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	<title>Hallimasche - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T14:11:11Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hallimasche&amp;diff=284458&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2026-04-27T09:49:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Hallimasche&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Armillaria&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = ([[Elias Magnus Fries|Fr.]]&amp;lt;!--1819--&amp;gt;) [[Friedrich Staude|Staude]]&amp;lt;!--1857--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Physalacriaceae&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon3_Name      = Champignonartige&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Agaricales&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Agaricomycetidae&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Unterklasse&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Agaricomycetes&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Klasse&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Agaricomycotina&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = Unterabteilung&lt;br /&gt;
| Bild             = 2010-09-30 Armillaria mellea s.str. cropped.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = [[Honiggelber Hallimasch]]&amp;lt;br /&amp;gt;(&amp;#039;&amp;#039;Armillaria mellea&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;[[s. str.]])&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hallimasche&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Honigpilze&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Armillaria&amp;#039;&amp;#039;) sind eine [[Pilze|Pilzgattung]] aus der Familie Physalacriaceae&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wilson2005&amp;quot; /&amp;gt; mit mehreren, schwer unterscheidbaren Arten. Man spricht hier auch von einem Aggregat, dem Hallimaschkomplex. Viele Arten besitzen am Stiel einen wattigen Ring ([[Annulus (Mykologie)|Annulus]], siehe Gattungsname: lateinisch &amp;#039;&amp;#039;Armilla&amp;#039;&amp;#039; = Armband), der aber mit zunehmender Reife der [[Fruchtkörper]] durch Witterungseinflüsse und Schneckenfraß verloren gehen kann. Einige Arten vermögen von den Wurzeln her auch lebende Gehölze zu befallen, bringen diese zum Absterben bis hin zu Waldsterbeerscheinungen&amp;lt;ref&amp;gt;Landtag von Baden-Württemberg, Drucksache 8/4794: Kl. Anfrage des Abg. Bran (GRÜNE), Hallimasch&amp;lt;/ref&amp;gt; und gelten deshalb als [[Forstschädling]]e.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Typus (Nomenklatur)#Botanik|Typusart]] ist der [[Honiggelber Hallimasch|Honiggelbe Hallimasch]] (&amp;#039;&amp;#039;Armillaria mellea&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale ==&lt;br /&gt;
Der bräunliche bis honiggelbe Hut ist mit dunklen, leicht büscheligen und haarigen, abwischbaren Schüppchen bedeckt, die zum Rand hin in ihrer Anzahl abnehmen; im Alter können sie auch ganz fehlen. Der Hut bleibt am Rand während des Wachstums lange eingerollt. Manchmal halten sich in dem geschützten Hohlraum zwischen Lamellen und Ring Exemplare der beiden [[Glanzkäfer]] &amp;#039;&amp;#039;[[Cychramus luteus]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Cychramus variegatus]]&amp;#039;&amp;#039; auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;fungiworld.com&amp;quot; /&amp;gt; Diese verursachen auf den [[Lamelle (Mykologie)|Lamellen]] bräunliche Flecken, wodurch die Vermarktbarkeit als Speisepilze beeinträchtigt wird. Später verflacht der Hut und kann im Alter manchmal auch eine niedergedrückte Form annehmen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bielli2002&amp;quot; /&amp;gt; Die Lamellen stehen ziemlich dicht und laufen ein wenig am Stiel herab. Sie sind weiß bis blass rötlichgelb gefärbt. Die [[Spore]]n sind farblos, wirken in Menge aber weiß. Deshalb können die Oberseiten der Hüte tiefer sitzender Exemplare durch das reichlich abgeschleuderte Sporenpulver weiß bestäubt und wie verschimmelnd erscheinen. Der bis zu 20&amp;amp;nbsp;Zentimeter lange Stiel&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bielli2002&amp;quot; /&amp;gt; ist bei büscheligem Hervortreten oft gebogen. Er ist gelblich-braun gefärbt und wird nach unten dunkler. Unterhalb des Rings ([[Annulus (Mykologie)|Annulus]]) ist der Stiel häufig mit flockigen Schüppchen besetzt. Die Stielbasis ist bis auf den Honiggelben Hallimasch im engeren Sinne anfangs deutlich knollig verdickt. Das Fleisch des Hutes und anfangs auch im Stielinneren ist zart, der Stiel später, nach völligem Aufschirmen der Hüte, bald etwas zäh-faserig. Ein eindeutiges Erkennungsmerkmal der Hallimasche ist das [[Adstringenz|adstringierende]] Gefühl im Rachen, das bei einer Kauprobe nach etwa einer halben Minute einsetzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gerhardt2003&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gattungsabgrenzung ==&lt;br /&gt;
Durch das weiße Sporenpulver lassen sich die Hallimasche gut von den ähnlich aussehenden [[Schüpplinge]]n (&amp;#039;&amp;#039;Pholiota&amp;#039;&amp;#039;) unterscheiden, die braunes Sporenpulver besitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ökologie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Armillaria ostoyae mycelia.jpg|mini|links|hochkant|Das weiße Fächermyzel eines Hallimaschs zerstört das [[Kambium]] unter der Rinde.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Rhizomorph Armillaria.jpg|mini|Rhizomorphen eines Hallimaschs]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Armillaria symptom.jpg|mini|Weißfäule und Myzel in einem befallenen Stamm]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hallimasche befallen mit ihren weißen [[Myzel|Fächermyzelien]] und schwarzbraun berindeten [[Rhizomorph]]en lebendes wie totes Holz.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gerhardt2003&amp;quot; /&amp;gt; Im Inneren verursachen sie eine [[Weißfäule]]. Zunächst blockieren und entziehen die [[Parasitismus|parasitisch]] lebenden Myzelien den Wirtspflanzen so viele Nährstoffe und Wasser, dass sie schnell absterben können. Danach können sich die Pilze noch viele Jahre lang [[Saprobiont|saprotroph]] vom feuchten Totholz ernähren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bielli2002&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den zunächst befallenen Derbwurzeln her wuchern unter der Borke größerer Gehölze von der Stammbasis im nährstoffreichen Säftefluss des [[Kambium]]s weiße Fächermyzelien aufwärts. Sobald die Myzelien den Säftefluss im [[Splintholz]] ringsum blockieren, welken Laub oder Nadeln des Gehölzes und der Baum stirbt. Von da an können sich die weißen Myzelien beim weiteren Voranwachsen zu schwarz berindeten Rhizomorphen umwandeln, die sowohl unter der Borke weiter stammaufwärts wie auch von den befallenen Wurzeln aus die Wurzelrinde eines nächsten Baumes mittels [[Enzym]]en durchbohren können. Das Myzel kann aber auch im Inneren des Stammes wachsen und das Holz in Form einer längsfaserigen Weißfäule abbauen und aushöhlen. Dabei können dort kürzere Rhizomorphen auch ohne das Zwischenstadium &amp;quot;weißes Myzel&amp;quot; gebildet werden – und zwar sogar aus in fortgeschrittenem Abbau befindlichen, gut durchfeuchteten Partien des Holzes. Im Falle von Weichholz-Bäumen wie Pappeln können so im Laufe der Jahre sehr umfangreiche Stammhöhlen entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Speziell die Hallimasche verbreiten sich durch die Rhizomorphen überwiegend als [[Klonen|Klon]], also [[Vegetative Vermehrung|vegetativ]] und kaum durch die Ausbreitung ihrer Sporen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu den meisten anderen Pilzen bilden Hallimasche also Rhizomorphen, die jährlich bis zu drei Meter wachsen können. Mit Hilfe dieser schnürsenkel- oder kabelartigen [[Hyphe]]nbündel greifen sie selbst gesunde Bäume in ihrer Reichweite an und breiten sich dadurch stark aus. Einige Hallimasche zählen zu den gefährlichsten Forstschädlingen, da sie in der Wahl ihrer Wirte sehr flexibel sind. Sie können bis auf wenige Ausnahmen, wie den [[Blauglockenbaum]], die allermeisten Gehölze (Laub- und Nadelholz, alle möglichen tropischen Plantagen-Bäume bis hin zu Ölpalmen, und selbst Reben und Brombeeren) besiedeln, ja befallen. Oft werden zum Beispiel durch Dürre und Borkenkäfer vorgeschädigte Bäume eher befallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pflanzen zweier myko-heterotropher, also blattgrünloser Orchideengattungen in Asien bzw. Australien (&amp;#039;&amp;#039;[[Galeola]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Gastrodia]]&amp;#039;&amp;#039;) gelten als [[Epiparasitismus|Epiparasiten]] an Hallimaschen, das heißt, sie lassen sich von ihnen Nährstoffe zuführen, die diese wiederum ihren Wirtspflanzen entzogen haben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bidartondo2005&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Die Hallimascharten sind in gemäßigten bis tropischen Zonen weltweit verbreitet und zumindest vegetativ, also in Form ihrer Myzelien und Rhizomorphen, durchaus häufig. Ihre Fruchtkörper sind in Mitteleuropa von September bis Dezember auf lebendem oder totem Laub- oder Nadelholz zu finden, manchmal auch scheinbar auf bloßem Boden, weil sie aus unter der Oberfläche verlaufenden, befallenen Wurzeln hervorsprießen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arten ==&lt;br /&gt;
Von den derzeit über 30 bekannten Arten kommen 5 in Europa vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Volk1995&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Redhead2011&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;May2017&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable sortable zebra&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;3&amp;quot; | &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hallimasche (&amp;#039;&amp;#039;Armillaria&amp;#039;&amp;#039;) in Europa&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Deutscher Name !! Wissenschaftlicher Name !! class=&amp;quot;unsortable&amp;quot; | Autorenzitat&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Nördlicher Hallimasch]]&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;Armillaria borealis&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| [[Helga Marxmüller|{{Person|Marxm.}}]] und [[Kari Korhonen (Botaniker)|{{Person|Korhonen}}]] 1982&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Zwiebelfüßiger Hallimasch]]&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;Armillaria cepistipes&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| [[Josef Velenovský|{{Person|Velen.}}]] 1920, ‘cepaestipes’&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding-left: 30px;&amp;quot; | Falscher Zwiebelfuß-Hallimasch&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;padding-left: 30px;&amp;quot; | &amp;#039;&amp;#039;Armillaria cepistipes&amp;#039;&amp;#039; f.&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;pseudobulbosa&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| [[Henri Romagnesi|{{Person|Romagn.}}]] &amp;amp;amp; {{Person|Marxm.}} 1983&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Fleischfarbener Hallimasch]]&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;Armillaria gallica&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| {{Person|Marxm.}} &amp;amp; {{Person|Romagn.}} 1987&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Honiggelber Hallimasch]]&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;Armillaria mellea&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| ([[Martin Vahl|{{Person|Vahl}}]] 1790: {{Person|Fr.}} 1821) [[Paul Kummer|{{Person|P.&amp;amp;nbsp;Kummer}}]] 1871&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Dunkler Hallimasch]]&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;Armillaria ostoyae&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| ({{Person|Romagn.}}&amp;amp;nbsp;1970) [[Josef Herink|{{Person|Herink}}]]&amp;amp;nbsp;1973 nom. cons.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Armillaria.gallica.001.jpg|[[Fleischfarbener Hallimasch]]&amp;lt;br&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Armillaria gallica&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
Armillaria ostoyae cropped.jpg|[[Dunkler Hallimasch]]&amp;lt;br&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Armillaria ostoyae&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehemalige Hallimasch-Arten ==&lt;br /&gt;
Einige Arten, die früher der Gattung &amp;#039;&amp;#039;Armillaria&amp;#039;&amp;#039; zugerechnet wurden, sind nun in eine eigene Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Desarmillaria]]&amp;#039;&amp;#039; ausgegliedert worden. Deren Arten weisen keinen Ring (Annulus, Armilla) am Stiel auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Koch2017&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable sortable zebra&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;3&amp;quot;| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Desarmillaria&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Deutscher Name !! Wissenschaftlicher Name !! class=&amp;quot;unsortable&amp;quot; | Autorenzitat&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Moor-Hallimasch]]&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;Desarmillaria ectypa&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| {{Person|([[Elias Magnus Fries|Fr.]]&amp;amp;nbsp;1821) R.A. Koch und [[M. Catherine Aime|Aime]]&amp;amp;nbsp;2017}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Ringloser Hallimasch]]&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;Desarmillaria tabescens&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| {{Person|([[Giovanni Antonio Scopoli|Scop.]]&amp;amp;nbsp;1772) R.A.&amp;amp;nbsp;Koch&amp;amp;nbsp;&amp;amp;amp; Aime&amp;amp;nbsp;2017}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Armillaria ectypa.jpg|[[Moor-Hallimasch]]&amp;lt;br&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Desarmillaria ectypa&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
2008-07-16 Armillaria tabescens cropped.jpg|[[Ringloser Hallimasch]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Desarmillaria tabescens&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung ==&lt;br /&gt;
=== Etymologie ===&lt;br /&gt;
„Ein bemerkenswert undeutlicher Name für einen Pilz“, schreibt der Duden-Newsletter.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Duden&amp;quot;&amp;gt;[https://www.duden.de/sprachwissen/newsletter/duden-newsletter-vom-14-10-11 Duden Newsletter vom 14. Oktober 2011]&amp;lt;/ref&amp;gt; Zur Herkunft des deutschen Namens gibt es widersprüchliche Angaben: Einmal soll er wegen seiner angeblich [[Kuration|kurativen]] Wirkung bei [[Hämorrhoiden]] von &amp;#039;&amp;#039;Heil im Arsch&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Duden1963&amp;quot; /&amp;gt; kommen. Eine andere etymologische Deutung leitet ihn von &amp;#039;&amp;#039;hal (glatt, schlüpfrig) im Arsch&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kluge1989&amp;quot; /&amp;gt; ab, da die Hallimasche im rohen oder ungenügend gekochten Zustand eine stark abführende Wirkung haben; es wird auch eine lautmalerische Ableitung vom Hall durch erzeugte [[Blähung]]en unterstellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Duden&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Speisewert ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Armillaria ostoyae 2.jpg|miniatur|Ein Eimer voll gesammelter Hallimasche]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hallimasche sind im Allgemeinen als [[Speisepilz]]e bekannt. Sie sind in vielen Gegenden, beispielsweise Norddeutschland, dem nordostitalienischen [[Venezien]] sowie in ganz Osteuropa, sehr beliebte, in Zentnermengen gesammelte und vermarktete Speisepilze. Nach dem Aufschirmen der Hüte wird der dann zähere Stiel meist entfernt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pilze sind in rohem Zustand unbekömmlich und Brechreiz erregend, deshalb müssen sie vor dem Verzehr ausreichend durchgegart sein (mindestens acht Minuten lang). Auch können gelegentlich, trotz korrekter Zubereitung, Unverträglichkeitsreaktionen auftreten, so wie auch bei vielen anderen Lebensmitteln. Die Angaben zum Speisewert treffen für alle Arten zu.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gminder2008&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Biolumineszenz ===&lt;br /&gt;
Eine Besonderheit der Hallimasche ist die Fähigkeit ihrer Myzelien zur [[Biolumineszenz]], das heißt das Pilz[[myzel]] und insbesondere frisch vom Myzel durchwuchertes Holz kann – in völliger Dunkelheit mit bloßem Auge gut erkennbar – durch chemische Prozesse ein kaltes Leuchten erzeugen: &amp;#039;&amp;#039;Leuchtendes Holz&amp;#039;&amp;#039;. Ursache dafür ist – ähnlich wie bei den [[Leuchtkäfer|Leuchtkäfern]] (Glühwürmchen) – die unter Mitwirkung von [[Sauerstoff]] durch das Enzym [[Luciferase]] katalysierte Umsetzung von [[Luciferin]], bei der Licht freigesetzt wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bieri2011&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wachstum, Alter und Größe von Hallimaschen ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 2000 wurde aufgrund eines zunächst rätselhaften Waldsterbens im [[Malheur National Forest]] (Oregon, USA) ein riesiges Myzel der Hallimaschart &amp;#039;&amp;#039;[[Armillaria ostoyae]]&amp;#039;&amp;#039; (Dunkler Hallimasch) entdeckt ({{Coordinate|NS=44/28/34.21/N|EW=118/29/5.17/W|type=landmark|region=US-OR|text=DMS|name=Humongous Fungus}}). Es erstreckt sich über eine Fläche von rund neun Quadratkilometern (965&amp;amp;nbsp;Hektar). Sein Alter wird auf 1900 bis 8650&amp;amp;nbsp;Jahre und sein Gewicht auf 7.567 bis 35.000&amp;amp;nbsp;Tonnen geschätzt. Damit gilt der Pilz, der die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Humongous Fungus&amp;#039;&amp;#039; („riesiger Pilz“) erhielt, als das nach Biomasse größte bekannte Lebewesen der Welt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schmitt2008&amp;quot;/&amp;gt; Der größte Hallimaschklon Europas – ebenfalls &amp;#039;&amp;#039;Armillaria ostoyae&amp;#039;&amp;#039; – wurde 2004 in der Schweiz beim [[Ofenpass]] entdeckt. Er ist im Durchmesser 500 bis 800&amp;amp;nbsp;Meter groß, bedeckt eine Fläche von 35&amp;amp;nbsp;Hektar und ist etwa 1000&amp;amp;nbsp;Jahre alt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;NZZOnline2004&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Lebewesen#Lebewesen der Superlative|titel1=Lebewesen der Superlative}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Heinz Butin]]: &amp;#039;&amp;#039;Krankheiten der Wald- und Parkbäume. Diagnose, Biologie, Bekämpfung. 2 Sporentafeln&amp;#039;&amp;#039;. 3., neubearbeitete und erweiterte Auflage. Thieme, Stuttgart und New York 1996, ISBN 3-13-639003-2&lt;br /&gt;
* Schwarze/Engels/Matteck: &amp;#039;&amp;#039;Holzzersetzende Pilze in Bäumen&amp;#039;&amp;#039;, 1. Auflage 1999, Rombach Verlag, ISBN 3-7930-9194-5, S. 158–164&lt;br /&gt;
* Helga Marxmüller, Ottmar Holdenrieder: &amp;#039;&amp;#039;Morphologie und Populationsstruktur der beringten Arten von &amp;#039;&amp;#039;Armillaria mellea&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;s.l.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Mycologia Bavarica&amp;#039;&amp;#039; 4. 2000. Seiten&amp;amp;nbsp;9–32.&lt;br /&gt;
* Fritz Schwerdtfeger, Die Waldkrankheiten, 3. Auflage 1981&lt;br /&gt;
* Dagmar Nierhaus-Wunderwald: [https://www.dora.lib4ri.ch/wsl/islandora/object/wsl:9142/datastream/PDF &amp;#039;&amp;#039;Die Hallimasch-Arten.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Merkblatt für die Praxis&amp;#039;&amp;#039; 21. Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL), Birmensdorf (Schweiz), 1994.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bidartondo2005&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
M.&amp;amp;nbsp;Bidartondo: &amp;#039;&amp;#039;The evolutionary ecology of myco-heterotrophy&amp;#039;&amp;#039;. In: [[New Phytologist]] 167. 2005. Seite&amp;amp;nbsp;335–352&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bielli2002&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ettore Bielli: &amp;#039;&amp;#039;Pilze. Ein umfassender Ratgeber zum Bestimmen und Sammeln von Pilzen&amp;#039;&amp;#039;. Ital. Originaltitel: &amp;#039;&amp;#039;Funghi&amp;#039;&amp;#039;. Kaiser Verlag, Klagenfurt. 2002. S.&amp;amp;nbsp;76, ISBN 3-7043-2179-6&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bieri2011&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle | autor=Atlant Bieri | url=https://www.derbund.ch/wissen/natur/Weshalb-der-Hallimasch-im-Dunkeln-leuchtet/story/10817873 | titel=Weshalb der Hallimasch im Dunkeln leuchtet | hrsg=DerBund.ch/Newsnetz | datum=2011-08-07 | zugriff=2011-08-07}}&lt;br /&gt;
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[[Ewald_Gerhardt]]: &amp;#039;&amp;#039;BLV-Bestimmungsbuch Pilze&amp;#039;&amp;#039;. Weltbild Verlag, Augsburg. 2003. S.&amp;amp;nbsp;108, ISBN 3-8289-1673-2&lt;br /&gt;
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&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gminder2008&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;lt;ref name=&amp;quot;Koch2017&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur | Autor=Rachel&amp;amp;nbsp;A. Koch, Andrew&amp;amp;nbsp;W. Wilson, Olivier Séné, Terry&amp;amp;nbsp;W. Henkel, M.&amp;amp;nbsp;Catherine Aime | Titel=Resolved phylogeny and biogeography of the root pathogen Armillaria and its gasteroid relative, Guyanagaster | Sammelwerk=BMC Evolutionary Biology | Band=Band 17 | Nummer=33 | Seiten=1–16 | Datum=2017-01-25 | DOI=10.1186/s12862-017-0877-3}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kluge1989&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Friedrich_Kluge]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Etymologisches_Wörterbuch_der_deutschen_Sprache]].&amp;#039;&amp;#039; 22.&amp;amp;nbsp;Auflage. 1989. Seite&amp;amp;nbsp;289, ISBN 3-11-006800-1&lt;br /&gt;
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{{Literatur | Autor=Tom W. May | Titel=Report of the Nomenclature Committee for Fungi – 201 | Sammelwerk=IMA Fungus | Band=Band 8 | Nummer=1 | Seiten=189–203 | Datum=2017-06-01 | DOI=10.5598/imafungus.2017.08.01.12 | PMID=28824847}}&lt;br /&gt;
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&amp;lt;ref name=&amp;quot;Redhead2011&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur | Autor=Scott A. Redhead, Jean Bérubé, Michelle R.Cleary, Ottmar Holdenrieder, Richard S. Hunt, Kari Korhonen, Helga Marxmüller, Duncan J. Morrison | Titel=(2033) Proposal to conserve Armillariella ostoyae (Armillaria ostoyae) against Agaricus obscurus, Agaricus occultans, and Armillaria solidipes (Basidiomycota) | Sammelwerk=Taxon | Band=Band 60 | Nummer=6 | Datum=2011-12 | Seiten=1770-1771 | Hrsg=International Association for Plant Taxonomy}}&lt;br /&gt;
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&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
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== Weblinks ==&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Champignonartige]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forstschädling]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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