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	<title>Hamidu Reis - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T14:36:52Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hamidu_Reis&amp;diff=1776451&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;APPERbot: Bot: Orte in Vorlage:Personendaten verlinkt, Normdaten korrigiert (neues Format bei LCCN)</title>
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		<updated>2026-03-10T04:28:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Orte in Vorlage:Personendaten verlinkt, Normdaten korrigiert (neues Format bei LCCN)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hamidu Reis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, eigentlich &amp;#039;&amp;#039;Hamidu Ben Ali&amp;#039;&amp;#039; (* [[1770]] in [[Boumerdès]], [[Algerien]]; † am [[17. Juni]] [[1815]] im Seegefecht vor dem [[Cabo de Gata|Kap Gata]], westliches [[Mittelmeer]]), war ein [[Amazigh]]-[[Barbaresken-Korsaren|Korsarenkapitän]] des [[Barbareskenstaat]]es [[Algier]]. In der englisch- und französischsprachigen Literatur und den Quellen wird er meist &amp;#039;&amp;#039;Hamidou&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Rais Hammida&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Amidon&amp;#039;&amp;#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Über Hamidus Herkunft und frühe Lebensjahre sind kaum gesicherte Fakten bekannt. Er soll 1770 in Boumerdès geboren worden sein. Nach manchen Darstellungen war er der Sohn eines in Algier ansässigen arabischen Schneiders und hatte das Handwerk seines Vaters erlernt, bevor er zur See fuhr. Einigermaßen sicher scheint nur, dass er kein Türke war. Letzteres betonten vor allem Europäer, die seine Bekanntschaft machten. In diesem Zusammenhang wiesen sie nicht nur auf seine Antipathie für die in Algier lebenden Türken hin, sondern schilderten ihn auch als gut aussehenden Mann, der – im Gegensatz zur damals in islamischen Ländern üblichen Gepflogenheit – keinen Vollbart getragen habe. Hamidu soll auch dem Weingenuss nicht abgeneigt gewesen sein.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. dazu Frederick C. Leiner: &amp;#039;&amp;#039;[http://books.google.at/books?id=sRWhmVTnndoC&amp;amp;dq=%22The+End+of+Barbary+Terror%22&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=8u2-EIUaE-&amp;amp;sig=PaeRxhOuXzx5w6BzQaF3PqFhqLs&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=QH_MSrWjHoWqsAaynYDsDg&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result&amp;amp;resnum=2#v=onepage&amp;amp;q=&amp;amp;f=false The End of Barbary Terror. America’s 1815 War against the Pirates of North Africa.]&amp;#039;&amp;#039; Oxford University Press 2006, ISBN 978-0-19-518994-0, S. 91f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seinem Entschluss, zur See zu fahren, brachte es Hamidu rasch vom Schiffsjungen zum Kapitän (&amp;#039;&amp;#039;[[Raʾīs|Reis]]&amp;#039;&amp;#039;) einer [[Schebecke]] des [[Dey]]s von Algier. Beginnend mit den letzten Jahren des 18. Jahrhunderts kaperte er fortan zahlreiche Schiffe der christlichen Seemächte, vor allem solche des [[Königreich Neapel|Königreichs Neapel]]. Berühmt wurde er durch seinen Coup vom 27. Mai 1802, als er unter falscher Flagge segelnd eine portugiesische [[Fregatte]] mit 44 Kanonen und 282 Mann Besatzung aufbrachte.&amp;lt;ref&amp;gt;Salvatore Bono: &amp;#039;&amp;#039;Piraten und Korsaren im Mittelmeer. Seekrieg, Handel und Sklaverei vom 16. bis 19. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; Klett-Cotta, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-608-94378-8, S. 182f. – Leiner (2006), S. 91, datiert die Kaperung der Fregatte auf den 28. Mai 1802 und gibt ihre Bewaffnung mit 36 Geschützen an. Wieder einer anderen Darstellung zufolge, handelte es sich beim 1802 gekaperten Schiff um eine portugiesische [[Brigg]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hamidus Erfolge als Korsar bescherten nicht nur ihm zunehmenden Reichtum, sondern brachten auch dem Dey nicht unbeträchtliche Einnahmen für die Staatskasse. Dieser hatte Hamidu in den späten 1790er Jahren sogar kurzzeitig zum &amp;#039;&amp;#039;wakil el kharf&amp;#039;&amp;#039; gemacht, was der Stellung eines Marineministers in den christlichen europäischen Staaten entsprach. Die Erfolge seines Korsarenkapitäns scheinen im Laufe der Zeit jedoch zunehmenden Argwohn beim Dey verursacht zu haben, denn 1808 wurde Hamidu für mehr als ein Jahr aus Algier [[Verbannung|verbannt]]. Nicht zuletzt wegen der ausbleibenden Staatseinnahmen, die Hamidus Entfernung mit sich brachte, war der Dey aber gezwungen, den Verbannten aus seinem [[Beirut]]er Exil heimzuholen und ihn erneut mit dem Kommando über ein Schiffs[[geschwader]] zu betrauen. Wieder im Amt, unternahm Hamidu 1810 eine Kaperfahrt in den [[Atlantischer Ozean|Atlantischen Ozean]], 1812 führte er im Auftrag seines Herrn eine erfolgreiche Flottenoperation gegen die Marine des benachbarten Barbareskenstaates [[Tunis]] durch.&amp;lt;ref&amp;gt;Leiner (2006), S. 91f. – Bei Bono (2009) wird die Beförderung Hamidus zum Marineminister hingegen nicht erwähnt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei ihren Kaperfahrten kam den Barbareskenstaaten vor allem der Umstand zugute, dass die Flotten der meisten europäischen Seemächte durch die [[Koalitionskriege]] gebunden waren und für andere Aufgaben als die Jagd auf Korsarenschiffe benötigt wurden. Allerdings brachte die zunehmende Dreistigkeit der algerischen Korsaren sie 1815 erneut in Konflikt mit den [[Vereinigte Staaten|Vereinigten Staaten]], was zum [[Zweiter Barbareskenkrieg|Zweiten Barbareskenkrieg]] führte. Hamidus Geschwader segelte dem US-amerikanischen Gegner im Juni in Richtung der [[Straße von Gibraltar]] entgegen. Dessen Geschwader bestand aus neun Schiffen, die von [[Stephen Decatur junior]] (1779–1820), einem Veteranen des [[Erster Barbareskenkrieg|Ersten Barbareskenkrieges]], kommandiert wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Zur Vorgeschichte dieses Krieges und den Beziehungen zwischen den USA und den Barbareskenstaaten vgl. auch Leiner (2006), Kapitel 1–3, S. 5–52.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 17. Juni 1815 stießen Decaturs Schiffe beim Kap Gata auf die allein segelnde &amp;#039;&amp;#039;Mesh(o)uda&amp;#039;&amp;#039;, das mit 46 Geschützen bestückte Flaggschiff Hamidus. Nach einem nur etwa 25 Minuten dauernden Geschützkampf gegen mehrere US-Schiffe strich die &amp;#039;&amp;#039;Mesh(o)uda&amp;#039;&amp;#039; schließlich die [[Flagge]]. Hamidu Reis und 30 Besatzungsmitglieder waren durch die US-[[Kanonade]] getötet worden, 406 weitere gerieten in Gefangenschaft. An Bord der am Kampf beteiligten US-Schiffe gab es nur neun Tote und 30 Verwundete, von denen der Großteil durch ein explodierendes Geschütz verursacht worden war.&amp;lt;ref&amp;gt;John Franklin Dobbs: &amp;#039;&amp;#039;[http://books.google.com/books?id=-FtRftnUcAoC&amp;amp;pg=PA140&amp;amp;dq=estedio&amp;amp;sig=lxDxUnEn34FN1pIcYKVh83n6v58#v=onepage&amp;amp;q=meshouda&amp;amp;f=false From Bunker Hill to Manila Bay.]&amp;#039;&amp;#039; Cambridge Scholars Publishing 2009, ISBN 978-0-217-93808-2, S. 140. – Eine ausführliche Darstellung dieses Seegefechts sowie des weiteren Schicksals der &amp;#039;&amp;#039;Mesh(o)uda&amp;#039;&amp;#039; findet sich bei Leiner (2006), S. 93–102. Zum Tod Hamidus gibt Bono (2009), S. 183, nur an, dass er „&amp;#039;&amp;#039;von einer Kugel tödlich verwundet&amp;#039;&amp;#039;“ wurde, wohingegen Leiner (2006), S. 97, schreibt, dass er von einer Kanonenkugel buchstäblich in zwei Teile gerissen worden sei, während er versucht habe, seine Mannschaft zum Kampf anzuspornen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Trivia ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;[[Rais Hamidou (Gemeinde)|Raïs Hamidou]]&amp;#039;&amp;#039;, eine der 57 Gemeinden (&amp;#039;&amp;#039;Communes&amp;#039;&amp;#039;) der aus 13 Kreisen (&amp;#039;&amp;#039;Daïras&amp;#039;&amp;#039;) bestehenden [[Provinz Algier]], ist nach Hamidu Reis benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Paul Desprès: &amp;#039;&amp;#039;Raïs Hamidou. Le dernier corsaire barbaresque d’Alger.&amp;#039;&amp;#039; Harmattan 2007, ISBN 978-2-296-02808-1. (historischer Roman)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Albert Devoulx: [http://tamelaht.unblog.fr/files/2007/08/raishamidou.pdf &amp;#039;&amp;#039;Le raïs Hamidou. Notice biographique sur le plus célèbre corsaire algérien du XIIIe siècle de l’hégire.&amp;#039;&amp;#039; D’après des documents authentiques. Et pour la plupart inédits.]Dubos Frères, 1859. (PDF-File, 183&amp;amp;nbsp;KB)&lt;br /&gt;
* [http://www.algerie-monde.com/algerie/rais-hamidou.html Kurzbiografie samt Bild Hamidous auf www.algerie.com] (französischsprachig)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise und Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=|LCCN=n2011021692|VIAF=170054699|GNDfehlt=ja|GNDCheck=2019-07-10}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pirat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1770]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1815]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Hamidu Reis&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Amidon; Hamidou; Rais Hammida&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=algerischer Korsarenkapitän&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1770&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Boumerdès]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=17. Juni 1815&lt;br /&gt;
|STERBEORT=vor [[Cabo de Gata|Kap Gata]] im westlichen [[Mittelmeer]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;APPERbot</name></author>
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