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	<title>Handel (Finanzwirtschaft) - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;TaxonBot: Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Handel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet man in [[Finanzinstitution]]en und [[Großunternehmen]] des [[Nichtbank]]sektors die [[Funktion (Organisation)|Funktionen]] und die [[Organisationseinheit]]en, die mit dem [[Handel]] oder Geschäftsabschluss von [[Devisengeschäft|Devisen-]], [[Geldmarkt]]-, [[Kapitalmarkt]]-, [[Kreditgeschäft]]en und [[Derivat (Wirtschaft)|Derivaten]] betraut sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Die Trennung zwischen Handel ({{enS|Frontoffice}}) und [[Abwicklung (Finanzmanagement)|Abwicklung]] ({{enS|[[Backoffice]]}}) ist im [[Bankwesen]] eine [[bankenaufsicht]]srechtlich geforderte [[Funktionstrennung]], die [[Interessenkonflikt]]e vermeiden soll.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=QUEZrrTqsdcC&amp;amp;pg=PA266&amp;amp;dq=funktionstrennung+handel+abwicklung&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwiytp6X9fvnAhXSyKQKHdO9CCEQ6AEIUTAF#v=onepage&amp;amp;q=funktionstrennung%20handel%20abwicklung&amp;amp;f=false Rolf Hofmann/Ingo Hofmann, &amp;#039;&amp;#039;Prüfungs-Handbuch&amp;#039;&amp;#039;, 2005, S. 262]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Aufgabe (Pflicht)|Aufgabe]] der Handelsbereiche in [[Kreditinstitut]]en besteht darin, einerseits die von Bankkunden erworbenen [[Finanzprodukt]]e im [[Interbankenhandel]] oder an [[Börse]]n weiter zu veräußern oder aus dem Interbankenhandel oder von Börsen stammende Finanzprodukte an Kunden zu veräußern (&amp;#039;&amp;#039;Kundengeschäft&amp;#039;&amp;#039;) und andererseits [[Eigenhandel]] zu betreiben. Die Abwicklung dieser Geschäfte insbesondere durch [[Buchung (Buchführung)|Verbuchung]] erfolgt im Backoffice, die [[Kontrolle]] und [[Überwachung]] dieser Geschäfte im [[Risikocontrolling]] und/oder [[Risikomanagement]] ({{enS|Middle office}}).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die mit Handel befassten Abteilungen wird gelegentlich auch der Begriff [[Treasury]] verwendet, wobei dieser Begriff von Unternehmen zu Unternehmen je nach der [[Ablauforganisation]] eine andere Bedeutung haben kann. Der Begriff Frontoffice, der sich mittlerweile auch in der deutschsprachigen [[Fachliteratur]] eingebürgert hat, ist daher präziser und bezieht sich eindeutig auf die Abteilung, die Finanztransaktionen abschließt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arten ==&lt;br /&gt;
Der klassische institutionalisierte Handel findet über [[Börse]]n ([[Wertpapierbörse]]n, [[Warenbörse]]n, [[Energiebörse]]n) statt, und zwar in Form des [[Parketthandel]]s. Dieser wird sukzessive abgelöst durch den [[Computerhandel]] über [[Computerbörse]]n. Außerhalb der Börse stehen sich [[Marktteilnehmer]] beim [[außerbörslicher Handel|außerbörslichen Handel]] gegenüber, der ausschließlich als Computerhandel stattfindet. Der wesentliche Unterschied zwischen dem computerunterstützten Parketthandel und dem rein elektronischen Handel ist die [[Automatisierung]] der Zusammenführung von [[Wertpapierorder|Kauf- und Verkaufsorders]] ({{enS|matching}}) und der [[Kursfeststellung]] ({{enS|quotation}}).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=GhmaBwAAQBAJ&amp;amp;pg=PA172&amp;amp;dq=parketthandel+computerhandel&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwj1i4-U1vj2AhWaDkQIHcscCAgQ6AF6BAgFEAE#v=onepage&amp;amp;q=parketthandel%20computerhandel&amp;amp;f=false Christof Weinhardt/Hermann Meyer zu Selhausen/Martin Morlock (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Informationssysteme in der Finanzwirtschaft&amp;#039;&amp;#039;, 1998, S. 172]&amp;lt;/ref&amp;gt; Beim [[Interbankenhandel]] findet der Handel ausschließlich zwischen [[Kreditinstitut]]en statt; hierzu gehört der [[Kredithandel]], an welchem sich auch andere Finanzinstitutionen beteiligen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtsfragen ==&lt;br /&gt;
Die Funktionstrennung ist in den [[Mindestanforderungen an das Risikomanagement (BA)|Mindestanforderungen an das Risikomanagement]] (MaRisk) der [[Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht]] (BaFin) vorgeschrieben;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Toter Link |datum=2025-06 |url=https://www.bafin.de/SharedDocs/Veroeffentlichungen/DE/Rundschreiben/2017/rs_1709_marisk_ba.html?nn=9450904 |text=Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht vom 27. Oktober 2017, &amp;#039;&amp;#039;Rundschreiben 09/2017 (BA) - Mindestanforderungen an das Risikomanagement – MaRisk&amp;#039;&amp;#039; |archivebot=2025-06-15 07:29:35 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt; für [[Nichtbank]]en gilt sie als [[Best Practice]]. Gemäß BTO 2.1 (MaRisk) ist maßgeblicher Grundsatz für die Ausgestaltung der Prozesse im Handelsgeschäft die klare aufbauorganisatorische Trennung des Bereichs Handel von den Funktionen des Risikocontrollings sowie der Abwicklung und Kontrolle bis einschließlich hin zur Ebene der [[Geschäftsführung (Deutschland)|Geschäftsleitung]]. Der Handel schließt die [[Geschäft (Wirtschaft)|Geschäfte]], die Abwicklung erteilt die [[Kaufmännisches Bestätigungsschreiben|Geschäftsbestätigungen]] und [[Abrechnung]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tätigkeitsgebiet ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bereiche des Finanzrisikomanagements.png|rechts|360px]]&lt;br /&gt;
Sowohl bei Finanzinstitutionen als auch bei Unternehmen ist es Aufgabe des Frontoffice, die [[Liquidität]] zu optimieren und Risiken zu minimieren. Bei Finanzinstitutionen, in denen der Umgang mit Finanzprodukten zum [[Kerngeschäft]] des Unternehmens gehören, ist die Erwirtschaftung von Erträgen eine zusätzliche Aufgabe. Hier gibt es daher in der Regel nicht ein Frontoffice, sondern spezifische Handelsabteilungen, deren Aktivitäten durch Risikolimite wie [[Value at Risk|Value-at-Risk]]-Limite begrenzt sind. Im Gegensatz zur allgemeinen Vorstellung sind auch hier spekulative Geschäfte im Rahmen des Eigenhandels nur in einem sehr geringen Maße zulässig und werden ständig beobachtet und limitiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Unternehmen sind [[Spekulation (Wirtschaft)|spekulative]] Tätigkeiten in der Regel nicht zugelassen. Unternehmensinterne Richtlinien lassen in der Regel nur die Abschlüsse derivativer [[Transaktion (Wirtschaft)|Transaktionen]] dann zu, wenn ein entsprechendes Grundgeschäft oder [[Exposure (Finanzwirtschaft)|Exposure]] vorhanden ist und die Transaktion das [[Finanzrisiko]] des Unternehmens reduziert und nicht erhöht. Je nach Risikostruktur eines Unternehmens kann daher die [[Hedging|Absicherung]] finanzieller Risiken aus Preisschwankungen bei [[Devisen]], [[Zins]]en, [[Rohstoff]]en oder [[Commodities]] gehören. Abhängig von der Art der unternehmerischen Aktivität werden auch [[Wetterderivat]]e genutzt, wenn die Unternehmensergebnisse stark wetterabhängig sind ([[Saisonbetrieb]]e).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geschäfte, die durch ein Frontoffice abgeschlossen werden, werden bis heute in einem sehr großen Maße telefonisch abgeschlossen. So legt ein Geldhändler eines Unternehmens, der zum Frontoffice gehört, beispielsweise die überschüssige [[Liquidität]], die der Disponent des [[Cash Management]]s festgestellt hat, taggleich als sogenanntes [[EONIA|Overnight-Money]] an, in dem er von den Geldhändlern unterschiedlicher Banken Vergleichsquotierungen einholt. Das Geschäft tätigt er bei der Bank, bei der er den höchsten Zinssatz erhält. Seit dem Jahr 2000 haben sich zunehmend Handelsplattformen etabliert, die die Möglichkeiten des [[Internet]]s nutzen. Das Geldanlagegeschäft, das hier zu tätigen ist, wird dann quasi versteigert. Das Geschäft wird mit der Bank getätigt, die den höchsten Overnight-Satz anbietet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ablauforganisatorische Einordnung ==&lt;br /&gt;
Ergänzt wird das Frontoffice im Rahmen der [[Funktionstrennung]] durch die Abwicklung, die alle Aktivitäten rund um die Bestätigung und den [[Zahlungsverkehr]] leistet. [[Wirtschaftsprüfer]] achten generell darauf, dass Unternehmen eine strikte Trennung zwischen diesen beiden Abteilungen gewährleisten, um damit kriminelle Handlungen zu vermeiden. Untersuchungen von zum Teil spektakulären Betrugsfällen im Bereich des Finanzmanagements wie etwa dem Fall der [[Barings Bank]], die einzelne [[Arbeitnehmer]] begehen konnten, zeigen, dass diese Handlungen durch eine mangelhafte Trennung zwischen diesen beiden Bereichen begünstigt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In großen Unternehmen, in denen die Nutzung von derivativen [[Finanzinstrument]]en zur unternehmerischen [[Risikobewältigung]] ([[Hedging]]) gehört, ist in der Regel auch ein [[Finanzrisikocontrolling]] etabliert. Bei einer guten Ablauforganisation laufen die Berichtsstränge von Frontoffice und Finanzrisikocontrolling erst auf Ebene des Finanzvorstands oder dem für das [[Finanzmanagement]] verantwortliche Geschäftsführer oder Geschäftsführerin zusammen. Bei deutschen Kreditinstituten fordert die [[Bankenaufsicht]] in den Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk), dass im Regelfall verschiedene Geschäftsleiter für den Handel einerseits und für die Abwicklung und das Risikocontrolling andererseits verantwortlich sind. Diese organisatorische Trennung gilt auch gemäß MaRisk BTO 1.1 für Front- und Backoffice.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4189707-9}}&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bankwesen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handelszweig|Finanzwirtschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzierung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Planung und Organisation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Risikomanagement]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TaxonBot</name></author>
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