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	<title>Hanbaliten - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hanbaliten&amp;diff=45779&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Str1977: Links bereits enthalten - Zahiriten laut eigenem Artikel noch existent</title>
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		<updated>2025-05-29T17:47:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Links bereits enthalten - Zahiriten laut eigenem Artikel noch existent&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Madhhab Map3.png|mini|350px|{{Farblegende|#00792e|Regionen, in denen Hanbaliten die Mehrheit stellen}}]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hanbaliten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, {{arS|الحنبلية|w=al-hanbaliya|d=al-ḥanbalīya}}, sind eine der vier traditionellen Lehrrichtungen (&amp;#039;&amp;#039;[[Madhhab|Madhahib]]&amp;#039;&amp;#039;) des [[Sunniten|sunnitischen]] [[Islam]]s. Im Theologiebereich sind sie im Regelfall Befolger der [[Athari]]-Schule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hanbaliten heute ==&lt;br /&gt;
Die Hanbaliten sind die kleinste Rechtsschule des sunnitischen Islam, der etwa fünf Prozent der Sunniten anhängen. In [[Saudi-Arabien]] ist es die staatlich befolgte Rechtsschule. Obwohl es in den Rechtsquellen nicht immer explizit erwähnt wird, ist der Hanbalismus im [[Rechtssystem Saudi-Arabiens]] stark vertreten. Die Hanbaliten üben aufgrund des Einflusses in Saudi-Arabien, in dem die heiligen Stätten [[Mekka]] und [[Medina]] liegen, die jedes Jahr Ziel des [[Haddsch]] sind, einen starken Einfluss auf die gesamte sunnitische Gemeinschaft aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So befolgen die [[Salafismus|salafitischen]] Strömungen, die explizit keiner Rechtsschule anhängen, in den meisten Fällen die Ansichten, die mit der hanbalitischen Meinung übereinstimmen.&amp;lt;ref&amp;gt;Christopher Melchert, The Formation of the Sunni Schools of Law: 9th-10th Centuries C.E., pg. 182. Leiden: Brill Publishers, 1997.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Rechtsschule geht auf [[Ahmad ibn Hanbal]] (780–855) zurück, der unter anderem Schüler [[Asch-Schāfiʿī|Muhammad ibn Idris asch-Schafiʿis]] (767–820) und des [[Hanafiten]] [[Abu Yusuf]] war, wurde jedoch erst von seinen Schülern institutionalisiert. Ibn Hanbal billigte neben dem [[Koran]] und der [[Sunna]] vor allem dem Konsens ([[Idschmāʿ]]) der islamischen Gemeinde, der [[Umma]], eine wichtige Stellung zu. Die Hanbaliten gingen besonders stark auf die Grundlage des [[Hadith]] ein, so wurde die Position der [[Ashāb al-hadīth]] behalten. Ahmad ibn Hanbal stellte mehrere Hadith-Werke zusammen. Darunter das &amp;#039;&amp;#039;al-Musnad&amp;#039;&amp;#039;, eine monumentale Sammlung von mehr als 29 Tausend Hadithen. [[ʿAbd al-Ghanī al-Maqdisī|Maqdisi]] erweiterte die Grundlagen der Hadith-Kritik, deren literarisch dokumentierte Anfänge schon im 8. Jahrhundert nachweisbar sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Ignaz Goldziher (1890), S. 141ff; 272ff; &amp;#039;&amp;#039;The Encyclopaedia of Islam.&amp;#039;&amp;#039; New Edition. Brill. Leiden. Bd. 2. S. 462&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein bekanntestes Werk auf diesem Gebiet ist seine umfassende Biographie derjenigen Überlieferer, die in den sechs kanonischen Hadith-Sammlungen in den [[Isnad]]en genannt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtige Hanbaliten des islamischen Mittelalters waren [[Ibn ʿAqīl]] (gest. 1119), [[Ibn al-Dschauzī]] (gest. 1201), [[ʿAbd al-Ghanī al-Maqdisī]] (gest. 1203), [[Ibn Qudama]] (gest. 1223), Nadschm ad-Dīn [[at-Tūfī]] (gest. 1316), [[Ibn Taimiyya]] (gest. 1328), [[Ibn Qaiyim al-Dschauzīya]] (gest. 1350) und [[Ibn Radschab]] (gest. 1393). Auch [[Muhammad ibn Abd al-Wahhab]], Gründer der [[Wahhabiten|wahhabitischen]] Lehre, war Hanbalit. Mit der Durchsetzung seiner Lehre im saudischen Staat wurde dort auch die hanbalitische Rechtsschule zur Grundlage des Rechtssystems. Nach der saudischen Eroberung des Hidschaz in den 1920er Jahren wurde der Hanbalismus zwangsweise auch im [[Hedschas]], ein Gebiet im Westen Saudi-Arabiens, eingeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtsfindung ==&lt;br /&gt;
Bei den definierten Quellen des [[fiqh]] spielen der Analogieschluss ([[qiyās]]) und die eigenständige Lehrmeinung ([[raʾy]]) gemäß der hanbalitischen Tradition fast keine Rolle. Auch der [[Taqlid]] wird allgemeinhin mit Skepsis betrachtet. Eine Fortführung des [[Idschtihād]] wird in der hanbalitischen Tradition angestrebt. Dies hängt in erster Linie mit der streng theologisch-dogmatischen Geisteshaltung zusammen. Es herrscht das Bestreben, alle Gesetze aus dem Koran, der Sunna und dem Konsens (&amp;#039;&amp;#039;idschmāʿ&amp;#039;&amp;#039;) der ersten Generationen (&amp;#039;&amp;#039;salaf as salih&amp;#039;&amp;#039;) abzuleiten.&amp;lt;ref&amp;gt;Otto, Jan Michiel (2010). Sharia Incorporated: A Comparative Overview of the Legal Systems of Twelve Muslim Countries in Past and Present. pp. 161–162. ISBN 978-90-8728-057-4.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Hanbalismus ist besonders in [[dogma]]tischen und in Fragen des Kultus sehr konservativ und strikt. Die Rechtsschule der [[Zahiriten]] ist im Laufe der Zeit immer mehr im Hanbalismus aufgegangen, wodurch von manchen Seiten auch [[Ibn Hazm]] als Befolger der Hanbaliten oder zumindest Ahmad ibn Hanbals angesehen wird. Die rechtmäßige Anerkennung als einer der vier sunnitischen Rechtsschulen ging dabei allmählich von den Zahiriten auf die Hanbaliten über.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Tore Kjeilen |url=http://lexicorient.com/e.o/zahiriya.htm |titel= Zahiriya |werk=lexicorient.com |sprache=en |archiv-url=https://web.archive.org/web/20101216125716/http://lexicorient.com/e.o/zahiriya.htm |archiv-datum=2010-12-16 |abruf=2023-01-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Theologische Positionen ==&lt;br /&gt;
Die Hanbaliten stehen dem theologischen Streitgespräch ([[Kalām]]) traditionell skeptisch gegenüber. Sie gehörten zu den ersten Gegnern der [[Muʿtazila]], einer theologischen Strömung, die in der Zeit zwischen dem 9. und 11. Jahrhundert ihre Blütezeit erlebte und viel Wert auf den Kalām legte, weil sie von der [[Griechische Philosophie|griechischen Philosophie]] beeinflusst war. Gegen Ahmad ibn Hanbal, der seinerzeit zu den bekanntesten Kritikern des Kalām zählte, wurde eine Inquisition (arabisch [[Mihna]]) eingeführt. Als Prüfstein wurde die von dem Muʿtazila-Theologen [[Abū l-Hudhail]] gelehrte [[Erschaffenheit des Korans]] verwendet. Von den Traditionsgelehrten wurde diese Erschaffenheit jedoch bestritten, da sie glaubten, der Koran sei die unerschaffene Rede Gottes. Diejenigen, die der Lehre Abū l-Hudhails nicht zustimmten, wurden mit Folter und Haftstrafen bestraft, darunter auch Ahmad ibn Hanbal. In seiner Abhandlung „Mihnat al-Imam Ahmad ibn Hanbal asch-Schaibani“ ({{arF|محنة الامام أحمد بن حنبل الشيباني |d=Miḥnat al-imām Aḥmad b. Ḥanbal aš-Šaibānī |b= Die Inquisition gegen Ahmad ibn Hanbal}}) fasste Maqdisī die Vernehmung und Bestrafung zusammen, die Ahmad ibn Hanbal zur Zeit der Muʿtazila über die Frage erlitten hatte, ob der Koran erschaffen sei (chalq al-Qurʾān) und ob der Mensch Gott am Tage der Auferstehung erblicken könne.&amp;lt;ref&amp;gt;Carl Brockelmann (1943), S. 438&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Gegensatz zu den Muʿtaziliten sahen die Hanbaliten die Aussagen in Koran und Hadithen sowie die Überlieferungen über die „Altvorderen“ (&amp;#039;&amp;#039;ahl as-salaf&amp;#039;&amp;#039;) als maßgeblich an. Alle darüber hinausgehenden theologischen Aussagen lehnten sie als unzulässige Neuerung ([[Bidʿa]]) ab.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. W. Montgomery Watt, Michael Marmura: &amp;#039;&amp;#039;Der Islam II. Politische Entwicklungen und theologische Konzepte.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart 1985 (= &amp;#039;&amp;#039;[[Die Religionen der Menschheit]]&amp;#039;&amp;#039;. Bd. 25). S. 290–294.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb der hanbalitischen Schule gab es im Mittelalter eine starke [[Sufismus|sufische]] Strömung.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. dazu Makdisi.&amp;lt;/ref&amp;gt; Berühmte Sufis der hanbalitischen Schule waren [[ʿAbdallāh al-Ansārī|ʿAbd Allāh al-Ansārī]] und [[ʿAbd al-Qādir al-Dschīlānī]]. Ibn al-Dschauzī verfasste mit seinem Werk &amp;#039;&amp;#039;Ṣifat aṣ-ṣafwa&amp;#039;&amp;#039; („Die Eigenschaft der Auslese“) eine Geschichte der Sufik, in der er zu zeigen versuchte, dass die wahren Sufis diejenigen waren, die der Lehre der großen [[Sahāba|Prophetengefährten]] folgten. Und Ibn Taimīya verfasste einen Kommentar zu einem sufischen Werk von ʿAbd al-Qādir al-Dschīlānī.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. George Makdisi: „Ibn Taimīya: a Ṣūfī of the Qādiriya order“ in George Makdisi: &amp;#039;&amp;#039;Religion, Law and Learning in Classical Islam&amp;#039;&amp;#039; Hampshire 1991. S. 126.&amp;lt;/ref&amp;gt; Allerdings übten Hanbaliten wie Ibn al-Dschauzī und Ibn Taimīya heftige Kritik an solchen Sufis, deren Lehren sie als ketzerisch ansahen. So polemisierte Ibn al-Dschauzī in seiner Abhandlung &amp;#039;&amp;#039;Talbīs Iblīs&amp;#039;&amp;#039; („Die Verführung/Fälschung des Teufels“) gegen die Lehren von [[al-Hallādsch]] und ʿAbd al-Qādir al-Dschīlānī.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Ignaz Goldziher]]: [http://menadoc.bibliothek.uni-halle.de/dmg/periodical/titleinfo/63835 &amp;#039;&amp;#039;Zur Geschichte der hanbalitischen Bewegungen&amp;#039;&amp;#039;], in: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft&amp;#039;&amp;#039; 62 (1908) 1–28.&lt;br /&gt;
* Nimrod Hurvitz: &amp;#039;&amp;#039;The Formation of Hanbalism. Piety into Power&amp;#039;&amp;#039;, Routledge, London 2002.&lt;br /&gt;
* George Makdisi: &amp;#039;&amp;#039;[https://repositorio.uam.es/handle/10486/6525 The Hanbali School and Sufism]&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Boletin de la Asociacion Espanola de Orientalists XV.&amp;#039;&amp;#039; Madrid 1979. S. 115–126. Wieder abgedruckt in George Makdisi: &amp;#039;&amp;#039;Religion, Law and Learning in Classical Islam&amp;#039;&amp;#039; Hampshire 1991.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Hanbali fiqh|Hanbaliten|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Rechtsschulen des Islam}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4158967-1|LCCN=sh85058613|NDL=|VIAF=}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Islamische Rechtsschule]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hanbalit| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Str1977</name></author>
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