. Sie untersucht den Austausch von Waren und Dienstleistungen der [[Realwirtschaft]] und lässt die [[Finanzwirtschaft]] zunächst unberücksichtigt. In einem zweiten Schritt werden der [[Internationaler Zahlungsverkehr|internationale Zahlungsverkehr]] sowie der [[Internationaler Kreditverkehr|internationale Kreditverkehr]] analysiert. Ursache der Aufnahme internationaler Handelsbeziehungen sind nach neueren Erkenntnissen steigende [[Skalenertrag|Skalenerträge]].&amp;lt;ref&amp;gt;Wim Kösters, &amp;#039;&amp;#039;Freihandel versus Industriepolitik&amp;#039;&amp;#039;, in: Wirtschaftsdienst 1992/I, 1992, S. 51&amp;lt;/ref&amp;gt; Im [[Heckscher-Ohlin-Modell]] zur Darstellung der Handelsbeziehungen werden zwei Staaten, zwei [[Gut (Wirtschaftswissenschaft)|Güter]] und zwei [[Produktionsfaktor]]en zu Grunde gelegt. Im Ergebnis führt dies zu der Annahme, dass diejenigen Staaten die Güter exportieren, deren [[Produktion]] durch besonders viele national vorhandene Faktoren erst möglich und nutzbar wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Paul Krugman]]/Maurice Melitz/Marc Obstfeld, &amp;#039;&amp;#039;Internationale Wirtschaft&amp;#039;&amp;#039;, 2015, S. 131 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Heckscher-Ohlin-Modell der Handelsbeziehungen zwischen den Staaten (außer USA) gilt als verifiziert.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Zweifel/Robert H. Heller, &amp;#039;&amp;#039;Internationaler Handel (Theorie und Empirie)&amp;#039;&amp;#039;, 1992, S. 127&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4003832-4}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Außenwirtschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Außenhandelspolitik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Meinichselbst</name></author>
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