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	<title>Hamartom - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T07:37:44Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hamartom&amp;diff=322366&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;MArcus Sinus: + Link P. Altmeyer</title>
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		<updated>2024-10-31T15:46:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+ Link P. Altmeyer&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox ICD&lt;br /&gt;
|01-CODE= Q85.9&amp;lt;ref&amp;gt;Alphabetisches Verzeichnis zur ICD-10-WHO Version 2019, Band 3. Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI), Köln, 2019, S.&amp;amp;nbsp;348&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|01-BEZEICHNUNG= Phakomatose, nicht näher bezeichnet&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hamartom&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine angeborene oder sich später manifestierende [[Fehlbildung]] eines körperlichen [[Gewebe (Biologie)|Gewebes]], bei der eine abnorme Zusammensetzung von üblicherweise vorkommenden Gewebestrukturen vorliegt. Als wesentlicher Unterschied zur [[Neoplasie]] ist das Wachstum eines Hamartoms nicht [[autonom]], sondern geht mit dem Wachstum des umgebenden Gewebes parallel einher.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Peter Altmeyer]]: &amp;quot;Therapielexikon Dermatologie und Allergologie: Therapie kompakt von A-Z&amp;quot;. Springer, Berlin 2005, Seite 348&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Der Begriff Hamartom ist als ein [[Lehnwort]] aus [[Hamartie]] oder Hamartia (griechisch {{lang|grc|ἁμαρτία}}) gebildet, das in der medizinischen Fachsprache einen örtlichen Gewebedefekt als Folge einer embryonalen Fehlentwicklung des Keimgewebes bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Duden: &amp;#039;&amp;#039;Das Fremdwörterbuch.&amp;#039;&amp;#039; Mannheim 2007, Lemma Hamartie.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eigentlich stammt das Wort Hamartie aus der Sprache der [[Griechische Tragödie|griechischen Tragödie]] und dem [[Neues Testament|Neuen Testament]], wo es die Bedeutung von &amp;#039;&amp;#039;nicht treffen&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;verfehlen&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;das Ziel verfehlen&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;[[Sünde#Etymologie|Verfehlung]]&amp;#039;&amp;#039; hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenschaften ==&lt;br /&gt;
Hamartie ist zunächst eine Sammelbezeichnung für Gewebeveränderungen, die als Fehlentwicklung mit lokalem Gewebeüberschuss aufgefasst werden. Solche Gewebeveränderungen gelten als [[gutartig]]. Im Gegensatz zu herkömmlichen [[Gutartiger Tumor|gutartigen Tumoren]] besitzen sie keine Wachstumsautonomie.&amp;lt;ref&amp;gt;Roche Lexikon Medizin Online (siehe Weblinks.)&amp;lt;/ref&amp;gt; In seltenen Fällen kann sich aus einem Hamartom allerdings ein [[bösartiger Tumor]] bilden, der [[Blastom|Hamartoblastom]] genannt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hamartome sind im Keimgewebe entstehende Entwicklungsstörungen, die während der embryonalen [[Blastogenese]] zu einer versprengten Lokalisation von Körpergewebe als tumorartige Fehlbildung führen. In der Regel besitzen sie Knorpel-, Binde- oder Fettgewebsanteile. Hamartome können prinzipiell überall auftreten – häufige Lokalisationen sind insbesondere [[Eierstock|Ovarien]], [[Haut]], [[Leber]], [[Lunge]] und [[Gehirn]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Sonderform sind hamartomartige Neubildungen aufgrund einer eventuell Jahrzehnte zurückliegenden [[Foetus in foeto|fetalen Inklusion]] einer ehemaligen Zwillingsfrucht: Im überlebenden Zwilling noch erhaltene embryonale [[pluripotent]]e [[Stammzelle]]n beginnen sich zu vermehren und lassen relativ hochdifferenzierte Neubildungen wie Milchzähne oder Haare an äußerst untypischer Lokalisation entstehen, wie beispielsweise in der Bauchhöhle oder im Schädel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gewebsspezifisches Vorkommen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hamartoma of the spleen.jpg|mini|200px|Schnitt durch eine [[Milz]] (helles Gewebe rechts) mit Hamartom (dunkles Gewebe links)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Auge ===&lt;br /&gt;
Im [[Auge]] werden Hamartome der [[Iris (Auge)|Iris]] als [[Lisch-Knötchen]] bezeichnet. Sie werden insbesondere bei der [[Neurofibromatose]] beobachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gehirn ===&lt;br /&gt;
Ein im [[Hypothalamus]] liegendes Hamartom (Hypothalamisches Hamartom) kann [[Epilepsie|epileptische]] Anfälle auslösen. In manchen Fällen produzieren diese Hamartome das [[Hormon]] [[Gonadoliberin]] (GnRH, englisch &amp;#039;&amp;#039;{{lang|en|Gonadotropin-Releasing Hormone}}&amp;#039;&amp;#039;), welches bei Kindern einen vorzeitigen Beginn der [[Pubertät]] ([[Pubertas praecox]])&lt;br /&gt;
auslöst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Haut ===&lt;br /&gt;
Ein Hamartom der [[Haut]] nennt man [[Nävus]] (umgangssprachlich auch „Muttermal“). Es gibt sehr viele verschiedene Arten von Nävi, wie z.&amp;amp;nbsp;B. [[Pigmentnävus|Pigmentnävi]] oder verruköse Nävi.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Reuter: &amp;#039;&amp;#039;Springer Lexikon Medizin.&amp;#039;&amp;#039; Springer, Berlin u.&amp;amp;nbsp;a. 2004, ISBN 3-540-20412-1 (Lemma Nävus).&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Nävus kann auch entarten, dann spricht man von einem [[Malignes Melanom|malignen Melanom]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Skelett ===&lt;br /&gt;
Hamartome des [[Knochen]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;gewebes heißen [[Exostose]]n. In der Lunge auftretenden Hamartome werden als [[Zystisch adenomatoide Malformation der Lunge|zystisch adenomatoide Malformationen]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Innere Organe ===&lt;br /&gt;
Hamartome der Leber werden als [[Von-Meyenburg-Komplex]]e bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Multiples Vorkommen ==&lt;br /&gt;
Ein multiples Vorkommen von Hamartomen wird als Hamartose bezeichnet. Ein Synonym ist die Bezeichnung multiples Hamartose-Syndrom, wozu das [[Cowden-Syndrom]] gezählt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Reuter: &amp;#039;&amp;#039;Springer Lexikon Medizin.&amp;#039;&amp;#039; Springer, Berlin u.&amp;amp;nbsp;a. 2004, ISBN 3-540-20412-1 (Lemma Hamartose).&amp;lt;/ref&amp;gt; Manchmal treten Hamartome in mehreren Organsystemen auf. Die Erkrankungen, bei denen dies der Fall ist, werden aus historischen Gründen gemäß dem griechischen Wort für Linse ({{lang|el|φακός}}, &amp;#039;&amp;#039;{{lang|el-Latn|phakós}}&amp;#039;&amp;#039;) und wegen [[linsenförmig]]er Veränderungen des [[Augenhintergrund]]es bei manchen dieser Erkrankungen [[Phakomatose]]n genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Syndrom der generalisierten basaloiden follikulären Hamartome]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Max Eder, Peter Gedik (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch der Allgemeinen Pathologie und der pathologischen Anatomie&amp;#039;&amp;#039;. Springer, Berlin 1974&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.roche.de/lexikon/index.htm?userInput=Suche%20im%20Roche%20Lexikon&amp;amp;loc=www.roche.de Roche Lexikon Medizin Online. Suchwort: Hamartom.]&lt;br /&gt;
* [http://www.neurochirurgie.insel.ch/de/spezialgebiete-erkrankungen/neurochirurgische-erkrankungen/entwicklungsstoerungen/hypothalamisches-hamartom/ Universitätsspital Bern: Hypothalamisches Hamartom.]&lt;br /&gt;
* [http://alf3.urz.unibas.ch/pathopic/getpic-fra.cfm?id=005931 Histologie eines Leberhamartoms eines einjährigen Mädchens.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4259643-9}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gutartige Tumorbildung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fehlbildung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;MArcus Sinus</name></author>
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