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	<title>Hamaland - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:GermanenAD50.png|mini|Verbreitung germanischer Stämme um 50&amp;amp;nbsp;n.&amp;amp;nbsp;Chr.]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hamaland&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war eine [[Gaugrafschaft]] auf dem Gebiet der heutigen [[Niederlande|niederländischen]] Provinzen [[Provinz Overijssel|Overijssel]] und [[Provinz Gelderland|Gelderland]]. Der Begriff tritt im 9. Jahrhundert erstmals in schriftlichen Quellen auf. Der Name wird mit dem [[Germanen|germanischen]] Stamm der [[Chamaven]] in Verbindung gebracht, der zuletzt im Ende des 4. Jahrhunderts erwähnt wird, obwohl zwischen den beiden Namen vier Jahrhunderte und vor allem die [[Völkerwanderung]] liegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografische Einordnung ==&lt;br /&gt;
Die genaue Lage des Hamalands ist in der Forschung umstritten. Sicher ist, dass es sich entlang der Ufer der [[IJssel]] erstreckte, mit dem heutigen [[Deventer]] im Norden, wobei westlich des Flusses nur ein schmaler Streifen dazu gehörte. Die Westgrenze erreichte den [[Rhein]] etwa bei [[Velp (Rheden)|Velp]] (Ortsteil von [[Rheden (Niederlande)|Rheden]] bei [[Arnheim]]) und berührte dabei den äußersten Osten der [[Betuwe]]; anschließend folgte die Grenze dem Fluss selbst bis in die Nähe von [[Emmerich am Rhein|Emmerich]]. Von hier aus entsprach die Ostgrenze des Hamalandes der Grenze zwischen den Bistümern [[Erzbistum Utrecht (römisch-katholisch)|Utrecht]] und [[Bistum Münster|Münster]], wie sie Ende des 8. Jahrhunderts festgelegt wurde und noch im 16. Jahrhundert Bestand hatte. Dadurch bekam die Grafschaft zwei Ausstülpungen nach Osten, die eine bei (und einschließlich) [[Lochem]], die andere bei (und mit) [[Doetinchem]]. Dazwischen hatte das Hamaland seine schmalste Stelle bei [[Steenderen]] östlich und [[Eerbeek]] westlich der IJssel. Die Auffassung von Heidinga, der dabei auf andere Autoren zurückgreift, das Hamaland habe einst westlich die [[Veluwe]] und das [[Flethite]] umfasst, beruht auf einer Fehlinterpretation einer Urkunde aus dem Jahr 855, während die Angabe, das Hamaland habe sich im Osten bis ins [[Münsterland]] erstreckt (Wirtz aufgrund anderer Autoren) vermutlich eine zu großzügige Interpretation einer Chronik aus dem 12. Jahrhundert ist. Die Zugehörigkeit des [[Westmünsterland]]s um [[Vreden]] zum Hamaland ist damit umstritten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grafschaft Hamaland umfasste hingegen den älteren Gau Islo/Hisloa, den IJsselgau, im Norden und den Gau Leomericke ([[Liemers|De Liemers]]) im Süden. Beide älteren Bezeichnungen wurden durch den Begriff Hamaland verdrängt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Grafen von Hamaland ==&lt;br /&gt;
=== 9. und 10. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Die Grafen von Hamaland gehörten im 9. Jahrhundert der Familie der [[Meginharde]] an. Als erster Vertreter gilt ein [[Brunhard von Hamaland|Brunhard]] (&amp;#039;&amp;#039;Brunhari&amp;#039;&amp;#039;), der selbst aber nicht als Graf, sondern nur als Vater des Wrachards bezeugt ist. Dieser [[Wrachard von Hamaland|Wrachard]] (&amp;#039;&amp;#039;Wrachari&amp;#039;&amp;#039;) von Hamaland ist 794 als Begünstiger [[Liudger]]s noch ohne Grafenwürde und dann im Jahr 800 als Graf bezeugt, und zwar als Grundeigentümer zu [[Bronckhorst|Wichmond]] im IJsselgau genannt. Es folgt sein Sohn [[Meginhard I. von Hamaland]], der nicht ausdrücklich als Graf bezeugt ist, aber vermutlich zwischen 841 und 847 [[Vogt]] des [[Kloster Werden|Klosters Werden]] war. Im Jahr 855 folgt [[Wichmann I. von Hamaland]] als Graf im Hamaland. Seine Verwandtschaft mit Wrachard und Meginhard ist anzunehmen, aber nicht nachgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Wichmann folgte [[Meginhard II. von Hamaland]], der vor 881 starb; auch dessen Verwandtschaft, diesmal mit Wichmann, ist nicht bekannt. Sicher ist jedoch, dass Meginhards Sohn [[Everhard Saxo|Eberhard]] (&amp;#039;&amp;#039;Everhard&amp;#039;&amp;#039;) „Saxo“ seinem Vater folgte. Eberhard (I.) wurde 898 durch den Friesen Waldger ermordet, Sohn des Grafen [[Gerulf von Kennemerland]], dem Stammvater der Familie der [[Gerulfinger]], also Ahnherr des holländischen Grafenhauses. Eberhard der Sachse hinterließ zwei minderjährige Söhne, [[Meginhard IV. von Hamaland|Meginhard IV.]] und Eberhard (II.), weswegen sein Bruder [[Meginhard III. von Hamaland|Meginhard III.]] vorerst die Nachfolge antrat. Später übernahm Eberhards Sohn Meginhard IV. von Hamaland die Grafschaft seines Vaters.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eberhard der Jüngere, der andere Sohn Eberhards des Sachsen, heiratete Amalrada, Schwester der [[Mathilde die Heilige|heiligen Mathilde]], die 909 den Sachsenherzog [[Heinrich I. (Ostfrankenreich)|Heinrich]], den späteren deutschen König, heiratete. Mathilde und daher auch Amalrada sind sicherlich den Nachfahren Widukinds zuzurechnen, werden daher auch häufig einer sogenannten widukind-immedingischen Sippe einverleibt, die jedoch bis jetzt nicht vollständig fassbar ist. Aus der Ehe Eberhards des Jüngeren mit Amalrada stammten zwei Söhne: [[Dietrich I. (Metz)|Dietrich]], 965–984 [[Liste der Bischöfe von Metz|Bischof von Metz]], und Eberhard (III.), von dem wir nur wissen, dass er einen Sohn hatte, ebenfalls Eberhard (IV.), der 978 als Zehnjähriger bei seinem Onkel Dietrich in [[Metz]] starb&amp;lt;ref&amp;gt;in den [[Europäische Stammtafeln|Europäischen Stammtafeln]] Band I.1 (1999) Tafel 201 werden Everhard und dessen Nachkommen als vermutliche Angehörige der Familie der [[Ezzonen]] gesehen, vgl. [[Stammliste der Ezzonen]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meginhard IV. von Hamaland ist 921 als Graf bezeugt und verwaltete nicht nur das Hamaland, sondern auch die Grafschaften [[Salland]], [[Veluwe]], [[Provinz Drenthe|Drenthe]], [[Hunsingo]] und [[Fivelgo]] und wohl auch das [[Naardingerland]] südöstlich von [[Amsterdam]]. Er beteiligte sich 938/939 am Aufstand gegen König [[Otto I. (HRR)|Otto I.]], der unter der Führung von Ottos Bruder [[Heinrich I. (Bayern)|Heinrich]] und Ottos Schwager [[Giselbert von Lothringen]] stand. Der Aufstand wurde in den Schlachten bei [[Schlacht bei Birten|Birten]] und [[Schlacht bei Andernach (939)|Andernach]] niedergeschlagen. Die Rebellen wurden bestraft, was üblicherweise durch Beschlagnahme des Besitzes, Absetzung und Einzug der Reichslehen erfolgte. So geschah es auch mit Meginhard von Hamaland. Er starb um 955 auf dem [[Elterberg]], der Residenz seines Sohnes (?) [[Wichmann (Hamaland)|Wichmann II.]]&amp;lt;!-- dort ist Abstammung nicht geklärt, ein Meginhard († vor 968) wird dort als möglicher Sohn Wichmanns genannt!--&amp;gt;. Dieser gründete auf dem 60 Meter über die Rheinaue aufragenden Hügel ein Jahrzehnt später das [[Kanonissen]]stift [[Stift Elten|Elten]]. Im Sterbebuch des Stifts wird Meginhard ohne Grafentitel geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Liste der ersten Grafen von Hamaland ==&lt;br /&gt;
=== Erstes Grafenhaus von Hamaland ===&lt;br /&gt;
* [[Brunhard von Hamaland]], Vater des nachstehenden Wrachard, selbst nicht als Graf bezeugt&lt;br /&gt;
* [[Wrachard von Hamaland]], 794 bezeugt noch ohne, 800 dann mit der Grafenwürde&lt;br /&gt;
* [[Meginhard I. von Hamaland]], nicht ausdrücklich als Graf bezeugt; vermutlich Vogt von [[Kloster Werden]] 841 bis 847&lt;br /&gt;
* [[Wichmann I. von Hamaland]], 855 als Graf bezeugt&lt;br /&gt;
=== Zweites Grafenhaus von Hamaland ===&lt;br /&gt;
* [[Meginhard II. von Hamaland]] († 881)&lt;br /&gt;
* [[Everhard Saxo|Eberhard von Hamaland]] († 898), genannt „Saxo“ (der Sachse), [[Herzog]] (Dux) von Friesland 885/898&lt;br /&gt;
* [[Meginhard III. von Hamaland]], Bruder und seit 898 Nachfolger von Everhard Saxo, vermutlich im oder um das Jahr 915 gestorben&lt;br /&gt;
* [[Meginhard IV. von Hamaland]], Sohn von Everhard Saxo, seit 921 Graf von Hamaland, ab 939 entmachtet († um 955)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teilung der Grafschaft Hamaland in &amp;#039;&amp;#039;südliches Hamaland&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Zutphen&amp;#039;&amp;#039; ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
944 begnadigte der [[Ostfrankenreich|ostfränkische]] König [[Otto I. (HRR)|Otto]] das hamaländische Grafenhaus, vielleicht auf Fürsprache seiner Tante Amalrada. Meginhard blieb zwar ohne Amt, aber seine zwei Söhne von verschiedenen Ehefrauen bekamen je einen Anteil seiner früheren Amtsbezirke: der ältere, Everhard, wurde Graf in Salland, Drenthe und Hunsingo/Fivelgo, der jüngere, [[Wichmann (Hamaland)|Wichmann]], in Hamaland, Veluwe und wahrscheinlich auch im [[Gooi]]. Beide bekamen auch je eine Burg aus dem beschlagnahmten väterlichen Besitz: Wichmann bekam [[Stift Elten#Gründungsphase|Hoch-Elten]], Everhard [[Zutphen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Everhard hatte keine überlebenden Söhne; seine Erbtochter Averarda heiratete in den 950er Jahren Graf [[Gottfried der Gefangene|Gottfried von Verdun]], der später den Beinamen „der Gefangene“ erhielt. Averarda starb am 11. August möglicherweise des Jahres 961 und hinterließ einen Sohn und eine Tochter. Gottfried heiratete im Jahr darauf Mathilde [[Billunger|Billung]], Witwe des Grafen [[Balduin III. (Flandern)|Balduin III. von Flandern]], Schwager [[Wichmann (Hamaland)|Wichmanns ‚von Elten‘]], der um 947 Balduins Schwester Liutgard geheiratet hatte. Aus Wichmanns Ehe sind drei Kinder bekannt: Luitgart, Adela und Wichmann. Der Junge starb wohl 965 oder 966 im Alter von etwa sieben Jahren, wodurch die männliche Linie des Grafenhauses abbrach. Der Witwer Wichmann, obwohl erst etwa 35 Jahre alt, dachte nicht an eine zweite Ehe, sondern baute Eltenberg zum Stift Hoog-Elten um, das bereits 968 in Betrieb war. Das letzte Zeugnis von Wichmann datiert vom Dezember 973. Da Wichmann einen Großteil seines Vermögens dem Kloster stiftete, wo seine älteste Tochter Luitsart erste [[Abt|Äbtissin]] war, fühlte sich seine zweite Tochter [[Adela von Hamaland]] benachteiligt. Sie kämpfte jahrzehntelang um den Besitz, letztlich (996) mit Erfolg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 11. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Wichmanns Grafschaften gingen wahrscheinlich an seinen Schwiegersohn [[Immed IV.]] aus der Familie der [[Immedinger]] über, den ersten Ehemann Adelas, und anschließend an beider Sohn [[Dietrich von Hamaland|Dietrich]], der im April vermutlich des Jahres 1017 oder 1018 verstarb (Mord?) und zwei Töchter hinterließ. Die ältere Adilla heiratete höchstwahrscheinlich [[Gottfried II. (Niederlothringen)|Gottfried]], den Sohn Gottfrieds &amp;#039;des Gefangenen&amp;#039; von [[Wigeriche|Verdun]] und 1012–1023 Herzog von [[Niederlothringen]], der 1023 kinderlos starb. Ihm folgte sowohl als Herzog als auch als Graf sein jüngerer Bruder [[Gotzelo I. (Niederlothringen)|Gotzelo I.]], der 1033 auch Herzog von [[Oberlothringen]] wurde, das er noch zu Lebzeiten an seinen Sohn [[Gottfried III. (Niederlothringen)|Gottfried III.]] weitergab. Als Gottfried III. von König [[Heinrich III. (HRR)|Heinrich III.]] die Nachfolge in Niederlothringen verweigert wurde, rebellierte er und wurde 1046 endgültig abgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jüngere Tochter Dietrichs Bava war mit [[Gerhard Flamens]] († nach 1033) verheiratet und hatte mindestens zwei Söhne, darunter Gerhard II., die die frei gewordenen Grafschaften übernahmen. Der Vater Gerhard erhielt die Veluwe, [[Teisterbant]] und die [[Betuwe]], letztere aus dem Besitz der Familie Immeds stammend, wie der [[Hattuarien|Hettergau]] und der [[Düffelgau]] auf der anderen Rheinseite südlich von Hamaland. Die Stammburg wurde [[Wassenberg (Adelsgeschlecht)|Wassenberg]] im Hettergau und danach die [[Burg Geldern]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerhards Bruder [[Rutger I. (Kleve)|Rutger Flamens]] erhielt um 1020/25 von Kaiser Heinrich II. die linksrheinische [[Grafschaft Kleve]] mit der [[Schwanenburg|Burg]] in Kleve. Den nahen Düffelgau konnten die Grafen erst 1473 für Kleve gewinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Hettergau mit [[Geldern]], wonach die [[Wassenberg (Adelsgeschlecht)|Flamenses]] sich später das geldrische Grafenhaus nannten, und möglicherweise auch den Düffelgau, konnte Gerhard erst nach 1063 übernehmen, ebenso wie zu einem nicht näher zu bestimmenden Zeitpunkt den südlichen Teil von Hamaland, wo 1083 [[Gerhard II. (Geldern)|Gerhard der Lange]] aus dem Hause Flamens bezeugt ist. Gerhard Flamens und seine Familie mussten auf den Hettergau (und den Düffelgau) sowie das südliche Hamaland eine Zeit lang warten, weil sich bereits vor 1046 andere dort festgesetzt hatten. Das südliche Hamaland wurde vermutlich 1026 an Werner, einen Günstling des Königs [[Konrad II. (HRR)|Konrad II.]] (1024–1039), vergeben, nachdem Gotzelo I. sich 1024/25 gegen Konrads Thronbesteigung gewandt hatte. Die Versöhnung Gotzelos mit dem König Weihnachten 1025 war mit einigen Zugeständnissen verbunden: Werner – der schon früher im selben Jahr mit erheblichem Güterbesitz im südlichen Hamaland und Veluwe ausgestattet war – wurde als Lehnsgraf im südlichen Hamaland eingesetzt, in Hunsingo/Fivelgo wurde ein Halbbruder der Kaiserin [[Gisela von Schwaben]] eingesetzt. Erst nach Werners Tod konnte das südliche Hamaland von den Flamenses übernommen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Hettergau (und vielleicht auch im Düffelgau) war dies anders. Auch da muss bereits vor 1046 ein Lehngraf Gottfrieds des Bärtigen aktiv gewesen sein, [[Gottschalk von Zutphen|Gottschalk]], der auch Lehnsgraf des nördlichen Hamalands war. Wie Werner hatte auch Gottschalk sich von Gottfrieds Aufstand ferngehalten und konnte daher ebenfalls sein Amt behalten. Auch hier mussten die Flamenses daher auf den Tod des Amtsinhabers warten. Dies geschah 1063; 1067 ist Gerhard Flamens als Graf im Hettergau bezeugt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Liste der weiteren Grafen von Hamaland ==&lt;br /&gt;
=== Drittes Grafenhaus von Hamaland ===&lt;br /&gt;
* [[Wichmann (Hamaland)|Wichmann II. von Hamaland]], Sohn von [[Meginhard IV. von Hamaland]], († &amp;lt;math&amp;gt;\ge&amp;lt;/math&amp;gt; 975)&amp;lt;ref name=&amp;quot;jongbloed&amp;quot;&amp;gt;Hein H. Jongbloed: &amp;#039;&amp;#039;Immed „von Kleve“ (um 950).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Annalen des Historischen Vereins für den Niederrhein.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 209, Heft 1, 2006, S. 13–44.&amp;lt;/ref&amp;gt;, 952–960 Graf von Hamaland und Veluwe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Haus der Immedinger ===&lt;br /&gt;
* [[Immed IV.]] († 27. Januar 983) ⚭ [[Adela von Hamaland]] († 6. August 1020/28), Tochter von [[Wichmann (Hamaland)|Wichmann II. von Hamaland]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nach 983–1010, Familienstreitigkeiten um den Besitz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Dietrich von Hamaland]], Sohn von Immed IV. und [[Adela von Hamaland]], († 7. April 1017 oder 1018)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;seit 1017/18&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Balderich von Drenthe]], († 1021), ⚭ 2. Ehe von [[Adela von Hamaland]]&lt;br /&gt;
* Enkel von [[Dietrich von Hamaland]], Söhne der Tochter Bava ⚭ Gerhard Flamens&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Haus Verdun der Wigeriche ===&lt;br /&gt;
* [[Gottfried II. (Niederlothringen)|Gottfried II. der Kinderlose]], (* um 965; † 1023), ⚭ vermutlich mit einer Tochter [[Dietrich von Hamaland|Dietrichs von Hamaland]], seit 1012 Herzog von [[Niederlothringen]]&lt;br /&gt;
* [[Gotzelo I. (Niederlothringen)|Gotzelo I.]], (* um 970; † 1044), Bruder von [[Gottfried II. (Niederlothringen)|Gottfried II.]], seit 1023 Herzog von [[Niederlothringen]] und seit 1033 Herzog von [[Oberlothringen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufteilung der Grafschaft im Jahr 1025 an zwei Lehnsgrafen ===&lt;br /&gt;
* Werner&amp;lt;ref name=jongbloed /&amp;gt; im südlichen Hamaland, 1046–1056 als Graf Wecelo bezeugt, nach dem 1083 dann [[Gerhard II. (Geldern)|Gerhard der Lange]] aus dem Hause Flamens, später dem geldrischen Grafenhaus genannt, bezeugt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grafschaft Zutphen ==&lt;br /&gt;
Im nördlichen Hamaland war dies anders. Auch hier war bereits vor 1046 ein Lehnsgraf namens Gottschalk eingesetzt worden und blieb es auch nach der Absetzung Gottfrieds III. König Heinrich III. gab 1046 jedoch die Oberhoheit dieses Gebiets dem [[Liste der Bischöfe von Utrecht|Bischof von Utrecht]], wobei in der Schenkungsurkunde die Grenzen des Bereichs genau beschrieben sind. Daraus ergibt sich, dass Hamaland an seiner oben beschriebenen schmalsten Stelle in zwei Teile geschnitten worden war, also entlang der Linie [[Steenderen]]-[[Leuvenheim]]-[[Eerbeek]]. Die Schenkung von 1046 dieses nördlichen Hamaland am Bischof von Utrecht machte Gottschalk zum Lehnsgrafen dieses Bischofs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Gottschalk 1063 starb, folgte ihm sein Sohn Otto, genannt „der Reiche“, im nördlichen Hamaland. Dass die Flamenses hier nicht zum Zuge kamen, hat vermutlich seine Ursache darin, dass Gottschalk durch seine Ehe ein bedeutender Grundbesitzer in seiner Grafschaft geworden war. Seine Ehefrau Adelheid war eine Urenkelin Gottfrieds des Gefangenen, dessen Tochter [[Irmingard von Verdun]] mit [[Otto von Hammerstein]] verheiratet war. Deren Tochter Mathilde wurde die Ehefrau des [[Ezzonen]] [[Liudolf (Ezzonen)|Ludolf von Brauweiler]], und Adelheid stammte aus dieser Ehe. Ihre zwei Brüder starben früher als Adelheid, die also als letzter Spross Liudolfs hinterblieb. Wie erwähnt, war Gottfried der Gefangene wiederum der Ehemann von Averarda gewesen, der Erbtochter Everhards, des Halbbruders Wichmanns von Elten. Somit war Gottschalk der indirekte Erbe des alten hamaländischen Grafenhauses. Zu diesem Erbe gehörten die Burg [[Zutphen]] und umfangreicher Grundbesitz in deren Umgebung. Gottschalks Bedeutung im nördlichen Hamaland war dadurch so groß, dass seine Nachkommen sich hier behaupten konnten. Ihre Residenz war die Burg Zutphen, wonach das nördliche Hamaland auch mit dem Namen [[Grafschaft Zutphen]] bekannt wurde. Noch heute heißt das Gebiet des früheren nördlichen Hamalandes östlich der IJssel deswegen &amp;#039;&amp;#039;de Graafschap&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name Hamaland kommt Ende des 11. Jahrhunderts letztmals in den Quellen vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hamaland heute ==&lt;br /&gt;
Das regionale Bewusstsein für das Hamaland ist nur schwach ausgeprägt, erlebt aber in den letzten Jahren eine Renaissance, auch durch Gründung einer [[Euregio (deutsch-niederländischer Kommunalverband)|Euregio]], die aber räumlich weit über das ursprüngliche Hamaland hinausgeht und zum Beispiel auch [[Enschede]], [[Bocholt]] und [[Dülmen]] umfasst. Die Bezeichnung Hamaland findet sich etwa in Sportvereinen, Musik-Clubs und regionalen Unternehmen sowie bei der 253 km langen Hamaland-Route, einer ausgeschilderten Rundstrecke für PKW-Touren. Diese moderne Hamaland-Identität pflegt unter anderem das [[Hamaland-Museum]] in [[Vreden]], ein Heimatmuseum, das zugleich Kreismuseum des [[Kreis Borken|Kreises Borken]] ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.manfred-hiebl.de/genealogie-mittelalter/wichmann_sippe/familie_der_wichmann_sippe.html Materialsammlung auf Genealogie Mittelalter]&lt;br /&gt;
* [http://www.hamaland-museum.de Hamalandmuseum in Vreden]&lt;br /&gt;
* [http://www.hamalandroute.de/ Hamaland-Route]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Hein H. Jongbloed: &amp;#039;&amp;#039;Immed „von Kleve“ (um 950). Das erste Klevische Grafenhaus (ca. 885 – ca. 1015) als Vorstufe des geldrischen Fürstentums.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Annalen des Historischen Vereins für den Niederrhein]].&amp;#039;&amp;#039; Bd. 209, Heft 1, 2006, S. 13–44, {{doi|10.7788/annalen.2006.209.1.13}}.&lt;br /&gt;
* Hein H. Jongbloed: &amp;#039;&amp;#039;Tussen „paltsverhaal“ en „IJssellinie“, Averarda „van Zutphen“ († 11 augustus [961]) en de geboorte van de graafschappen Zutphen en Gelre (1026–1046).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Bijdragen en Mededelingen. Historisch Jaarboek voor Gelderland.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 97, 2006, {{ISSN|0923-2834}}, S. 57–130.&lt;br /&gt;
* Hein H. Jongbloed: &amp;#039;&amp;#039;Wanburtich: Heinrich II. Beteiligung an der Wahl von Kamba (1024).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters]].&amp;#039;&amp;#039; Bd. 62, Heft 1, 2006, S. 1–63, [http://www.digizeitschriften.de/dms/resolveppn/?PPN=PPN345858735_0062 Digitalisat].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landschaft in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gau (Niederlande)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gau (Niedersachsen)]]&lt;/div&gt;</summary>
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