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	<title>Hammonia - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Julian schoe: /* Entstehung */ lf</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Entstehung: &lt;/span&gt; lf&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Hamburg-Hammonia.jpg|thumb|Hammonia auf der [[Brooksbrücke]] von [[Jörg Plickat]] (2003)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hammonia&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Latein|neulateinische]] Bezeichnung für die Stadt [[Hamburg]]. Als bildliche [[Allegorie]] in Form einer Frauenfigur repräsentiert die Hammonia die Stadt Hamburg (Stadtallegorie). Als sprachliche Allegorie in Literatur, Dichtung und Liedtext steht der Name Hammonia stellvertretend (als [[Synonymie|Synonym]]) für den Namen Hamburg oder bezieht sich auf eben jene Frauenfigur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der Verwendung des Namens und ihrer Darstellung in der Kunst führen zudem zahlreiche Vereine, Unternehmen und Produkte den Namen und bekunden somit eine Verbundenheit zu Hamburg. Auch Schiffe, ein Kontorhaus in der [[Mönckebergstraße]], das [[Hammonia-Bad]] an der [[Mundsburg]], der Sportverein VfL Hammonia von 1922 in der [[Hamburg-Sternschanze|Sternschanze]], die Staffel &amp;#039;&amp;#039;Hammonia&amp;#039;&amp;#039; in der [[Fußball-Landesliga Hamburg]] und der &amp;#039;&amp;#039;[[(723) Hammonia|Asteroid Hammonia]]&amp;#039;&amp;#039; wurden so benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz des vielfältigen Gebrauchs in den letzten Jahrhunderten bis zum heutigen Tag, ist die genaue Herkunft unklar, zumal der eigentliche lateinische Stadtname in den mittelalterlichen Chroniken zumeist &amp;#039;&amp;#039;Hamburgum&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Hammaburgum&amp;#039;&amp;#039; lautet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
In einer in Latein verfassten Urkunde aus dem Jahr 834 von Papst [[Gregor IV.]] taucht erstmals der Stadtname als &amp;#039;&amp;#039;Hamaburg&amp;#039;&amp;#039; auf, der sich von der 845 zerstörten [[Hammaburg]] ableitete. Grabungen lassen darauf schließen, dass dieses zumindest schriftlich belegte Bauwerk (die Lage ist bis heute unklar), bereits ein oder mehrere Vorgänger hatte, denn die [[Sachsen (Volk)|Sachsen]] besiedelten den [[Geest]]-Rücken zwischen [[Alster]] und [[Bille]] in den Jahrhunderten zuvor. So lässt sich auch das [[Altsächsische Sprache|altsächsischen]] Wort &amp;#039;&amp;#039;hamme/ham&amp;#039;&amp;#039; für ein in die Marsch vorspringendes erhöhtes, bewaldetes Gelände am Ufer von Fluss oder Sumpf mit dieser Lage in Einklang bringen. Verkaufsurkunden benennen noch im 14. Jahrhundert ein Waldstück als &amp;#039;&amp;#039;Hamm&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mittelalter erfährt der Name eine Reihe von Varianten wie: Hammenburg (12. Jahrhundert), Hamborch (1232), Hamborg (1236), Hammenburch (erste Stadtsiegel), wobei Hamborch und Hamborg noch heute als Schreibweise in der [[Niederdeutsch|niederdeutschen Sprache]] existieren. Daneben stehen wechselnde lateinischen Bezeichnungen: Hamburgum, Hammaburgum, Hamburga, Hammipolis, Hammonis castrum, urbs Jovis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzten Bezeichnungen weisen dabei auf eine Entwicklung hin, dem Stadtnamen eine gänzlich andere Bedeutung zu geben. So bedeutet &amp;#039;&amp;#039;urbs Jovis&amp;#039;&amp;#039; nichts anderes als Stadt des Jupiter. Bereits 1370 schreibt [[Heinrich von Herford]] über die Gründung eines Bistums in der &amp;#039;&amp;#039;Burg des Hammon&amp;#039;&amp;#039;. Auch hier steht Hammon für den römischen Gott [[Jupiter (Mythologie)|Jupiter]] (vergleiche auch den ägyptischen Gott [[Amun]] oder Ammon, der bei den Römern zu Jupiter wird). [[Hinrich Boger]] verewigt Hamburg 1478 als &amp;#039;&amp;#039;Stadt des Hammon&amp;#039;&amp;#039; in einem Gedicht. Es fällt damit in eine Zeit des aufblühenden [[Deutscher Humanismus|deutschen Humanismus]], in dem als Beispiel auch die Göttin [[Luna]] für [[Lüneburg]] als Namensgeberin herhalten muss. Vergeblich hatte sich dagegen [[Albert Krantz (Theologe)|Albert Krantz]], der „Geschichtsschreiber des Nordens“, bemüht, diese unsinnige Jupiter-Ableitung zu widerlegen. Eine weitere zweifelhafte Ableitung benennt einen Hammon (auch Hamy, Hamoys) als angebliche Gottheit der Sachsen. Es wird jedoch vermutet, dass dieser Gott nicht existierte, um den Städten Hamburg und [[Hamm]] seinen Namen zu leihen, sondern vielmehr ein einheimischer Gott erfunden wurde, da der Jupiter vielen doch zu weit hergeholt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der [[Reformation]] beginnt auch die Rolle der [[Maria (Mutter Jesu)|Maria]] als eigentliche christliche [[Schutzpatron]]in der Stadt zu verblassen. Sie verschwindet schließlich in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts auch von den Hamburger Münzen. Ihr war der [[Hamburger Dom (Alter Mariendom)|Mariendom]] geweiht und auch die beiden &amp;#039;&amp;#039;Mariensterne&amp;#039;&amp;#039; des [[Landeswappen Hamburg|Hamburger Wappens]] sollen ihren Namen tragen. Gleichzeitig wächst vermutlich der Wunsch nach einer identitätsstiftenden Figur als Repräsentantin und Patronin der Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1624 ist es ein [[Kupferstecher]], der Hamburg erstmals als Frau darstellt. In den nachfolgenden Jahrhunderten tritt diese Frauenfigur immer wieder als schmückendes Beiwerk auf Stadtansichten und Karten im Geschmack der Zeit auf. Schließlich taucht am 21. Februar 1710 der Name Hammonia erstmals schriftlich auf. In einer [[Kantate]] für die Petrimahlzeit (Festessen bei der jährlichen Neuverteilung der Ämter im Senat) nennt der Dichter [[Barthold Heinrich Brockes]] Hammonia, die Schutzgöttin der Stadt. Damit hatte nun Hamburg seine Nationalallegorie gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;siehe auch: &amp;#039;&amp;#039;[[Nationalallegorie Germania]], [[Bavaria]], [[Berolina]], [[Saxonia (Sachsen)]], [[Brunonia]] usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Darstellung ==&lt;br /&gt;
Die Figur der Hammonia wird meist mit einer zinnenbewehrten Mauerkrone abgebildet, die übrigen [[Attribut (Kunst)|Attribute]], die die Frauenfigur begleiten, wechseln. Teilweise trägt sie den [[Landeswappen Hamburg|Wappenschild]], teilweise den [[Hermesstab|Merkurstab]], manchmal wird ihr auch ein Anker oder ein [[Handrad|Steuerrad]] beigegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Musik ===&lt;br /&gt;
Die 1828 entstandene [[Hamburg-Hymne]] wird manchmal auch Hammonia genannt, da der Refrain lautet: &amp;#039;&amp;#039;Heil über dir, Heil über dir, Hammonia, Hammonia!&amp;#039;&amp;#039; Eines der bekanntesten Lieder der Kult-Hamburgerin [[Heidi Kabel]] ist „Hammonia – Mein Hamburg, ich liebe dich“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literatur ===&lt;br /&gt;
Das Bild der Hammonia wurde auch durch [[Heinrich Heine]]s Beschreibung von der Begegnung mit der &amp;#039;&amp;#039;Stadtgöttin&amp;#039;&amp;#039; in „[[Deutschland. Ein Wintermärchen]]“ geprägt. In den Schlusskapiteln (&amp;#039;&amp;#039;Caput 23ff&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;ref&amp;gt;[[:s:Deutschland. Ein Wintermährchen|Deutschland. Ein Wintermährchen]] auf Wikisource&amp;lt;/ref&amp;gt; beschreibt er das nächtliche Treffen mit ihr, die er an der Drehbahn, einer Nebenstraße des [[Gänsemarkt]]es, trifft. Die Göttin ist korpulent, angetrunken und sentimental. Aus ihrem von [[Karl der Große|Karl dem Großen]] geerbten [[Nachtgeschirr]] liest er zum Abschluss seiner Reise die Zukunft Deutschlands.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hammonias Name taucht nicht nur in Dichtung und [[Belletristik]] auf, sondern wird auch in jüngster Zeit immer wieder als Synonym für Hamburg, selbst auf [[Sachbuch]]-Titeln verwendet. 2001 erschien ein [[Comic]] unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;[[Asterix]] schnackt Hamburgisch – Hammonia-City&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Hamburg.Rathaus.Hammonia.wmt.jpg|thumb|Über dem Rathaus-Portal das Mosaik der Hammonia]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildnisse ===&lt;br /&gt;
* Aufgrund einer [[Andrea Palladio|Palladio]]-Ausstellung im [[Museum für Hamburgische Geschichte]] 1997 wurde eine Skulptur aus dem 18. Jahrhundert in den Innenhof des Museums versetzt und bei dieser Gelegenheit erstmals als Hammonia-Darstellung identifiziert.&lt;br /&gt;
* Über dem [[Hamburger Rathaus|Rathauseingang]] ist ein Mosaik angebracht und im Phönixsaal, der dem [[Hamburger Brand]] gewidmet ist, ein Bild der Hammonia über den Trümmern der Stadt.&lt;br /&gt;
* Der Brunnen auf dem [[Hansaplatz (Hamburg)|Hansaplatz in St. Georg]] wird teilweise als Hammonia, teilweise auch als Darstellung der Hansa interpretiert.&lt;br /&gt;
* Auf der [[Brooksbrücke]] waren anlässlich der Eröffnung der [[Speicherstadt]] durch den Kaiser am 2. Oktober 1888 Statuen der Germania und Hammonia (von Aloys Denoth) aufgestellt, die im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] verloren gingen. 2003 wurden von [[Jörg Plickat]] neu geschaffene Plastiken von Hammonia und Europa an der neu gebauten Brooksbrücke aufgestellt.&lt;br /&gt;
* Auf der [[Hamburger Börse|Börse]] steht seit 2005 eine Statue von [[Waldemar Otto]], welche die zerstörten Plastiken von 1841 (August Carl Kiss) im Giebelfeld ersetzt.&lt;br /&gt;
* Am Haus der Seefahrt ist eine Skulptur angebracht – die Hammonia mit einem Löwen.&lt;br /&gt;
* Das Kaufhaus [[Oberpollinger]] in der Münchner Fußgängerzone trägt auf dem mittleren von drei Giebeln eine Skulptur der Hammonia (flankiert von zwei Hanse-Koggen auf den beiden anderen Giebeln). Damit erwiesen die Künstler [[Heinrich Düll]] und [[Georg Pezold]] der Heimatstadt des Kaufhausgründers [[Max Emden]] ihre Reverenz.&amp;lt;ref&amp;gt;Josef H. Biller, Hans-Peter Rasp: &amp;#039;&amp;#039;München – Kunst &amp;amp; Kultur. Stadtführer und Handbuch.&amp;#039;&amp;#039; Ludwig, München 2003, ISBN 3-7787-5125-5, S. 307.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Münzen und Medaillen ===&lt;br /&gt;
Mindestens seit 1754 (&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;small&amp;gt;[[Otto Christian Gaedechens|Gaedechens]]: Nr.1885 (I.51)&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;) &amp;lt;!--O. C. Gaedechens, Hamburgische Münzen und Medaillen. Hamburg 1843-1876--&amp;gt; wird die Figur auf [[medaille]]nartigen Prägungen der Stadt regelmäßig verwendet.&lt;br /&gt;
[[File:1895 Medal 25th Anniversary Battle of Loigny by Infantery-Regiment „Hamburg“, obverse.jpg|thumb|left|Hammonia ehrt 1895 das [[Infanterie-Regiment „Hamburg“ (2. Hanseatisches) Nr. 76|Infanterie-Regiment „Hamburg“]] auf der Vorderseite der Erinnerungsmedaille zur [[Schlacht bei Loigny und Poupry|Schlacht von Loigny 1870]] im [[Deutsch-Französischer Krieg|Deutsch-Französischen Krieg]]]]&lt;br /&gt;
[[File:1895 Medal 25th Anniversary Battle of Loigny by Infantery-Regiment „Hamburg“, reverse.jpg|thumb|Die Rückseite dieser Medaille von [[August Vogel (Bildhauer)|August Vogel]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nationale Personifikation]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Julian schoe</name></author>
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