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	<title>Handels-U-Boot - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-27T22:04:48Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Handels-U-Boot&amp;diff=72560&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Ossobe: /* Nachkriegspläne und heutige Verwendung */</title>
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		<updated>2025-11-08T18:46:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Nachkriegspläne und heutige Verwendung&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Americana 1920 Deutschland.jpg|mini|Die [[Deutschland (U-Boot)|Deutschland]] als Handels-U-Boot]]Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Handels-U-Boote&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; werden nicht-militärische [[U-Boot]]e bezeichnet, mit deren Hilfe Güter oder Rohstoffe trotz einer Seeblockade transportiert werden können. Gegenüber konventionellen [[Handelsschiff]]en zeichnen sich Handels-U-Boote dadurch aus, dass sie durch [[Tauchfahrt]] ein unbemerktes Durchbrechen einer Seeblockade ermöglichen. Da Handels-U-Boote unbewaffnete U-Boote sind, sind sie zivile Fahrzeuge mit einer zivilen [[Schiffsbesatzung|Mannschaft]] und genießen damit den vollen völkerrechtlichen Schutz als Handelsschiff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erster Weltkrieg ==&lt;br /&gt;
Handels-U-Boote wurden konstruiert, da das [[Deutsches Kaiserreich|Deutsche Reich]] im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] aufgrund der englischen Seeblockade vom Überseehandel weitgehend abgeschnitten war. Vordringliches Ziel war es, strategisch wichtige Rohstoffe, die für die Weiterführung des Kriegs notwendig waren, sicher ins Land zu befördern. Die Bezahlung der benötigten Rohstoffe basierte indirekt auf dem Prinzip [[Tauschhandel]], da eine Gegenleistung in Reichsmark für die amerikanischen Handelspartner unvorteilhaft gewesen wäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 8. November 1915 gründeten der Bremer Großkaufmann [[Alfred Lohmann]], die [[Reederei]] [[Norddeutscher Lloyd]] und die [[Deutsche Bank]] die neue [[Deutsche Ozean-Reederei]] (DOR). Bei der Gründung gaben sie ein frachttragendes U-Boot, die [[Deutschland (U-Boot)|Deutschland]], in Auftrag. &amp;#039;&amp;#039;U-Deutschland&amp;#039;&amp;#039; wurde am 28.&amp;amp;nbsp;März 1916 in das Schiffsregister eingetragen. Im [[Schiffsmessbrief]] waren 791&amp;amp;nbsp;[[Bruttoregistertonne|BRT]] bzw. 414&amp;amp;nbsp;[[Schiffsmaße#Raumgehalt, Tonnage|NRT]] eingetragen. Mit der [[Bremen (U-Boot)|Bremen]] wurde 1916 noch ein zweites Boot als Schwesterschiff der Deutschland fertiggestellt, das jedoch bei seiner ersten Reise verschollen blieb. Es wurden noch sechs weitere Handels-U-Boote in Auftrag gegeben, die jedoch noch vor ihrem ersten Einsatz als Handels-U-Boote auf Grund der verstärkten Seeblockade der [[Royal Navy]] sowie des Kriegseintritts der USA 1917 zu Artillerie-U-Booten, sogenannten [[U-Kreuzer]]n, umgebaut wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pläne zur Versorgung der Kolonie [[Deutsch-Ostafrika]] und Durchbrechung der [[Seeblockade#Britische Seeblockade vor Ostafrika|dortigen Seeblockade]] mit Hilfe von U-Booten kamen 1916 im [[Reichskolonialamt]] auf. Sie wurden jedoch von der [[Kaiserliche Marine|Kaiserlichen Marine]] wegen des eigenen U-Boot-Bedarfs infolge des unbeschränkten [[U-Boot-Krieg]]s und der absehbaren technischen Hürden nicht aufgegriffen. Weitere Hindernisse waren die unübersichtliche Lage auf dem [[Erster Weltkrieg in Ostafrika|ostafrikanischen Kriegsschauplatz]] sowie der Rückzug der [[Schutztruppe für Deutsch-Ostafrika|deutschen Schutztruppe]] von den Küstenplätzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhard K. Lochner: &amp;#039;&amp;#039;Kampf im Rufiji-Delta – Das Ende des kleinen Kreuzers »Königsberg«. Die deutsche Marine und Schutztruppe im Ersten Weltkrieg in Ostafrika&amp;#039;&amp;#039;. Wilhelm Heyne Verlag, München 1987, ISBN 3-453-02420-6.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zweiter Weltkrieg ==&lt;br /&gt;
Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] gab es Projekte, erneut Handels-U-Boote zu bauen und einzusetzen. Es blieb allerdings bei den sogenannten &amp;#039;&amp;#039;[[U-Boot-Klasse XIV|Milchkühen]]&amp;#039;&amp;#039;, die zur Versorgung der Hochsee-U-Boote eingesetzt wurden. Weiter wurden reguläre Kampf-U-Boote mehrfach mit Transportaufgaben betraut. Die für diesen Zweck ausgesuchten &amp;#039;&amp;#039;XB-Minenlegerboote&amp;#039;&amp;#039; brachten unter anderem technische Pläne und Materialien von Deutschland nach Japan. Zur Fracht gehörte [[Quecksilber]], [[Uran]]oxid, [[A4 (Rakete)|V2]]-Raketenmotoren sowie Unterlagen zu den [[Messerschmitt Me 262|Me-262]]- und [[Messerschmitt Me 163|Me-163]]-Jägern bzw. diversen [[Strahltriebwerk|Jetantrieben]]. Im Gegenzug wurden Rohstoffe wie [[Zinn]] und [[Gummi]] transportiert. Von den eingesetzten acht Booten überstanden lediglich &amp;#039;&amp;#039;[[U 219]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[U 234]]&amp;#039;&amp;#039; ihren Einsatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachkriegspläne und heutige Verwendung ==&lt;br /&gt;
Im Rahmen der Erschließung der [[Erdöl]]vorkommen in [[Alaska]] und [[Russland]] gab es ebenfalls Projekte für Transport-U-Boote. Für den Transport des Öls unter dem [[Arktis|arktischen Eis]] wären gigantische tauchfähige Öltanker mit [[Atomantrieb]] vorgesehen gewesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab und zu erscheinen Zeitungsmeldungen zu [[Drogen-U-Boot|Schmuggler-U-Booten]], die vom [[Zoll (Behörde)|Zoll]] abgefangen wurden, weil sie für Drogenschmuggel benutzt worden sein sollen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel|ID=57570304|Titel=Schnelle Ganoven|Kommentar=über kolumbianische Schmuggel-Tauchboote|Jahr=2008|Nr=26}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es wurden hierbei zunächst meistens [[Kleinst-U-Boot|Mini-U-Boote]] eingesetzt, die einige hundert Kilogramm [[Rauschgift]] transportieren können, aktuelle Boote haben jedoch eine Transportkapazität im Tonnenbereich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://derstandard.at/1310511219556/Unterwasser-Drogenrouten-U-Boot-der-Drogenmafia-in-Honduras-abgefangen |werk=Standard |titel=U-Boot der Drogenmafia in Honduras abgefangen |datum=2011-07-14 |zugriff=2012-08-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das wohl größte Schmuggler-U-Boot wurde vor seiner Fertigstellung in einer Untergrundwerft in [[Kolumbien]] entdeckt und hatte eine Transportkapazität von 200&amp;amp;nbsp;Tonnen. Die meisten dieser U-Boote werden nach russischen Vorbildern gebaut.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.bmi.gv.at/cms/BMI_OeffentlicheSicherheit/2001/09_10/Artikel_01.aspx |titel=Drogenschmuggel. Tarnen und Täuschen |autor= |hrsg=Bundesministerium für Inneres |werk=Öffentliche Sicherheit |datum=2010-09 |zugriff=2012-08-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Wesentlich ist aber, dass diese Schmuggel-U-Boote bisher nicht vollständig tauchen können und deshalb auch als [[Halbtaucher|Halbtauchboote]] bezeichnet werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,561866,00.html |titel=U-Boote aus dem Drogendschungel |werk=[[Spiegel Online]] |datum=2008-06-25 |zugriff=2012-08-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies bedeutet, dass sich das Boot unter der Wasseroberfläche bewegt, aber sich zumindest ein Turmaufbau oder auch noch ein größerer Teil der Oberseite des Schiffes oberhalb des Wassers befindet und somit die Steuerung vereinfacht wird und der Antrieb über normale Dieselmotoren erfolgen kann, da die Luftzufuhr sichergestellt ist. Es ist üblich, dass diese Boote nur zum einmaligen Transport eingesetzt werden und am Ankunftsort versenkt werden. Mittlerweile wird geschätzt, dass bereits ein Drittel der Drogen, die auf dem Seeweg in die USA geschafft werden sollen, per U-Boot transportiert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://nachrichten.t-online.de/drogenschmuggel-u-boot-im-pazifik-mit-zehn-tonnen-kokain-aufgebracht/id_20323332/index |titel=U-Boot mit zehn Tonnen Kokain aufgebracht |hrsg=Nachrichten T-Online |datum=2009-10-23 |zugriff=2012-08-20 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20110326222740/http://nachrichten.t-online.de/drogenschmuggel-u-boot-im-pazifik-mit-zehn-tonnen-kokain-aufgebracht/id_20323332/index |archiv-datum=2011-03-26 |offline=ja }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekannte Handels-U-Boote ==&lt;br /&gt;
Weltweit wurden bislang nur zwei größere Handels-U-Boote konstruiert und eingesetzt. Dies waren die deutschen Handels-U-Boote &amp;#039;&amp;#039;[[Deutschland (U-Boot)|Deutschland]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Bremen (U-Boot)|Bremen]]&amp;#039;&amp;#039;, die zur Zeit des Ersten Weltkriegs in Dienst gestellt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== U-Boot &amp;#039;&amp;#039;Deutschland&amp;#039;&amp;#039; ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Deutschland (U-Boot)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die U-Deutschland war das einzige Handels-U-Boot, das zwei Handelsfahrten zwischen den USA und Deutschland vollenden konnte. Es wurde nach Kriegseintritt der USA zum U-Kreuzer umgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== U-Boot &amp;#039;&amp;#039;Bremen&amp;#039;&amp;#039; ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Bremen (U-Boot)}}&lt;br /&gt;
Das Schwesterschiff der &amp;#039;&amp;#039;Deutschland&amp;#039;&amp;#039;, die &amp;#039;&amp;#039;Bremen&amp;#039;&amp;#039;, ging auf der Jungfernreise verloren. Ihr Schicksal wurde bis heute nicht aufgeklärt. Nach der Fertigstellung wurde sie am 8.&amp;amp;nbsp;Juli 1916 der DOR übergeben und in das [[Schiffsregister]] von [[Bremen]] eingetragen. [[Kapitän]] war Karl Schwartzkopf. Er war Reserveoffizier der [[Kaiserliche Marine|Marine]], auf U-Booten ausgebildet und vor Übernahme der &amp;#039;&amp;#039;Bremen&amp;#039;&amp;#039; aus dem aktiven Dienst entlassen worden. Am 21.&amp;amp;nbsp;August 1916 verließ die &amp;#039;&amp;#039;Bremen&amp;#039;&amp;#039; den [[Kiel|Kieler Hafen]] und machte kurz im [[Helgoland|Helgoländer]] Hafen Station, um dann die Überfahrt anzutreten. Auf dieser Reise blieb sie verschollen. Auch nach Beendigung der Feindseligkeiten wurde das Schicksal dieses Bootes nicht geklärt; allerdings meldete der britische Hilfskreuzer &amp;#039;&amp;#039;[[Mantua (1908)|Mantua]]&amp;#039;&amp;#039; eine Kollision mit einem U-Boot-ähnlichen Objekt südlich von [[Island]]. Eine andere Theorie, die unter anderem der Marinehistoriker [[Anthony Preston]] vertritt, geht von einem [[Seemine|Minentreffer]] aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste deutscher U-Boot-Klassen]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der U-Boot-Klassen nach Staaten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Paul König (Kapitän)|Paul König]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Fahrt der Deutschland&amp;#039;&amp;#039;. Ullstein, Berlin 1916, Nachdruck: Salzwasser, Paderborn 2012, ISBN 978-3-86382-616-1.&lt;br /&gt;
* [[Eberhard Rössler]]: &amp;#039;&amp;#039;Die deutschen U-Kreuzer und Transport-U-Boote&amp;#039;&amp;#039;. Bernard &amp;amp; Graefe, Bonn 2003, ISBN 3-7637-6246-9.&lt;br /&gt;
* [[Jan Heitmann (Journalist)|Jan Heitmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Unter Wasser in die neue Welt. Handelsunterseeboote und kaiserliche Unterseekreuzer im Spannungsfeld von Politik und Kriegführung&amp;#039;&amp;#039;. Spitz, Berlin 1999, ISBN 3-87061-788-8 (Dissertation, Universität Hamburg, 1996, 365 Seiten).&lt;br /&gt;
* Claus Geißler: &amp;#039;&amp;#039;Deckname U 200&amp;amp;nbsp;– Die Tauchbootpost-Story 1916/1917&amp;#039;&amp;#039;. Potsdamer Philatelistisches Büro, Berlin 2005, {{DNB|956613853}}.g&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Merchant submarines|Handels-U-Boot}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|FID=sh/126128,145620}}&lt;br /&gt;
* Internetseite über die deutschen Handels-U-Boote [http://www.handels-u-boote.de]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:U-Boot-Typ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frachtschiffstyp (Seeschifffahrt)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ossobe</name></author>
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